Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 13.04.2010 um 14:24 Uhr

Betreibt die Arbeitsministerin Schaufensterpolitik?

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Manuela Schwesig, hat die ehemalige Familienministerin und jetzige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) heftig angegriffen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ erklärte Scheswig: „Was sie macht, ist Schaufensterpolitik.“

Die SPD-Vizechefin kritisiert insbesondere den Umgang mit den 1,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland. Nach Worten Scheswigs sei man in dieser Hinsicht noch Entwicklungsland. Hierfür trage eben auch die ehemalige Familienministerin Ursula von der Leyen Verantwortung.

Manuela Schwesig setzt sich daher für einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kindern ein. Schließlich würden 600.000 Alleinerziehende von Hartz IV leben. Folglich bräuchten diese zuallererst einen Arbeitsplatz und faire Löhne.

Zudem schlägt die stellvertretende SPD-Vorsitzende eine Weiterentwicklung des Kinderzuschlags vor, damit Alleinerziehende und vor deren Kinder ohne das ALG II auskommen.

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bisher 49 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. tiger02 am 13. April 2010 um 21:01 Uhr

    Es lebe das „kinderfreundlichste“ Land der Welt!!

  2. Sieglinde am 13. April 2010 um 21:22 Uhr

    Müttergehalt wäre mir lieber als ein Ganztagesplatz für Kleinkinder. Schließlich kostet so ein Krippenplatz den Steuerzahler noch mehr Geld und den Kleinen tut es nicht gut, so früh so lange von der Mutter getrennt zu werden. Aber hinter solchen Forderungen steckt wohl die Aussicht, sogar noch Alleinerziehende mit 1€Jobs oder so traktieren zu können.

  3. Sancho am 13. April 2010 um 22:56 Uhr

    Bundesvorsitzende der SPD, Manuela Schwesig hat vollkommen recht. Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Lady von, zu und wech von dieser Materie keine Ahnung hat und ihre bisherigen Projekte, auch mehr oder weniger an die Wand gefahren hat. Es ist verantwortungslos eine Frau in dieses Amt einzusetzen, von dem sie keine Ahnung hat und durch deren Versuchsraketen zick ALG II – Familien und deren Kinder betroffen sind. Aber es heißt ja, der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken deshalb dürfte dies wohl das kleinste Übel sein.

  4. Stephan am 13. April 2010 um 23:54 Uhr

    Sieglinde hat vollkommen recht!

    Aus meiner Sicht ist das alles nur lächerlich.
    Denn man soll sein Kind in eine Ganztagsbetreuung stecken wobei wir doch als Eltern für die Erziehung unsere Kinder selbst verantwortlich sind!
    Warum soll ich denn mein Kind dahin schicken wenn ich es selbst und kostengünstiger erziehen könnte?
    Dann sollte es doch für die Mutter oder dem Vater mehr Geld geben wenn man sein Kind erzieht als es in einer Ganztagsbetreuung zu geben, was ja viel mehr Geld kostet!!
    Ich liebe meine Kinder über alles und in diesem Staat wird alles dafür getan das man im Grunde genommen seiner Elterlichen Pflicht nicht voll nachkommen kann.

    Mehrere Wege führen nach Rom, aber in diesem Staat wird ein Umweg gefahren was wieder mehr Emissionen in Luft pustet, was der Umwelt schadet……

  5. Mutti8mal am 14. April 2010 um 02:22 Uhr

    Schwesig: Der Kita-Ausbau ist ein Einstieg gewesen. Aber er ist stark in Gefahr. Viele Kommunen sind finanziell ausgeblutet durch die Steuergeschenke für wenige. Deshalb haben sie Schwierigkeiten, den Rechtsanspruch ab 2013 überhaupt zu schaffen. Außerdem ist dieser Rechtsanspruch kein Ganztagsanspruch. Damit steht und fällt aber die Möglichkeit für Alleinerziehende, überhaupt der Arbeit nachzugehen. Ein Kita-Platz von 8 bis 12 Uhr hilft jedenfalls nicht viel.

    Kita-Ausbau ist bis Heute noch nicht mal realisiert !!
    Meine jüngste Tochter ist nun 3,8 Jahre und immernoch kein Platz zur verfügung trotz Rechtsanspruch. Und die da Oben haben nichts Besseres zu tun als Gesetze zu beschließen mit Rechtsanspruch bis 2013 für BABYS und deren Krippenplätze ???
    Und der letzte Satz ist ja das beste : Ein Kita-Platz von 8 bis 12 Uhr hilft jedenfalls nicht viel.
    Nein sicher nicht,eine Alleinerzihende soll doch gefälligst 14 Stunden pro Tag malochen und den Haushalt in der Nacht erledigen.

    Die vorschläge von Möchtegern Familienpolitikern werden doch immer besser.

    Warum werden nie Familien befragt was hier falsch läuft?
    Jedes Kind würde bessere Familienpolitik machen .

  6. Käthe am 14. April 2010 um 02:22 Uhr

    Ich bin auch der Ansicht das Geld sollte in Ganztagsbetreuungsangebote investiert werden, ich bin selbst Mutter von 3 Kindern und alle waren ab dem 1. Lebensjahr in der Kinderkrippe und danach im Kindergarten geschadet hat,s Ihnen jedenfalls nicht ich selbst Arbeite im 3 Schichtsystem und bekomme Familie und Job unter einem Hut.

    Müttergehalt keine Gute Idee. Ich kenne viele in meinem Umfeld die, die Kohle dann am 1. des Monats in den Mediamarkt bringen um sich dann CD,s DVD,s oder Technik kaufen, und für,s Kind bleibt dann meist nicht,s übrig. Und solchen Eltern sollte man das Kindergeld in Sachleistungen bzw. Gutscheinen ausbezahlen damit,s auch wirklich bei den Kindern ankommt. denn das sind unsere Zukunftsträger und Steuerzahler der nächsten Generation.

  7. Hannibal am 14. April 2010 um 08:36 Uhr

    Moin ihr Lieben,

    @ Käthe: also ehrlich…schwarze Schafe gibt es — kein Thema, aber wie willst Du diese rausfiltern?! Einkaufsbons gegen Kohle…was glaubst Du was das an Verwaltung kostet?!
    Und eine Frage bitte: wie alt sind deine Kinder?
    Ob es ihnen schadet oder nicht das lassen wir mal im Raum stehen…wie oft wird gemoosert das die Eltern nix mehr tun in Sachen Erziehung…man würde die Erziehung an die Schulen/Kindergärten abgeben….

    @ Stephan: ..da hast Du vollkommen Recht!!

    Was hier viele vergessen ist das Wort /der Zustand : EIGENVERANTWORTUNG!!

    Wenn dann nämlich was schief läuft heißt es wieder: ja,..da haben die Lehrer/Kindergartenfrauen nicht aufgepasst und nix gesagt…..

  8. Julchen am 14. April 2010 um 09:45 Uhr

    @Käthe
    geh doch bitte nicht von Dir selbst aus und verallgemeinere alles.

    Ferner finde ich es schon arg, dass Du hier Müttern unterstellst, dass sie zu UNgunsten ihrer Kinder Hifi Technik oder sonst was kaufen. Gelinde gesagt- Meinungsmache und Unterstellung!

    Wenn Du so viele Leute- wie diese kennst- was hast Du denn für einen Umgang?
    Also ich kenne solche Leute nicht.

    Die nächste Generation- dass sind wieder „andere“ Kinder- hier gehts um „diese“ Generation
    und die werden keine Steuerzahler- ob mit oder ohne Gutschein, weil sie abgestempelt sind, dank Frau von der Leyen + Co. und die Eltern auch.

    Also ich hätte mein Kind niemals mit 1 Jahr igendwo bei fremden Leuten abgegeben, nur mal
    angemerkt.

  9. Julchen am 14. April 2010 um 09:56 Uhr

    1,6 Millionen Alleinerziehende.

