www.sozialleistungen.info

Jetzt kostenlos anfordern und wöchentlich die aktuellsten News bequem per E-Mail erhalten [mehr erfahren]

Geburtenrückgang trotz Elterngeld

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 07.04.2009 um 21:27 Uhr

Das Statistische Bundesamt teilte am heutigen Dienstag mit, dass im vergangenen Jahr 2008 die Geburtenzahl nach einem leichten Anstieg in 2007 wieder gesunken ist. So wurden 2008 rund 675.000 Kinder geboren und somit 8.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dies dürfte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht unbedingt in ihr Konzept passen. Noch im Februar hatte von der Leyen bei der Präsentation ihres Familienreports vollmundig verkündet, der Positivtrend zu mehr Kindern habe sich fortgesetzt. Natürlich begründete sie dies mit ihrer Familienpolitik, insbesondere mit der Einführung des Elterngeldes.

Die Ministerin zeigte sich vollkommen überrascht von den neuen Zahlen. “Den ungewöhnlichen Einbruch der Geburtenzahlen im letzten Quartal 2008 hat niemand vorausgesehen. Der Anstieg 2007 bis September 2008 und der anschließende Rückgang zeigen, was der Mut zu Kindern für ein zartes Pflänzchen ist,” erklärte sie enttäuscht.

Die familienpolitische Sprecherin der Grünen, Ekin Deligöz, warf Ursula von der Leyen in diesem Zusammenhang vor, lediglich Scheinerfolge gefeiert zu haben. “Weder der im Schneckentempo vorwärtsgehende Ausbau der Kindertagesbetreuung noch das Elterngeld haben dazu geführt, dass sich mehr junge Menschen für Kinder entscheiden“, sagte Deligöz. Die Aufgabe von Familienpolitikern ist nicht, Bevölkerungspolitik zu betreiben,” fügte sie hinzu. Vielmehr sei es an der Zeit, das überholte Ehe- und Familienfördersystem grundlegend umzubauen, von dem Familien mit hohem Einkommen überproportional profitierten würden

diese Nachricht jetzt Freunden empfehlen
Verweise auf diese Nachricht
bisher 9 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Kurt Gluth am 8. April 2009 um 04:37 Uhr

