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Der Artikel "Zuverdienst beim ALG I" behandelt folgende Themen:

Zuverdienst beim ALG I

Empfänger von Arbeitslosengeld dürfen, sofern dies nicht das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzung der Arbeitslosigkeit (Verfügbarkeit) einschränkt, einer selbstständigen oder unselbstständigen Beschäftigung nachgehen.

Konkret heißt dies, dass die Wochenarbeitszeit in der Regel 15 Stunden nicht erreichen darf, da ansonsten keine Arbeitslosigkeit mehr vorliegt und der Anspruch auf Arbeitslosengeld I entfällt.

Jede Nebenbeschäftigung ist gegenüber der Agentur für Arbeit unaufgefordert zu melden.

Anrechnung von Einkommen aus einem Nebenverdienst

Der im Rahmen der Nebenbeschäftigung erzielte Nebenverdienst ist bis zu einer Höhe von 165 Euro monatlich anrechnungsfrei. Das darüber hinausgehende Einkommen ist nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern auf die Leistung des Arbeitslosengeld I anzurechnen. Die Höhe der Arbeitslosengeld-Leistung vermindert sich folglich um den anzurechnenden Einkommensanteil.

Wenn der Leistungsempfänger bereits in den letzten 18 Monaten, bevor der Anspruch auf Arbeitslosengeld I entstand, neben dem Bestehen eines Versicherungspflichtverhältnisses einer geringfügigen Beschäftigung nachging, wird der Einkommensfreibetrag in Höhe von 165 Euro pro Monat durch die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Einkommens der letzten 12 Monate aus der Nebenbeschäftigung ersetzt, sofern dies höher als 165 Euro monatlich war. Dasselbe gilt, wenn der Leistungsempfänger einer selbstständige Tätigkeit mit einem Umfang von weniger als 15 Stunden pro Woche für die Dauer von mindesten 12 Monaten nachgegangen ist.

Eventuell vorhandenes Vermögen bleibt, im Gegensatz zum Arbeitslosengeld II, bei der Berechnung des Arbeitslosengeld I jedoch unberücksichtigt.

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VGW 304