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Viele Geringverdiener nehmen kein aufstockendes ALG II in Anspruch

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 06.03.2010 um 23:29 Uhr

Nach Erkenntnissen des Hans-Böckler-Instituts (HBSt) verzichten 500.000 der insgesamt 900.000 Geringverdiener trotz Rechtsanspruch auf ergänzende Hartz IV Leistungen.

Hauptursache hierfür sei neben fehlendem Wissen über möglich Ansprüche auch Scham, durch den Bezug des ALG II stigmatisiert zu werden. Darüber hinaus bestehe eine Scheu, sich mit dem komplizierten Antragsverfahren zu befassen.

Die Verantwortlichen der HBSt-Studie griffen bei ihren Berechnungen auf Daten des Sozioökonomischen Panels zurück. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Befragung von circa 23.000 Personen in 11.000 Privathaushalten.

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bisher 21 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Sieglinde am 9. März 2010 um 09:24 Uhr

    Das stimmt, ich kenne jemanden, der sich monatelang um die Beantragung gedrückt hat, bis er wirklich völlig überschuldet mit der Miete drei Monate im Rückstand war. Er dachte immer, er hätte HartzIV nicht nötig. Vielleicht brauchen noch mehr Deutsche diese erniedrigende Erfahrung, daß sie es doch nötig haben, damit sie mal nachdenken, was das für ein System ist, in dem sie ohne Verschulden arm werden.

  2. Küstenkerl am 9. März 2010 um 17:35 Uhr

    40 Stunden Wochenarbeitszeit, netto 1.070,00 Euro bei Steuerklasse 3 ohne Kinder. Wer bietet weniger. Oder einen besser bezahlten Job im Nordwesten der Republik?

    • Thomas am 20. März 2011 um 18:42 Uhr

      Ich kann das toppen. Bei Steuerklasse 1- 40 Wochenstunden, Fahrtkosten die ich selbst zu tragen habe ca. 200 € im Monat. Bekomme ich 915 € auf die Hand. Unterhaltskosten wie Reperaturen am Auto sind da nicht mitgerechnet, bzw. Rücklagen für Neukauf irgendwann einmal. Ich bin gelernter Industriekaufmann und arbeite im kaufm. Bereich.

  3. Geli am 9. März 2010 um 18:13 Uhr

    Wusstet Ihr eigentlich schon, daß arbeiten gegen Armut hilft?

    • Thomas am 20. März 2011 um 18:44 Uhr

      auf Dich A…. haben wir gewartet. Wo warst du die ganze Zeit, um uns an Deinem Wissen teilhaben zu lassen.

    • hasi am 18. Januar 2012 um 00:57 Uhr

      von wo kommst du denn? wer die kommentare lese kann ist klar im vorteil. ich fasse es nicht das es noch menschen gibt die so hirnrissige kommentare abgeben.

  4. Julchen am 10. März 2010 um 17:18 Uhr

    Nee, wär ich nun nicht drauf gekommen.

  5. Gisi am 10. März 2010 um 21:11 Uhr

    Super Geli danke!!!
    wieder mal eine, die die Bedürftigen in einen Topf wirft.
    Es gibt genug Leute die sich trotz chronischer Krankheit auf die Arbeit schleppen.

  6. KK am 11. März 2010 um 22:22 Uhr

    @Küstenkerl,
    … ja ich, letztes Jahr saisonale Tätigkeit–>50 h/Woche ohne freien Tag–>monatlich ca. 650,00 € Netto. Wahnsinns Verdienst was– dafür lange Schulterbeschwerden, schmerzen ohne Ende. War froh als die Saison vorbei war.WER soll da noch ohne Aufstockung überleben können?
    Diese Ausbeutung kommt für mich nicht mehr in die TÜte, obwohl der Job viel Spaß gemacht hat. Kaputtmalochen nur wegen dem “Spaßfaktor” – nein danke.

    @Geli…ist wohl NEU hier. Wusstest du eigentlich, dass man durch schlecht bezahlte Arbeit in Armut sinken kann? ..ist nicht persönlich gemeint, aber du scheinst Superverdiener zu sein.
    Ab und ZU verlaufen die sich in diesen Forum und bemerken nicht um was es geht.Sorry!

    Wünsche allen einen segensreichen Abend und Traum von einen gut bezahlten Job.

    Das haben wir uns ja verdient…oder nicht?

  7. ruth am 12. März 2010 um 19:00 Uhr

    schade, das es immer noch so “unqualifizierte” Einträge wie zB von Geli gibt.Denn es soll tatsächlich auch Menschen in diesem Lande geben, die arbeiten wollen und lange dieses “System” mitfinanziert haben um jetzt unverschuldet, dem Staat auf “der Tasche zu liegen” und sich genau so etwas “ziehen” zu müssen,…..trotz intensiver Bemühungen keine Arbeit bekommen….