    Da würde mich interessieren- wieviel Kinder haben die gesamt ( wenn schon alles erfasst wird)

    Wieviele Väter/Partner zahlen nicht für die Kinder- und sind in Hartz IV ? Und warum wird nur von den „Müttern“ geredet- und nicht von den Vätern?
    Warum krallt man sich die „nichtzahlenden“ Väter nicht, wie in der Schweiz?

    Wieviele Alleinerziehende von diesen Müttern leben in welchen Bundesländern??
    Dass weiss man ja- wo die leben und man kann es der Bevölkerung mitteilen.

    Erst dann kann man hingehen und in den Regionen Möglichkeiten finden.

    1. Nachholen des Schulabschlusses für ganz junge Mütter
    2. Ausbildung- oder Weiterbildung oder Umschulung
    3. Halbtagsjobs für die Mütter- Alternativen für Mütter mit Beruf und Erfahrung.

    Bis zum 3. Lebensjahr sollten Kinder von den Müttern betreut werden- und in Ausnahmen natürlich länger.
    Für schwierige Fälle Familienhilfe und Betreuung, Motivation- und kein Zwang.

  10. wühlmaus am 14. April 2010 um 10:08 Uhr

    Käthe, vielleicht sollte man nicht unvermeidliche Einzelfälle auf die Allgemeinheit beziehen. Ich würde nicht behaupten wollen, dass ein Kleinkind in einer ganz gewöhnlichen KITA immer besser augehoben ist als bei seiner Mutter. Nicht jede KITA ist mehr als eine Aufbewahrung.
    Mein eigenes Kind war sehr lebhaft und mit anderthalb Jahren so auf andere Kinder fixiert, dass ich ihr eine gute KITA ausgesucht habe, und sie ist ein wirklich glückliches KITA- Kind gewesen. Ihr war´s als Einzelkind mit mir allein zu langweilig. Ein halber Tag KITA war gut für sie, und ich konnte in dieser Zeit arbeiten.
    Aber nicht jedes Kind ist so. Ich kenn´ eins, das hat jeden Tag vor der KITA-Tür gebrochen, um dann zu seiner Mutter zu sagen: So, ich bin krank, können wir jetzt bitte wieder nach Hause gehen?
    Unterschwellig ist doch in der Forderung nach Ganztagsbetreuung der Kinder der Verdacht, dass Eltern ihre Kinder nicht selber richtig erziehen können, enthalten.
    Den Ureinwohnern in den USA hat man die Kinder jahrelang entzogen und in Internate gesteckt, um sie „richtig“ zu erziehen. Man hat ihnen verboten, ihre Muttersprache zu sprechen und Kontakt mit ihren Familien zu pflegen. Damit hat man sie entwurzelt und jede Menge Probleme geschaffen. Die Kinder entwickelten sich nicht wie gewollt, viele der Kinder sind an dem Konflikt zwischen den verschiedenen Welten kaputt gegangen.
    Ich hätte mein Kind, als es noch klein war, auch nicht von früh bis spät irgendeiner Institution ausliefern wollen. Ich habe es so erzogen, wie ich es für richtig halte. Und ist das nicht ein Grundrecht des Menschen?
    Deshalb finde ich ein Müttergehalt sehr sinnvoll. Schließlich ist es eine sehr wichtige Aufgabe, die nächste Generation zu erziehen. Diese Kinder sind die Zukunft des Landes. Die Frage ist, ob diese individuelle Erziehung überhaupt noch staatlich gewollt ist, oder ob das genormte ganztagsbetreute Kind, das man im späteren Leben gut „führen“ kann, angestrebt wird.

  11. Julchen am 14. April 2010 um 10:44 Uhr

    Schon gelesen? Was sagt denn Frau von der Leyen zu so was ?

    Hartz IV-Falle vermeiden – Fortpflanzungserlaubnis einführen

    Prof. Dr. Dr. hc. Dieter Dummbeutel spricht als erster renommierter Wissenschaftler marktwirtschaftliche Grundgesetze offen aus: “Wenn der Lohn nicht für Kinder reicht, kann es nicht erlaubt sein, Kinder im Vertrauen auf ein Eingreifen des Sozialstaats in die Welt zu setzen. Das schädigt die Wachstumskräfte, weil notwendige Steuersenkungen für Unternehmen unterbleiben und die Staatsverschuldung wächst.“ Der Wissenschaftler schlägt vor, stattdessen die Zeugung von Kindern generell von der staatlichen Befürwortung von Fortpflanzungsanträgen abhängig zu machen. Die Bearbeitung dieser Anträge sollte die Bundesagentur für Arbeit und Fortpflanzung (BAF) übernehmen. BezieherInnen von SGB II-Leistungen sollte das Recht auf Fortpflanzung dabei generell entzogen werden. „Es kann nicht sein, dass sich in Deutschland nur diejenigen immer weiter vermehren, die gewohnt sind, sich in der sozialen Hängematte zu sonnen“, so Dummbeutel.

    http://www.elo-forum.net/hartz-iv/hartz-iv/-2010032814983.html

    kompletter Artikel

  12. Julchen am 14. April 2010 um 10:53 Uhr

    http://ip.blogsport.de/2010/03/28/hartz-iv-falle-vermeiden-fortpflanzungserlaubnis-einfuehren/

    Sorry- hier ist noch der Ergänzungsbeitrag- bitte dazu lesen, damit es keine Missverständnisse gibt. :-))

  13. willeried am 14. April 2010 um 11:12 Uhr

    An der Jobcenter –Reform wird man sehen, ob Ursula von der Leyen eine kompetente und aufrechte Sozialpolitikerin ist. Ob der Individualanspruch des einzelnen bedürftigen beibehalten wird, oder ob Sie dem Druck der Kommunen nachgeben werden. Und damit die jetzige rechtswidrige Praxis der Aufgabenteilung in der die Leistungsabteilung dem Kommunalen Träger unterstellt wurde per Grundgesetzänderung beibehält.

  14. Julchen am 14. April 2010 um 14:32 Uhr

    @ willeried

    Ich glaube einfach nicht mehr daran, dass jemand aus dieser Regierung aufrichtig ist.
    Ich erlebe doch jetzt schon hier- wie sie zusammen klüngeln. Man wird abgewimmelt- und
    die EDV wird umgestellt. Das sagt schon alles- mit dem Verweis- dass es im April und Mai zu
    Verzögerungen kommt. Im Mai werden die Anträge bis zum 31.12.2010 gestellt.
    Ab 1.1.2011 gilt das neue Gedöns- die werden nicht hingehen- und dann, wenn man im Dezember den neuen Folgeantrag fürs 1. Halbjahr 2011 stellt-erst umstellen, denn sie müssen ja auch informieren.

    Gerne korrigiere ich mich dann- wenn ich Unrecht habe.

    Die Kommunen fangen bereits jetzt an – und die ARGEn sind auch schon am „vorbereiten“.
    Meine ist bereits umgezogen- und es ist keiner da, der zu sprechen ist. Auch nicht von der Leistungsabteilung.

    Die warten lediglich noch die NRW Wahl ab – weil es ja um die Posten geht. Da wird gegenseitig geschmiert und geschleimt.

    Es müssen ja auch neue Formulare her- ohne das geht in diesem Land nichts mehr.
    Bei einer Neuregelung -gleich welcher Art,können sie die alten nicht verwenden.
    Und- es wird Aufforderungen zum Umzug geben, spätestens, wenn die FDP oben bleibt und ihre Bürgergeld durchbekommt. Dann brauchen sie nicht mal die Regelsätze zu kürzen.

  15. Eulchen am 14. April 2010 um 16:06 Uhr

    Na klar, es war ja nicht anders zu erwarten. Die Hausfrauenfraktion wehrt sich, es ist ja viel bequemer, seine Kinder bis hin zum Abi zu Hause zu erziehen.
    Sicher sind Haushalt, Kinder und Job eine Dreifachbelastung, wer will sich dem schon gerne freiwillig aussetzen, wenn es doch viel bequemer geht.

