Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 08.11.2009 um 19:59 Uhr

Milliarden-Defizit bei der Arbeitsagentur?

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) plant für das Jahr 2010 mit einem Defizit von 17,8 Milliarden Euro. Eine BA-Sprecherin bestätigte mittlerweile einen entsprechenden Spiegel-Bericht, wonach diese konkrete Zahl aus dem Entwurf zum Haushaltsplan 2010 hervorgeht.

Grund für das Milliardenloch ist, dass die finanziellen Rücklagen der Behörde nahezu aufgebraucht sind. Lediglich 1,8 Milliarden Euro stehen noch zum Defizitausgleich zur Verfügung.

„Das verbleibende Defizit in Höhe von 16 Milliarden Euro muss der Bund mit Darlehen beziehungsweise einem Zuschuss ausgleichen“, zitiert der „Spiegel“ aus dem BA-Papier.

Die Grundlage für den BA-Haushalt 2010 bilden die gesamtwirtschaftlichen Eckdaten der Bundesregierung für das kommende Jahr. Danach ist mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,2 Prozent sowie rund 4,1 Millionen Erwerbslosen zu rechnen.

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bisher 5 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Ossi am 10. November 2009 um 18:59 Uhr

    das waren die bösen bösen leute die sich einfach dem arbeitsmarkt enziehen um sich in der sozialen hängematte auszuruhen, stimmts?

  2. MartinaBC am 10. November 2009 um 20:17 Uhr

    Man könnte jede Menge Gelder einsparen , wenn man 3/4 der Trainingsmaßnahmen streichen würde. Ich liste hier mal die Beispiele auf, die ich am eigenen Leibe erlebt habe (und sowas soll einen besser vermittelbar machen…)

    1. Trainingsmaßnahme für allein Erziehende: 10 Wochen Kindergartenspielchen und dauernde Sanktionsdrohung.

    2. Motivationstraining: wir wurden unter anderem als Looser beschimpft und zum Selbstmord aufgefordert.

    3. 10 Wochen Makrameekörbchen und Ähnliches basteln, für hoch qualifizierte Arbeitsuchende.

    4. 1 Woche Bewerbungstraining: die „Dozentin“ (branchenfremd) unterhielt sich hauptsächlich mit 3 Teilnehmerinnen über ihre Hunde und Hundehaltung.

    5. 4 Wochen Vorbereitungskurs zum Müllsammeln (eine halbstündige Einweisung hätte gereicht).

    Aber man ist ja aus der Statistik raus, so lange man in so einer Maßnahme steckt. dass dabei von den Maßnahmenträgern Millionen von Euros verplempert werden, interessiert nicht.

    Statt und Hilfeempfänger zu überwachen, sollte man mal diese Maßnahmen kontrollieren und dort einsparen!!

  3. Schatana am 12. November 2009 um 15:20 Uhr

    @ MartinaBC

    Ich bin voll und ganz deiner Meinung. Ich habe auch schon die eine oder andere Maßnahme mitmachen dürfen und habe dadurch auch keinen Job bekommen oder stehe besser da. Nur ein paar Bescheinigungen der Maßnahmen zieren jetzt zusätzlich meine Mappe. Aber die Arbeitgeber reißen sich jetzt nicht mehr als vorher um mich! :-(

    Um ein paar meiner ach so sinnfreien Maßnahmen aufzuzählen hier eine kurzer Einblick….

    1) Bewerbungscoaching = Mappe wurde nur kurz überflogen. Es wurde kurz darüber gesprochen und nach KNAPP (großzügig gerechnet) einer Stunde war alles vorbei. Kosten von ca. 80,- €

    2) 6 Wochen Computerkurs für Fortgeschrittene mit Bewerbungstraining = Ich war UNTERFORDERT, die haben teilweise gerade mal gelernt wie man einen Ordner oder ein Dokument erstellt. Und das Bisschen Office konnte man sich schenken. Aufgaben mit denen man nichts anfangen konnte. Aber man hatte ein Bescheinigung und war aus der Statistik! *grrr* Kosten von ca. 1400,- €

    3) Eine Weiterbildung für junge Leute, mit drei Monaten „Unterricht“ (man saß nur am PC und die meisten surften im Netz, spielten oder chatteten). Zudem ein Bewerbungstraining und anschließend mehreren Monaten (ca. 4 1/2) Praktikum. Am Ende wurde man ständig von der Firma hingehalten wegen eines Arbeitsvertrages und durfte trotzdem gehen. Kurz darauf war übrigens die nächte Praktikantin im Betrieb. :-( Kosten von ca. 4000,- €

