Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 25.12.2009 um 12:58 Uhr

BA wirft 400 unseriöse Arbeitgeber aus Jobbörse

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat aus ihrer Internet-Jobbörse rund 400 Arbeitgeber gelöscht.

Hintergrund für die Überprüfung von mehr als 34.000 Arbeitgebern war das Bekanntwerden eines Datenschutsskandals im vergangenen November. Dabei ging es um eine Berliner Personalberatung, die etwa 2.500 fingierte Stellenangebote eingestellt hatte, um an die persönliche Daten von Bewerbern zu kommen.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der Online-Stellenmarkt der BA zu Missbrauch geradezu einladen würde. Die Behörde verschärfte ihre Kontrollen allerdings erst, nachdem die öffentliche Kritik immer lauter wurde.

In das Stellenportal der Bundesagentur werden täglich 20.000 neue beziehungsweise geänderte Jobangebote eingestellt. Es handelt sich somit um die größte Online-Jobbörse im deutschsprachigen Raum.

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bisher 5 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Cheguevarina am 26. Dezember 2009 um 13:11 Uhr

    Nur noch echte Arbeitgeber in der Jobbörse der BA
    http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/292/498585/text/

    Da kann ich nur lachen! Was ist mit denen, die z. B. ein Postfach angegeben haben und keine echten Arbeitgeber sind? Und wie sicher ist der Abgleich
    mit den Betriebsnummern? Auch nicht sicher, könnte ich beweisen, will hier aber keine Anleitung für Nicht-Arbeitgeber einstellen.

    Die Bestandsprüfung geht nicht weit genug. Unsere Daten in der Jobbörse – und nicht nur dort – sind nicht ausreichend geschützt. Wir „unfreiwillig Betreute“ (Jobcenter / Arge) können tätig werden. Z. B. die Jobbörse der Agentur für Arbeit beurteilen unter
    http://www.crosspro-research.com/umfrage.html# .Und uns überlegen, wie wir unsere Daten besser schützen können.

    Die neue Koalition will einen Datenschutz auf hohem Niveau. Ob sie dabei auch an AlgII-,AlgI- und arbeitssuchende Nichtleistungs-BezieherInnen gedacht haben?

    Und da ist auch noch das Problem, dass die BA Diskriminierung und Benachteiligung fördert. Alter und Geschlecht werden in den Bewerberprofilen automatisiert angegeben und sind für jeden Arbeitgeber einsehbar. Genauer: Arbeitgeber können, wenn sie Bewerber suchen, das Alter von …bis eingeben und so selektieren. Das Geschlecht ist dann auch sichtbar. Das ist Diskriminierung im Vorfeld einer Bewerbung.

    Und hier ein Artikel vom Stern:
    Informationssicherung Job: BA löscht unseriöse Arbeitgeber aus Datenbank

    Die Bundesagentur für Arbeit hat ca 400 unseriöse Arbeitgeber aus ihrer Internet-Jobbörse gelöscht. Es seien teilweise gar keine Unternehmen, sondern Einzelpersonen, die sich als Arbeitgeber ausgegeben hätten, um nach Daten zu fischen. Das sagte ein Sprecher der Nürnberger Behörde. Die Angebote kamen aus allen Branchen und allen Regionen. Nun müsse im Einzelfall geprüft werden, ob dieses Verhalten strafrechtlich relevant sei. Dabei sei die entscheidende
    Frage, ob es überhaupt Geschädigte gebe.
    http://www.stern.de/wirtschaft/job/ba-loescht-unserioese-arbeitgeber-aus-datenbank-1531546.html

    Absurd: Wie soll geprüft werden können, ob es Geschädigte gibt – und die gibt es sicherlich – Datenklau -, wenn die fingierten Arbeitgeber nicht bekannt gegeben werden und zudem die echte Adresse und Identität der fingierten Arbeitgeber nicht bekannt ist? Wie strafrechtlich die fingierten Arbeitgeber verfolgen? Und nebenbei würde mich mal interessieren, ob die arbeitslose Sozialpädagogin, die alles ins Rollen brachte, recherchiert und aufgedeckt hat, auch noch als fingierte Arbeitgeberin in der Jobbörse der BA zu finden ist?

    Na denn, mal sehen was uns das Neue Jahr so bringt.

