Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 30.04.2008 um 20:56 Uhr

Meldefrist für Arbeitslose erstreckt sich nicht aufs Wochenende

Nach einer Entscheidung des Dresdener Sozialgerichtes (Az. S 34 AL 769/07) kann das Wochenende und auch Feiertage nicht auf die Meldefrist für neue Arbeitslose angerechnet werden. Nach dem Gesetz sind Personen, die ihre Kündigung erhalten haben, verpflichtet, innerhalb von 3 Tagen zur Agentur für Arbeit zu gehen und sich arbeitslos zu melden. Im vorliegenden Fall hatte ein leitender Angestellter aus Radebeul am Freitag seine Kündigung erhalten und hat sich am folgenden Dienstag arbeitslos gemeldet.

Die zuständige Agentur verhängte deshalb eine Sperrzeit von 1 Woche, innerhalb derer er kein Arbeitslosengeld bekommen sollte. Als Begründung gab die Behörde an, dass er die vorgeschriebene Meldefrist um einen tag überschritten habe. Nach Ansicht des Sozialgerichtes Dresden sei diese Entscheidung jedoch nicht richtig gewesen, da Feiertag und auch das Wochenende nicht auf die Meldefrist anzurechnen zu seien. Schließlich könne man als Arbeitsloser an diesen Tagen die Agentur auch nicht aufsuchen, da sie geschlossen sei.

Der Beschluss der Behörde wurde damit aufgehoben und die Sperrzeit wird damit ungültig. Die Entscheidung ist zwar noch nicht rechtskräftig, jedoch ist nicht mit einem Weiterführen des Verfahrens seitens der Behörde zu rechnen.

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bisher 3 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Old Harry am 9. Juni 2008 um 11:29 Uhr

    Die Leute die so ein Schmarren bei den Behörden verzapfen ,denen sollte fristlos gekündigt werden. Auf solche Staatsdiener können wir gut und gerne verzichten

  2. Wulff am 9. Oktober 2008 um 10:10 Uhr

    Habe solch einen Fall selbst erlebt, habe in Süddeutschland gearbeitet, auf einen Freitag die Kündigung bekommen, bin die Woche am Dienstag zu meinem Arbeitsamt in Hi.Norddeutschland gegangen, mußte erst noch meine Sachen aus meiner Unterkunft in Südd. entfernen, bei der Anmeldung zur Arbeitslosigkeit wurde mir gesagt das ich eine Woche Sperrzeit bekomme. Damit war ich nicht einverstanden, zumal ich ja den Sachverhalt erklären konnte.Beim Vorgesetzen der Sachbearbeiterin wurde ich von oben bis unten gemustert und mit dem Satz“ das ist eben so“ aus dem Büro verabschiedet.Das hat mir mal wieder gezeigt Ingnoranz und Willkür steht an erster Stelle bei den Behörden.

  3. Gismo am 8. Januar 2013 um 16:04 Uhr

    Hallo
    Ich habe eine schlimmere Erfahrung sammeln müssen.
    Ich war auf Montage, von Montag bis Freitag.

    Und hatte am Wochenende (Freitag) eine Kündigung aus meinem Briefkasten geholt.
    Diese wurde jedoch schon am Freitag der Vorwoche geschrieben und Versand.

    Als ich mich darauf hin erst an jenem Montag der Folgewoche meldete.
    Sagte man mir, das meine Frist weit Überschritten wurde.
    Und jetzt sollte ich großzügiger weise gleich das Maximum an Sperre bekommen 3 Monate.

    Worauf ich erwiderte, das doch wohl der Zeitpunkt der in Kenntnis Name der Kündigung zählt als Stichtag.
    Die Folgen waren, ob wohl ich gerade 2 Wochen beim Amt gemeldet war, und dann wider in eine Beschäftigung kam.

    Eine 3 Monatig dauernde Brieffreundschaft mit dem Amt.
    (ne echte Hassfreundschaft)
    Bis mir der Geduld-Faden riss.
    Jetzt drohte ich dem Arbeitsamt mit Anwalt.

    Ich war total erstaunt, wie man mir dann in einem Schreiben mitteilte, das es sich in meinem besonderen Fall (Einzellfall)
    Um ein versehen handelte!

    >> glaub ja eh keinem mehr diese kalkulierten
    Ausreden
    Zitatat: sehr bekannt >>> wir müssen alle Sparen<<<

    Ich konnte nicht so schnell gucken, wie dann alles auf einander kann.
    Berechnung meines zustehenden Geldes und das dazu gehörige Bewilligungsschreiben.
    Schließlich die Überweisung des seit Monaten ausstehenden Betrages.

    Die Moral meiner eigenen Geschichte ist nun folgende

    alles was man mir dort erzählt glaube ich nicht, und ich prüfe jede kleinigkeit
    nach die mir dort erzählt wird.

    Nie aufgeben tschau nick Gismo

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