Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 29.07.2010 um 13:31 Uhr

Mehr Arbeitslose im Juli 2010

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) teilte am heutigen Freitag mit, dass die Zahl der Erwerbslosen im Juli um 39.000 auf 3,19 Millionen gestiegen ist.

Die Arbeitslosenquote nahm im Vergleich zum Vormonat Juni um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent zu. Im Juli vergangenen Jahres waren allerdings 271.000 mehr Arbeitslose zu verzeichnen. „Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs, die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert“, ist BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise überzeugt.

Seiner Meinung nach handele es ich beim jetzigen Anstieg lediglich um einen saisonbedingten Knick auf der Arbeitslosenkurve. Viele Arbeitgeber würden schließlich in der Urlaubszeit keine Mitarbeiter einstellen. Zudem hätten sich viele Jugendliche nach Abschluss ihrer betrieblichen beziehungsweise schulischen Ausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet.

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bisher 21 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Julchen am 29. Juli 2010 um 13:52 Uhr

    Bundesagentur für gefälschte Zahlen- sonst nix.
    Offizielle Arbeitslosigkeit: 3.191.800
    ===
    Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Juli 2010: 4.328.516

    Nicht gezählte Arbeitslose: 1.136.716

    Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:
    Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II: circa 350.000
    Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I (§ 428 SGB III): 723
    Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 316.411
    Berufliche Weiterbildung: 192.477
    Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (z.B. Bewerbungstraining): 904
    Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 203.663
    Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 34.414
    Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: 2.685
    Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 35.439

    http://die-linke.de/fileadmin/download/druckvorlagen/tatsaechliche_arbeitslosigkeit/juli2010_druckvorlage_tatsaechliche_arbeitslosigkeit.pdf

    http://die-linke.de/politik/themen/tatsaechliche_arbeitslosigkeit/

  2. Pjatrus am 29. Juli 2010 um 14:47 Uhr

    Na klar! Die Wirtschaft will paar Wochen des Sommerlochs aussitzen – will keinen einzigen Cent an die Mitbürger weitergeben!

  3. Julchen am 29. Juli 2010 um 16:32 Uhr

    Hartz IV Betroffene besetzen Maritim Hotel

    Hartz IV Protest im Hotel Maritim
    Rund 30 Aktivisten protestierten im Hotel Maritim gegen Hartz IV Kürzungen und das geplante Sparpaket der Bundesregierung.
    Hartz IV Betroffene besetzen Maritim Hotel in Darmstadt und protestierten damit gegen das unsoziale Sparpaket der Bundesregierung

    Während der Protestkundgebung wurden dem Hotel symbolisch 432.400 Euro in einem Koffer überreicht. Denn durch die jährlichen Steuerentlastungen der Hotelbranche würde es zu rund 1 Milliarde Euro Steuermindereinnahmen kommen.

    Allein das Hotel Maritim würde in etwa 432.400 Euro jährlich entlastet werden, während gleichzeitig bei Hartz IV Beziehern 900 Millionen Euro an Leistungen gestrichen werden, so ein Sprecher der Initiative „Galida“. Das Hotel reagierte nicht sonderlich erfreut über den Besuch und rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, hatten die Demonstranten allerdings das Hotel wieder verlassen.

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-betroffene-besetzen-maritim-hotel-18891.php

    Geile Aktion !

  4. nurzubesuch am 29. Juli 2010 um 19:09 Uhr

    Bei den Zahlen fehlen auch noch die ganzen Aufstocker, Teilzeit und 400€ Jobs, die ja ebenfalls vom Amt abhängig sind und die Statistik bereinigen. Willkommen in der schönen, neuen Welt.

  5. Julchen am 29. Juli 2010 um 20:15 Uhr

    Die Aufstocker gelten ja nicht als „arbeitslos“

    Bei den Minijobs fehlen auch Zahlen, konnte auch nichts finden.

  6. Julchen am 30. Juli 2010 um 12:11 Uhr

    Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht keinen Grund zur Entwarnung. Ursache für die im Jahresvergleich gesunkene Erwerbslosenzahl sei auch die demografisch bedingte Abnahme der Arbeitskräfte.

