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ALG II Bezieher haben mit Vorurteilen zu kämpfen

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 02.08.2009 um 13:41 Uhr (Autor: sozialleistungen.info)
VGW 1122

Nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) behindern unbegründete Vorurteile in vielen Firmen noch immer die Jobsuche von Hartz IV Empfängern.

Unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II sind viele gut qualifizierte und motivierte Männer und Frauen, die bei Stellenbesetzungen eine Chance verdienen”, erklärte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Dennoch gebe es auch für diese Gruppe von Arbeitslosen trotz der aktuellen Wirtschaftskrise überraschenderweise noch genügend freie Stellen.

Heinrich Alt machte deutlich, dass Vorurteile gegenüber ALG Beziehern, wonach es sich bei dieser Personengruppe durchweg um Langzeitarbeitslose und Unqualifizierte handeln würde, unberechtigt seien. So zeigten BA-Statistiken, dass immer mehr Menschen nicht etwa wegen längerer Erwerbslosigkeit zum Hartz IV Empfänger würden, sondern weil sie wegen vorheriger Ausbildung oder zu kurzer Vorbeschäftigung keinen Anspruch auf das ALG I erworben hätten. Ferner verfüge jeder Zweite Betroffene über eine abgeschlossene Ausbildung.

Der BA-Vorstand drückte seinen Missmut darüber aus, dass so manches Unternehmen Menschen mit Hartz IV Hintergrund schon bei der Vorauswahl von Bewerbungsunterlagen aussieben würde. “Dabei zeigt es sich immer wieder: Menschen, die nach verzweifelter Suche eine Jobchance erhielten, sind oft die besten und treuesten Mitarbeiter”, machte Alt deutlich.

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22 Antworten zu “ALG II Bezieher haben mit Vorurteilen zu kämpfen”
  1. adele

    am 03.08.2009 um 15:58 Uhr

    Hallo, Herr Heinrich Alt, die BA sollte sich wieder etwas mehr auf ihr seitheriges Kerngeschäft konzentrieren: persönliche Vermittlung von Arbeitsstellen.

    Auch in den 70iger Jahren gab es Wirtschaftskrisen, doch da war das “Arbeitsamt” noch ein kompetenter und verlässlicher Partner zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern. Dies ist heute durch den Einsatz von BIZ
    zu einer kümmerlichen Pflanze verkommen.

    Es ist an der Zeit, dass sich die BA und Sie als BA-Vorstandsmitglied sich zur vornehmlichen Aufgabe
    machen nicht nur Statistiken zu verfassen, sondern vor allem umsetzungsfähige Arbeitsplatzmodelle zu entwickeln. Es genügt nicht, wenn BA und die Bundesregierung nur von den noch freien IT-Arbeitsplätzen spricht, aber die anderen Berufsbereiche ausklammert( bewusst oder unbewusst) , dies ist keine glaubwürdige Arbeitmarktpolitik sondern nur ein selektiver “Augenschlag” der genauso kurze Wirkung hat.

  2. Claudia1

    am 03.08.2009 um 23:02 Uhr

    Hallo zusammen…
    ist doch wieder mal Typisch!!
    Hartz4 = Zu Faul und zu Blöde ( ?? )
    Fakt ist aber :
    Die Menschen, die Arbeiten WOLLEN trotz Hartz4 , sind oft auch Überqualifiziert..
    Gerade WEIL sie alle Weiter/ Fortbildungsmaßnahmen schon mitgemacht haben!!
    Und was heißt es dann???
    Naja, für DIESEN Job sind SIE ÜBERQUALIFIZIERT!!
    Es ist doch SCHEISSEGAL!!!
    Man gibt den Menschen nicht den Hauch einer Chance!!!
    Es geht hier um weit aus mehr als ” nur” einen Job!
    Es geht auch um das wiedererlangen des ” Selbstwertgefühls” !!!!
    Und wie bekommt ein Hartz4 ` ler das ??
    Na, indem man ihm die Chance läßt, dieses auch zu beweisen, durch seine Arbeitskraft!
    Diese Menschen wollen Arbeiten, aber der Staat verhindert dieses!!
    Man nehme mal DIE Leute aus, die es ” TOLL” finden, Hartz4 zu bekommen, weil sie Arbeiten einfach Scheisse finden..und zu Faul sind!!
    Mein Mann WILL UNBEDINGT Arbeiten, aber :
    KEINER will ihn..
    Danke an alle Arbeitgeber!!
    Gruß,
    Claudia1