  8. Julchen am 14. März 2010 um 17:00 Uhr

    Es gibt so unendlich viele “Gelis” – denen wünsche ich nur, dass sie selbst irgendwann und irgendwie “dran” kommen. Das Schicksal kann ja manchmal sehr großzügig sein.
    Mehr will ich zu solchen Leuten gar nicht mehr sagen, sonst überkommt mich mein Ekel noch mehr-und der ist nun wirklich bei ALG II groß genug.

  9. Hardy am 15. März 2010 um 09:51 Uhr

    Kann mir jemand einen Tip geben was man tun kann. Bin nach 40 Jahren Arbeit in Hartz IV gefallen und gehe jetzt vorzeitig in Rente.Diese ist jedoch nicht so dolle. Wohne jetzt in einer teuren Wohnung die ich nicht mehr halten kann, wurde die ganze Zeit aber von der Arge bezahlt. Gibt es da ein aufstockendes Hartz IV?

  10. Neuhier am 15. März 2010 um 23:55 Uhr

    Geli scheint Leseprobleme oder derartiges zu haben.

    @Geli
    Wusstest du eigentlich schon, daß Schweigen gegen Dünnsinn hilft? Es geht um das Aufstocken von Lohn, der zum Leben nicht reicht – ergo arbeiten sie!

  11. Neuhier am 16. März 2010 um 18:24 Uhr

    @Hardy
    Es gibt kein aufstockendes Hartz IV. Es gibt Arbeit mit so wenig Lohn, welches MIT HartzIV aufgestockt wird, um zu überleben. Was willst du aufstocken lassen, deine HartzIV Leistungen?

  12. Julchen am 17. März 2010 um 14:51 Uhr

    @ Hardy

    eine Freundin hat EU-Rente ( Erwerbsunfähigkeitsrente) und weil dass nicht reicht, bekommt sie zusätzlich Sozialgeld ( ähnlich wie H4 )
    Da fragst Du am besten mal bei Deiner Sozialbehörde nach, persönlich hin gehen und dann eben auch Unterlagen mitnehmen.
    Genaues kann ich Dir da nicht sagen.

    Würdest Du komplett EU Rente bekommen ( kommt ja auch aufs Alter an ) dann gibts soweit ich weiss keine Zusatzhilfe für die Wohnung und Heizung.
    Bei normaler Altersrente- da musst Du dann auch sehen, wie Du zurecht kommst, kleinere Wohnung etc. ( Rentenanstalt anrufen – die geben Auskunft )
    Wenn Du unterhalb der Armutsgrenze liegst, hilft das Sozialamt – nicht die ARGE.

  13. Julchen am 19. März 2010 um 19:57 Uhr

    Viele Menschen gehen auch nicht, weil sie Behördenangst haben. Das ist auch kein Wunder, denn man muss wieder Angst haben, mit einer Behörde zu tun zu haben.

    Diese Prozedur wird festgehalten als sei es für die Ewigkeit und jeder Pups wird in den Akten festgehalten, jedes Wort- einfach ALLES.

    Wäre die Mauer nicht weg, würde ich sagen Stasi lebt auf oder noch schlimmeres.

    Man muss sich dass mal überlegen, was die da machen !!
    Es betrifft ja nur die ALG II Bezieher!

    http://de.toonpool.com/user/439/files/hartz_iv_aufnaeher_eingetroffen_641835.jpg

  14. Geli am 7. Juli 2010 um 11:00 Uhr

    Geli

    Du arbeitest nicht, oder? Wer zahlt dich – Mann oder Eltern?

  15. Bolle am 17. August 2010 um 12:34 Uhr

    Alle die die sich keine Unterstützung vom Staat aus Scham oder Angst vor irgendwelchen Stigmatierungen oder Furcht vor Anträgen holen, sollte man an die backe hauen.

    Allen denjenigen die für 9,50 Euro die Stunde Arbeiten gehen auch.

    Denn würden alle dem Staat mal so ordentlich Kohle Kosten, dann würds endlich mal auch ordentlich auffallen.

    Würden endlich mal die leute sich sagen, NEIN, FÜR SO BILLIGES GELD VERKAUFE ICH MICH NICHT. Dann müssten die Arbeitgeber endlich mal wieder richtige Jobs ausschreiben… und nicht immer gleich zu den Leiharbeitsfirmen rennen und sich den nächsten Deppen holen der sich sagt, HAUPTSACHE JOB… UND WENNS FÜR 9,50 DIE STUNDE IST.

    Wenn schon unsere Politiker zu doof sind Politik zu machen, dann sollten wir (Das Volk) etwas tun.