    Außerdem würden Menschen in Trainingsmaßnahmen und Ein- Euro-Jobs nicht als Arbeitslose gezählt. Immer noch seien 4,3 Millionen Menschen in Deutschland unterbeschäftigt – die runde halbe Million Kurzarbeiter nicht eingerechnet.

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/sommerpause-auf-dem-arbeitsmarkt/1893436.html

    kompletter Text hier
    Die Landkarte zeigt die Arbeitslosenquoten.

  7. Superb am 30. Juli 2010 um 18:50 Uhr

    Es fehlt auch noch eine Bereinigung um die zusätzlichen Schüler, die jetzt auf den Arbeitsmarkt drängen, da es ja in diesem Jahr ja 2 Jahrgänge sind.

    PS: Warum gönnt man dem maritim Hotel denn nicht die Steuerersparnis – hier wollen doch auch alle mehr Geld.

  8. Julchen am 31. Juli 2010 um 12:43 Uhr

    Die Arbeitslosigkeit geht in allen Richtungen weiter.

    Es ist kein passender Thread da. Daher setze ich es hier mal ein und ich bin da echt geschockt. Da werden unsere Männer nach Afghanistan geschickt und wenn sie kaputt zurückkommen- lässt man sie fallen. Da interessiert doch die Hotelsteuer gar nicht mehr,
    sie ist was sie ist- ein Steuergeschenk der FDP -nach der Wahl, ein Spendenskandal.

    **
    Traumatisierte Soldaten
    Durchs Rost gefallen
    Ein Elitesoldat wird in Afghanistan verletzt und als „vorübergehend dienstunfähig“ aus der Bundeswehr entlassen. Inzwischen lebt er von Hartz IV und manchmal auch im Wald. Wen kümmert’s?

    Daniel L. sieht einen grellen Lichtblitz. Die Explosion, die ihm beide Trommelfelle zerreißt, hört er nicht mehr. Er spürt einen stumpfen Aufschlag auf der Brust, fliegt acht Meter weit durch die Luft, schlägt mit dem Kopf auf einem Stein auf, und das erste, was er denkt, ist: „Glück gehabt. Um ein Haar wäre ich zu Staub geworden.“ Er rappelt sich auf, prüft, ob ihm nicht ein Bein oder Arm fehlt. Neben ihm liegt ein Soldat mit verkohltem Gesicht. Das Auge hängt heraus und wird nur noch vom Sehnerv gehalten. Daniel L. kann nicht mehr erkennen, welcher von seinen Kameraden es ist. Er versucht, dessen Blutung zu stoppen, und sagt immer wieder: „Halt durch, morgen bist du bei deiner Familie“. Nur in diesen Momenten unterbricht der Schwerverletzte sein Stöhnen, die Worte scheinen in sein Bewusstsein durchzudringen. Hinter dem Verwundeten liegt ein weiterer Mann, der zu Daniel L. herüberschaut und immer wieder zu schreien versucht. Einige der Metallwürfel, die bei der Explosion freigesetzt wurden, haben seinen Unterkiefer durchschlagen, andere sein Knie. Daniels eigenes Gesicht ist übersät mit dunkelroten und schwarzen Stellen. Es sind Fleisch und Knochensplitter des Soldaten, der durch die Explosion direkt gegen seine Brust geschleudert wurde.

    http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~EEDDFFC6598104478B941601C5901E83E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Wer das liest – hat keine Fragen mehr, wie unser Land mit den Menschen umgeht.
    Diesem jungen Mann hätte jede Fürsorge gebührt, eine anständige Rente und auch eine Betreuung, das er irgendwann wieder Fuss fassen kann.

  9. ich am 31. Juli 2010 um 21:31 Uhr

    8.Julchen

    das macht mich sehr betroffen, ich finde wer unsere jungen männer in den krieg schickt sollte in der ersten reihe mitkämpfen und nicht bei irgendwelchen feiern in der ersten reihe sitzen und
    noch große reden schwingen.

