Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 05.07.2011 um 13:31 Uhr

Kindergeld: ab 2012 entfällt die Einkommensgrenze

Aufgrund des vom Bundestag beschlossenen Steuervereinfachungsgesetzes 2011 entfällt ab dem Jahr 2012 die bisherige Einkommensgrenze beim Kindergeld. Aktuell können lediglich Einkünfte in Höhe von 8.004 Euro pro Jahr (zzgl. Werbungskosten und Sozialversicherungsbeiträge) bezogen werden, ohne den Anspruch auf Kindergeld zu verlieren.

Zukünftig ist eine Erwerbstätigkeit bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung oder des Erststudiums außer Betracht. Im Anschluss daran wird davon ausgegangen, dass das Kind in der Lage ist sich selbst zu unterhalten und dementsprechend kein Kindergeld mehr gezahlt. Dies Vermutung kann jedoch widerlegt werden, beispielsweise dann, wenn sich das Kind in einer weiteren Ausbildung befindet.

Der Kindergeldanspruch entfällt jedoch, wenn das Kind einer Erwerbstätigkeit nachgeht, deren regelmäßige Arbeitszeit 20 Stunden pro Woche überschreitet, ohne dass sich hierbei nicht um ein Ausbildungsdienstverhältnis oder eine geringfügige Beschäftigung handelt.

Der Wegfall der Einkommensgrenze führt zu einer Verringerung des Aufwandes für Nachweise und Prüfungen sowohl für Familien als auch für die Verwaltung. Profitieren werden neben Eltern von Kindern mit Erwerbseinkommen insbesondere auch Eltern, deren Kindern hohe Einkünfte aus Geldanlagen oder Vermietungen erzielen.

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bisher 20 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Flynn64 am 5. Juli 2011 um 14:53 Uhr

    An und für sich ist das ja eine gute Sache, aber auch hier sieht man wieder ganz klar, dass dort wo Geld so oder so schon reichlich vorhanden ist, noch mehr Geld hinzukommt. Anders kann man das nicht erklären. Man stelle sich vor, da verdient ein junger Erwachsener (unter 25 Jahre) reichlich Geld, bezieht dann auch noch die aktuellen 184 Euro Kindergeld und ein Hartz IV Kind bekommt dieses Geld als Einkommen in voller Höhe angerechnet, so dass dass Kind bzw. seine Eltern weniger Anspruch auf H4 haben. Ich liebe diese scheinheilige Gerechtigkeit, wo Geldsäcke noch mehr Geld in den Hintern geschoben bekommen.

    TOLL!

    • Julchen am 6. Juli 2011 um 14:01 Uhr

      klaro, sind doch alles Wählerstimmen! Der Wahlkampf ist doch schon in vollem Gange, nach den Blamagen von schwarz/gelb wird nun über die Kinder geködert.

      Ich frag mich nur wo es hinführt, wenn man den armen Kindern/Eltern jede Basis nimmt. Ist doch genauso wie mit dem Elterngeld, wer hat- bekommt, wer nichts hat- bekommt noch weniger.

    • K am 25. November 2011 um 12:51 Uhr

      Man sollte nicht immer davon ausgehen, dass alle Eltern ihre Kinder, welche studieren, auch unterstützen. Und wenn man dann als Student in eine eigene Wohnung ziehen muss, für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen muss und man dann auch noch in Bayern lebt (wo man schön 400 euro pro semester studiengebühren zahlen muss) ist es wohl doch gerecht, so viel verdienen zu dürfen, dass man über die runden kommt und man sich auch vielleicht mal was schönes kaufen kann. Und außerdem kann man ja als Student auch nicht Vollzeit arbeiten, da man ja schließlich auch noch in die Vorlesungen gehen muss und lernen. Deswegen finde ich ist das eine super Sache, dass man nicht auf jeden Cent schauen muss, nur weil man sich weiterbilden möchte.

    • Anonymer A******** am 30. November 2011 um 23:08 Uhr

      Flynne64@ Das hat Sinn und Zweck!

      Menschen gehen jeden arbeiten und am Ende verdienen Sie so viel wie eine Hartz4 Familie fürs nichts tun bekommen.Das ist in meinen Augen auch nicht fair !

      Warum sollten Menschen,die nicht arbeiten gehen mehr Geld haben als jemand,der arbeiten geht?
      Wenn einer mehr Geld hat als ein Hartz4 Empfänger,dann auch nur,weil er sein Arsch aufreizt und arbeiten geht.

