Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 28.07.2011 um 13:29 Uhr

Arbeitsmarkt schwächelt im Juli 2011

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) teilte am heutigen Donnerstag mit, dass die Zahl der Erwerbslosen im Juli um 46.000 auf 2,94 Millionen gestiegen ist.

Die Arbeitslosenquote nahm im Vergleich zum Vormonat Juni um 0,1 Punkte auf 7,0 Prozent zu. Im Juli vergangenen Jahres waren allerdings 247.000 mehr Arbeitslose zu verzeichnen. „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist einzig aus jahreszeitlichen Gründen leicht gestiegen“, erklärte BA-Vorstand Heinrich Alt. Seinen Worten nach wachse sowohl die Erwerbstätigkeit als auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei nach wie vor hoch.

Alt geht zudem davon aus, dass die Arbeitslosenzahl im laufenden Jahr nicht mehr über drei Millionen steigt.

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bisher 8 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Flynn64 am 29. Juli 2011 um 12:09 Uhr

    Ahhh, da weiß der Herr Alt jetzt schon, dass für das laufende Jahr die Arbeitslosenzahlen womöglich nicht über die 3 Millionengrenze steigen werden? Man, dieser Typ hat ja Fähigkeiten, die lassen jeden Propheten und Wahrsager blass aussehen. Da können sich womöglich wieder zahlreiche Arbeitslose auf zahlreiche Bildungsmaßnahmen einrichten, die so überflüssig sind wie eine Hämorrhoide am Hintern.

    Und dann verstehe ich nicht so ganz (da bin ich ganz ehrlich) wie es angehen kann, dass ausgerechnet im Sommer die Arbeitslosenzahlen aus „jahreszeitlichen Gründen“ angestiegen sind? Ich dachte immer, dass gerade in den Sommermonaten mehr Arbeitskräfte benötigt werden wie z.B. im Baugewerbe oder in der Gastronomie oder in der Reisebranche usw.? Habe ich da was verpasst? Wäre schön wenn mich da mal einer aufklären könnte.

    Ansonsten braucht man sich nicht weiter äußern über die manipulierten Arbeitslosenzahlen.

    TOLL!

    • Julchen am 29. Juli 2011 um 17:55 Uhr

      Hi Flynn,

      zumindest die Spargelstecher entfallen- sofern es da Deutsche bei gab. Oder andere Erntehelfer. Auf dem Bau die Leute sind erst wieder Ende Herbst verschwunden-bzw. zum Winteranfang.

      Es ist ohnehin nicht mehr nachvollziehbar, was die sich da verhackstückeln.

  2. Streetfigther am 30. Juli 2011 um 11:05 Uhr

    Die Spargelstecher,
    sie entfallen nicht,nur der Lohn ist wenieger geworden,und Kilometergeld wird nur gezahlt wenn eine bestimmte Anzahl von Stunden erreicht wird,also eigenen PKW unterhalten.lange Anfahrtswege,und dann mit Volldampf in die roten Zahlen,weiß ich von meiner Nachbarin die hatte dieses Jahr das Glück für unter 5 Euro loszulegen und dabei noch ca. 70 km einfache Fahrt zurückzulegen.

    • Julchen am 30. Juli 2011 um 17:42 Uhr

      Streetfighter
      die Spargelstecher entfallen schon deshalb, weil am 24.6. der offiziell letzte Spargel gestochen wird. Mitunter ein paar Tage länger, aber danach ist Schluss.

      [[[ Das Ende der Spargelsaison beschreiben althergebrachte Bauernregeln: „Stich den Spargel nie nach Johanni.“ oder „Kirschen rot, Spargel tot“. Ihr offizielles Ende in Deutschland ist traditionellerweise der 24. Juni, der Johannistag. Der Hintergrund für diese Bauernregel ist die Einhaltung einer ausreichenden Regenerationszeit der Pflanze für eine ertragreiche Ernte im nächsten Jahr.[4] Wurde die Spargelsaison aufgrund günstiger Witterungsumstände eher begonnen, so ziehen die Bauern das Ernteende oftmals um ein bis zwei Wochen vor.]]]
      http://de.wikipedia.org/wiki/Gem%C3%BCsespargel

  3. Streetfigther am 30. Juli 2011 um 14:09 Uhr
  4. Julchen am 1. August 2011 um 12:21 Uhr

    Trotz großer NachfrageZigtausende Fachkräfte sind arbeitslos

    Trotz großer Engpässe bei Fachkräften verlieren immer noch verhältnismäßig viele Fachkräfte ihren Job. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seien rund 908 000 Beschäftigte mit einer betrieblichen Ausbildung arbeitslos geworden, berichtete die „Saarbrücker Zeitung“ am Montag. Das seien 5,7 Prozent aller gut 16 Millionen Beschäftigten in dieser Kategorie. Das Blatt beruft sich dazu auf eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

    Der Untersuchung zufolge haben sich zwischen Januar und Juni auch rund 110 000 Beschäftigte mit einem Hoch- oder Fachschulabschluss arbeitslos gemeldet. Das waren 3,6 Prozent aller Beschäftigten mit entsprechendem Bildungsniveau. Adamy äußerte die Vermutung, dass viele Fachkräfte an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vorbei qualifiziert würden und viele Firmen bei ihrer Ausbildung keine langfristig orientierte Personalplanung betrieben.
    http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/trotz-grosser-nachfrage-zigtausende-fachkraefte-sind-arbeitslos_aid_651074.html

    Alles zukünftige Hartz IV Empfänger- dann willkommen im Club- es können gar nicht genug sein, damit es im Land endlich laut wird.

  5. ebenerdig am 3. August 2011 um 09:15 Uhr

    @ Julchen
    Ja, es können gar nicht genug werden.
    Guckt mal hier:
    ___________________________________

    200 Jobcenter-Mitarbeiter in Köln von Entlassung bedroht
    Welche Solidarität? Woher?

    In Köln müssen derzeit über 200 Mitarbeiter des Jobcenters davon ausgehen, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Sie haben symbolisch gestreikt und öffentlich ihre Angst vor Arbeitslosigkeit und somit ihre Angst vor Hartz IV zum Ausdruck gebracht. Mit der Solidarität derer, die sie „ihre Kunden“ nennen, werden sie nicht rechnen können und die eigenen Kollegen werden ihnen mehrheitlich als Konkurrenz gegenüber stehen. Das ist das System, dem sie sich bisher bedingungslos und loyalitätsbewusst auslieferten.
    [….]
    ___________________________________________

    Quelle:
    http://www.die-keas.org/node/465
    (bisschen scrollen)

    • Julchen am 3. August 2011 um 18:13 Uhr

      Prima Seite, dankeschön!

      Also ehrlich gesagt, gönne ich es denen, die einen so geknechtet haben. Hartz IV ist für die noch viel zu gut !

      Schon allein, was ich alles mitgemacht habe nach einem arbeitsreichen Leben, das grenzt an ein Attentat auf mein Leben. Von daher hoffe ich, dass die alle irgendwie der Reihe nach drankommen. Leider schützen ja die Gesetze so behördliche Mitarbeiter, egal ob sie verbeamtet sind oder nur angestellt. Ich möchte sie jedenfalls alle persönlich durchprügeln. ;-))

      Es wär doch zu schön, wenn man diese Leute dann in den Jobcentern wieder treffen würde. Mann- das wär ein Spass !

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