Von der Bürokauffrau zur Fußpflegerin

  • Hallo Ihr lieben ich hoff ich habs jetzt in dem richtigen Bereich eingestellt.


    Ich bin gelernte Bürokauffrau und 24 Jahre alt.
    Meine Mutter ist Podologin (medizinische Fußpflegerin) und hat eine Praxis die gut läuft.


    Jetzt zu meiner Frage:


    Ich würde gerne bei meiner Mama in die Praxis mit einsteigen. Das persönliche Verhältnis zwischen mir und meiner Mama is spitzenmäßig und eigendlich freuen wir uns beide total, dass wir eben bald den Laden gemeinsam schmeißen.
    Ich würde dort als kosmetische Fußpflegerin arbeiten, Künstliche Fingernägel und Sugaring (Haarentfernung mittels Zuckerpaste) mit anbieten.
    Ich hab bereits ein Praktikum in der Praxis meiner Mutter beim Amt bekannt gegeben. In der Praktikumszeit bringt sie mir eben die Fußpflege bei und dann würde ich mich quasi selbstständig machen und mit Ihr zusammen die Praxis schmeißen. Eine Ausbidlung zum Podologen würde ich dann später auch noch nachschieben.


    Jetzt ist es so, dass meine Beraterin gesagt hat ich soll das nicht machen und mir das ganze total madig redet und ich soll mir doch einen Job als Bürokauffrau suchen und hat mir jetzt son bescheuertes Bewerbercoaching aufs Auge gedrückt.


    Kann Sie mir das denn Verbieten, bei meiner Mutter einzusteigen und mir mein Geld kürzen wenn ich mich nicht auf die Bürokauffraugeschichte einlasse??

  • Natürlich können sie dir nicht verbieten mit deiner Mutter zusammen in einem Geschäft zu arbeiten.Es kommt darauf an was deine Mutter dir dann zahlen würde.Solange du Leistungen bekommst müßtest du auch an Maßnahmen teilnehmen.

  • ja logisch das is ja die kosmetische fußpflege da darf mich ja meine mama ausbilden. zwar nicht zum medizinischen (podo) aber eben zum kosmetischen. im beisein von meiner mama darf ich auch diabetiker behandeln. is wie bei ner arzthelferin, die im auftrag vom arzt auch spritzen und blut abnehmen darf. eine podologen ausbildung schieb ich dann noch nach

  • Bei aller Liebe, aber eine Arzthelferin hat eine Ausbildung gemacht. Ich wollte meinen diabetischen Fuß weiß Gott nicht von jemandem behandeln lassen (das wäre medizinische Fußpflege), der keine entsprechend Ausbildung hat. Weißt du, was -gerade bei diabetischem Fuß- da alles passieren kann? Hast du dir den Link und die daraus folgenden Konsequenzen durchgelesen?


    Zitat daraus:

    Zitat

    Zu nennen sind ca. eine Million Diabeteserkrankter die unter behandlungsbedürftigen Veränderungen am Fuß leiden, deren Folgen bis hin zu Amputationen reichen. Nach Schätzungen wären bei qualifizierter Behandlung bis zu 50 % solcher Amputationen vermeidbar.


    Sind dir denn diese Menschen völlig egal?!


    Mach doch erst die Ausbildung und dann steige ein. Das ist doch das, was man normalerweise macht, wenn man in einen Bereich möchte, wo man nur gelernte Kräfte gebrauchen kann.


    Ansonsten ist es so: solange du noch ALG 2 bekommst, kann man dir Maßnahmen und Arbeitsangebote unterbreiten und, wenn du diese ablehnst, dich sanktionieren. Und unter den hier beschriebenen Gesichtspunkten (du möchtest eine Selbständigkeit aufnehmen, für die dir die fachliche Eignung völlig fehlt), ist es sehr wahrscheinlich, dass man das auch so machen wird.

  • meine mutter is doch ausgebildete podologin. sie bildet mich doch aus und solange ich das handwerk nicht 100% beherrsche behandle ich doch auch noch niemanden. in sehr vielen podologischen praxen arbeiten auch normale fußpfleger die unter der fuchtel von podologen stehen.
    sie gibt ja ihr fachwissen an mich weiter das einzige was dann quasi fehlt bis ich auf der schule für podologie war is quasi der "titel" nix weiter. an fachlicher kompetenz mangelt es dann sicher nicht

  • Ich bezweifle, dass deine Mutter eine richtige Ausbildung ersetzen kann. Stell dir mal vor, du fährst in die Klinik, weil du eine Herz-OP brauchst und dort stellt sich raus, dass die Person, die dich operieren möchte, Arzt-Sohn ist, der mal Kfz-Mechaniker gelernt hat und der irgendwann mal - wenns zeitlich passt- Medizin studieren will. Was du da machen willst, ist nicht viel anders. Das ist ja gut und schön, dass du deiner Mutter schon oft zugeschaut hast, das berechtigt dich aber doch noch lange nicht, dass du einfach so fremde Menschen behandeln darfst. Stellt dich deine Mutter dann vor: "Hier, das ist meine Tochter, die hat Bürokauffrau gelernt und mir ein paar Mal zugeschaut, darf die jetzt an ihre offene Wunde unten am Fuß?"... Sorry, aber überleg dochmal, was ihr da vorhabt. Das ist ja gemeingefährlich.


    Ich glaube dir gerne, dass in podologischen Praxen Fußpfleger arbeiten, aber du hast ja noch nichtmal diese Qualifikation!

