Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 31.08.2009 um 18:17 Uhr

Wirtschaftsweiser fordert: Bezugsdauer des ALG I je nach Wirtschaftslage

Der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz, spricht sich in einem Interview mit der „Welt“ dafür aus, die Bezugsdauer des ALG I nach der jeweilig bestehenden Gesamtwirtschaftslage auszurichten.

Laut Wolfgang Franz sollte man in guten Zeiten die Bezugsdauer des ALG I verkürzen, sie aber während einer Rezession verlängern. Der Ökonom schlägt in diesem Zusammenhang vor, eine derartige Regelung gesetzlich an einer Kennziffer festzumachen. Für eine solche Kennziffer wäre zum Beispiel das Verhältnis offener Stellen zur Arbeitslosigkeit heranzuziehen.

Dementsprechend könne er sich eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes in der jetzigen Weltwirtschaftskrise um einige wenige Monate duchaus vorstellen. „Der Übergang aus der Arbeitslosenversicherung in das Hartz IV System ist ein harter Einschnitt“, gab der Experte zu Bedenken.

diesen Artikel empfehlen
ähnliche Nachrichten
bisher 2 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. adele am 1. September 2009 um 13:24 Uhr

    Herr Franz, es wird Zeit, dass Sie Ihr Pseudo-Expertendasein an den Nagel hängen. Denn derartig populistischen Ideen sind mehr als eine Unverschämtheit den arbeitenden sowie derzeit arbeitslos werdenden Menschen gegenüber. Was verstehen Sie unter guten Zeiten,?
    Wohl die für das Unternehmertum, und glauben Sie ja nicht, dass die Unternehmen so blöd sind und freiwillig zugeben wenn es konjunkturell bessere Zeiten gibt.

    Ihre Meinung hängt sich doch nur an den Interessen der Lobby auf , in deren Gunst Sie stehen.
    Das ganze Gehabe um ALG II ist nur ein Instrument , den ohnehin arg aufgeblasenen Verwaltungsapparat noch mehr zu beanspruchen.

    Wenn Sie etwas produktives für den Arbeitsmarkt tun wollen(müssen), dann zerschlagen Sie mutig das Hartz IV-System und kehren Sie zum dreigliedrigen Tranverleistungssystem zurück: ALG I. Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe !!!
    Denn dieses seit Jahrzehnten voll funkionsfähige System haben Leute verfasst, die etwas mehr Sachverstand besaßen, als so mancher heutige Politiker und Wirtschaftsweiser.!!

    Haben Sie Mut und setzen endlich die Priorität auf das dreigliedrige System, anstatt immer nur für die Presse irgendwelche Äußerungen zu formulieren.

  2. Ossi am 2. September 2009 um 16:58 Uhr

    das wäre die abschaffung von alg 1.
    haben wir doch schon bei den ganzen nullrunden für arbeitgeber gesehen, dass es trotz plus in der arbeitnehmer geldbörse weniger wird. und die bescheidenen jobtöter 400euro jobs nehmen auch immer mehr zu.
    nun haben wir auch noch den banken und der wirtschaft steuergelder in den arsch geblasen (die konjunkturpackete 1 und 2) und wissen ganz genau das die arbeitslosenzahlen nach der wahl steigen werden, auch wenn das dementiert wird.
    und nun kommt so ein „experte“ und meint das die
    bezugsdauer des ALG I je nach wirtschaftslage höher oder geringer sein soll?

    und ab dem augenblick gehts der wirtschaft natürlich so, als das nur das geringste arbeitslosengeld 1 bezahlt werden muss…
    klar einsparungen am steuerzahler…hauptsache der boni stimmt und auf steuerzahlers kosten banken retten.

    wieder mal ein guter beweis dafür, das es hier nicht um den kleinen, dummen, steuerzahler geht.

    wie heißt das so schön“money money money must be funny in a ritsch mans world“

eigenen Kommentar hinterlassen

VGW 1247