Langzeitarbeitslose: Schwarz-Gelber Sparkurs zeigt Wirkung

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 03.05.2011 um 11:35 Uhr

In den ersten vier Monaten 2011 wurden 20,8 Prozent weniger Langzeitarbeitslose gefördert als noch im Vorjahreszeitraum. Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung” (SZ) unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Grund hierfür ist die Kürzung der Mittel für Qualifizierung und Förderung von Langzeitarbeitslosen durch die schwarz-gelbe Bundesregierung.

Dem Zeitungsbericht zufolge wurde insbesondere bei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie dem Programm “Jobperspektive” und der beruflichen Weiterbildung gespart. Nach Ansicht der SPD-Arbeitsmarktexpertin Anette Kramme macht die BA-Statistik deutlich, “wie gravierend sich die Kürzungspolitik der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu Lasten der Langzeitarbeitslosen auswirkt.”

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sieht im derzeitigen Konjunkturaufschwung “eine einmalig gute Chance, Langzeitarbeitslose auf dem besonders aufnahmefähigen Arbeitsmarkt unterzubringen.” Deswegen sei es falsch, die Mittel für Arbeitsmarktpolitik gerade jetzt zu kürzen.

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bisher 22 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Julchen am 3. Mai 2011 um 12:23 Uhr

    Auch so ein Quatsch. Nicht 1 einziger Langzeitarbeitsloser wurde gefördert. Keiner hat nach den bekloppten Massnahmen eine Arbeit bekommen. Höchstens eine neue, überteuerte sinnlose Massnahme.

    Lieber das Geld einsparen und richtige Berufsberater einstellen, statt überteuerte Beamte, die nach Uhrzeit arbeiten.
    Vor allem sollte man Ursula von der Leyen abschaffen, dann hats schon genug Geld gespart.

    • Hausmaus55 am 4. Mai 2011 um 20:51 Uhr

      hallo Julchen,

      genau so sieht es aus. Innerhalb von einem Jahr mind. 3 Massnahmen. Im Ergebnis wir es schwieriger für jeden “Massnahmen-Profie” einen Arbeitsplatz zu finden. Sieht sich ein Arbeitgeber die Lebensläufe an, häufig sind sie zwei, drei Seiten lang, dann ist er oder sie «hell auf begeistert». Diese Bewerbungen landen umgehend in Abteilung “P” – Papierkorb.
      Ich kenne einige Menschen, die man zum Massnahmen-Profie machen will. Sie haben Atteste vorgelegt, die einen Arbeitsplatz wegen körperlichen Einschränkungen nicht ausführen dürfen. Selbst die “Fleischbeschauer” haben das gerafft, und nehmen diese Personen nicht in ihre Leiharbeitskundenliste auf!

      hausmaus55

      • Julchen am 5. Mai 2011 um 09:47 Uhr

        Hallo Hausmaus
        seit Beginn der Agenda 2010 wurden ja gar nicht erst Vermittlungsversuche gestartet. Die haben ab sofort ( damals ) die Massnahmen angewendet. Ich war Bürokauffrau mit über 30 Jähriger Berufszeit. Man hatte mich sofort in einen Computerkurs gesteckt. *lach* Da hab ich dann 6 Wochen lang den ganzen Tag Spökes gemacht, weil ich ja ratz fatz fertig war mit dem Mist. Noten gab es dann noch von 2- 5. ( Die 1 war nicht dabei ) In diesem Kurs war alles vorhanden, was in den Berufen zu finden war. Vom Metzger bis hin zur Arzthelferin. Nun haben die Ärzte ja ganz ureigene Progamme und kein Mensch macht da was mit Excel oder sonst was. Völlig bescheuert. Ein Computerfachmann war auch dabei, der hat dann- wenn der Dozent etwas nicht erklären konnte, die Führung übernommen. Dafür hat der aber jede Menge Knete kassiert von der BA. Und dann kamen mit der Zeit eben andere Massnahmen.