    Für was habe ich eine Lehre gemacht, für was bin ich so frei gewesen und hab mich fortgebildet… Dafür dass mir heut ein Maschinenbedienerjob für 8,50 (echt wahr) den jeder Affe machen kann angeboten wird. Derzeit bekomme ich ein Arbeitslosengeld das erst ab nem Stundenlohn von 15,70 Euro bei einer 35 Stundenwoche amortisiert wäre. Wiso soll ich dann für 8,50 Euro die Stunde 3 Schichtig arbeiten gehen? Wofür habe ich mich gebildet?

    Wisst ihr… Ein Staat der mich so verarscht… dem schulde ich nichts, rein gar nichts.
    Ein Freund wenn soetwas mit einem machen würde, dem würde man doch auch ohne Worte die Freundschaft kündigen.

    Und wenns dann Leute gibt die meinen sie müssten noch groß ihre schlauen Worte zu loswerden (will ja keine Nicknamen nennen), dann fragt mal die was sie mit unseren Politikern gemeinsam haben. Nen viel zu guten Verdienst (ähh, falsches Wort: Einkommen)

    Deshalb richte ich mal kurz das Wort an Euch: Fresst erst mal Scheiße, bevor ihr über den Geschmack reden wollt!

    Ich für meinen Teil habe absolut keine Scham Gelder vom Staat an zu nehmen. Schließlich habe ich lange genug dafür bezahlt. Genauso wenig habe ich Angst davor zu sagen, NEIN, DIESEN JOB NEHM ICH NICHT. DER IST MEINER UNWÜRDIG!

    Vergesst niemals… Die Regierung und die Arbeitgeber kalkulieren mit Dir und Deinem Einkommen ebenfalls knall hart. Schlussendlich bist Du nur ein Kostenfaktor als Arbeitnehmer.

    Also… es wird echt zeit mal die Augen zu öffnen!!!

  16. rot am 18. August 2010 um 14:15 Uhr

    @ Bolle:
    Wenn Du ins Alg2 fällst, mußt Du auch Leiharbeit annehmen. Mir stinkt das auch gewaltig, aber so will es das SGB2. Sonst gibt es saftige Sanktionen. Nach 3 mal Leiharbeit abgelehnt, ist Dein Regelsatz auf 0 € . Dann kannst Du Lebensmittelgutscheine beantragen, aber die werden nur bewilligt wenn das Schonvermögen auch schon auf 0€ verbraucht ist.
    Wofür Du Dich gebildet hast? Ohne entsprechendes Arbeitsplatzangebot bietet sich da leider nur ein Studium des SGB2 an.
    Im weiteren ist rauszulesen, das Du wohl schon über der Grundsicherung im Alter bist. Mit der Rentenversicherung meine ich. So gesehen lohnt sich Leiharbeit mehr als keine Arbeit(nur bei Alg2), damit sich in diesem Bereich noch was zusammenkleckert.
    Also bevor Du jemanden die Freundschaft kündigst, denk mal dran das alles kompliziert und vor allem individuell ist.

    • ALGII nervt am 6. Juli 2011 um 14:04 Uhr

      3 mal Leiharbeit abgelehnt und Regelsatz auf 0? Dann bist Du über 25. U25 = 1 x Arbeit abgebrochen (bei einer Zeitarbeitsfirma), Sanktion 100%. 2 Wochen warten auf Lebensmittelgutscheine. Androhung der fristlosen Kündigung der Wohnung weil das JC 2 x nicht pünktlich bezahlt hat (3 Wochen drüber).

      Jetzt wieder Zeitarbeit. Neuer Tarif 7,79€-40 Stunden Woche-Dreischicht. Netto ca. 934 Euro (Fahrtkosten noch nicht abgezogen). Da kann es schon wieder sein, dass aufstockend beantragt werden muss.

  17. Lucie am 6. Dezember 2011 um 15:20 Uhr

    hallo,
    ihr scheint euch alle auszukennen, deshalb stelle ich meine frage hier. habe mich bis heute noch nicht mit der möglichkeit des Aufstockens eines geringverdienergehalts beschäftigen müssen.
    mein Freund wurde im sommer gekündigt (verdienst netto 1050€ bei 40 wochenstunden).
    er befindet sichnoch bis 31.12. in einer transfergesellschaft, die sein anzunehmendes arbeitslosengeld auf 80% seines ehemaligen gehalts anhebt (ca. 850€).
    nach 5 monaten arbeitslosigkeit kann er einen job annehmen, bei dem er ca. 850€ netto verdienen wird bei 40 wochenstunden (überstunden werden laut arbeitsvertrag abgefordert und sind mit gehalt abgegolten).
    heute höre ich zum ersten mal vom Aufstocken und frage mich,
    ob mein freund diesen Anspruch an die arge bereits innerhalb der zugehörigkeit zur transfergesellschaft geltend machen lassen konnte .. und
    ob er überhaupt förderfähig ist, da wir in einem gemeinsamen haushalt leben ((allerdings nicht verheiratet sind.

    ich hoffe auf eure antworten

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