    Es funktioniert. Auch ich bin Mutter von nunmehr 2 erwachsenen Kindern, die zwar im ersten Lebensjahr zu Hause waren, danach jedoch in Krippe, Kindergarten und Hort betreut wurden. In der Regel bis 16.00 Uhr. Aus beiden Kindern sind anständige Menschen geworden, eins studiert, das andere strebt ein Studium an.
    Die Kinder werden als Teil der Familie gesehen und haben, dem Alter angepasste, Aufgaben im Haushalt zu erledigen, was letztendlich mehr gemeinsame Freizeit schafft. Es kann nicht angehen, dass ihnen alles vor den A… getragen wird. Aber die Zeiten haben sich eben gewaltig geändert.

    Für mich bedeutet es Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, wenn ich in der Lage bin, auch ohne Partner Kinder aufzuziehen und damit dem Staat und dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liege.
    Wie war einst der Spruch einer Bekannten, mit bereits schulpflichtigem Kind ? Ich kann nicht arbeiten gehen, ich habe schliesslich ein Kind.
    Nun, ich ging zu der Zeit arbeiten und hatte zwei Kinder. Und diese beiden Kinder hatten von ihrer zufriedenen, für die Familie sorgenden Mutter weitaus mehr.

  16. Mutti8mal am 14. April 2010 um 18:02 Uhr

    Hartz IV-Falle vermeiden – Fortpflanzungserlaubnis einführen

    Das ganze ist doch hoffentlich nur IRONISCH gemeint und wird auch so verstanden

  17. Julchen am 14. April 2010 um 18:21 Uhr

    Ich finde den „Beruf“ Mutter und Hausfrau völlig in Ordnung, wenn die Umstände dazu passen und stimmen. Ich war auch lange Zeit Hausfrau, habe einen großen Haushalt geführt und mit meinem Mann in eine Firma gehabt und mit gearbeitet, aber die Kinder waren immer der Vordergrund.
    Da meine Kinder 11 Jahre auseinander liegen, war der Ältere natürlich früher aus dem Haus.
    Als ich mich trennte, habe ich mich erstmal nur auf „Gewerbeschein“ gearbeitet und erst später wieder eine Festanstellung gehabt. Mein Kinder sind mir das wichtigste auf der Welt.
    Auch aus meinen Söhnen sind verantwortungsvolle junge Männer geworden und sie haben Spitzenberufe und alles was dazu gehört.

    Ich finde, man kann die Menschen von damals und heute nicht unbedingt vergleichen, schon aus Altersgründen her nicht und weil die Zeiten eben „stets“ anders sind, respektive sich die Dinge schneller verändern. Noch nie hat sich so viel- so schnell geändert, wie in den letzten 30 Jahren. Gerade alte Menschen leiden auch darunter, dass alles nur noch digital und maschinell ist.
    Die Wertigkeit der Menschen ist auch eine andere.

    Was ich nicht verstehe @Eulchen, dass Du so knallhart Dein Leben auf andere -sagen wir ruhig „Frauen“ übertragen willst. Es ist nun mal nicht jeder wie Du. ( oder sonst jemand)

    Erstmal muss die Wirtschaft wieder in die Verantwortung genommen werden und die Regierung muss eine Basis schaffen- auch für die vielen Alleinerziehenden. Das geht nun mal nicht mit Zwang und Druck.

    Man muss den Menschen eine „Alternative“ lassen- und nicht einseitig über ihren Kopf hinweg entscheiden. Das ist meine Meinung – und muss auch nicht für richtig befunden werden, aber diese „Vorwurfshaltung“ ist in meinen Augen nicht gerechtfertigt. Ausnahmen wird es immer geben- und auch die Leute, die niemals etwas von alleine tun. Die gab es aber schon immer, in jeder Gesellschaft.

  18. Mutti8mal am 14. April 2010 um 18:25 Uhr

    Eulchen
    Auch Ich habe 2 Erwachsene Kinder die ihrer Arbeit nach gehen erzogen oder groß gezogen!
    Damals waren auch beide in Krippe und Kindergarten nur DAMALS UND IN DER DDR gab es auch dise Betreungsangebote für JEDEN ! Und auch Ich bin DAMALS in 2 Schichten arbeiten gegangen.
    Nur im Gegensatz zu Dir habe Ich auch 20 Jahre später den EINBLICK uber die derzeitige Lage des BEtreuungsangebotes was sehr zu wünschen übrig lässt.
    Versuch HEUTE mal einen Platz zu bekommen für ein Kind wenn nicht genügend da sind.

    Für mich bedeutet es Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, wenn ich in der Lage bin, auch ohne Partner Kinder aufzuziehen und damit dem Staat und dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liege.

    Was wohl bedeutet Mütter sind nicht verantwortungsbewußt weil sie MIT MANN Kinder in die Welt setzen ??
    Gehören nicht da 2 dazu die eine VERANTWORTUNG haben????
    Ich frag mich eher warum jeder auf den Alleinerzihenden rum hackt und die Nichtverantwortung tragenden Männer in keinster Weise unverantwortlich geschimpft werden.

    Wir Alleinerzihenden (Ausnahmen giebt es Immer) kümmern uns so gut es geht um unsere Kinder egal ob der andere zahlt oder nicht,sich kümmert oder nicht ! Wir haben die alleinige Verantwortung übrnommen weil wir unserer Mutterpflicht nachkommen was man von VIELEN Vätern nicht sagen kann und diese werden noch nicht einmal bestraft für die vernachlässigung ihrer Väterpflichten.
    ( gleiches gillt natürlich für Alleinerzihende Väer in der selben Lage)

  19. Hannibal am 14. April 2010 um 18:48 Uhr

    Ha ha ha ha,
    selten so gelacht….BAF!!!
    Genau, wie in China, Geburtenkontrolle einführen!!

    Nein, im Ernst, ich will !!! mit 2 Kindern zumindest Halbtags arbeiten, bekomme nix da der AG sagt…: ja wer passt denn auf die Kleinen auf wenn sie krank sind?
    Und in Bayern aufm Dorf tut man sich doppelt schwer!!!
    Also bitte nicht alles verallgemeinen!!

  20. eisengel26  (Website)  am 14. April 2010 um 19:54 Uhr

    Hallo,
    leider bin ich darüber sehr Enttäuscht das viele Müttter denken, das die Kinder bis 3 Jahre oder länger zuhause bleiben sollten. Die Entwicklung eines Kindes ist in vielen Lebensstufen wichtig und es ist nicht verkehrt das ein Kind mit 2 Jahren für ein paar Stunden den Kindergarten besucht. Sie lernen dadurch das Miteinander und lernen auch gewisse Verhaltensweisen. Ich bereue es sehr das mein Kind erst mit fast drei Jahren den Kindergarten besucht hat. Denn ständig nur mit Erwachsene spielen kommt bei den Kindern garnicht so gut an. Man sollte sich erst mal in die Lage eines Kindes hinein versetzten, das es mit der Dauer auch langweilig wird mit Eltern und Großeltern zu spielen, sie werden nie oder ehr selten lernen richtig Kind zu sein. Und ich gebe in gewissen Dingen Käthe recht. Man muss keine Freunde haben die ihr Geld lieber für sich ausgeben man sieht es auf der Straße. Blinde Menschen gibt es eben überall. Ich habe es auch nicht leicht gerade weil ich abreiten will und nichts ordentliches bekomme. Soll der Staat doch endlich mal die Firmen festnagel und Sie verpflichten Mütter und Väter die Alleinerziehend sind von Montag bis Freitag zu beschäftigen. So wie der Kindergarten auf hat. Ob ein Kind 9 Stunden oder 3 Stunden im Kindergarten ist spielt für unsere Kinder eine sehr große Rolle. Vielen Kindern gefällt der KIndergarten und sind traurig wenn sie nach 3 Stunden wieder nach Hause müssen da wo sie wieder nur für sich sind oder mit ihren Geschwistern spielen müssen obwohl sie etwas lieber neu entdecken wollen und das nur mit anderen Kindern geht. lg