      Weißt du was Hartz4 überhaupt ist? Die Hilfe vom Staat soll nur fürs Nötigste da sein.Wenn du Luxux haben willst,dann gehe arbeiten.Hartz4 ist nur da,wenn du Probleme oder deine Arbeit verloren hast und die Zeit überbrücken sollst zur nächsten Arbeit.Aber einige lehnen sich zurück und wollen nicht mehr arbeiten und willst du wissen warum ?
      Weil sie genung bekommen um zu Haue eier zu schauckeln.Warum sollte,dann ein Hartzie arbeiten gehen,wenn er so viel verdient,wie einer der arbeiten geht.

      • Valentin Stein am 27. Oktober 2012 um 16:50 Uhr

        grundsätzlich sollte man sich folgendes in erinnerung rufen und dies gilt für alle Beziehungen zwischem dem Einwohner eines Landes und seiner jeweiligen Regierung:

        Der Bürger gibt einen Teil seiner Souveranität auf, dafür garantiert der Staat (Regierung) dem jeweiligen Bürger ein menschenwürdiges Dasein.

        Wir von einer Seite diese inoffizielle Vereinbarung gebrochen, bricht die Gesellschaft über kurz oder labng auseinander.

        Kann man sehr schön in anderen Ländern (meistens korrupte dritte Weltländer) beobachten.

        Da der Einwohner eines Landes in seiner Souveranität eingeschränkt ist, kann er nicht einfach autark für sich sorgen.

        Dafür muss dann der Staat (Regierung) eintreten.

        Wenn er dies nicht leistet sollte der Bürger seinen Personalausweis abgeben und seine Souveranität wieder selbst in die Hand nehmen. Dann würde der Staat schnell merken, was Sache ist. Das wäre dann nämlich das Ende der Zivielgesellschaft. Und diejenigen, die eben von dieser Zivilgesellschaft profitieren. würden sich wünschen schnell wieder zu dieser zurückkehren zu können und dafür jeden Preis zu zahlen. Denn alles Andere führt zu Chaos, Gewalt und Untergang.

        Zusammengefasst: Lieber Geld für Staatgeschädige (Harz IV Bezieher etc) zu zahlen, die durch Versagen des Staates keine Einnahme erzielen können, als soziale Unruhen, Gewald und Chaos.

        Noch besser: Der Staat (Regierung) käme seinen Verplichtungen nach.

    • DanielBW am 14. Dezember 2011 um 22:16 Uhr

      Man sollte das nicht nur von einem Blickwinkel aus Betrachten, sondern aus möglichst vielen verschiedenen… Außerdem: Für „Hartzer“ ÄNDERT sich nicht viel, nur das er profitiert davon, GENAU SO wie ein junger erwachsener u 25 als Azubi. Wie gesagt der Aufwand für alle Beteiligten ist viel geringer was nachweise und Prüfungen und verwaltung und genehmigungen und so betrifft. Und glaub mir ich weiß wovon ich rede, ich habe über 7 Monate dafür GEKÄMPFT das ich endlich mein mir zustehendes Kindergeld samt rückzahlung bekomme!

      Dank dieser Änderung kann ich neben meiner Ausbildung auch einen Nebenjob machen den ich dringend brauche um über die Runden zu kommen. Die neue Regelung bewahrt viele die erst später eine Ausbildung machen WOLLEN (Spätzünder), davor ENDGÜLTIG eine traurige Zukunft als Zeitarbeiter zu fristen, da man allein mit der Ausbildungsvergütung meist nicht über die Runden kommt und die Möglichkeit eine Ausbildung nachzuholen so nur schwierig/gar nicht möglich war.

      Die Einstellung die hier an den Tag gelegt wird kommt niemandem zu gute, weder dir noch deinen Mitmenschen. Schwarzseher die an ALLEM nur immer was auszusetzen haben machen die Welt dadurch AUCH NICHT besser, im Gegenteil, sogar schlechter. Also: Immer versuchen das Positive zu sehen und Dankbar sein wenn man etwas Positives gefunden hat!!!