  3. am 04.08.2009 um 09:08 Uhr

    [...] ALG II Bezieher haben mit Vorurteilen zu kämpfen Nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) behindern unbegründete Vorurteile in vielen Firmen noch immer die Jobsuche von Hartz IV Empfängern. Unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II sind viele gut qualifizierte und motivierte Männer und Frauen, die bei Stellenbesetzungen eine Chance verdienen”, erklärte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Dennoch gebe es auch für diese Gruppe von Arbeitslosen trotz der aktuellen Wirtschaftskrise überraschenderweise noch genügend freie Stellen. Heinrich Alt machte deutlich, dass Vorurteile gegenüber ALG Beziehern, wonach es sich bei dieser Personengruppe durchweg um Langzeitarbeitslose und Unqualifizierte handeln würde, unberechtigt seien. So zeigten BA-Statistiken, dass immer mehr Menschen nicht etwa wegen längerer Erwerbslosigkeit zum Hartz IV Empfänger würden, sondern weil sie wegen vorheriger Ausbildung oder zu kurzer Vorbeschäftigung keinen Anspruch auf das ALG I erworben hätten. Ferner verfüge jeder Zweite Betroffene über eine abgeschlossene Ausbildung. Der BA-Vorstand drückte seinen Missmut darüber aus, dass so manches Unternehmen Menschen mit Hartz IV Hintergrund schon bei der Vorauswahl von Bewerbungsunterlagen aussieben würde. “Dabei zeigt es sich immer wieder: Menschen, die nach verzweifelter Suche eine Jobchance erhielten, sind oft die besten und treuesten Mitarbeiter”, machte Alt deutlich. Quelle: Sozialleistungen-Info [...]

  4. am 04.08.2009 um 13:41 Uhr

    Aber die Vorurteile sind doch nicht unbegründet.

    Sie haben ihre Ursache der unsäglichen Hetze von Politikern wie Schröder „Die wollen eh alle nicht“, Beck „Würden die sich rasieren, fänden sie auch Arbeit“ und Müntefering „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“

    Diese Vorurteile haben ihre Ursache in faschistischer Rhetorik, artikuliert von so genannten Volksvertretern und vertausendfacht von systemhöriger Presse, die zumeist den tatsächlichen Schmarotzern gehört.

    …und absorbiert vom denkarmen Michel, vom Untertanen, der nach oben kuscht und nach unten tritt, weil’s ja so schön einfach wäre.

  5. Volker Roth Landshut

    am 04.08.2009 um 14:00 Uhr

    das Problem sind die sogenannten Berater m, die haben KEINE Ahnung + KEINE Lust etwas zu tun
    , da wird nur das Geld verplembert, 50 € für ein internet Bewerberportal für Personen über 55 Jahre wird nicht genehmigt aber sinlose Vorstellungskosten ,die von vorn herein nichts bringen weil Anforderungsprofil und Qualifikation nicht übereinstimmen , aber Hauptsache man hat jemand einen Termin aufs Auge gedrück ,
    es gibt nur eins – SELBSTSTÄNDIGKEIT- , und auch da wird man von der ARGE beschissen beraten
    Alles Gute all meinen Zeit – und Leidensgenossen