  21. Ossi am 15. April 2010 um 08:25 Uhr

    Eulchen

    Hast du vielleicht auch mal dran gedacht, das vielleicht nicht jeder den Wunsch hat deine neoliberalen Lebensansichten zu teilen und in sein heiligstes, seine Familie zu tragen?

    willeried

    Wo lebst du? Zensursula ist keine Sozialpolitikerin. Im Bereich der Familienpolitik hat sie versucht elterliche Aufsicht und Erziehung zu zensieren.
    Das klappt aber mit der Position nicht so gut wie mit dem Sektor Arbeitspolitik. Da kann man mehr gängeln.
    Ich weise an dieser Stelle auf die Hetze besonders gegen Alleinerziehende hin.
    Diese werden bevorzugt herangezogen um irgendwelche Eineurojobs zu machen oder sitzen in Maßnahmen, die bewusst in die Ferienzeit gezogen werden.
    Lehne das mal ab, dann bekommst du eine Kürzung und Unmenschen wie Zensursula ihre „Bestätigung“ mit der sie die Öfffentlichkeit davon überzeugen kann, das Alleinerziehende die schlechteren, und faulen Eltern sind.

    zum Topic:

    Ich bin gegen staatliche Eriehung in Krippen, Kitas und Ganztagsschulen.
    Würde ich jeden mist glauben, die irgendwelche Erzieher oder Lehrer von sich geben, wäre ich von Selbstzweifeln geplagt und meine Kinder auf einer Sonderschule.

    Die Dame betreibt einfach nur Wahlkampf.

    Und ich sage es nochmal: Diktatorische Regime bedienen sich unserer Kinder um sie zu Formen und ihre Ideologie möglichst früh in sie zu Pflanzen.
    Die Hitler-Jugend und die Freie Deutsche Jugend, zwei deutsche Staatsjugendorganisationen, die so manchen anders denkenden Eltern Kopf und Kragen gekostet haben.

  22. Ossi am 15. April 2010 um 09:04 Uhr

    eisengel26

    „Vielen Kindern gefällt der KIndergarten und sind traurig wenn sie nach 3 Stunden wieder nach Hause müssen…“

    LOL!!
    Wenn das so wäre, hätten wir ein Land voller depressiver Kinder.

    „…da wo sie wieder nur für sich sind oder mit ihren Geschwistern spielen müssen obwohl sie etwas lieber neu entdecken wollen und das nur mit anderen Kindern geht.“

    Ich weiß ja nicht wie das bei euch zu Hause aussieht, aber meine Kinderspielen draußen mit den Kindern, mit den sie wirklich spielen wollen. Sie müssen niemanden lieb haben den sie nicht leiden können und das fehlende ein bisschen ruhe haben, sich mit sich selbst beschäftigen und in sich gehen (können) ist genau das was so manchen Erwachsenen dazu bringt es mit Meditation, Yoga oder einer Therapie zu versuchen.
    Zu dem lernen Kinder (meine zumindest) zu Hause mehr Dinge die sie im Leben brauchen und die sie interessieren als sinnlos und zum fünften mal Papierschnipsel auf Pappteller zu kleben, was eh nur dem Zweck dient den Anspruch so zu halten, als das auch die unerfahrensten ein Erfolgserlebnis haben.
    Des weiteren sind Geschwister, neben Eltern, die wichtigsten Menschen im Leben und die Menschen an denen man sein soziales Verhalten erlernt und ausprobiert.

    Ey, wo sind eure Werte und euer Familiensinn geblieben?

  23. MartinaBC am 15. April 2010 um 09:27 Uhr

    Ich habe in vielen Kulturen gelebt: Irland, Schottland, Tunesien, Peru. Überall bleiben die Kinder möglichst bis zum 4. oder 5. Lebensjahr zuhause oder im Verbund der Großfamilie (die hier leider kaum noch existiert). Kinder wurden dort bei allem mit einbezogen: Feiern, Trauer, Alltagsleben. Ihr Dasein wurde gechtet, sie hatten im geschützten Verbund der Familie positive Möglichkeiten, sich zu entwickeln.

    Ich habe in diesen Ländern kein Kind erlebt, das die sogenannte Trotzphase hatte oder laut brüllte, um seinen Willen durchzusetzen . Denn das war nicht nötig. Die Kinder waren recht früh motorisch, seelisch und geistig gut entwickelt, recht früh sehr selbstsicher und konnten gut mit allem in ihrem Alltag umgehen. Kein ADHS, kaum sonstige Defizite.

    In Deutschland, wo man schon Mütter mit Neugeborenen zwingt, an Trainingsmaßnahmen teilzunehmen (habe ich selbst erlebt in TMs) und das Kind abzugeben, sieht es ganz anders aus.
    Außerdem werden in Deutschland immer mehr Mißbrauchsfälle aus Schulen etc. bekannt.

    Aus diesem Grund stimme ich Sieglinde zu. Eine KiTa ersetzt keine Eltern. Kontakte zu anderen Kindern kann das Kind auch auf dem Spielplatz (im Beisein der Mutter oder/und des Vaters) oder im Bekannten- und Verwandtenkreis pflegen.

  24. MartinaBC am 15. April 2010 um 09:28 Uhr

    Früher hat der Vater oder die Mutter genug verdient, so dass ein Elternteil problemlos zuhause bleiben konnte mit den Kindern in Deutschland.

    Das Problem sind nicht die fehlenden KiTa-Plätze sondern sinkende Löhne, Lohndumping, Ausbeutung von Arbeitnehmern und fehlende Arbeitsplätze!!!

  25. Julchen am 15. April 2010 um 09:41 Uhr

    @eisengel

    der Staat hat sich nicht in private Dinge einzumischen und auch nicht in die Kindererziehung, es sei denn es besteht Gefahr für ein Kind.

    Die Zeiten, in denen sich die Regierungen ins Privatleben einmisch und gegen Menschenrechte verstösst, haben wir hoffentlich hinter uns.

    Kann nur hoffen, dass diese Regierung nicht in alte Muster verfällt und die von der Leyen mit ihrem Quatsch nicht durchkommt.

  26. maxi_ am 15. April 2010 um 09:59 Uhr

    Ja, Schaufensterpolitik ist ein guter Ausdruck dafür, man hat bei Frau v. der Leyen den Eindruck ihre Motivation besteht aus Eitelkeit und Schulmeistertum. Was soll man sagen die Frau sitzt auf einem hohen Ross, keine Ahnung von nix, aber so tun als ob..

  27. wühlmaus am 15. April 2010 um 11:03 Uhr

    Man hat immer auf die Kommunisten geschimpft, weil die das Allgemeinwohl über die Individualität des Einzelnen stellten. Und jetzt werden wieder alle über einen Kamm geschoren. Auch hier in diesem Forum wird das versucht. Nochmal: Für mein Kind war KITA mit anderthalb Jahren gut. Ein anderes ist vielleicht mit 2 Jahren von so einem Kinderhaufen total überfordert. Jemand wohnt vielleicht auch nicht in einer Gegend, wo es mehr Rentner als Familien mit Kindern gibt. Heißt, da trifft man auf dem Spielplatz andere Mütter mit Kindern, das Kind kann so Freunde finden. Manche haben mehrere Kinder, und diese Kinder können miteinander spielen. Man sollte versuchen, sein Kind objektiv zu betrachten, schauen, was es braucht. Nicht soviel gucken, was andere machen, und wenn das Kind reden kann, mit ihm reden. Wenn mein Kind noch nicht in die KITA gewollt hätte, wäre ich auch länger mit ihm daheim geblieben. Auch wenn jetzt Entsetzensschreie ertönen: Eigentlich wollte ich das Kind vorschriftsmäßig spätestens bis zum ersten Geburtstag abstillen – habe mich aber seinen Bedürfnissen angepasst und stillte drei Jahre lang. Ich will sagen: Jedes Kind ist anders. Man sollte es als Persönlichkeit achten.

