Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 23.06.2013 um 21:17 Uhr

Bundesrechnungshof: BA diskriminiert Langzeitarbeitslose

Der Bundesrechnungshof hat sieben Arbeitsagenturen und sieben Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit überprüft und kommt bei allen von der Prüfung betroffenen Arbeitsagenturen zu dem Schluss, dass deren Vorgehen bei der Vermittlung von Arbeitslosen grundsätzlich problematisch sei.

Im Kern kommt der vorläufige Bericht des Bundesrechnungshofs zu dem Schluss, dass die Bundesagentur für Arbeit ihre Tätigkeit voranging mit Blick auf die Erfüllung von statistischen Vorgaben ausübe und nicht mit dem Ziel, möglichst viele Menschen in für sie sinnvolle Beschäftigungsverhältnisse zu bringen.

Unter anderem kritisiert der Bericht des Bundesrechnungshofs dabei, dass die BA vorrangig Personen vermittelt, die ohnehin recht problemlos einen Job finden würden, um so die Anzahl der erfolgreichen Vermittlungen zu steigern. Langzeitarbeitslose oder Personen, die aus sonstigen Gründen nicht mit geringem Aufwand zu vermitteln sind, würden oftmals erst nach Wochen einen Termin erhalten oder gar nicht eingeladen. Diese Vorgehensweise der Bundesagentur für Arbeit ist nach Auffassung des Bundesrechnungshofes diskriminierend gegenüber Langzeitarbeitslosen.

Ein weiteres Mittel, über das berichtet wird, ist die häufige Vermittlung in Zeitarbeitsstellen. Für die BA-Statistik seien demnach mehrere kurzfristige Beschäftigung in Zeitarbeitsverhältnissen effektiv einfach zu erreichen, als die Vermittlung in ein dauerhaftes, reguläres Beschäftigungsverhältnis. Die Auswirkung auf die Arbeitslosen- und Leistungsstatistik der BA sei allerdings ähnlich, sodass aufgrund des geringeren Aufwands in Kauf genommen wird, dass in Zeitarbeit vermittelte Personen in Kürze wieder arbeitslos seien.

Der Bundesrechnungshof berichtet zudem von weiteren Auswüchsen des Vermittlungssystems, die allein dazu dienen würden, die Statistik zu schönen. So würden beispielsweise Auszubildende dazu bewegt sich arbeitslos zu melden, um im Falle eines nahtlosen Übergangs der Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis für die Statistik eine erfolgreiche Vermittlung vorweisen zu können. In einem Fall sollen auch Arbeitslosmeldungen für kurz vor dem Berufsabschluss stehende Personen fingiert worden sein, nur um diese dann beim Berufseintritt als erfolgreich vermittelt verbuchen zu können. In seinem Gutachten attestiert der Bundesrechnungshof der BA eine Manipulation durch die „Erfassung von sicheren Übertritten mit dem Ziel einer Zählung“ als erfolgreich vermittelte Person.

Bereits im Jahre 2001 erkannte der Bundesrechnungshof Tendenzen zur Manipulation der Arbeitsmarktstatistiken, woraufhin der damalige Chef der Bundesagentur für Arbeit Bernhard Jagoda gehen musste.

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bisher 24 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Streetfigther  (Website)  am 24. Juni 2013 um 14:24 Uhr

    Wir wissen doch schon lange was hier läuft.

    Sollte wirklich jemand glauben das ihm das Jobcenter hilft so soll man den in seinem Glauben belassen.
    Jobcenter sind nur als Verwaltung und Leistungskürzer da, eine Arbeit findet man nur selbst mit Eigeninitiatieve,durch Bekannte oder durch Zufall.
    Wie getrickst und geschummelt wird kann man überall nachlesen!
    Kein anständiger Mensch arbeitet in einem Jobcenter!!!
    http://altonabloggt.wordpress.com/

  2. Claudia1 am 24. Juni 2013 um 22:51 Uhr

    Hallo zusammen,
    wie immer nichts Neues!
    Ist doch klar, dass Leute die bis vor kurzem in Arbeit waren ,auch schneller wieder eine Arbeit finden, bzw. schneller vermittelt werden!
    Und dass SO auch NUR „Vermittelt“ wird, ist auch KEIN Geheimnis!!
    Welcher Arbeitgeber will denn jemanden der schon mehrere Jahre aus dem Beruf „raus“ ist?
    Das ist doch alles ein alter „Schuh“….
    WEN sollte DAS denn noch „Überraschen“??
    Es wird Beschissen , was das Zeug hält!

