Arbeitnehmer zahlen für die Folgen der Wirtschaftskrise

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat den deutschen Arbeitnehmern im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DAPD ein großes Lob ausgesprochen.

Durch ihren Verzicht auf Lohn hätten die Beschäftigten etwa zur Hälfte dazu beigetragen, dass 2009 weniger Menschen ihre Arbeit verloren als zunächst befürchtet.

Der moderate Anstieg der Erwerbslosigkeit auf rund 3,5 Millionen sei nach Worten Weises eine phänomenale gesamtgesellschaftliche Leistung. Mit Hilfe der Kurzarbeit, dem Abbau von Überstunden, der Reduzierung von Wochenstunden oder auch dem Aufbau von negativen Arbeitszeitkonten habe jeder fest angestellte Arbeitnehmer durchschnitllich 50 Stunden weniger gearbeitet als 2008.

„Das muss man wissen: Die Krise wird an dieser Stelle von den Arbeitnehmern bezahlt, weil sie für diese Zeit auf Lohn verzichten“, sagte der BA-Chef. Die restlichen 50 Prozent zur Abfederung der Wirtschaftskrise gehen Weise zufolge auf das Konto vom Bund und den Arbeitgebern.

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