        Nun bringe mal einer Bürokauffrau bei, wie man einen Brief schreibt ! *lach* ich habe dann angefangen, diese Kurse aufzumischen und Fehlerquellen zu suchen, die ich der BA ( Geschäftsführung) geschickt habe. Ich wurde dann jedesmal “raus” geholt, weil ich denen den Laden dicht gemacht hätte mit Staatsanwalt und Steuerfahndung. Dann haben sie mich, weil ich ja Rheumakrank war zu den Vertrauensärzten geschickt. Das war auch so ein Schwachsinn. Die haben immer noch die veraltete Methode eine Arbeitsfähigkeit zu prüfen.
        1.Puls messen
        2. abhorchen
        3. Gewicht und Größe
        1 x auf der Ferse stehen
        1 x auf den Zehenspitzen stehen
        1 x Gänsefüsschen laufen auf 2 m.

        *Gröööööhl* Jedenfalls haben sie dann immer von dem Hauptgutachten, das ein Orthopäde gemacht hatte und bereits vor dem Oberlandesgericht standhielt, abgeschrieben. Ich hab mich kaputt gelacht.

        Es gibt einfach nicht genügend Arbeit und das sollten die Leute mal endlich kapieren.Ich hätte auch was anderes gemacht, aber mit der Zeit wird man ja älter und dann wollte mich gar keiner mehr. Dann bin ich in Rente gegangen und kann nun machen was ich will und 400 Euro dazu behalten. Mit 65 habe ich dann meine Lebensversicherung, die vor Hartz IV elegant gerettet wurde. Es gibt immer Möglichkeiten. Diese Mist hat mich weit über 10.000 Euro gekostet, denn ich hatte ja noch Erspartes und ein Auto.

        Hartz IV habe ich immer als Entschädigung gesehen, weil die Spezies in der Politik zu blöde waren, die Auswirkungen zu erkennen. Politiker denken allenfalls 1 Wahlperiode weit- weiter packen sie es nicht.

        • Hausmaus55 am 8. Mai 2011 um 20:28 Uhr

          Hallo julchen,
          wie sich die Dinge so gleichen. Ich bin vor ein paar Monaten 100-40 Jahre jung geworden. Vor dem Sozialgericht habe ich 2 Verhandlungen erfolgreich durchgeboxt. Ein Beschluss und sogar ein Urteil. Ich habe das ohne einen Anwalt gemacht. Man hat ja Zeit; und so habe ich die wohl grösste Bibliothek, die mir zu Verfügung steht, genutzt. Ein Richter sagte mir mit zwinkerndem Auge, ich solle nicht so viel im Internet surfen – loll. Im übrigen habe ich eine Massnahme auf´s Auge gedrückt bekommen. „Überprüfung der Arbeitsfähigkeit bei Langzeitarbeitslosigkeit“ SUPERTOLL!!!!! Ein Konzept war nicht auszumachen. Ich komme auch aus der kaufmännischen Zunft. Genau wie bei Dir, «ratz fatz ferig». Ich habe meine Hilfe angeboten; sie wurde gerne angenommen. Ich kam in eine bereits laufende Massnahme. Aufgrund von Attesten war meine Anwesenheit von 8:00 bis 12:00 beschlossene Sache. Der Gruppe wurde „Stillbeschäftigung“ verordnet. Also spielten wir Karten, Scrabble und was weiss ich noch alles. Bei schönem Wetter durften wir sogar nach draussen ! Die Autos vollgepfropft und ab in Parkanlagen. Federball, Fussball oder faulenzen. So weit, so gut.
          @ Veronika; da kann ich auch noch kurz etwas zu schreiben. Ich bin Arbeitslos “Kraft Gesetzes”. Mittlerweile Langzeitarbeitslos. Irgend wann war ein neuer „Pusher“ für mich zuständig. Der brachte es dann ganz schnell auf den Punkt: Ihre Berufsausbildungen liegen schon zu lange zurück. Sie werden hier als ungelernt eingestuft! Man oh man, das hatte was. Mein Kommentar war, auch schnell auf den Punkt gebracht: Jetzt weiss ich endlich was das Wort Fallmanigment bedeutet: ein 10s freier Fall -ohne Luftwiderstand- bedeutet eine Beschleunigung bis auf ca. 350 km/h – eben ratz fatz. (-_-)

          Hausmaus 55

        • guggelmuggel46 am 20. Mai 2011 um 19:28 Uhr

          Hallo Julchen,
          du hast noch den Hörtest in 2,50m Entfernung vergessen.

      • Volker am 10. Mai 2011 um 11:08 Uhr

        Mir geht es ähnlich, ohne Sinn und Verstand werde ich von einer in die nächste MAE geschubbst. Es wäre klasse, wenn die auch mal länger gehen würden als 2 Monate (irgendwie haben die immer nur Rest-MAE’s, in die ich geschickt werde!.