    • Streetfigther  (Website)  am 26. Juni 2013 um 11:28 Uhr

      Claudia1 am 24. Juni 2013 um 22:51 Uhr

      Wahrscheinlich sitzen an den verantwortlichen Stellen alles solche Leute wie Besserverdiener,die nur ihre Einbildung bezahlt bekommen, das Fachliche aber nicht begreifen!

      Lass es Dir gut gehen!!

  3. mik am 25. Juni 2013 um 12:30 Uhr

    wenn die das seid 2001 wissen.
    wieso wird das seid 12 jahren weiter so gemacht???
    einfach wiederlich kann man da nur sagen. die sollen sich was schämen!!!

  4. Dreamfields am 27. Juni 2013 um 14:27 Uhr

    Loool, ganz was Neues! Schön, dass nach 8 Jahren Hartz IV der Bundesrechnungshof auch mal was merkt…

  5. Willi am 27. Juni 2013 um 14:48 Uhr

    Die sollten mal das Job Center in Sigmaringen unter die Lupe nehmen, dann würde man noch besser begreifen was es heisst, die Arbeitslosen und Hartz 4 Empfänger werden diskriminiert. Sigmaringen ist eines der unfähigsten Job Center in ganz Deutschland. Hier wird jedem Arbeitslosen und Hartz 4 Empfänger empfohlen nur in Begleitung eines Anwaltes oder eines kompetenten Menschen zu erscheinen.n Hier wird gelogen und gedroht was das Zeug hält. Die Behandlung der Menschen dort ist untragbar- und daß hier die Statistiken offensichtlich geschönt – ja sogar gefälscht werden leuchtet jedem ein, der mit Sigmaringen schon zu tun hatte.

  6. Hansili am 27. Juni 2013 um 15:57 Uhr

    Die ArbeitsAgentur macht das schon ewig, die Jobcenter sind da noch weitaus schlimmer. Es geht nicht darum Menschen in Erwerbs Arbeit zu vermitteln wovon sie leben können sondern darum Menschen aus der Statistik zu drücken oder – im Fall von 1€ Jobs und co. Menschen dazu zu bringen Arbeiten zu machen die sonst kaum ein normal denker Mensch freiwillig machen würde. In dieser Form haben wir schon sowas wie die Zwangsarbeit.

    Früher wurden genauso oft Umschulungen gemacht obwohl die Arbeitsagenturen wußten das die Erfolgsquote im Verhälltnis zum Erfolg negativ ist. Aber die Leutz sind aus der Statistik.

    Die MA in den Jobcenter bekommen angeblich auch Druck, meine Schwester die in einer Chemo war und noch Morphium bekommt, 80% schwerbehindert, erst kurz vor 60 Jahre jung möchte man auch zur Arbeit anhalten – mit miesen Methoden – angeblich kann sie noch 3-6 Std. arbeiten – wer sie sieht weiß das es unmöglich ist mit Morphinen vollgepumpt und den Rollator in der Hand. So ist das hier in Deutschland heute.

    Es geht immer nur um die Erfolgsstatistik – daran wird gemessen. Wie diese erreicht wird interessiert wenn überhaupt nur äußerst sekundär. Gute Erfolgsstatistik – Job gesichert ;-)

  7. Lupus am 27. Juni 2013 um 16:22 Uhr

    Aus eigener Erfahrung. Ich war 3 Jahre in H4 und wie ich wieder in Arbeit kam war ich 60 Jahre. Ich hatte in den 3 Jahren lediglich 2 Vermittlungsangebote erhalten und die kamen 2 Wochen nachdem ich mich schon aus eigeniniative beworben hatte. Mein jetztiger Arbeitgeber hat mch nur eingestellt weil er einen Zuschuß für mich erhalten hat und zwar den den er haben wollte für mich. Zuvor hatte mein Sachbearbeiter aber erst mal abgelehnt, die wollten gar nicht mehr dass ich vermittelt werde, Nach einem Telefonat von mir mit der Leitung ging dann alles über die Bühne. Das Bittere daran ist allerdings, dass ich selbstverständlich nur einen H4 Lohn habe, also ich habe nicht mehr oder weniger wie vorher weil ich habe jetzt ja auch mehr Kosten die ich selbst tragen muss.
    Es müsste endlich mal was dagegen getan werden, das sich die Unternehmen an H4 gesund stossen können.