  10. Julchen am 1. August 2010 um 11:46 Uhr

    @ ich
    ja- wenn ich das lese, krieg ich die Wut. Ich suche ja immer die neuesten Artikel und da gibts noch viel mehr- aber das passt dann nicht in ein Hartz IV Forum.

    Sieh mal, 43 Männer versch. Alters sind „gefallen“ und nur aus wirtschaftlichen Gründen halten die Länder an dem Einsatz fest. Es gibt Rohstoffe in Afghanistan, die will man haben.
    Das „humane“ wie Bau von Schulen etc. ist doch nur ein Vorwand. Die Taliban würden die Dinger direkt wieder sprengen, wenn die internationalen Armeen weg wären.
    8 Jahre dauern die Einsätze schon.

    Die jungen Leute kommen alle traumatisiert zurück, wenn sie Glück haben, haben sie eine berufliche Zukunft. Das sieht nur keiner- oder es interessiert niemanden- wie es weiter geht.

  11. Julchen am 2. August 2010 um 09:08 Uhr

    Und wieder Brüderle

    Es ist zum Kotzen, aber es hilft ja nichts. Schon wieder ist Brüderle aus der verkommenen FDP hier das Thema. Diesmal hat Brüderle festgestellt, das wir in in manchen Regionen schon Vollbeschäftigung haben und deshalb dringend Gastarbeiter brauchen. Nein, liebe Leser, der Mann braucht keinen Arzt, der hat einen Auftrag.

    Den gleichen Auftag hat auch die Schavan und Zensursula von Lüge die, die Arbeitsministerin markiert. Alle drei arbeiten daran die Löhne deutscher Arbeitnehmer abzusenken, damit ihre Freunde vom Großkapital noch mehr Geld verdienen. Selbstverständlich kann man davon ausgehen, dass sie für ihre Arbeit spätestens nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung reich belohnt werden. Huhu Herr Clement, hallo Herr Schröder.
    **
    Es geht also nur um billige Arbeitskräfte. Durch Gastarbeiter soll ein Überangebot erzeugt werden, dass die Kosten für Arbeit senkt. Sie holen einfach mehr Arbeiternehmer ins Land als gebraucht werden und drücken damit die Löhne. Die Folgen kann jeder heute auf jedem Arbeitsamt und auf jeder Hartz IV Unterdrückungsbehörde sehen. Das Kapital hat Migranten aus aller Welt geholt um deutsche Löhne zu drücken. Als das verkommene Kapital die Leute nicht mehr brauchte, wurden die Kosten dafür der Allgemeinheit und vor allem der Arbeit aufgelastet.

    Jetzt will Brüderle sogar Gastarbeiter mit Begrüßungsgeld anlocken. Das ist selbstverständliche eine kriminelle Handlung, die aber von der deutschen Justiz nicht verfolgt wird, weil ein deutscher Staatsanwalt nicht rechnen kann oder darf. Auf Dauer schafft Brüderle damit Arbeitslosigkeit bei Deutschen und im Endeffekt zerstört er damit die Reste der Sozialsysteme, was ja genau das Ziel seiner gekauften Partei und ihrer Auftraggeber ist.

    Die letzten die Begrüßungsgeld bekamen und vor deren Renten und Versicherungen alleine die Arbeitnehmer aufkommen mussten, waren die Bürger der DDR bei der Wiedervereinigung. Der fette bestechliche Gauner Kohl hatte mit diesem Trick seinen Freunden vom Großkapital alle Gewinne aus der „Eroberung der DDR“ zugesprochen und die Verluste bei den Arbeitnehmern festgeschrieben. Sein Helfer war Schäuble.

    http://www.duckhome.de/tb/archives/8280-Und-wieder-Bruederle.html
    kompletter Artikel hier

  12. von Stahl am 2. August 2010 um 20:57 Uhr

    @ Julchen

    Es fehlt an Fachkräften. Das Reservoir an Hartz IV-Empfängern verfügt nicht über die erforderliche Kompetenz und lässt sich auch nicht dorthin ausbilden (fehlendes Potential).
    Deshalb werden ausländische Fachkräfte benötigt. Diese treten doch nicht mit Hartz IV-Empfänden in den Wettbewerb. Das was Sie oben geschrieben haben ist blanker Unsinn.