  28. wühlmaus am 15. April 2010 um 11:23 Uhr

    12.Julchen
    Nach den Hetzkampagnen der letzten Monate bleibt einem das Lachen im Halse stecken, wenn man das mit dem Dummbeutel liest. Das ist doch des Pudels Kern. Und dieser Kern ist so braun, dass er schon stinkt.

  29. Julchen am 15. April 2010 um 12:49 Uhr

    Wühlmaus
    also Leute wie der Dummbeutel sind letztlich Fanatiker-oder sonst was.

    Dummbeutel gibts ja hier leider auch- siehste doch an der Hetze hier-oder auf andern
    Seiten. Meist sind es noch Leute, die nicht viel drauf haben im Privatleben oder sonst wo.

    Ansonsten kann ich Dir und @Ossi sowie @Martina nur zustimmen- ich hätte meine
    Kinder auch nicht dem Staat überlassen. Konnte nur nicht auf den Quatsch mehr antworten, weil ich mich sonst aufrege. Da habt ihr das schon erledigt. :-))

    Liebe Grüsse
    Julchen

  30. Streetfigther am 15. April 2010 um 13:06 Uhr

    Zuerst muß Hartz IV abgeschaft werden.Danach müssen soziale Voraussetzungen für Familien mit Kindern und Alleinerziehende geschaffen werden,es muß jeder selbst entscheiden können was für sein Kind und seine Familie am besten ist.Kindergärten.Krippen,Schulen müssen dem neusten Stand entsprechen,Arbeitsplätze müssen her,Frauen und Alleinerziehende müssen selbst entscheiden können ohne von vornherein schon in Verdacht zu geraten und dann mit Gutschein diskriminiert werden,Letztlich leiden wieder die Kinder in Kindergärten und Schulen,es ist wieder eine soziale Spaltung,
    Daran muß sich die Wirtschaft und die Gesellschaft beteiligen,denn sie braucht die Fachkräfte.
    Solange wie man mit einer lumpigen Eingliederungsvereinbahrung die sowiso umsonst ist den Menschen die Existenz nehmen kann wird sich nichts zum positieven für Familien und Alleinerziehende ändern!

  31. MartinaBC am 15. April 2010 um 15:40 Uhr

    Willeried, es wird keine Jobcenter-Reform geben, das ist bereits beschlossen. Die Jobcenter bleiben wie sie sind, dafür wird das Grundgesetz wieder mal zurechtgebogen.

    Maxi,ich stimem dir zu, auch ich halte Frau von der Leyen für nicht kompetent – wie die meisten Politiker. Kompetent sind die nur, wenn es um eigene Machterlangung und Machterhalt geht.

  32. Petra am 15. April 2010 um 16:46 Uhr

    also ich weiß nicht ob das Ganztagesangebot etwas bringt. Mir hat es für Arbeit und Beruf gar nix gebracht. Denn wann werden die Kinder da dann betreut?
    Doch in der Zeit 7.00 ( wenn man Glück hat; Oft aber erst ab 8.00) bis 16.00 ( auch hier wenn man Glück hat bis 17.00).
    Und welche Jobs gibt es für diese Zeit?
    Meistens doch Jobs im Büro.
    Verkäuferinnen, Fabrikarbeiterinnen, Reinigungskräfte (zu denen ich gehöre) usw. arbeiten aber zu ganz anderen Zeiten. Nämlich oft morgens um 6.00 oder Schicht (wo man auch mal bis 22.00 arbeitet).
    Ich zum Beispiel arbeite als Reinigungskraft Quer Beet durch den ganzen Tag hindurch, ab und an auch mal Samstags.
    Ich hab lang gekämpft um aus nen 400-Euro-Job raus in einen Teilzeitjob zu kommen. Das ging aber jetzt nur, weil meine Kinder um 18.00 bis oftmals 21.30 auf sich selbst gestellt sind. Aber meine beiden Großen sind jetzt 13 und 14, und beaufsichtigen halt jetzt ihren jüngeren Bruder (7 Jahre).
    Ich hab ihn für dieses Jahr extra in die Ganztagsklasse eingeschult, aber beruflich hat es wirklich nichts gebracht, weil es da keinen Job gibt .
    Übrigens hab ich ne Ausbildung zur Zaharzthelferin und hab in diesem Beruf auch 8 Jahre lang gearbeitet. ( Da könnt ich aber auch nicht den Mundspiegel um 16.00 fallen lassen, weil jetzt die Schule grad aus ist)

    Also meiner Meinung alles Schmarrn mit dem Ganztagsangebot!!

  33. Julchen am 15. April 2010 um 17:31 Uhr

    @ Martina

    Die Kommunen werden sich auf jeden Fall einmischen- nur die Bescheide gehen über einen Tisch. War mal ab- wenn Du neue Folgeanträge einreichst.

    Meine Verwandte sagt- das die Kommunen nun über die Mie bestimmen. Und die Kommunen brauchen ihr Geld für ihre krummen Geschäfte. Von wegen Pleite- ebenso falsch verteilt.
    Meine Stadt ist nicht pleite- die hat sogar Gewinn.

    Es müssen nur nicht 2 Anträge gestellt werden- und es gibt nur 1 Bescheid.

  34. wühlmaus am 16. April 2010 um 09:59 Uhr

    32. Petra
    Klar, wenn man schon große Kinder hat, die abends auf die kleineren aufpassen, geht das schon irgendwie mit der Schichtarbeit. Wenn man aber nur eins hat oder die Kinder noch jünger sind, ist es bestimmt nicht gut für sie, den ganzen Abend allein zu sein. Auch eine Kinderaufbewahrung, die bis weit in den Abend hinein geöffnet hat, halte ich nicht für eine gute Alternative. Ein Kind braucht doch einen einigermaßen geregelten Tagesablauf. Deshalb möchte ich den Abend auch in den nächsten Jahren mit meinem Kind verbringen. Miteinander reden, was in der Schule und sonst so war, zusammen essen, wenn nötig bei den Hausaufgaben helfen, ein Federballmatch vorm Haus… ich halte das für wichtig.
    Die Kinder sind das Wertvollste, was wir haben. Warum müssen sich dann Mütter und Kinder in ein Schema quetschen, welches nicht gut für das Familienleben und die Entwicklung der Kinder ist? Besser wäre es umgkehrt, das sich der Beruf der Familie anpassen läßt. Dass beispielsweise Teilzeitstellen geschaffen werden, bei denen die Arbeitszeit von 8-16Uhr jungen Müttern vorbehalten ist. Und das auch in Berufen, in denen Muttis bisher keine Chance haben wegen der Arbeitszeiten: Handel. Gastronomie.

  35. Streetfigther am 16. April 2010 um 13:18 Uhr

    Wen interresiert es wirklich ob aus Familien und Kindern etwas wird?
    die Familienministerin,die Arbeitsministerin,die CDU,die FDP,die SPD,dann hätten sie schon lange etwas geändert!
    GEl,Geld.Geld, einsparen egal wie selbst die Argen haben keinen anderen Gedanken !

  36. hartzmussweg am 16. April 2010 um 17:25 Uhr

    ich finde es durchaus in Ordnung, wenn Mütter bei ihren Kindern zu Hause bleiben, solange sie wollen.
    Aber genau dann wenn sie sichs auch leisten können und nicht die anderen dafür bezahlen sollen.

  37. Streetfigther am 17. April 2010 um 14:50 Uhr

    36.hartzmussweg-links liegen lassen gehört nicht zum Thema!!

  38. hartzmussweg am 17. April 2010 um 23:00 Uhr

    ;-) ach ja stimmt, andere Meinungen sind ja nicht geduldet.