  2. Streetfigther am 3. Mai 2011 um 12:59 Uhr

    Es bleibt dabei,die Frau hat Hartz IV Betroffene abgeschrieben,die Kinder gleich mit,alles andere ist nur Gelabere und Standardreden.Hartz Iv Betroffene sind für die unnützer Müll den sie nicht loswerden.also muß er so kostengünstig wie möglich verwaltet werden.
    Arbeitsplätze?Geld verdient man mit Geld rund um den Globus,Arbeitskraft ist wertlos,wenn ich schon das gejammere von den fehlenden Fachkräften höre,Akademiker,Studierte,Bauingeneure beziehen hier in diesem schönen Land Hartz IV,Fachverkäuferinnen beziehen Hartz IV.
    Dann das sinnlose Bildungspaket mit dem keiner etwas anfangen kann!Was nehmen die täglich für Drogen,das sie so weit weg von der Realität sind?
    Niemals.niemals wird es in diesem System Vollbeschäftigung geben!
    Soviel verlogenes geheuchle verbunden mit Massenverblödung ist wirklich beispiellos!

  3. MartinaBC am 3. Mai 2011 um 14:26 Uhr

    Ich bin froh darüber, denn die meisten sogenannten Förderprogramme und Trainingsmaßnahmen etc. waren absoluter Schwachsinn, wurden von unqualifiziertem Personal auf Kindergartenniveau durchgeführt und dienten nur der Abzocke der Maßnahmenträger und der Polierung der Statistiken.

  4. krummersocken am 3. Mai 2011 um 15:54 Uhr

    Da muss ich meiner Vorschreiberin recht geben. 10 Lehrgänge für Bewerbungstraining hatte ich schon absolvieren dürfen, aber einen Lehrgang wobei ich anschliessend eine Stelle bekommen hätte die wird nicht finanziert. Die Agentur für Arbeit scheint halt die Produktion von Harz IV Empfänger als Neues Programm zu haben

  5. Veronika am 3. Mai 2011 um 18:00 Uhr

    Kommentar zur Förderung:

    Ich musste zur Berufsfindung. Ich wurde als Berufsanfänger eingestuft, obwohl ich ca. 20 Jahre Berufserfahrung habe. Mir wurde erklärt, wie ich im Internet nach Stellen suchen muss. Ich habe gedacht mich tritt ein Pferd. Auch einen Test für Grundrechenarten musste ich machen. Und ich musste erläutern, warum ich arbeitslos bin und keine Arbeit habe. Dafür werden Fördermittel von der EU regelrecht verschwendet. Für 1 Tag musste ich an das andere Ende von Berlin fahren, was sich Berufsfindung nannte. In einer Stunde war ich mit der vorgegebenen Arbeit fertig. Eingeplant waren 8 Stunden. Weil meine Arbeitsvermittlerin mich als Berufsanfängerin eingestuft hatte. Ein Missverständnis??? Ich weis es nicht. Was soll man dazu noch sagen!

  6. Streetfigther am 3. Mai 2011 um 18:19 Uhr
  7. Rolf Schmid am 3. Mai 2011 um 18:24 Uhr

    Die sogenannten Kurse von der Arge ist der größte Scheiß. Da haben sich die höheren Arge-Mitarbeiter eine goldene Nase verdient. Wenn man genau hinschaut ist es klar das diese Mitarbeiter die Schulen-Kurse betreiben. Da wird halt schnell ein Name von Verwandten genommen und auf dessen Namen die Schule angemeldet. Die Kurse haben nur einen Sinn das die Arbeitslosen nich mehr als arbeitslos gelten. Da werden ehemals Selbstständige zb. Bauunternehmer, Verkaufsleiter von Versicherungen u.s.w. mit Leuten die nicht einmal die Deutsche Sprache beherschen in einen Kurs gesteckt. Da sitzen 17 Jährige mit 50zig Jährigen in einem Kurs. Die jungen Teilnemer sind mit ihrer Art mehr als störend. Solch ein Kurs sollten die besuchen die dafür das Geld bereitstellen. Sollte diese Leute ehrlich sein, dann sind diese meiner Meinung. Es sitzen zu viele Dummköpfe und Dummschwätzer an der Stelle die das Geld verteilen dürfen.