  13. Julchen am 3. August 2010 um 14:52 Uhr

    @ von Stahl
    immer wenn ein Link unter meinem Beitrag ist, dann ist das nicht „mein“ Text. Es sagt nicht aus- ob ich dafür oder dagegen bin. Es ist ein Artikel -den ich eingesetzt habe, das müssten Sie spätestens dann erkennen- wenn Sie auf den Link klicken. ( soviel hätte ich ja nun von Ihnen erwartet ;-)

    Natürlich fehlen Fachkräfte im Land, ich kenne einige, die in die Schweiz sind- weil sie besser bezahlt werden dort, auch im medizinischen Bereich. Die Schweiz zahlt besser und bildet weniger gut aus als wir. Die Schweizer Kliniken sind voll von Deutschem Fachpersonal.
    Auch in andern Branchen.

    Was die Industrie angeht, da müssen neue Kräfte her. Aber auch bei den Arbeitslosen- und das ärgert mich, gibt es viele gute Leute- man muss sie nur holen und wieder anstellen.

    Auch bei „Ihren“ Hartz IV Empfänger gibt es gute Leute, die aus allen herkömmlichen Berufen kommen.
    Leider werden ja Hartz IV Empfänger nicht vermittelt sondern nur schikaniert- weil eben die Gruppe- die meist unverschuldet aus der Arbeitslosenhilfe kam mit denen zusammengeworfen wurden, die niemals einen Handschlag gemacht haben- ebenso kamen die Migranten in diesen Topf. Das konnte eben nicht gut gehen.

    Ich bin der Meinung, das auch die Schulen in den letzten 3 Jahrzehnten versagt haben und die Landespolitik. Wenn man in einer Schulklasse 20 türkische Kinder hat und nur 8 deutsche Kinder, dann geht das in die Hose.
    Hier muss auch was getan werden. Türkische Lehrer müssen her- und die Klassen eben erst in weiterführenden Schulen zusammengeführt werden- wenn alle Ausländer anständig Deutsch gelernt haben.
    Es gibt vieles im Land, das im Argen liegt, aber dafür können die Arbeitslosen nichts. Ich rede nicht von Sozialhilfeempfängern- oder Menschen die irgendwann hier her kamen- Nur von denen, die weit über 30 Jahre gearbeitet haben- und jetzt nutzlos auf der Halde liegen.

  14. Julchen am 3. August 2010 um 15:57 Uhr

    Bundesweiter Demonstrationsaufruf – Krach schlagen statt Kohldampf schieben!
    (Auszug, der vollständige Aufruf wird in der „Massenzeitung“, und in Kürze natürlich im Internet veröffentlicht)

    Bundesweite Demonstration am 10.10.2010 in Oldenburg!

    In die Pötte kommen:

    Krach schlagen statt Kohldampf schieben!
    Wenigstens 80 Euro mehr für Lebensmittel sofort!

    Treffpunkt: 13 Uhr, Hauptbahnhof, Südseite!
    Bring Kochtopf und Kochlöffel mit!

    * Wir wollen ein Einkommen für alle, das auch für eine gesunde Ernährung ausreicht!
    * Wir wollen Arbeitsplätze mit sinnvoller Arbeit und existenzsicherndem Einkommen!
    * Wir wollen gesellschaftliche Kontrolle unserer Lebensmittelproduktion!
    * Wir wollen eine ökologisch nachhaltige und regionale Versorgung mit Lebensmitteln!

    +++ Komm am 10.10.2010 nach Oldenburg, bring Kochtopf und Kochlöffel mit! +++

    Wir wollen nicht jammern und nicht betteln! Wir wollen Krach schlagen – mit Töpfen und Kochlöffeln, Spaß und Selbstbewusstsein! Wir wollen demonstrieren, dass Erwerbslose sich nicht beschimpfen und verhöhnen lassen.