    • udo am 17. Mai 2012 um 15:52 Uhr

      moin
      da jeder bürger wählen kann der 18 jahre ist würde ich mit meiner stimme wählen gehen und dielinke wählen die in den bundestag druck machen ,jetzt sagt ein jeder mit meiner stimme kann ich nichts bewirken das ist falsch wenn jeder so denk bei 100000 stimmen sieht das schon anders aus also geht wählen und ihr könnt was ändern

  2. Isabhb am 6. Juli 2011 um 12:37 Uhr

    Sehr guter Beitrag… genauso sieht es aus!!!
    Mein Sohn hat seinen Realschulabschluss mit 1,6 gemacht. Nun will er sein technisches Abi machen, wie ich ihn da unterstützen kann, weiß ich allerdings nicht. Das Kindergeld sollte wie bei allen anderen auch anrechnungsfrei sein! Find mal einen Schüler-Nebenjob wo man nur 100 € im Monat verdienen kann. Außerdem ist er noch 16 J, und überall wo man fragt: Nein erst ab 18 Jahren!!!
    Gruß

  3. Julchen am 6. Juli 2011 um 18:53 Uhr

    Isabhb
    ich weiss nicht in welchem Bundesland Du lebst, aber schau mal, vielleicht findest Du hier was.

    http://www.google.de/#sclient=psy&hl=de&source=hp&q=technisches+Abi&aq=f&aqi=g1g-v3&aql=&oq=&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&fp=3c1b6c4972dcd333&biw=1280&bih=844

    Hast Du Dich mal bei den Lehrern von Deinem Sohn erkundigt, die kennen doch meist auch Gymnasiallehrer oder wissen, was man tun kann.
    Wenn er wirklich 2 Jahre warten muss, kann er vielleicht erstmal 1 Jahr ein Praktikum machen in einem Industriebetrieb – in dem Bereich was er später mal machen will.
    Die Solartechnik ist ja am boomen, wie wärs denn damit?

    • Isabhb am 7. Juli 2011 um 12:37 Uhr

      Danke Julchen, wir leben in Schleswig Holstein. Die Lehrer wissen auch nix oder wollen nix weitergeben, man wird nur blöd belächelt und schon ist man abgestempelt. Bei meinem Sohn geht es schon um Informatik, aber in welcher Richtung ist noch nicht ganz ausgereift.
      In meinem Umfeld gibt es überall 2 Elternteile, die den Kindern vieles rmöglichen können. Ich kann ja schließlich nix dafür, dass der Vater tötlich verunglückte und wir keine Halbweisenrente bekommen weil 1 Monatsbeitrag fehlte. Dass man nun als abschaum (nötiger ernst) abgestempelt wird ist echt das allerletzte! Bei solchen Leuten sind sicher ausländer und schwerverbrecher besser gestellt! Solche verbitterten MITBÜRGER haben ganz offensichtlich ein herzloses, verhasstes Gemüt, welches ihr Leben mit Sicherheit behindert und das wesentliche, was zählt, verloren ging. Nämlich Menschlichkeit!
      Dieser Typ könnte einem leidtun. Tut er mir aber nicht, der wird auch seine Strafe kriegen und früher oder später in der Hölle enden!
      :-)

  4. Nötiger, Ernst am 6. Juli 2011 um 23:35 Uhr

    @ Julchen: Bitte red´nicht von Wählerstimme und anstehenden Wahlen, denn die H4- Empfänger sind leider nicht in der Lage und uneinig willens, das Riesenpotential ihrer gesamten Stimmen denjenigen zu geben, die sich für sie einsetzen würden.

    H4-EMpfänger sind einfach nur unmündiges Stimmvieh und Revolutionen gab es in Frankreich, Punkt – Basta !

    • Julchen am 7. Juli 2011 um 12:15 Uhr

      @ Nötiger Ernst
      Die Wählerstimmen, die ich hier meinte, sind die der CDU/FDP. Die wollen ja auf nichts verzichten.

      Was die Wählerstimmen der H4-Empfänger angeht, da stimme ich zu. Ich behaupte auch, das sind die aus der früheren Sozialhilfe, die da schon den Hintern ( Hintern kann man doch sagen? ) nicht hochbekommen haben, das ist ja das Elend. Auch viele Rentner fallen weg, weil sie es mittlerweile als sinnlos erachten.

      Ich hoffe dennoch, das viele sich endlich klar machen, das sie mit ihrer Ignoranz alles nur noch schlimmer machen. Die einfachen Berufstätigen, der kleine Mann- sollte auch endlich umdenken.

  5. Halo am 11. Juli 2011 um 22:22 Uhr

    also ob man reich ist, wenn man knapp über die grenze kommt wage ich zu bezweifeln. ich selber musste während meiner ausbildung täglich mit dem auto 100 km fahren, was ziemlich ins geld ging. wenn man noch dazu eine kleine wohnung hat um die ausblidung wahrnehmen zu können, ist die grenze nun wirklich nicht hoch gesetzt! wenn man als elternteil nicht viel verdient/ hartz 4 bekommt, dann kann einem kind doch nix besseres passieren- hoher bafögsatz lässt grüßen.