  8. Klaus am 27. Juni 2013 um 18:14 Uhr

    Ich frag mich immer zu was der Jobcenter da ist ?
    Alte Leute zu provozieren , und Sanktionen auszusprechen. Das ist ja auch das einzige was die Mitarbeiter bringen. Oder den Arbeitslosen helfen bei der Arbeitsuche und Vermitteln.
    Dann müssten Sie ja arbeiten , Ich als über 60 jähriger soll 12 Stellen bringen , Jobcenter hat nichts. Wie soll das funktionieren in einem kleinen Ort.

  9. Peterle am 27. Juni 2013 um 18:52 Uhr

    Besonders interessant finde ich den Satz : mit dem Ziel eine FÜR SIE sinnvolle Beschäftigung zu bringen !! Wurde nicht gerade durch HarzIV eine Beschneidung des Grundgesetzes akzeptiert ? > Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) = jeder hat das RECHT seinen Beruf frei zu wählen ?? … erst diese statistische Schönrechnerei macht doch Sklavenarbeit ( Zeitarbeit zu Dumpinglöhnen ) erst möglich :-(

  10. Peterle am 27. Juni 2013 um 19:13 Uhr

    Im Grunde ist diese Vorgehensweise nach Strafgesetzbuch §263 BETRUG , normale sterbliche würden beim fälschen der Bücher ne Menge Knast bekommen … der Rechnungshof drückt sich nur „harmloser“ aus : wir haben festgestellt das das Vorgehen problematisch ist !! Merken die noch was ? > es ist BETRUG !!!

  11. nöff am 27. Juni 2013 um 20:28 Uhr

    glaube keiner statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    ist doch eh alles schwachsinn. kleines beispiel: da werden einer alleinerziehenden mutter von 2 kindern vollzeitstellen angeboten (obwohl die „berufsberaterin“ weiss dass nur teilzeit gesucht wird) – die sie aufgrund der kiga und kita zeiten garnicht annehmen kann – und dann sanktionen angedroht weil sie „ein zustandekommen von vornherein verhindert hat“ – oder es werden jobs angeboten, die 80 km weit weg sind und bei denen man – anstatt ein bisschen mehr zu bekommen – noch 40 euro spritkosten draufzahlen muss. jeden monat. arbeit lohnt sich teilweise wirklich nicht. traurig aber wahr. leute, aufwachen! das was das jobcenter macht ist nummern verteilen und rumschummeln. hauptsache die statistik stimmt, traurig. armes deutschland!

  12. stefaniem78  (Website)  am 27. Juni 2013 um 22:46 Uhr

    Ein offenes Geheimnis. Als ich die drei eingerahmten Plakate über das Lei(d) bild des JC Hannover sah, war mir alles klar: es wird immer das beworben, was sonst gelogen wäre und niemand dran glauben würde, weil es dann sicher auch Niemand braucht! Blanke Propaganda!
    Was man sich als instrumentaliseirter Mensch Alles anhören ?darf?/muss, ist unfassbar! Sobald man systemkritische Fragen stellt, fühlen sich die Mitabreiter gleich persönlich angegriffen (obwohl es ja auch genau dabei hilft, herauszufinden, wer von denen überhaupt noch NACH-Denkt und wer nur verblödeter Befehlsempfänger ist. Perso? Das heißt Sklavenkarte / Warum muss ich Unten hin, wenn ich ohnehin NUR in die Sachbearbeitung muss? Warum Händeschütteln verbieten, wenn Banker das den ganzen Tag machen, ohne krank zu Werden? Kennen Sie den Paragraphen 146 GG -> Fühlen sie sich nicht von Ihrem eignen AG verarscht?-> Nach welcher Grundlage Arbeiten Sie hier dann noch? usw. Probiert es mal aus: Egal, ob mit oder ohne Zeugen. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich – aber aussagekräftig!

    • Streetfigther  (Website)  am 29. Juni 2013 um 18:22 Uhr

      @ stefaniem78

      Kein anständiger Mensch arbeitet in einem Jobcenter.Punkt

      Jedenfalls solange nicht wie es Hartz IV gibt.

  13. obdachloser am 28. Juni 2013 um 10:32 Uhr

    Wenn sich obdachlose, nach langer zeit
    eine Wohnung nehmen, werden sie erst
    mal als alkie eingestuft. Und dann vor allen über 50 zum amtsarzt vorgemerkt um
    Eventuell einen Übergang in EU Rente Vorrang zu geben. Einen 1euro Job, wurden
    die nicht abgeschafft??