  • sag mal hörst du mir eigendlich zu???? ich hab doch jetzt schon ein paar mal geschrieben, dass mich meine mutter ausbildet! als gelernter podologe ist man dazu berechtigt fußpfleger auszubilden. wir haben ja auch rücksprache mit dem ZFD ( Zentralverband der Podologen und Fußpfleger ) gehalten.
    ich fang doch nicht sofort an diabetiker, bluter etc. zu behandeln sondern step by step oder meinst du, dass wir uns das geschäft selber kaputt machen wollen? die ersten erfahrungen im handwerk sammel ich an den füßen meiner familie unter der aufsicht von meiner mama und logischerweise muss ich ja wohl erstmal ne zeitlang zuschauen auch durch kucken lernt man viel! alles was mit der hygiene zu tun etc pp. keine angst das praktikum geht nicht nur über zwei wochen!! es is beim amt quasi als praktikum deklariert ist aber im endeffekt eine ausbildung zum fußpfleger für mich.. keine sorge das sind nicht nur zwei wochen sondern erstreckt sich über 3 monate. achja die meisten fußpfleger machen nen kurs im schnelldurchlauf übers wochenende oder max. ne woche soviel dazu! da glaub ich is des was ich mache schon fundierter. ich weiß echt nicht was daran falsch zu verstehen bzw. falsch an der sache an sich ist!

  • Was willst du denn noch hören. Es ist doch alles geschrieben worden. Solange du auf Sozialleistungen angewiesen bist wirst du dich anderweitig bewerben müssen und auch an Maßnahmen teilnehmen müssen um deine Hilfebedürftigkeit zu beenden. Ich habe keine Ahnung wie du das mit deiner Mutter bewerkstelligen willst.Entweder sie zahlt dir als ihr Angestellte einen monatlichen Betrag mit dem du leben kannst ohne Leistungen zu bekommen oder eben nicht dann bist du weiterhin Leistungsempfänger mit allen Rechten und Pflichten.Im übrigen weiß ich nicht ob deine Mutter überhaupt dazu berechtigt ist dich auszubilden.Braucht man dazu nicht auch eine bestimmt Qualifizierung denn ansonsten könnte dies ja jeder einfach mal so machen.In diesem Kosmetischen Bereichen ist es leider so das jeder mit einem Wochenendseminar zum Spezialisten wird und diese wunderschönen Zertifikate tun ihr übriges dazu. Welche Berufserfahrung dahintersteht weiß meist keiner.Die Hauptsache das Papier ist schön bunt. Meine Tochter hat diesen Beruf gelernt und das insgesamt mit allem drum und dran drei Jahre lang.

  • Hm, ja ich kann lesen und höre zu. Nur, weil jemand eine Ausbildung gemacht hat (deine Mutter), heißt das noch lange nicht, dass man auch ausbilden darf. Schon allein deswegen, weil im anerkannten Bereich wir in Deutschland ein duales Ausbildungssystem haben, d. h.: ohne eine Schule läuft da eigentlich gar nichts. Von daher wäre das keine Ausbildung, sondern einfach, dass jemand, der Ahnung hat, einem, der keine Ahnung hat, zeigt, wie er es macht. Also ein gelernter Maler einer ungelernten Person zeigt, wie er Tapete an die Wand bringen kann. Daraus wird aus dieser Person aber nun weißgott kein Maler.


    Ich hoffe, ihr klärt darüber auf, wer da an die Füße der Kunden gelassen wird. Denn ich gehe davon aus, dass ich nicht die einzige Person bin, die keine ungelernte Kraft an ihre Füße lassen würde. Wenn ich bedenke, dass ich derzeit wegen eines HWS Syndroms Extensionsmassagen bekomme und da würde meine Halswirbelsäule von jemandem gestreckt und gedehnt werden (was bei unsachgemäßer Anwendung die Gefahr von bleibenden Schäden im HWS Bereich bis hin zu den unteren Gliedmaßen, schlimmstenfalls sogar einen Schlaganfall nach sich ziehen könnt), der sowas gar nicht gelernt hat, sondern es "bei der Mama" sich abgeschaut hat: nicht auszudenken!


    3 Monate = fundierte Ausbildung. Das ist, sorry, schlichtweg lachhaft. Wie lange hast du für deine Ausbildung zur Bürokauffrau gebraucht? Auch 3 Monate?


    Nochmal: mach doch erstmal eine richtige Ausbildung zur Podologin, da solltest du auch Bafög für bekommen und steige dann ein. Wo wäre da das Problem? Vor allen Dingen kannst du dir dann 100%ig sicher sein, dass man dich wirklich auf den Kunden los lassen kann.


    Ansonsten bleibt es dabei: so eine Selbständigkeit würde das JC natürlich nicht fördern. Und solange du auf ALG 2 angewiesen bist, würde man dich in Maßnahmen stecken oder in Arbeit vermitteln wollen, was bei Ablehnung zu Sanktionen führt, die, da du unter 25 bist, bereits bei 2 Sanktionen dazu führen, dass du kein ALG 2 mehr bekommst. Und das wird garantiert passieren, weil deine Vermittlerin ja anscheinend ebenfalls gegen diese komische Selbständigkeit ist, da du keine fachliche Eignung vorweisen kannst.


  • sag mal hörst du mir eigendlich zu???? ....


    ...
    wär mal für ein paar qualifizierte antworten zu meiner frage dankbar


    .....Kann Sie mir das denn Verbieten, bei meiner Mutter einzusteigen und mir mein Geld kürzen wenn ich mich nicht auf die Bürokauffraugeschichte einlasse??


    Die Frage wurde hinlänglich mit JA beantwortet.


    dms