  39. Mutti8mal am 18. April 2010 um 03:22 Uhr

    36

    Und wenn die Zeiten bei der Geburt der Kinder noch in Heiler Ordnung wahren ?
    Können alle Mütter in die Zukunft schauen?
    Wüßte Ich das Meiner mit 40 Jahren plötzlich stirbt?
    QUATSCH WEITER GÜLLE !!

  40. Oma von drei Enkelkindern am 19. April 2010 um 08:34 Uhr

    da möchte ich jetzt auch meine Erfahrung kundtun.

    Liebe alleinerziehenden berufstätigen Mütter,
    auch ich habe meine beiden Kinder alleine aufgezogen bei immer voller Berufstätigkeit.
    Kita und Krippenplätze, auch Ganztagsschulen gab es nicht.
    Beide Kinder haben Studium und ich in bescheidenem Maße berufliche Karriere gemacht. Hab aber trotzdem nur ein Bruchteil vom Gehalt was meine männlichen Kollegen bezogen gezahlt bekommen. Ich habe mir wirklich die Ausbildung meiner Kinder am Munde abgespart, hab mich kaputt geschuftet während meine Kolleginnen und Kollegen, bis auf eine Mutter mit einem Kind, alle kinderlos drei mal im Jahr in Urlaub fuhren und am Wochenende das Restaurant besuchen konnten während ich die Großwäsche bewältigt habe.

    Ja klar, das ist alles gut gegangen, nur für wen ist es gutgegangen?
    Der Staat hat heute qualifizierte Steuerzahler, auch noch mit Familie und Kindern die auch in der Kita und in der Ganztagsschule sind, die restliche Zeit springt Oma ein wenn Betreuung benötigt ist
    und meine Kinder haben sehr gute Gehälter (gottseidank) können sich auch ein wenig Luxus erlauben
    aber was ist mit Oma? Oma ist chronisch krank mit einer unheilbaren Schmerzkrankheit, hat Panikattacken und kann nicht mehr in geschlossenen Räume mit vielen Menschen zusammensein, das heißt, an keinem Konzert keiner Veranstaltung mehr teilnehmen, kann nicht mehr mit dem Auto über die Autobahn an Lastwagen vorbei fahren weil ihr dann die Luft wegbleibt und die Ohnmacht vor Angst droht
    Und die Diagnose? Folge der lebenslangen Überbelastung, Burn out Syndrom,
    Deutsch gesagt: völlig fertig! mit 60 Jahren am Ende ihrer Kräfte, unter ständigen Schmerzen leben.
    Das sag ich euch liebe dynamische alleinerziehende berufstätige Mütter, bildet euch nicht ein, dass ihr für diese Doppelbelastung nicht später gesundheitlich die Quittung dafür zahlen müßt, das steckt man nicht einfach so weg, das ist Raubbau an eurer Gesundheit was ihr da tut und niemand, absolut niemand wird euch das später danken, wenn ihr dann nicht mehr könnt dann werdet ihr einfach beiseite geschoben, krank und verbraucht, ihr kostet dann nur noch Geld und seid wertlos! Das ist eure Zukunft meine lieben alleinerziehenden berufstätigen Mütter!

  41. Pjatrus am 19. April 2010 um 10:34 Uhr

    36.hartzmussweg

    Ich bin bereit, von meinem Arbeitslohn dafür zu zahlen, weil die Mütter und die Kinder – die Zukunft des Landes sind, und somit auch meine Kinder und meine Rente gesichert sind. Ich zahle ja auch.

    Es ist eine schädliche kapitalistische egoistische Denkweise, wenn man nicht will, für die anderen zu zahlen, weil es nämlich die Gemeinschaft der Menschen ausmacht. Sogar die Wölfe unterstützen einander, aber die die Christdemokraten und die Neoliberalen von heute…

    Die sind schlimmer als Wölfe.

  42. Pjatrus am 19. April 2010 um 10:35 Uhr

    35.Streetfigther

    einsparen und in die eigene Tasche stecken.

    Das ist Korruption…

  43. wühlmaus am 19. April 2010 um 10:47 Uhr

    36
    Soviel Dümmlichkeit und Borniertheit auf einem Haufen!
    Wie Mutti8mal schon schrieb, das Leben läßt sich nicht vorschreiben, wie es zu laufen hat. Es gibt mehr Unvorhersehbares, als einem lieb ist.
    Wer sich beispielsweise jahrelang mit befristeten Jobs herumschlägt, landet automatisch in der Arbeitslosigkeit, weil die Verträge einfach mal nicht verlängert werden, sobald eine Schwangerschaft bekannt wird.

  44. Eulchen am 20. April 2010 um 18:42 Uhr

    Das sag ich euch liebe dynamische alleinerziehende berufstätige Mütter, bildet euch nicht ein, dass ihr für diese Doppelbelastung nicht später gesundheitlich die Quittung dafür zahlen müßt, das steckt man nicht einfach so weg, das ist Raubbau an eurer Gesundheit was ihr da tut und niemand, absolut niemand wird euch das später danken, wenn ihr dann nicht mehr könnt dann werdet ihr einfach beiseite geschoben, krank und verbraucht, ihr kostet dann nur noch Geld und seid wertlos! Das ist eure Zukunft meine lieben alleinerziehenden berufstätigen Mütter!

    @Oma,
    und was ist mit denen, die ihre Kinder zwischen Trümmern aufziehen mussten ?
    Nicht aus allen, die dieser Generation entstammen, sind „gesundheitliche Wracks“ geworden. Versteh das bitte nicht als negative Anspielung auf deine Angehörige, ich meine das generell auf die ganze Generation übergreifend.
    Die hatten noch ganz andere Probleme als die Frauen heutzutage: nämlich Hunger.

  45. Eulchen am 20. April 2010 um 19:24 Uhr

    #
    Mutti8mal

    am 14.04.2010 um 18:25 Uhr

    Eulchen
    Auch Ich habe 2 Erwachsene Kinder die ihrer Arbeit nach gehen erzogen oder groß gezogen!
    Damals waren auch beide in Krippe und Kindergarten nur DAMALS UND IN DER DDR gab es auch dise Betreungsangebote für JEDEN ! Und auch Ich bin DAMALS in 2 Schichten arbeiten gegangen.
    Nur im Gegensatz zu Dir habe Ich auch 20 Jahre später den EINBLICK uber die derzeitige Lage des BEtreuungsangebotes was sehr zu wünschen übrig lässt.
    Versuch HEUTE mal einen Platz zu bekommen für ein Kind wenn nicht genügend da sind.

    Für mich bedeutet es Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, wenn ich in der Lage bin, auch ohne Partner Kinder aufzuziehen und damit dem Staat und dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liege.

    Was wohl bedeutet Mütter sind nicht verantwortungsbewußt weil sie MIT MANN Kinder in die Welt setzen ??
    Gehören nicht da 2 dazu die eine VERANTWORTUNG haben????
    Ich frag mich eher warum jeder auf den Alleinerzihenden rum hackt und die Nichtverantwortung tragenden Männer in keinster Weise unverantwortlich geschimpft werden.

    Wir Alleinerzihenden (Ausnahmen giebt es Immer) kümmern uns so gut es geht um unsere Kinder egal ob der andere zahlt oder nicht,sich kümmert oder nicht ! Wir haben die alleinige Verantwortung übrnommen weil wir unserer Mutterpflicht nachkommen was man von VIELEN Vätern nicht sagen kann und diese werden noch nicht einmal bestraft für die vernachlässigung ihrer Väterpflichten.
    ( gleiches gillt natürlich für Alleinerzihende Väer in der selben Lage).