  8. Oma von 4 Enkelkindern am 4. Mai 2011 um 08:48 Uhr

    eine echte Förderung wäre es
    wenn junge Arbeitslose eine Lehrstelle gefördert bekämen, wenn Arbeitslose geziehlt in ihrem Beruf sich selbst eine Weiterbildung wählen könnten um damit auch wirklich motiviert sich zu qualifizieren.
    Wenn eine Umschulung gezahlt würde die in einem richtigen Betrieb erfolgen sollte, mit Berufschule und Prüfung zum Schluß dann hätten sowohl Unternehmer als auch Umschüler eine echte Förderung.
    Ein unabhängiger Betreuer sollte das Ganze begleiten um Missbrauch und Konflikten entgegenzuwirken.
    Hätte man diese riesen Summen für den bisherigen Unsinn in dieser Weise eingesetzt dann bräuchte man jetzt keine Fachkräfte händeringend suchen gehen dann hätten wir diese, gut ausgebildet, bereits hier bei uns.
    Die Unternehmen hätten gerne solche Umschüler und Lehrlinge genommen, denke ich.
    Es wären ihnen ja keine Kosten entstanden.
    Das hat die Politik sträflich versäumt, sie wollten lediglich “Strafmassnahmen” für Arbeitslose fördern, wie dumm und kurzsichtig das ist, dafür bekommen wir jetzt die Quittung.
    Was bisher in diesen Regeln für Weiterbildung beschlossen wurde zeugt von kleingeistigen dummen Politikern die nicht fähig sind die Tragweite iher Entscheidungen für die Zukunft unseres Landes einzuschätzen.
    Wären sie fähig, strategisch in die Zukunft für unser Land zu denken
    dann hätten wir jetzt KEINEN Fachkräftemangel!
    Die Richtlinien der bisherigen Politik haben das zu verantworten wo wir jetzt stehen.
    Nicht die Nummer der Arbeitslosenzahlen sind der Pegel für politischen Erfolg.
    Nein, das nachhaltige Potential von Fachkräften, das ist es was unsere Wirtschaft sichert.
    Und diese Förderung zur Fachkraft, die wurde völlig versäumt.
    Dafür hat man dann Unsummen in dubiose Vermittlungsagenturen und Bewerbungstrainings verpulvert.

    • Streetfigther am 4. Mai 2011 um 18:26 Uhr

      Oma von 4 Enkelkindern am 4. Mai 2011 um 08:48 Uhr
      stimmt,ich binn mal gespannt wie lange es braucht bis man begriffen hat,das die Kinderfrau in Wirklichkeit Betroffene abgeschrieben hat und an einer lösung der Probleme nicht interressiert ist.
      Nicht nur sie weiß,das es diese Armut schon immer gab,das Hartz IV voll versagt,und es nur dazu dient prekäre Arbeitsverhältnisse zu schaffen.
      Bin ich froh das ich schon ganz kurz vor dem 60.Lebensjahr binn,ein Jugendlicher hat da kaum eine Perspektieve weil sie nur mit Geld Geld verdienen und die Arbeit nichts mehr wert ist.
      Dafür haben wir ja das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.
      Eines Tages bleiben die auf ihrer ganzen Überproduktion sitzen weil nur 3 Leute in der BRD Geld haben und der Rest garnichts mehr.Ein bischen übertrieben,aber Gier hat keine Grenzen.

