Studiengebühren haben nicht immer die erhoffte Wirkung

In Nordrhein- Westfalen ist jetzt bekannt geworden, dass die von den Studenten entrichteten Studiengebühren bei weitem nicht immer dazu führen, dass sich die Lehre auch verbessert. An der Heine- Universität in Düsseldorf sei die Finanzlage trotz der Einnahmen durch die Gebühren sogar schlechter geworden. Die Landesregierung hat nach eigenen Angaben die Finanzmittel für die Universitäten jedoch zwischen 2005 und 2008 von 2,792 Milliarden Euro auf 2,87 Milliarden Euro aufgestockt.

Dass die Finanzdecke beispielsweise an der Heine- Uni trotzdem dünner geworden ist, kann nach Angaben der Universität vor allem damit zusammenhängen, dass die Inflation gestiegen ist und außerdem von der Regierung trotzdem Stellenkürzungen vorgenommen wurden. Insgesamt hätten die Gebühren also eher einen kompensatorischen Effekt gehabt, was allerdings grob an ihrem eigentlichen Zweck vorbeigeht, die Lehre zu verbessern.

In Hessen beschäftigt sich ein Gericht gerade mit einer Volksklage, die gegen die allgemeine Einführung von Studiengebühren eingereicht wurde. Ein Urteil hier könnte auch Signalwirkung auf andere Bundesländer haben und einer der beiden Seiten neuen Wind in die Segel setzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation entwickelt, wobei man sagen kann, dass die Argumente für Studiengebühren in der jetzigen Form langsam rar werden.

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