  14. pimpf am 28. Juni 2013 um 11:06 Uhr

    Wenn ich mich in EIGENINITIATIVE auf ein Stellenangebot in der Internet-Jobbörse der Arbeitsagentur bewerbe und die Bewerbung nur über das für dieses Stellenangebot zuständige Arbeitsamt möglich ist (also nicht direkt an den Stellenanbieter), so erscheint nach kurzer Zeit und NACHTRÄGLICH in meinem Berwerberprofil beim Arbeitsamt für genau diese Bewerbung:

    Vermittlungsvorschlag erstellt durch (Name des betreffenden Sachbearbeiters)

    Ich habe aber von diesem Sachbearbeiter nie irgendwas gehört, nicht schriftlich, nicht telefonisch oder sonst wie.

    Noch Fragen?

  15. na sowas am 28. Juni 2013 um 14:07 Uhr

    da muss ich doch eine lanze für die arbeitsvermittler brechen. was können die vermittler dafür wenn der arbeitsmarkt nach leuten verlangt, die besser qualifiziert sind als das gro der langzeitarbeitslosen? es ist doch kein geheimnis das die industrie langzeitarbeitslose meiden. meiner meinung nach ist es sinnvoller sich auf die leute zu konzentriert die schnell vermittelbar sind. auch halte ich nichts davon langzeitarbeitslose in irgendwelche maßnahmen zu zwingen, oder ihnen sanktionen aufzudrücken wenn sie sich nicht beireiterklären für irgendeine hergelaufene zeitarbeitsfirma den sklaven zu spielen. ich denke, die meisten langzeitarbeitslosen haben sich mit ihrer situation abgefunden, gleich einem menschen den es auf eine einsame insel verschlagen hat. entweder du passt dich der insel an oder du gehst durch die einsamkeit zugrunde. langzeitarbeitslosen sind nicht dümmer als die die schneller vermittelbar sind. deshalb ist alleswas auf freiwilliger basis geschieht das beste. manche fühlen sich ausgebeutet und wollen das spiel eben nicht mitspielen. deshalb hört doch endlich auf die langzeitarbeitslosen als spielball zu benutzen um irgendwelche interessen durchzubringen. z.b. können weiterbildungsmaßnahme als werkzeug dazu dienen um langzeitarbeitslose fertig zu machen. viele langzeitarbeitslose wollen eher verstanden werden statt gedemütigt. viele haben auch mit depressioenen zu kämpfen die sich vermittlungshemmend zur jobsuche auswirkt. also die vermittler sind in punkto langzeitarbeitslose mal außnahmsweise die unschuldigen. wie gesagt das zauberwort lautet: TEILNAHME AUF FREIWILLIGER BASIS

    • Peterle am 30. Juni 2013 um 21:35 Uhr

      @na sowas > zuerst einmal sind es wahre Worte von Dir :-) allerdings ist es nicht nur der Arbeitsmarkt der qualifizierte Leute haben möchte ( ist eh klar ! ) sondern es gibt ja garnicht genug Arbeit !! Das ist aber in der gesamten EU so = siehe Griechenland, Frankreich etc. … in Frankreich z.B. weigern sich bereits die Arbeitsberater ( sachbearbeiter ) die Hilfebedürftigen „unnütz“ zu drangsalieren weil sie WISSEN das es garnicht genug Jobs für alle gibt … Man sollte bedenken : in der Industrie macht heute eine Maschine die Arbeit von 10000 den + selbst in den Büros wurden Schreibkräfte etc. durch viel schnellere PC,s ersetzt … auch wenn diese „neuen“ Arbeitshilfen wieder Arbeitsplätze schaffen sind es lange nicht mehr soviele wie VOR dieser Entwicklung ….

  16. Nervensäge OH am 30. Juni 2013 um 16:32 Uhr

    Habe leider erst heute von diesem Artikel gehört. Beziehe selbst seit 2006 (mit Unterbrechung) H4. Habe jetzt in OH aus „informierten Kreisen“ erfahren, dass Anfang Mai 2013 von ganz oben die mündliche Anweisung kam, dass Anträge auf Leistung für Wiedereingliederungshilfen von den MA des JC generell abgelehnt werden sollen – d.h.: keine Erstattung von Berwerbungskosten, keine Eingliederungshilfen für AG etc. Der Grund hat mich fast umgehauen: mit dem „eingesparten“ Geld sollen die Personalkosten gesichert werden. Für die viele Mehrarbeit der Kollegen, die dadurch entstehen, dass sie selber eigene Fehler aufarbeiten, oder die Widersprüche bearbeiten müssen, die wegen fehlerhafter Vorgaben ihrer Vorgesetzten entstanden sind.