    _______________________

    Ein guter Beitrag.
    Ich hatte das Glück, gerade mal noch um das Ganze herum zu kommen. Als wir in die Altbundesländer zogen (durch Versetzung vom Ex), gingen sie in die Grundschule. Ein Hortplatz war also nicht vorhanden, die Grundschule schloss um 13 Uhr.
    Zu der Zeit hatte ich einen Job mit 30 Std pro Woche. Allerspätestens 15 Uhr war ich zu Hause, es fielen ja doch immer Überstunden an.

    Dass Betreuungsplätze schwer zu kriegen sind, zumindest hier, ist mir bekannt. Daher sollten ja auch welche geschaffen werden, um jeder Frau zu ermöglichen, einer Arbeit nachzugehen, wenn sie das möchte. Armut von Alleinerziehenden ist hausgemacht, da werden so viel Steuergelder verschwendet, die sinnvoller angelegt werden können, zum Beispiel in bezahlbare Kitaplätze.

    Gewiss haben beide Elternteile die Verantwortung für die Kinder, doch meist sieht die Realität ganz anders aus. Ich hab Glück, dass meine beiden aus dem Gröbsten raus sind und sich bereits in Ausbildung befinden. Bis dahin wuchsen MIT Vater in einer Familie auf.
    Die Ehe zerbrach und wie sehr sich der Vater jetzt um seine Töchter kümmert, ist erschreckend. Er ist auf das Kindergeld der ausserhalb Studierenden angewiesen und behält es ein, Tochter wird nicht gegen ihn klagen. Sie bezahlt den scheinbaren Frieden mit dem ihr zustehenden Kindergeld.
    Der Kerl, der sich Vater nennt, schämt sich kein bisschen dafür.
    Beim Unterhalt für die Kinder hat er sich gewunden, was das Zeug hielt.

    Dafür aber gefordert, dass ich trotz Vollzeitjob noch Überstunden leiste, um einen höheren Unterhalt zahlen zu können, gefordert, dass ich mir am damaligen Arbeitsort irgend eine Bruchbude miete, die billiger als meine jetzige Wohnung ist, mein Auto verkaufe, mit dem ich zur Trennungszeit zur Arbeit fuhr.
    Er selbst leistet sich die teurere und bessere Wohnung und ebenfalls ein Auto, ein wesentlich grösses als mein damaliges.

    Ich möchte gewiss niemandem meine Ansichten aufzwingen.
    Aber in gewisser Form wach rütteln und Frauen sagen, dass sie immer erst mal vom Schlimmsten ausgehen müssen, zerbricht die Ehe. Menschen können sich sehr verändern und bei einer Scheidung werden so manche zu wahrhaftigen Ekelpaketen, die nicht davor zurückschrecken, selbst die Kinder für ihre Zwecke zu benutzen.

    Ein Brockhaus, den meine Kinder einst unbedingt haben wollten und auch bekamen, wird von mir finanziert. Er ist Eigentum der Kinder, die Raten wurden mir an den Unterhalt angerechnet. Das verursachte schrecklichen Neid beim Vater und er verlangte, dass das Werk verkauft wird, damit ich mehr Barunterhalt leisten kann.
    Selbstverständlich war das nicht möglich.
    Die Töchter wurden nicht einmal gefragt, ob sie das Geld (der Unterhalt steht ihnen, nicht dem Vater zu, da volljährig) oder lieber den Brockhaus, den sie wirklich häufig für die Schulbildung benutzt haben, haben wollen.
    Irgendwann platzte mir bei der Verhandlung der Kragen, die Ältere musste, da volljährig, mit anwesend sein. Ich sagte dem Richter, was reden wir hier herum, sie ist volljährig, fragen Sie sie doch selbst.
    Sie erntete einen sehr schlimmen Seitenblick von ihrem Vater und sagte dann leise und traurig „Wir brauchen das Geld“. Eine Formulierung, die viele Fragen offen ließ und sehr gekonnt gesagt.
    Im übrigen hat sich der Vater recht zweifelhaft „selbständig“ gemacht, hatte 3 Jahre Zeit und eigentlich gute Voraussetzungen, einen ganz normalen Job zu bekommen. Nur hatte er keine Lust dazu und wollte wohl auch nicht zahlen.

    Wenn ich Norwegen mit Deutschland vergleiche, in Puncto Kinder, dann ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dort funktioniert es prima, warum geht das hier nicht ?

    Es ist traurig, sagen zu müssen, dass man als Frau mit Kind verdammt angear…t sein kann, zerbricht die Beziehung. Und es verwundert mich gar nicht, dass viele davor zurück schrecken, sich überhaupt noch Kinder anzuschaffen.

    Als meine 2. Beziehung begann, war ich Anfang 40. Der Zug für ein drittes Kind beinahe abgefahren, aber vielleicht hätte sich da doch noch etwas machen lassen. Mein heutiger Partner hat aus erster Ehe keine Kinder und hätte gern eins gehabt. Ich hab mich dagegen entschieden, aus vielen Gründen. Und gewiss nicht, weil ich gierig drauf bin, mein Geld für mich auszugeben, sondern weil ich noch 2 Kinder hab, die noch kein eigenes verdienen und unterstützt werden müssen und auch aus der Furcht, dass ich dem Nesthäkchen dann nur ein Leben in Armut bescheren würde.
    Uns beiden gehts relativ gut, doch mit einer wesentlich grösseren Wohnung muss ich mehr Miete bezahlen und das Einkommen des Partners würde nicht ausreichen, um eine Familie komplett zu ernähren. Es gibt weitaus mehr im Leben als das Dach überm Kopf, getragene Kleider vom Flohmarkt und ein paar Scheiben Brot mit Margarine auf dem Tisch. Dabei will ich kein Luxusleben, das Kind nicht mal mit Dingen, die es nicht braucht (allerneuestes Handy etc), zuschütten. Aber kleine Reisen, Zoobesuche, Geld fürs Kino, für einen Sportverein, für Hobbys, ein Fahrrad… usw. – woher dann nehmen ? Soll ich es vom Rande der Gesellschaft aus zusehen lassen, auf eine Welt blicken lassen, an der es nicht teilhaben darf ?
    Nein danke.

    Was hier fehlt, ist Unterstützung von Müttern, mit Kitaplätzen, die bezahlbar sind, mit Jobangeboten, Kündigungsschutz bis zu einem gewissen Lebensjahr der Kinder usw., eine berechtigte Chance für jede Frau, frei zu wählen, was sie möchte.
    Im Endeffekt gäbe es sicher wieder mehr Frauen, die Kinder haben möchten, es wäre sicher günstiger, als ein Heer von Leistungsempfängerinnen zu finanzieren, die nach der Jahren der Kindererziehung auch häufig gar nicht wieder im Job Fuß fassen können.

    Meine Furcht vor Abhängigkeit sitzt tief. Ich habe sie unfreiwillig vor 20 Jahren kennenlernen müssen. Und von da an habe ich mit aller Kraft angefangen, mich dagegen zu wehren.
    Der Ex hat mehrfach versucht, mir vieles zu nehmen, auch Stolz und Würde. Letzteres hat er allerdings nie geschafft.

  46. wühlmaus am 21. April 2010 um 10:26 Uhr

    Eulchen, Helmut Schmidt, der alte Kettenraucher, lebt auch noch fröhlich und vergnügt. Eine schöne Ausnahme, die man aber nicht verallgemeinern darf. Jahrelanger Raubbau an der Gesundheit rächt sich normalerweise. Manche haben halt eine Gesundheit wie ein Stier in den Genen, die haut nichts um. Schön, wenn es bei Dir so ist. Wir leben aber nicht mehr in der Urgesellschaft, in der nur die Stärksten überleben konnten.
    Gott sei Dank gehöre ich zu einer Generation, die bislang keinen Krieg hautnah miterleben mußte. Ich hoffe inständig, dass es so bleibt. Ein ungerechter Frieden ist immer noch besser als ein gerechter Krieg. Wir leben aber in einer zerfallenden Hochkultur, die langsam von innen verdirbt wie einst das Römische Reich. Der innere Zusammenhalt ging flöten wegen der berühmten Dekadenz der herrschenden Klasse. Ich hoffe, nicht doch noch Krieg erleben zu müssen.
    In der Nachkriegszeit wurde geklaut was das Zeug herhielt, denn es ging ums nackte Überleben. Ich glaube nicht, dass man die Situation der Nachkriegszeit einfach so auf die aktuelle Situation übertragen kann. Was bringt das? Das klingt so, wie wenn meine Mutter mir vorbetet, dass sie in Ost-Zeiten als Familie mit 3 Kindern mit 600 Mark auskommen mußten. Ja klar, die Bedingungen waren aber auch ganz andere.