  6. Brigitte Walther

    am 04.08.2009 um 15:27 Uhr

    Ein BRAVO und DANKE an Claudia1!
    Sie spricht mir aus der Seele. Ich bin 55 und seit langem arbeitslos, ausgenommen einer Zeitarbeits-Anstellung von 3 Monaten. Wie Claudias Mann, will auch ich wieder arbeiten, aber: Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch notierte sich der Arbeitgeber auf meinem Lebenslauf u.a. “zu alt”, obwohl das Geburtsdatum ja vorlag. (Die Unterlagen erhielt ich mit diesem Kommentar zurück). Und wie hieß es in den letzten Tagen in der Presse: Die Deutschen arbeiten mehr als der Durchschnitt (42 Stdn. und mehr = Überstunden). Hier sollten die Arbeitgeber gezwungen werden, freie Stellen auszuschreiben, und das überforderte BA wäre entsprechend entlastet. Aber der “liebe Staat” setzt sich für seine Mitbürger, die ARBEITEN WOLLEN, nicht ein. Dafür dürfen diese Menschen sehen, wie sie mit ihrem vorhandenen, knapp bemessenem Geld auskommen; denen ist das doch scheißegal. Hauptsache, deren Einkommen und die spätere Rente sind sicher. Von den Abfindungen gewisser Manager will ich gar nicht reden. Da kommt mir nicht nur die Galle hoch!
    Armes, schlechtes Deutschland; wir waren mal ein sozialer Staat! Aber heute zählt wohl nicht mehr der Mensch als solches!

  7. Sale47

    am 04.08.2009 um 16:49 Uhr

    Klasse Herr Alt,
    über die überraschenderweise offenen Stellen, aber welche sind dies?
    Meistens solche mit Hungerlöhnen oder mit zu hohen Qualitätsansprüchen.
    Nimmt man einen unter bezahlten Job nicht an, so wird man gleich auf die Schiene der Schmarotzer und Faulenzer geschoben.

    Fangen wir doch mal ganz oben an und fragen die Damen und Herren, ob Sie auch ab sofort für brutto 5,83 € oder ähnliche Beträge wie Mindestlohn weiter arbeiten würden und das nachdem Ihnen auch jegliche Rücklage genommen wurde? Besonders bei den meisten Arbeitslosen, die ihr gesamtes Vermögen bereits auf brauchen mussten.

    Sollte dies Ihre wirklich „ehrliche Einstellung zu Langzeitarbeitslosen“ sein,
    weshalb kommt es dann bei den meisten Arbeitgebern auch nicht so an?

    Weshalb unterstützt man nicht ältere arbeits-und lernwillige Leute, z.B. mit einem intensiven Englischkurs? (Leider wird nur wirtschaftsenglisch gefördert). Damit hätte mancher eine wesentlich höhere Chance auf dem Arbeitsmarkt. Hauptsache man fördert unsere fremdsprachlichen Zuwanderer in Deutsch, hier spielen die Kosten dann keine Rolle.
    Armes Deutschland!

  8. brigitte

    am 04.08.2009 um 17:36 Uhr

    als erstes frag ich mich folgendes:

    warum haben ALG II Bezieher haben mit Vorurteilen zu kämpfen?

    warum nennt man sie ALGII bezieher?

    hab mal so einen deppenbeschäftigungskurs gemacht.
    mir wurde dort vom duzenten verboten harzIV zu sagen.
    verlief ungefähr so:
    ich: warum soll ich das nicht harzIV nennen?
    er: weil es ALGII heißt.
    ich: aber warum nennt man das kind nicht beim namen?
    er: welches kind?
    ich: na harzIV.
    ich weiter: heißt es nicht der apfel fällt nicht weit vom stamm?
    er: wieso?
    ich: na der vater der harz IV rechtswiedrichkeiten, der herr harz hat sich dieses verbrechen doch ausgedacht. war der nicht selbst ein verurteilter verbrecher?
    er: es heißt alg II.
    ich: nein HARZ IV.
    ich weiter: sagen sie mal, halten sie es eigentlich für grundsätzlich ausgeschlossen, dass ihr job ist uns auszuhorchen?

  9. berlusconi

    am 04.08.2009 um 22:46 Uhr

    Seit mindestens 6 Jahren läuft nun diese, von einem Bundeskanzler propagierte mediale Hetzkampagne gegen die Ausgegrenzten und jetzt wundert sich einer der Oberindianer darüber, daß diese verfängt.
    Witzig.