    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=9176&Itemid=32

    Hier die Informationen! Also Kochpott und Kelle rausholen und mitmachen!

  15. Julchen am 3. August 2010 um 16:28 Uhr

    Übrigens – es ist wieder Arbeit da.

    Diesmal aber keine Hundescheisse sondern Taubendreck. Ist doch mal was.

    Zu den neuen Kot-Kommissaren werden zurzeit Hartz-IV-Empfänger ausgebildet. Die Berliner Pläne sehen vor, dass pro Standort drei bis vier Langzeitarbeitslose die Tiere ab September täglich füttern und ihr neues Heim pflegen.

    http://www.bz-berlin.de/archiv/berlin-plant-soko-taube-article938945.html

    Von mir würden die Viecher was anderes kriegen als „Futter“.

  16. Sancho am 3. August 2010 um 22:27 Uhr

    Ja so ist es bisher immer gewesen. nach dem herbeigeredeten Aufschwung kommt meist ein noch tieferer und möglicherweise sogar inflationärer Abschwung. Die dummen sind wieder die Arbeiter und Arbeitslose. Bescheidene Frage von Radio Irriwahn geht dass mit den Diätenerhöhungen der Pleiteregulierer jetzt schon automatisch, weil man noch keinen Aufschrei in der Bevölkerung gehört hat ?

  17. Smoky am 4. August 2010 um 10:07 Uhr

    Offiziell beträgt die Anzahl der Arbeitslosen 3,568 Millionen und ist damit um rund 18.000 gegenüber dem Vorjahr (3,586) gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt bundesweit 8,5 Prozent, in Brandenburg liegt sie bei 12,8 Prozent.

    Bei all den Arbeitsmarktstatistiken werden geflissentlich Aussagen zu Ein-Euro-Jobs, zu Umschulungsmaßnahmen, zu älteren Langzeitarbeitslosen, zu 400-Euro-Jobs unterschlagen. Werden Arbeitslose allein aus Ein-Euro-Job Maßnahmen dazugerechnet, dann beläuft sich die Anzahl der Arbeitslosen bereits auf 4,73 Millionen. Weiterhin besteht eine verdeckte Arbeitslosigkeit darin, daß Arbeitslose während einer Umschulungsmaßnahme statistisch nicht als arbeitslos geführt werden. Diese Maßnahmen werden besonders gern vor Wahlen angeboten, um die Arbeitslosenstatistiken kurzfristig zu schönen, danach rudert man dann wieder zurück.

    Daß ältere Arbeitslose nicht mehr in der Statistik aufgeführt werden, sollte der Vollständigkeit halber nochmals erwähnt werden. Diese Personengruppe ist für die Statistiker nicht mehr relevant und braucht folgerichtig nicht erwähnt zu werden, ihre Vermittlung ist ohnehin aussichtslos.
    Im Zuge dieser BRD-Logik ist dann auch nachvollziehbar, warum das Rentenalter durch CDU/CSU und SPD auf 67 Jahre heraufgesetzt wurde.
    Und zu den 400-Euro-Jobs bleibt nur festzuhalten, daß damit zuwenig zum Leben und zuviel zum Sterben verdient wird. Ein weiteres Problem auf dem Arbeitsmarkt besteht weiterhin darin, daß Arbeitssuchende lediglich einen Arbeitsplatz bei Zeitarbeitsfirmen finden, von denen sie – für kleines Geld – hin- und hergeschickt werden.

    Und auch bei den sogenannten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen ist ein Aufblühen nicht feststellbar, denn überwiegend werden diese Arbeitsplätze zeitlich befristet angeboten.

    Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß die offiziellen Arbeitslosenzahlen das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben sind.