    Das passt hervorragend in das Bild, dass jahrelang die gesetzlichen Vor-/ Aufgaben durch BA und JC vorsätzlich nicht zum Wohl der Leistungsempfänger gebraucht, sondern ausschließlich zu deren eigenem Wohl mißbraucht wurden. Vielleicht schiebt dem jemand mal einen Riegel vor!

  17. Besserverdiener am 30. Juni 2013 um 21:49 Uhr

    Das bestätigt eindeutig, dass zu viele nicht den Ansprüchen für regelmäßige einfache Arbeit genügen. Hier muss deutlich mehr gefordert und gekürzt werden.

    • mafro am 2. Juli 2013 um 19:05 Uhr

      @Bessersowieso

      Damit erreichst du das absolute Gegenteil von dem was du erreichen willst. Aber typisch Dummdeutsch.

  18. uwetammen am 1. Juli 2013 um 14:15 Uhr

    nun ja, das kann ich bestätigen.
    in unserer siedlung (10 häuser) sind tatsächlich einige die knapp über die 50 liegen.
    sie bekommen vorladungen und dann ..? .. nun diese werden dann plötzlich 1 tag vor dem termin abgesagt.
    das geht schon seit mehreren jahren so und einige davon gehen regelrecht und regelmässig zur schwarzarbeit weil sie wissen, das die vorladung zur arge nie durchgezogen wird.
    man denke etwas vorraus und weiss ja; ab dem 56 lebensjahr gilt man lt. dem sgb nicht als arbeitslos und entfällt somit der statistik weiterhin.

  19. Cliofritz am 3. Juli 2013 um 14:02 Uhr

    Seit Januar 2009 krieg ich H4, Ende 2010 fand ich ohne BA einen Job – ja gut, war nur als Stallhelfer in einem großen Pferdestall aber ich verdiente mein eigenes Geld- 4 Wochen machte ich das dann wurde ich krank – Asthma – wurde gekündigt. Mitte November 2011 hatte ich eine Geschäftsidee, sprach mit meinem Arbeitsvermittler und der fand das für eine Superidee aber nichts ging vorwärts. Januar 2013 bekam ich meinen Schwerbehindertenausweis 50% GdB, zeigte diesen meinen Vermittler in der Hoffnung es würde was gehen mit dem was ich vorhabe, Schade, Er war auf einmal nicht mehr zuständig für mich. So konnte ich mit dem neuen Vermittler wieder ganz von vorne anfangen. Dieser war aber von Anfang an total überfordert als ich Ihm sagte, dafür bräuchte ich aber ein Startkapital von 3000€. Naja es kommt ja bei denen wahrscheinlich nicht alle Tage vor das da einer kommt, 60 Jahre, 50% GdB und möchte noch was arbeiten. Darum braucht man diese Hausaufgaben erst gar nicht machen, ÜBERFLÜSSIG Oder? Bis heute Bin ich nur immer in kleinen Schritten voran gekommen, erfahre alles scheibchenweise. Dabei heißt es doch im Antrag auf Weiterbewilligung – Der Leistungsempfänger muss alles dafür tun um baldmöglichst wieder in Arbeit zu kommen. Aber um solch eine Entscheidung für meine Geschäftsidee zu treffen, mich zu fördern und nicht nur zu fordern, ist sehr wahrscheinlich keiner zuständig, oder nicht genug kompetent dafür. Naja, bis heute hat sich auf jeden Fall noch nichts getan, aber die kennen meinen Dickschädel nicht.

  20. adele am 5. Juli 2013 um 12:59 Uhr

    das ist schon seit den 90iger-Jahren bekannt, nur damals war das Problem nur wenigen bekannt.BA Weise und andere Funktionäre wollten es nie richtig wahrnehmen, sie blendeten ihre eigenen angeordneten Statistikverschönerungen lange Zeit aus.
    Jetzt endlich hat auch der Bundesrechnungshof erkannt, dass es in den Jobcentern und Arbeitsagenturen nicht immer sorgfältig und gerecht zugeht. Ausgrenzung, Diskriminierung u.a. ist alles andere , als eine öffentlich- rechtlich tätige Arbeitsplatzvermittlungsbehörde.

    Solange die Verwaltung von „Aktenbergen“ wichtiger ist, als eine aktiv gestaltete Arbeitsplatzvermittlung zu interessierten Unternehmen (keine Zeitarbeitsfirmen), wird sich der Arbeitsmarkt und die Arbeitslosenzahl nicht hinreichernd verbessern.

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