    4) Wieder eine berufliche Weiterbildung für Erwachsene = ca. 6 Monate in denen man am PC ein Programm durcharbeiten sollte, eine Art Bewerbungstraining und einschließlich 6 wöchigem Betriebspraktikum. Und es hat KEINEN interessiert ob überhaupt etwas gemacht wurde und wenn, überhaupt verstanden. Die Dozenten rannten mehr im Gebäude rum, tranken Kaffee, rauchten usw.! Wenn man Fragen hatte, musste man sich oft selber helfen, ebenso wie bei der Praktikumssuche. Am Schluss hat man trotz allem ein sinnfreies Zertifikat erhalten und immer noch keinen Job. Obwohl man gut gearbeitet hatte!!! Der Betrieb konnte es mitunter finanziell nicht und es war vorher schon klar das keiner eingestellt wird – aber man hatte einen Praktikumsplatz und war „versorgt“ . . . Kosten von ca. 4000-5000 €

    5. Wieder mal ein Bewerbungstraining für 6 Monate = In der Zeit musste ich 2 mal die Woche für jeweils 1 Std. zu einen Maßnahmeträger fahren und mich in eine Liste eintragen. In der Zeit in Zeitungen gucken und anschließend an einen PC und auch dort nach Jobs schauen. Nach Bedarf Bewerbungen schreiben. Sobald die Stunde vorbei war durfte man wieder gehen. Einmal im Monat hatte man ein Gespräch mit einem „Profiler“. Der schaute nur über die Bewerbungsliste, fragte wie es aussieht und nach 10 – 20 Min war man wieder draußen. Für das alles wurden dann in den 6 Monaten ca. 2600,- € ausgegeben.

    Wie man sieht kann man das Geld SINNFREI verprassen, Hauptsache die Statistik stimmt!! :-( Und die Sachen die Sinn machen und die man gerne machen würde (Fernlerngang, VHS, usw.) die werden nicht finanziert.

    Die Sache ist auch die, wenn man die Maßnahmen ablehnt, bekommt man bei manchem Sachbearbeiter gleich eine Sanktion angedroht oder ein schlimmeres Übel (schlechtere Maßnahme z.B. 1-Eurojob usw.)!? :-(

    Drohen, dass können die echt Weltklasse!!! Und das Selbstbewusstsein schwindet!!!

  4. Julchen am 18. November 2009 um 19:25 Uhr

    Treffend geschrieben alles. Ich habe nach 34 Jahren Arbeit 3 Massnahmen hinter mir, gemeinsam mit der deutschen Sprache nicht mächtigen Leute „Wie bewerbe ich mich richtig? “ *lach*
    Früher hab ich selbst Leute eingestellt- aber das zählt nun nicht mehr.
    Tja und dann:
    „Wie erstelle ich ein Deckblatt für eine Bewerbung auf Powerpoint?
    Die Bundesagentur zahlt ein Schweinegeld für Blödsinn und die Drittfirmen verdienen sich dämlich.
    Das schärfste sind ja die Zertifikate, die man nach einem Computerkurs bekommt- Bei mir war das so, dass man keine Note 1 erlangen konnte. Es ging erst ab 2 los.
    Da lachen ja die Hühner. Da war ein Computerfachman dabei, der hat dann dem „Dozenten“ erklärt wie man was macht auf Excel. Wir haben uns immerhin kaputt gelacht.
    Der Typ hat ein Schweinegeld kassiert für nix.

    Wann hört das eigentlich auf- dieser Schwachsinn?

    Die Überverwaltunng aller Arbeitslosen I + II kostet ein Vermögen. Denn Arbeit gibts ja trotzdem nicht.
    Ach wie wär das schön, wenn man Beamte abschaffen könnte und diese Glasbuden dicht gemacht würden.

    Wenn man etwas ablehnt – als freier Bürger? – dann wird man bestraft und kann in einem Krankenhaus für 1 Euro in der Küche schuften.

    Ich finde, dass man sich mit allen Mitteln gegen diese Zwangsarbeiten wehren sollte.

    Man darf die Sachbearbeiter gar nicht so ernst nehmen, ich beschwere mich bei allem bei der Haupt-ARGE- bzw.Bundesagentur- per Einschreiben, dass sie fein was zu bearbeiten haben. Alle Fragen „schriftlich“ stellen und auf „schriftliche“ Antwort bestehen.
    Die geben nämlich nicht gerne was schriftlich, damit man sie beim Sozialgericht nicht drankriegen kann.

    Wir alle- haben uns bisher zu wenig gewehrt.!

  5. Kira am 20. November 2009 um 23:50 Uhr

    Hallo
    ich bin nur für ein halbes Jahr Arbeitslos. Habe aber auch gleich einen Kurs bekommen. Aber anders wie bei auch finde ich den Kurs richtig gut. Da ist man auch vor einem Computer arbeitet sich selbst durch das Programm. Und der Herr der das ganze Betreut, ist auch auf zack…. na ja die Kosten liegen alles gerechnet auch so bei 5000 €. Es sind da auch 1 € Jobler und für Harz4 Kinder wurde so eine Art Kaufladen (ohne Geld, die Kinder bekommen Punkte u dürfen sich Spielsachen aussuchen) aufgemacht. Ich finde sowas aber Klasse!!
    Alles ist nicht mist was die machen.
    Nur LKW Führerschein einer Mutter mit Kindern zu bezahlen der auf 10.000€ kommt finde ich auch lächerlich!

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