    Wir kommen der wirklichen Arbeitslosenzahl erheblich näher, wenn wir hingegen die Zahl der Leistungsempfänger (ALG, ALG II und Sozialgeld) in Ansatz bringen.
    Diese Zahl betrug im Februar 2010: 8.167.095
    Damit dürften wir der Wirtschaftsrealität mehr entsprechen als die offiziellen Zahlen, die nur dazu dienen, eine trügerische Stimmung im Lande zu verbreiten und vom Versagen der herrschenden Politikerkaste auch auf dem Politikfeld Beschäftigung abzulenken.

  18. rot am 4. August 2010 um 11:17 Uhr

    @ 14 Wo genau?
    Laut DB gibt es 2 x Oldenburg mit Bahnhof (für Personenverkehr):
    1x in Schleswig-Holstein + 1x in Ostfriesland!
    Ich würde sehr gerne hinfahren, aber wer zahlt die Fahrt hin+zurück?????
    Kirche sowie Gewerkschaft sind nach eigenen Angaben nicht zuständig, dies gilt auch für Mitglieder.
    Es gibt auch keine Sozialtickets oder DB-Sonderfahrten.
    Der 10.10.2010 ist ein Sonntag. Da hat wohl auch am Zielort kein günstiger Supermarkt auf.
    Ein Samstag wäre besser: Billigere Versorgung, und mehr Publikum als Sonntagsspaziergänger.

  19. Julchen am 4. August 2010 um 13:00 Uhr

    @ rot
    es gibt doch Mitfahrgelegenheiten, gib einfach den Begriff bei googel ein.

    Ferner kannst Du die Leutchen anschreiben und mal fragen, machs Dir doch nicht so „einfach“

    Hier ist das Impressum, frag nach !

    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=18&Itemid=34

    Ansonsten gibt es in weiteren Städten bald Demos, die setz ich dann regelmässig ein.

    Sonntags sind die Innenstädte leerer und es sind weniger Autos unterwegs, ist doch ideal!

  20. Sieglinde am 4. August 2010 um 13:22 Uhr

    @Julchen:
    Keiner wird zur Zeit dazu gezwungen, an Kriegseinsätzen im Ausland teilzunehmen! Die meisten Soldaten gehen dorthin, weil sie eben die berufliche und finanzielle Zukunft über andere Werte setzen und somit einem System dienen, das du selbst als verachtenswert eingestuft hast. Daß sie dafür ausgebeutet und dann noch abgewatscht werden, haben sie sich selbst eingebrockt und wenn sie dann immer noch nicht aufwachen, haben sie es nicht besser verdient! Und wenn sie am Krieg teilgenommen haben, weil sie von seiner Richtigkeit überzeugt sind, müssen sie sich darüber im Klaren sein, daß nicht jedes Volk wie die Deutschen seine Besatz umarmt, manche Völker mögen ihre Souveränität eben doch lieber behalten als wir!

  21. Julchen am 4. August 2010 um 16:53 Uhr

    @ Sieglinde
    ich nehme an, Du beziehst Dich auf Beitrag Nr. 8
    Das ist ein Artikel den ich eingesetzt habe und jedesmal wenn es nicht „mein“ Text ist, ist auch der Quellennachweis unten angegeben.

    Wenn jemand zur Bundeswehr geht- und in einen Einsatz im Ausland kommt- und wie dieser junge Mann eben traumatisiert ist- dann ist es die Pflicht der Bundeswehr- sich um ihn zu kümmern und ihm wieder auf die Beine zu helfen.

    Ich bin gegen den Einsatz in Afghanistan – oder anderswo.
    Mein jüngster Sohn hat den Wehrdienst verweigert und hat stattdessen Zivieldienst in einem Sterbehospiz gemacht- freiwillig. Er hat sich das ausgesucht.

    Selbst wenn wir eine „Berufsarmee“ hätten, muss man sich um kranke Soldaten hinterher kümmern, wenn die Männer oder Frauen sich für ihr Land eingesetzt haben, egal aus welchen Gründen. Aber es ist nicht die Aufgabe der Allgemeinheit, sondern die der Bundeswehr.

    Ich gestehe jungen Menschen auch zu, eine Fehlentscheidung zu treffen.

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