  10. MD

    am 05.08.2009 um 02:27 Uhr

    Naja wenn die Ämter so effizient arbeiten würden wie nen Wirtschaftsbetrieb hätten wir sicherlich weniger Probleme! Aber wie man sieht is der Staat schon Pleite also hats nicht funktioniert… Es werden mehr Schulden gemacht. Steuererleichertungen für reiche Leute damit die in DTL bleiben…
    ALG II ist ein großer Schwindel, durch 400€ / und 1 € Jobs(Sklavenarbeit) werden die Statistiken geschöhnt.

    Das Geld reicht nicht wirklich zum leben, die meisten sind zum ungesunden Essen gezwungen, leben oft in zu kleinen Wohnungen und bekommen nahezu 0 Unterstützung um sich wieder eingliedern zu können. 5 Sinnlose Bewerbungen im Monat sind nichts wert. Auch diese ABM Kuse kann man in die Tonne treten, alles was man da wichtiges lernen kann ist in 3-6 Tagen abgehandelt, und diese ab und zu in anderer Form zu wiederholen kostet nur wieder sinnlos Steuergelder…

    Und weiterbildungsmaßnahmen werden viel zu selten bewilligt. Ausbildungsmaßnahmen werden kaum angeboten und wenn doch noch seltener Bewilligt. Die Berater und Vermittler sind schlecht geschult und oftmals haben sie die falsche einstellung zu Ihrem Job. Wie kann man einen ALG II Bezieher einen asozialen nennen? Und das vor anderen Leuten??? Alles schon passiert, es stehen nicht umsonst Wachleute in den Argen rum…
    Das System an sich hat schon soviele fehler das die Mitarbeiter oftmals schon kaum noch klar kommen BAfA/ARGE.
    Und dann noch die Leistungen kürzen wollen? Um 30%?? Das blabbeln FDP und Kanzlerin vor der Wahl aus, man sind die behämmert.
    Gerechtigkeit als deutscher in Deutschland kann man vergessen. Bald is der groll gegen die Politiker und Regierungen so groß das die leute auf die Straße gehen und das System umstürzen…
    MFG
    PS: Politiker lasst uns leben, wir haben nichts unrechtes getan!

  11. Ossi

    am 05.08.2009 um 09:28 Uhr

    politiker, sind die handlanger der wirtschaft. wer das noch nicht begriffen hat ist hat zu viel geld.

    ich weiß nicht genau was brigitte mit ihrem beitrag sagen möchte, aber warum ein verbrecher gesetze für ein rechtsstaat machen darf versteh ich auch nicht.

    man sagt ja auch, man soll nicht von sich auf andere schließen herr harz ;)

  12. data

    am 06.08.2009 um 11:19 Uhr

    ja hier jammern sie wieder die hartzIV´ler……anstatt sich endlich mal nicht nur im www einig zu sein…
    es gibt doch genug von UNS, warum nutzen wir das nicht und werden auch zu lobbyisten????????
    aber der deutsche jammert lieber und hofft…denn die hoffnung stirbt ja bekanntlich erst am schluss….

    in diesem sinne Glück Auf

  13. Sieglinde

    am 06.08.2009 um 14:25 Uhr

    Hallo,
    ich kann den Artikel aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Aufgrund meines Studiums gelte ich als überqualifiziert und bekomme weder Arbeit noch Weiterbildung. Und dann darf ich mich von verhetzten Erwerbstätigen als faul usw. verunglimpfen lassen. Ich sehe es auch so, daß man dann anderweitig aktiv sein kann, ich bin z.B. ehrenamtlich tätig und habe eine Familie gegründet (und bekomme dafür 300€ weniger als ohne Kinder). Alle fähigen und/oder ausgebildeten Menschen sollten diesem System zeigen, daß es ein Fehler war, sie auszugrenzen! Ich verschicke ja auch gern mal politische Schriften an die Arbeitgeber, von denen ich Ablehnungen kassiert habe. Was sollen sie dagegen tun, mich rauswerfen? hahaha

  14. Ossi

    am 06.08.2009 um 22:11 Uhr

    warum kämpfen eine enorme masse von unbescholtenen bürgern mit vorurteilen, wärend ein verurteilter verbrecher sogar noch einen zweiten versuch starten darf recht zu machen?