  47. Jolena am 22. April 2010 um 14:28 Uhr

    Endlich mal eine Minsiterin, die am wirklichen Leben tilnimmt und den Arbeitsuaftrag verstanden hat. Denn wenn auf der einen Seite Arbeitslise vermittelbar und flexibel sein sollen müssen andererseits auch die Möglichkeiten für arbeitlose Eltern geschaffen werden.
    Mas nutzt mir ein Arbeitsplatz ohne Kinderbetreuung? Und auch die Kinderbetreuungszeiten werden von der Arbeitszeit der Eltern abhängig gemacht. Da in vielen Kitas aber nur bis 14 Uhr betreut wird, kann mindestens ein Elternteil nur halbtags arbeiten. Vor allem weil man sich ja schn glücklich schätzen kann, überhaubt einen Platz in irgendeiner Kinderbetreuung ergattert zu haben. Ich hatte meine Kinder auf mehrere Kita-Wartelisten setzen lassen, da waren sie gerade auf der Welt. Letztlich bekam ich nur die Zusage, weil ich die Zusage für eine Ganztagsschulung über mehrere Monate hatte. Klar ist das hart für Mütter und anfangs auch für Kinder. Die Eingewöhnungsphase in der Kita brauchen beide Seiten. Trptzdem tut es der ganzen Familie gut, wenn man etws die Zügel lockert. Die Kinder brauchen auch andere Kinder um soziales Verhalten zu lernen und zu üben. Das kann eine Mutter, ein Vater und auch der regelmäßige Spielplatzbesuch nicht ersetzen. Das Vorschuljahr halte ich für zu spät um Kinder an ein Gruppenleben wie in der Schule heranzuführen.
    Es wird immer eine Zwickmühle für Eltern sein: Gebe ich mein Kind zeitlich begrenzt in andere Obhut oder mache ich alles selbst. Doch elterliche Liebe kann das Kind nicht auf alles vorbereiten.
    Um Eltern die Möglichkeit zu geben ganztags zu arbeiten, müssen auch Ganztagskinderbetreuungsmöglichkeiten angeboten werden. Da sollten auch die Firmen mit ins Boot geholt werden, die lange und flexible Arbeitszeiten haben – Handel, Gastronomie, Hotelerie, Fertigung und auch der Freizeitsektor. Wer gute Leute haben will, muss sich für deren Wohl und freie Arbeitskraftentfaltung auch verantwortlich zeigen. „Mütterschichten“ sind ein prima Sache um auch Eltern den beruflichen Wiedereinstieg / Alltag zu ermöglichen.
    Auch

  48. wühlmaus am 23. April 2010 um 09:51 Uhr

    Bisher wird von jungen Eltern immer „Flexibilität“ erwartet. Dass man am A… der Welt arbeitet, mit ewig langem Arbeitsweg und möglichst in Schichten.
    Ich wünsche mir Flexibilität der Arbeitgeber! Das werden die aber nicht, solange Arbeitnehmer erpressbar sind, ihre Kinder vernachlässigen müssen, wenn sie nicht arbeitslos sein wollen. Oder sich garnicht erst trauen, Kinder in die Welt zu setzen.
    Es wäre schön, wenn die Politik etwas bewirken könnte. Aber die Hörigkeit ist leider anders herum. Die Politiker sind abhängig von den Wirtschaftsbossen.
    Was ist eigentlich wichtiger – Geld oder Menschen? Darf man noch arbeiten um zu leben oder lebt man nur noch um zu arbeiten, muß man sein gesamtes Privatleben, seine Familienplanung der Arbeit unterordnen? Ausweitung der Kinderbertreuungszeiten – was heißt das denn? Dass die Wochenkrippe wieder eingeführt wird? Dass Kinder aufbewahrt werden, bis die Mutter 22.30 Uhr von ihrer Arbeit als Verkäuferin kommt? Oder dass das Kind zukünftig 3Uhr aufstehen muß, um 3.30Uhr in der Kita zu sein, weil Muttis Schicht im Krankenhaus 4Uhr beginnt? Vielleicht noch in wöchentlichem Wechsel? Wer bitte hält das für gesund und erstrebenswert?
    Ich halte das für falsch und schädlich für die Familien. Und wenn ich mein Kind jeden Tag selbst wecken und jeden Abend mit ihm verbringen möchte – weil das ganz einfach Familienleben und wichtig für ein Kind ist – ist das denn so eine unverschämte Forderung????

  49. Petra am 23. April 2010 um 22:30 Uhr

    @Wühlmaus

    wollt in meinen Beitrag ja auch damit sagen, daß es eben nicht so einfach ist, mal eben so zu arbeiten. Und selbst wenn man jede Menge Betreuungsangebote hat. Und ich stimm dir voll zu: Kleine Kinder brauchen auch noch ein gefestigtes Familienleben (also halt Federballspielen am abend)
    Was auch noch zu erwähnen ist: Was wenn die Kinder krank sind? dann muss man zuhause bleiben; und darauf reagieren dann Arbeitgeber oft sehr allergisch.
    Mir ging es letztes Jahr einmal so: Erst ist mein Ältester (da noch 13) an Schweinegrippe erkrankt; gut den konnte ich noch allein zuhause lassen, weil ich an diesem Tag nur früh ne Stunde und abends ne Stunde arbeiten musste. Mein AG hat da gar nix mitbekommen. Doch am nächsten Tag sind meine Tochter und mein Jüngster auch noch erkrankt, auch Verdacht auf Schweinegrippe. Und an diesem Tag hätt ich aber sieben Stunden arbeiten müssen: Also Freistellung vom Arzt für meinen AG. Ich gebs ab und dann großes Jammern meines AG`s, weil muß ja jetzt Vertretung schnell bekommen.
    War mir aber auch wurscht, weil mein Kids erstmal wichtiger waren. Aber sauer war der AG trotzdem. Und das obwohl ich bei 2 Jahren Beschäftigungszeit noch keinmal selber krank war.

    Bin auch der Meinung: Arbeitgeber sollten auch mal flexibler werden

    Ich hab mir sowieso schon die Frage gestellt: Da werden Erzieherinnen bezahlt (von Staat oder Gemeinden) damit Kinder betreut werden. Und die Mütter müssen arbeiten gehen. Warum kann man das Geld der Erzieherinnen denn nicht (sofern die Mütter das natürlich auch wollen) dann gleich den Müttern geben und diese erziehen sie selbst.
    Ich mein hier natürlich vor allem die ganz kleinen Kinder. Größere Kinder (Kindergartenalter) sollten schon für bestimmte Stunden mit anderen zusammenkommen. Und bei den Teenagern erübrigt sich das ja dann sowieso, die gehen dann eh bald ihre eigene Wege (sollten aber trotzdem noch manch eine Stunde am Tag mit den Eltern verbringen können)

    Ich find halt, es sollte alles möglich sein: Mütter die bei ihren Kindern bleiben und dabei finanziell unterstützt werden, Mütter die arbeiten gehen und dafür gibts dann genügend Betreuungsmöglichkeien.
    Aber für keinem sollte irgendwo ein Zwang entstehen, weder in die eine Richtung noch in die andere Richtung. Nicht jede Mutter ist gleich und vor allem nicht jedes Kind ist gleich. Wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse, was das Familienleben betrifft.

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