An der Leibniz- Universität ist auch der zweite Boykottversuch gegen Studiengebühren gescheitert

500 Euro im Semester sind für viele Studenten eine große finanzielle Belastung. Genau dies ist der Betrag, denn man in Hannover mittlerweile an Studiengebühren aufbringen muss, wenn man weiter eingeschrieben bleiben möchte. Dass viele Studenten diesen Zustand inakzeptabel finden und deshalb dagegen protestieren, verwunderte wahrscheinlich nicht mal die Landesregierung selbst.

An der Leibniz- Universität in Hannover hat man nun zum zweiten Mal versucht, einen Boykott gegen die Studiengebühren zu organisieren und ist wie beim ersten Mal an der Quote von 25% der Studierenden gescheitert. Das Ganze sollte so ablaufen, dass die Studenten ihre Studiengebühren nicht an die Universität überwiesen, sondern auf ein Treuhandkonto, welches von einem Notar betreut wird.

Statt der erhofften 25% beteiligten sich jedoch nur 5%, was ungefähr 1040 Studenten entspricht. Der ASTA und das extra für die Organisation des Boykotts gegründete B- Team waren überrascht und natürlich auch enttäuscht über das niederschmetternde Ergebnis, da man diesmal unter so verheißungsvollen Voraussetzungen gestartet war. Auf einer Vollversammlung im Sommer 2007 hatten sich nämlich 60% aller Studierenden für einen Boykott ausgesprochen.

Trotz des Ergebnisses will man in Hannover weiter aktiv gegen Studiengebühren protestieren und nicht aufgeben, ehe die Studiengebühren ausgesetzt oder abgeschafft werden. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten.

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