    • Hausmaus55 am 12. Mai 2011 um 17:59 Uhr

      Hallo Oma von 4 Enkelkindern
      Wo haben wir einen Fachkräftemangel. Es ist, wie so oft, ein schmutziges Spiel unserer Regierenden! Dem Volk muss Angst gemacht werden, sonst fangen grosse Schichten der Bevölkerung darüber nach zu denken, was denn unsere Regierende alles so tun und machen. Erinnere Dich mal. Was hatten wir denn alles in den letzten Jahren?: Waldsterben, Feinstaub, Ozonloch, Fachkräftemangel und jetzt Topp Aktuell: Die “giftigen” Nobelkarossen der oberen 10tausend. Dazu zählt auch der Fahrzeugpark der Ministerien. wau! Eine neu anberaumten Studie soll es herausbekommen. Da brauchen wir nicht Propheten sein, was diese Studie zu Tage im Ergebnis zeigen wird. Ein Blick auf die technischen Daten, gerade dieser Nobelkarossen, und wir finden die Verbrauchswerte (Benzinverbrauch und CO2-Emission). Mein kleiner Fiesta Technic ist mit seinen 70 PS eine Dreckschleuder was Verbrauch und Emission-Werte angeht.
      Die grossen Firmen, “besorgen” sich ihren Nachwuchs (knapp 80 %) von Universitäten. Unsere Exzellenz-Unis haben
      weltweit höchste Anerkennung. So kommt es, dass Studierende aus dem Ausland kommen, damit sie eine qualitativ hohe Ausbildung bekommen. Waldsterben: Es hat sich gezeigt, dass es gar nicht so viele Bäume gab, die im ges. Ländle gepflanzt wurden, die “erkranken” konnten. Feinstaub: weg! Die Ingenieure sind schlau, auch sie sind Fachkräfte, sie haben gerade für die Dieselautos, erstklassige Katalysatoren entwickelt. Das Beste kommt zum Schluss: Ozonloch über Deutschland! Drei Tage sollten wir uns nicht ungeschützt der Sonne zum «Braten» aussetzen. Nach 3 Tagen durften wir wieder, wo, bitte ist das Ozonloch hin, wo ist esgeblieben?
      Wenn ich mir den gequirlten Mist unserer Regierenden, die offensichtlich nur eine graue Zelle da oben unter der Hirnrinde haben, und sie raucht stark, weil sie ständig Überstunden machen muss, dann komme ich zu der Erkenntnis, das diese Menschen zu erst eine gezielte Schulung, Umschulung etc. bekommen müssen, auch das ist lebenslanges Lernen!
      Etwas weit ausgeholt, doch eins passt an das andere.

      beste Grüsse
      Hausmaus55

  9. adele am 4. Mai 2011 um 13:16 Uhr

    Leute, die von der ARGE und Co. sind selbst in einem Förderprogramm untergebracht, weil es aber teilweise Beamte sind, sieht das derzeit gültige Beamtenrecht nicht vor, übergezahlte, leistungsunwillige Leute aus ihren Reihen zu entlassen.

    Es wäre aber ein Schritt in die richtige Richtung, damit wieder effizient in den Amtsstuben gearbeitet und Leistung erbracht wird, für die es sich lohnt eine ordentliche Bezahlung durchzuführen.
    Auch in der Bundesregierung ist es zwingend notwendig ca, 300 Beamte zu entlassen. Amerika kommt mit der Hälfte an Mitarbeitern aus, und ist ein vielfaches größer als unser Popelstaat mit Politikern, die Selbstbedinungsmentalität für Arbeit halten.

  10. uwetammen am 10. Mai 2011 um 21:59 Uhr

    die wenigsten arge mitarbeiter sind beamte, höchsten die, die heute die vierzig überschritten haben, oder eben den verwaltungsabschluss II haben.
    in der arge sitzen die, die man aus irgendwelchen gründen aus anderen bereichen rausbugsieren wollte.
    es ist bekannt, dass nur die, die stahlnerven haben, in der arge überleben.
    der rest dieser bagarsch geht irgendwann dann schon freiwillig in den mutterschutz oder lässt sich in ein anderes amt, im anderen kreis versetzen.
    uns wurde in der umschulung zum verwaltungsfachwirt / -angestellten I gesagt, dass mit BT 6 / 7 uns ein platz in der arge sicher ist.
    schlimmist auch, das eigentlich die älteren mehr verständniss aufbringen alsdie jungen mitarbeiterInnen und es eher die jungen MitarbeiterInnen sind, die glauben den “herrgott” im amt spielen zukönnen, damit sie alsbald aus der srge in ein anderes amt geholt werden.
    als dann …
    die frage stelle sich nur wie lange wir das als rehabilitanten (umschüler der DRV) das durchhalten würden.