  6. xyz am 12. Juli 2011 um 18:01 Uhr

    Hallo,
    ich wunder mich gerade ein wenig über diesen Beitrag hier vom 5.7.2011. Ich habe gerade im Internet nach Infos zum Steuervereinfachungsgesetz gesucht (wo ja die Aufhebung der Kindergeldgrenze enthalten ist). Allerdings ist dieses doch seit Freitag, den 8.7.2011 durch den Bundesrat gestoppt worden!? Und somit ist doch diese Grenze auch nicht aufgehoben oder sehe ich das falsch?

  7. ammila am 14. Juli 2011 um 08:19 Uhr

    Richtig so: Warum sollen immer die Bestraft werden, die sich um eine gute Ausbildung kümmern und dann auch tatsächlich Geld verdienen?

  8. Brasil am 11. Januar 2012 um 20:09 Uhr

    Habt Ihr auch mal die Kehrseite gesehen? Also im Prinzip finde ich die Neuregelung gut, aber unser Sohn ist ausbildungssuchend in einer Zeitarbeitsfirma tätig. Deshalb ist er nicht beim „A-Amt“ gemeldet weil er ja arbeitet. Dies tut er ja nur um überhaupt was zu verdienen und es macht sich auch in einer Bewerbung besser aus einem bestehendem Arbeitsverhältnis herraus(abgesehen das alle immer unbezahlte Praktika anbieten um eine kurzfristige Auftragslage zu bewältigen, die er jetzt nun mal nicht machen kann, das würde eine Sperre nach sich ziehen). Das schlimme dabei ist das er somit keinen Nachweis vom Amt hat das er ausbildungssuchend ist! Somit ist er auch aus unserer BG heraus und wir müssen mit weniger klarkommen. Ja ich weiß er sollte was abgeben, aber solange wir das schaffen gönnen wir Ihm das. Wie soll er sonst ein einigermaßen vernünftiges Kfz erwerben um arbeiten zu können. Er bzw. wir werden jetzt also dafür bestraft das er arbeiten geht, den Kindergeld wird es wohl nicht geben, obwohl ich das nicht genau weiß. Wäre aber auch egal den als Hartzer(ungewollt durch meine Krankheit) würde dies sowieso angerechnet. Geht also von einem Topf in den anderen. Die sich damit nicht auskennen glauben man könne sich aussuchen ob man arbeiten will oder H4 bezieht. Dem ist nicht so. Und Kindergeld bzw. Elterngeld gibt es auch nicht zusätzlich. Des weiteren stehen heute noch ein Drittel der Hauptschulabgänger von vor drei Jahren auf der Strasse weil es an Arbeitsplätzen fehlt. Woher soll den dann Nachwuchs kommen?? Gott sei Dank fällt das nicht auf den die sind entweder in einer Maßnahme oder Hartzer. Beides taucht in der Arbeitslosenstatistik nicht auf. So kann man die Arbeitslosenzahlen schönen und erhält dafür auch noch Wählerstimmen von den anderen. Armes Deutschland(und nicht nur die).

    • gast am 21. Januar 2012 um 12:50 Uhr

      Die Registrierung bei der BA als ausbildungsplatzsuchend ist nicht erforderlich, wenn durch Vorlage von Bewerbungskopien, ggf. Mail-Eingangsbestätigungen und Absagen die Suche nach einer Ausbildungsstelle anderweitig nachgewiesen werden kann. Ohne berufsqualifizierenden Erstabschluß (Gesellenbrief) kann das Kind beispielsweise den Realschulabschluß nachholen und dabei arbeiten und verdienen soviel es will. Selbst mit Gesellenbrief ist eine geringfügige Beschäftigung, ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis und ein Job bis 20 Wochenstunden (vertragliche Arbeitszeit) unschädlich.
      Ein Bewerbungsschreiben z.B. bei einer Fachschule wird man als Kind ja wohl noch auf die Reihe bekommen. Schon klappts mit dem Kindergeld.

      Die Regelung ist also für alle einfacher und damit besser.

  9. Markus am 21. Mai 2012 um 09:38 Uhr

    hallo zusammen. Habe ich das jetzt richtig verstanden: Unsere Tochter macht eine Ausbildung und das Kindergeld ist weggefallen weil sie mehr als 8.004 Euro Geld pro Jahr in ihrer Ausbildung bekam. Ich kann also wieder Kindergeld beantragen da die Einkommensgrenzen weggefallen sind. Richtig ?

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