  15. Volker

    am 07.08.2009 um 07:08 Uhr

    Geht wählen und wählt die, die schon immer gegen Hartz IV waren.

    Union, SPD, FDP und andere sind nur die Handlanger der Wirtschaft (Banken, Energie-, Medien-, Pharmakonzerne usw.). Die stecken sich unser Geld in die Taschen und können doch nicht genug kriegen.

    …Hundt bellt und Merkel rennt..

    Hartz IV ist ein Verbrechen!

    und: Verbrecher sollte man nicht wählen!

  16. Globetrotter

    am 10.08.2009 um 16:55 Uhr

    Das stimmt leider. Ich kenne eine Reihe von Firmen, die selbst hochqualifizierte Bewerber, die das Pech haben, über ein Jahr arbeitslos zu sein, schon in der Vorauswahl scheitern lassen, ausser sie haben ein sehr seltenes und gesuchtes Profil, dass die bestimmte Firma gerade jetzt händeringend sucht.

  17. am 13.08.2009 um 00:01 Uhr

    [...] um 00:01 Uhr (Autor: pr) Nachdem vor wenigen Tagen die Bundesagentur für Arbeit (BA) unbegründete Vorurteile auf Seiten vieler Unternehmen gegenüber Hartz IV Empfängern anprangerte, setzt sich [...]

  18. jh60

    am 13.08.2009 um 12:30 Uhr

    Also … kleine und mittlere Unternehmen wären doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie die Suche nach Mitarbeitern wie ein “trial and error”-Spiel angehen würden, nicht wahr?

    Insofern kann man es ihnenn doch wirklich nicht verdenken, wenn sie eine Kategorie von Bewerbern eher nicht betrachten wollen. Ich seh’s doch an mir selbst: Je länger meine letzte Aktivität für einen Auftraggeber zurückliegt, auf desto mehr dumme Gedanken komme ich – da wird dann den ganzen Tag ge-emailt, geblogt, ge-facebookt, telefoniert, recherchiert etc. Wenn ich diese Art Aktivität in den nächsten Job mit hineinnehme – der nächste Boss googelt mich gelegentlich, und dann steht’s ihm auch gleich Oberkante Unterlippe. Und das sind alles noch irgendwie kommunikative Tätigkeiten. Andere ziehen sich hinter den Fernseher oder ins Schwimmbad oder wohin auch immer zurück. Hab ich nicht Recht?

    Sorry, aber ich als Auftraggeber / Arbeitgeber würde mir als Auftragnehmer / Arbeitnehmer auch keine Chance mehr geben.

  19. hansi

    am 16.08.2009 um 12:27 Uhr

    Bei dem ganzen HartzIV wird eins vergessen – Als es noch Arbeitslosenhilfe gab, wurde nicht alles in einen Topf geworfen.

    Wer nicht längere Zeit in Deutschland war und was getan hatte bekam Sozialhilfe.

    Nicht nur die Deutschen bekommen jetzt HartzIV sondern auch Asylbewerber u.a. die so oft gar nicht vermittlungsfähig sind.

    Und daran wird ein HarzIV`ler auch gemessen.

  20. hanabi

    am 17.08.2009 um 10:36 Uhr

    Moin,

    ich arbeite in so einer ARGE und kann das so auch z. Teil bestätigen.

    Die Arbeitgeber kann ich allerdings auch verstehen, wenn mir jemand auf mein Stellenangebot einen Bewerber schickt, der bis zu 50 % Zuschüsse bekommt, wenn ich ihn einstelle, na klar greife ich doch zu. Wenn ich den Bewerber dann auch noch vorher auf Kosten des Staates für den Job ausgebildet bekomme, na bitte …

    Und mit etwas Glück werde ich den dann wieder los, wenn ich ihn nicht meht brauche, kann ich nachweisen, der AN hat die Entlassung verursacht oder die Aufträge reichen nicht für eine weiter Beschäftigung muss ich nicht mal befürchten, die Zuschüsse zurück zu zahlen.