    • Hausmaus 55 am 12. Mai 2011 um 20:32 Uhr

      Hallo uwetammen,
      es ist doch ganz natürlich, dass die älteren mehr Verständnis haben. Ich denke, das liegt an jede Menge Lebenserfahrung.
      Doch jetzt was ganz anderes, was mich beunruhigt: “Der Beamte ist zur Loyalität gegenüber seinem Dienstherrn verpflichtet. Er hat dementsprechend Gehorsam und Zurückhaltung gegenüber seinem Vorgesetzten auch dann zu wahren, wenn er mit den getroffenen Entscheidungen nicht einverstanden ist”. Ich denke, Du kennst diese Sätze aus dem Dienstrecht eines Beamten.
      Und diese Situation sorgt für etwas Stress bei mir. Ich wohne in einer der Optionskommunen. Und dieser vorauseilender Gehorsam ist mir bei mehreren Anlässen aufgefallen. Hier liegt doch eindeutig ein Interessenkonflikt vor; wie es in der Anwaltssprache oft genannt wird. Ehrlich ich habe wirklich ein ungutes Gefühl bei dieser Situation.

      Hausmaus55

      • uwetam am 21. Mai 2011 um 09:19 Uhr

        “Der Beamte ist zur Loyalität gegenüber seinem Dienstherrn verpflichtet. Er hat dementsprechend Gehorsam und Zurückhaltung gegenüber seinem Vorgesetzten auch dann zu wahren, wenn er mit den getroffenen Entscheidungen nicht einverstanden ist”. > Haus maus, es gibt eindeutige richtlinien des bürgermeisters, die eingehalten werden müssen.

        Loyalität gegenüber einem dienstherrn gibt es auf dem papier, der handlungsspielraum, ab wann ein sachbearbeiter etwas kritisieren, in frage stellen oder misstrauisch werden darf, bleibt ihm überlassen.

        einige sehen in jedem antrasgsteller nur das schlechte, andere waren vorher gutmütig und wurden verarscht, andere wiederum haben eigene verwandte die hartz 4 beziehen und letztendlich gibt es die, die heimlich gegen die dienstanweisungen arbeiten.

        ihr glaubt nicht, wieviele sachbearbeiter darunter leiden, dass evtl. das gegenüber im büro, den anderen ausspioniert um diesen anzuschwärzen.

        es ist in den amtsstuben wie früher bei den nazis / der stasi.

        ich habe solche situationen zu hören bekommen, als ich mein praktikum machte.

        keiner traut den anderen, trinkt aber mit diesem kaffee und lächelt.

  11. Little Lolfi am 12. Mai 2011 um 19:14 Uhr

    In der eigenen Familie habe ich es erlebt, daß jungen Menschen, die arbeiten wollten, davon abgeraten wurde, sich selbstständig zu machen. Warum wohl? Wenn die Arbeitslosigkeit unter die zwei Millionengrenze fällt, ist der Arbeitsplatz von vielen ARGE-Schergen gefährdet; denn das „Verwaltungspersonal“ könnte um fünfzig bis fünfundsiebzig gekürzt werden. Die kämpfen mit Händen und Füßen um ihren eigenen, bequemen Sessel. Stell´ dir mal vor, die müssten sich von ihren ehemaligen „Kollegen“ in Maßnahmen vermitteln lassen! (Haben ja nichts handfestes gelernt.) Das ist dann deshalb notwendig, damit die Arbeitslosenzahlen nicht wieder in die Höhe schnellen. : – ))
    R. H.

    • Hausmaus 55 am 13. Mai 2011 um 21:34 Uhr

      grüss Dich Little Lolfi , bei meiner Massnahme (s.o.) wurde gemeinsam mit einer Kursteilnehmerin eine Bewerbung als Raumpflegerin zusammengetüftelt. Die Gehaltsvorstellung wurde von der Dozentin auf 16,00 Euro angesetzt. Ich sehe es genau so wie Du. Hier wird auch bewusst darauf hingearbeitet, dass diese Teilnehmerin weiter in den Vermittlungswahnsinn gerät. Ich habe einem Dozenten, dessen Unterrichtsart und -weise und ihn als Mensch nicht ab konnte, vor versammelter Mannschaft ins Gesicht gesagt, wenn wir nicht wären, dann hat er auch keinen Job mehr. Wir sehen wir uns als Arbeitssuchende wieder. Antwort des “Prophilneurotikers” kam postwendend; das wird wohl nie passieren. Diesem Ignoranten wünsche ich alles Schleche!

      Hausmaus 55

      • Little Lolfi am 16. Mai 2011 um 20:18 Uhr

        @ Hausmaus am 13. Mai 2011 um 21:34 Uhr
        Glückwunsch! Du hast genau erfasst, worum es geht. Halte die kleinen klein; dann bist Du der “Große”.
        M f g R. H.

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