  2. Julchen am 26. Dezember 2009 um 16:39 Uhr

    Die Internetbörse der BA ist doch eh das letzte. Erstens ist die Seite viel zu kompliziert, zweitens werden die Arbeitsstellen oft oder gar meistens nicht gelöscht, wenn die Arbeit veregben ist und drittens derselbe Mist, der in dieser Seite steht- steht auch in den andern Börsen.

    Liest Du eine Seite- kennst Du alle.

    Ich gehe meist über meine Stadt.de oder andere.

    Ich erstelle jedoch keine Bewerbungen mehr übers Internet und gebe schon gar keine PDF Dateien mehr dazu.
    Die BA sollte sich mal mehr um Firmen bemühen, die auch interessiert daran sind, erfahrene und gute Kräfte zu bekommen- auch wenn sie schon länger arbeitslos sind.
    Da kommt nur eines: Nämlich NICHTS.

    Ich bin auch eine Handy Nummer reingefallen- ja Hallo- war ne gute Rechnung mit dem Ergebnis Null.
    Die BA ist doch selber nicht in der lage Arbeit zu vermitteln-es ist so oder so ein Arbeitsverhinderungsamt und man sollte es in seiner jetzigen Form abschaffen.
    Das wäre eine bessere Reform als Hartz IV.
    Schon die Namensänderung damals ( was ein Quatsch) hat Millionen gekostet- die man besser woanders hin gepackt hätte.

    Arbeitsamt oder Bundesagentur- wo ist denn da der Unterschied?

    Beim der nächsten „Einladung“ ( Vorladung) werde ich meine Daten mal wieder prüfen- was die da eingegeben haben, denn auch da kann man nette Überraschungen erleben, wenn sich ein SB vertippt oder falsch eingibt.

    Ach- wie ich das alles hasse.

    Letztlich bleibt noch die Frage- wie sollen die wenigen Leute ( die auch überfordert und oft nicht geschult sind) das alles überprüfen? Oder haben die da eine extra Stelle? dann bewerbe ich mich da!

  3. Ulrike am 30. Dezember 2009 um 10:55 Uhr

    Ich war nach 28-jähriger Berufstätigkeit 11 Monate lang von Hartz IV abhängig. In der ganzen Zeit habe ich vom Arbeitsamt bzw. der ARGE lediglich einen Vorschlag für eine Stelle erhalten, die jedoch schon seit 3 Monaten vergeben war. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich in der Jobboerse eine Menge unseriöse Firmen tummeln, die auf einen Vermittlungsgutschein aus sind und dann den Arbeitnehmer während der Probezeit kurzfristig wieder feuern unter Angabe von fadenscheinigen Gründen. Ich glaube, die Arbeitgeber können in der Jobboerse ihre Angebote ungeprüft einstellen, eine Überpfüfung der Seriosität erfolgt da nicht. Wi kann es sonst angehen, dass „Drückerkolonnen“ oder Schneeballsysteme (ich kenne da einige Firmen, die so arbeiten) bzw. Firmen, bei denen der Arbeitnehmer noch Geld mitbringen muss, um arbeiten zu dürfen, über diese Börse Jobs anbieten dürfen?

  4. Aemmie am 30. Dezember 2009 um 23:57 Uhr

    Was für Daten wollen die denn Klauen????
    Wo Du wohnst? zum ausräumern deiner letzten Habseligkeiten??? oder wofür???
    Ach neeeeeeeeeee, Stellenausschreibungen, Fahrkostenrückerstattungsanträge, Fördergelder…. richtig lustig ist dass ja. Oder sind das clevere Köpfe die somit die Provision auf Headhunter einstreichen, denn keiner gibt in der Bewerbung an, ob Du im Insolvenz bist, Verbrecher oder andere Arten eines Schuldners….
    Die Herren der weißen Wirtschaft wollen auch nur wiklich saubere und reine Mitarbeiter haben und dafür denke ich lohnt sich solch Datenklau schon

  5. bobo am 17. August 2010 um 21:29 Uhr

    ja, ja das mit dem Datenklau ist doch nicht erst seit gestern bekannt oder?Man versucht hier wieder von den „andauernden “ Fehlern die gemacht werden abzulenken!
    Und außerdem wenn ich „Daten“ von jemand haben möchte brauche ich nur die IP einzugeben und nen nettes Programm vorschalten dann habe ich alle Daten!
    Nein das ganze Ablenkungsmanöver was wieder mal im Gange ist, ist die bevorstehenden Wahlen da will man Lippenbekenntnisse verteilen vollkommen klar!

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