    SUPERSYSTEM!

    Sinn dieser Aktion ist es aber nicht einen SB-Markt für AG zu schaffen, sondern gerade diejenigen wieder in eine gereglte dauerhafte Arbeit zu integrieren, die nun gerade längere Zeit nicht in Arbeit waren. Es handelt sich nicht um eine Belohnung der AG sondern um eine Ausgleich dafür, dass Jemand nicht vom ersten Arbeitstag volle Leistung bringt, also mit Gewinn arbeitet und sein Einkommen aus der Leistungserbringung für den Arbeitgeber finanziert wird.

    Die Realität hat schon was von Sklavenmarkt … mich hat ein AG mal am Telefon gefragt, was er denn bekommen würde, wenn er der ARGE einen Arbeitslosen abnimmt. Habe ihm geantwortet: einen dringend benötigten Mitarbeiter für Ihr Unternehmen? War ein kurzes Gespräch …

    Finanziell ist Hartz IV m. E. ein Desaster. Am grünen Tisch geplant und die Finanzierung ausgerechnet von Leuten, die es doch besser wissen müssten.

    Wenn AG trotzdem keine Leute einstellen wollen, weil überqualifiziert oder länger aus dem Arbeitsprozess raus, kann das auch daran liegen, dass genügend andere Bewerber auf der Matte stehen. Bei Jobs, in denen ständig Neuerungen anstehen, kann ich das ohne weiteres verstehen aber nicht in Berufen in denen sich Änderungen in mehreren Jahren vollziehen.

    Wenn ich dann noch bedenke, wie viele Bewerbungen jährlich durch Hartz IV ´ler versand werden. Bsp?

    Stadt mit 80.000 Einwohnern, mit 5.000 BG, jede BG schreibt 40 Bewerbungen im Jahr, macht 200.000 Bewerbungen im Jahr (nur in dieser Stadt).
    Also erstmal auf welche Stellen und wer soll die alle lesen … von den Kosten mal abgesehen, da kommt eine Runde Million als Aufwandspauschale zusammen. Krank oder?

    Statt einzugestehen, dass der Arbeitsmarkt am Ende ist und die Arbeitslosenzahlen wesentlich höher sind als in den Medien verbreitet wird, betreibt man lieber weiter auf allen Ebenen Augenwischerei.

  21. am 17.08.2009 um 20:27 Uhr

    man was blabert Ihr hier nur herum? Hört sowieso kein Politiker! Geht endlich auf die Straße und wehrt Euch mit allen Mitteln. Nicht Einmal sondern solange bies es sich was ändert, täglich. Zeigt das Ihr das Volk seit und keine Untertanen! Zeigt endlich diese faschistische Regierung der Bundesrepublik Deutschland! Auf geht´s

  22. Ossi

    am 19.08.2009 um 17:52 Uhr

    @hanabi:

    dein beitrag auch in dem anderen thread macht dich sehr syphatisch.
    endlich mal wer der auch dem nähkästchen plaudert und zugibt das die statistiken geschönt sind.
    nur leider glaubt die große masse das nicht.
    das mit den bewerbungen ist auf der anderen seite, also als harzIV empfänger nicht wesendlich anders. man weiß schon gar nicht mehr wo man sich überhaupt noch bewerben soll.
    größten teils bekommt man die bewerbungsunterlagen nicht mal mehr zurück und oft absagen.
    meine ehemalige fallmanagerin hat mal zu mir gesagt als ich das so gesagt habe, dass ich dann einfach wieder von oben auf der liste anfangen soll…
    wenn es denn tatsächlich mal zu einem vorstellungsgespräch kommt,was wirklich selten ist, dann interessiert die meisten eigentlich nur wie lange man arbeitslos ist und es wird auch offen angesprochen, das man ja dann die zuschüsse beantragen kann.

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