    Kindergeld, Erziehungsgeld, Elterngeld, …geld – was kommt als nächstes?
    So lange ein Kind ein wirtschaftlicher Faktor ist (und damit auch wirtschaftlichen Erwägungen unterliegt), kann man die Geburtenzahlen nur dann wirklich nachhaltig anheben, wenn ‘Kinder kriegen und haben’ mehr Geld einbringt als zu arbeiten – traurig, aber wahr.
    So lange die wirtschaftlichen Erwägungen von Menschen die Einstellung zu (und damit – natürlich auch – der Wunsch nach) Kindern dominieren, wird sich daran zumindest nichts ändern. Und hier kommt dann die Komponente ins Spiel, die ich ansonsten nur ungern anspreche: Im Sinne unseres (wohlgemerkt unseres hier gelebten!) Kapitalismus sind Kinder untragbar teuer. Denn genau genommen sind langfristig alle (und damit Volk wie auch Wirtschaft) die Nutznießer von höheren Geburtenzahlen – aber wer zahlt die Zeche in Wirklichkeit? Die, die zur Kasse gebeten werden, sind alleinstehende Menschen (die sicherlich nicht alle freiwillig auf Kinder verzichten). Sie sollen zahlen für die bestehenden Eltern, ihre Kinder, für werdende Eltern und – das ist wirklich innovativ – dazu mit ihrer Buckelei beitragen, dass mehr Paare (bzw. auch Single-Frauen – denn es gibt ja keine ‘Vorgaben’ diesbezüglich) Kinder produzieren, damit die Politiker, die diesen Schund in einer lauen Sommernacht ausgebläht haben, sich der Wählerstimmen dieser ‘Eltern’ sicher sein können – WIE SCHÖN!
    Leute, ein Kind kann man lieben, schon bemerkt? Man kann es lieben und damit auch die Möglichkeit selbst schaffen, es sich zu ‘leisten’. Damit kann man sich einiges eben nicht mehr so ‘leisten’ wie vorher, aber man hat ja dafür nicht nur etwas erhalten, sondern JEMANDEN. So ein ‘JEMAND’ ist ein ideeller Wert, etwas höheres als die Unverbindlichkeit unseres Alltagslebens – und mit k e i n e m Geld dieser Welt zu bezahlen. Und es ist in puncto Erziehung wichtig, einen Menschen zu erziehen, einem werdenden Menschen eine Richtung und Basis zu geben. Als erste Basis aber – und das weiß ich noch von mir selbst zu gut – kann nur das taugen, was mit Geld nicht zu bekommen ist: LIEBE! Leider gibt es diesen Begriff heute nicht mehr – stattdessen muss man in der Lage sein, seinem Kind zu KAUFEN… was man ihm aber GEBEN s o l l, das wird hierbei unter den Tisch gekehrt: Menschliche Werte, Zuneigung, Achtung, Respekt, Liebe,… Werte, die erst dann auffallen, wenn ihr Fehlen zu immer größeren ‘Ausfällen’ und ‘Ausrutschen’ führt, siehe diverse Amokläufe, Süchte, Suizide, Gewaltanwendung ohne erkennbare Hintergründe.
    Somit hat unser wirtschaftliches Denken sehr viele Auswirkungen, zu denen ich – unter den gegebenen Voraussetzungen – folgendes sage:
    So lange sich unsere Menschheit nicht der Werte erinnert, die ich weiter oben angesprochen habe, bin ich ü b e r g l ü c k l i c h, dass die Geburten A B N E H M E N und nicht immer mehr geistige Krüppel produziert werden – eigens in die Welt geworfen, um später die rein egoischen Eltern (mittels ihrer ‘wirtschaftlichen Leistung’) am Egoisten-Leben zu halten. Wenn dann diese geistig verkümmerten (also eigentlich ferkrüppelten) jungen Menschen in absurdesten Verhaltensweisen das in die Welt hinausschreien, was ihnen fehlt (aber dies mangels Artikulationsfähigkeit – denn diese hat man den Kindern aus gutem Grunde nicht gegeben – durch Wahnsinnstaten tun) und nur Unverständnis ernten (und traurigerweise gerade von – falls sie diese dummerweise übrig gelassen haben – ihren Eltern), dann ist wieder der eindeutige Beweis erbracht worden: Eine Seele kann nicht mit Geld ernährt werden – dennoch ist sie ebenso wichtig für unser Mensch-sein wie unser Essen und Trinken.
    Letzteres haben den Amokläufern selten gefehlt, möchte ich mal behaupten – aber ob sie wohl auch wussten, was Elternliebe ist? Sie hatten sicher nicht zu wenige oder schlechte Klamotten – aber wer hat sich ihrer angenommen, wenn sie mal ein offenes Ohr gesucht haben für all ihre kindlichen Fragen? Wie oft wohl haben sie gehört “keine Zeit” – oder es war schlicht niemand da? Warum? Nun, die Eltern mussten doch viel Geld verdienen, damit sie einen guten Computer hatten, mit dem sie dann das spielten, was sie auf Ideen brachte… und sie mussten ihnen gute Klamotten kaufen, damit sie ein gutes Bild in den Medien machten, während sie um sich schießend und schlagend das schrien, was natürlich niemand anschließend verstehen will: W A R U M E X I S T I E R E N W I R ? ? ?

  2. ossi am 10. April 2009 um 17:24 Uhr

    sollen menschen die kinder wollen doch selber dafür bezahlen.

  3. Roland Kopp-Wichmann  (Website)  am 12. April 2009 um 16:49 Uhr

    Man kann andere Menschen nicht motivieren!
    Dieser Spruch von Reinhard Sprenger aus seinem Buch “Mythos Motivation” gilt auch für diese gute Absicht.
    Zu dem ganzen Thema habe ich auch einen längeren Beitrag geschrieben: http://tinyurl.com/d3xuym

  4. Ines am 14. April 2009 um 15:30 Uhr

    Hallo,
    ich bin 2008 das erste Mal Mutter geworden. Jetzt, mit Kind weiß ich, warum so viele Leute kinderlos bleiben wollen. Ab Oktober ist das Elternjahr vorbei. Entweder bekomme ich dann kein Geld, oder ich gehe arbeiten. Ich kann mein Kind nicht ganztags in eine KiTa stecken. Aber selbst wenn ich könnte, würde ich nicht wollen, ein bisschen Zeit möchte ich schließlich mit meiner Tochter verbringen.
    So, das heißt jedenfalls, dass ich in Teilzeit wieder arbeiten gehe. Ich arbeite früh morgens, damit mein Mann die Pflege währenddessen übernehmen kann. Und? Dann bekomme ich 400 Euro. Mehr nicht. Davon kann ich gerade mal Miete plus Nebenkosten zahlen, nicht jedoch die Verpflegung! Ich bekomme keinen Cent zugeschustert. Mir grauts schon vor Beginn dieses Monats, weiß nicht, wie ich das schaffen soll.
    Sinnvoll wäre hier, wenn man wenigstens die Möglichkeit hätte, sich irgendwo beraten zu lassen, ob es nicht doch die Möglichkeit auf Zusatzleistungen gibt.
    Fazit: Was bringt mir ein Jahr Elterngeld (so viel ist es auch nicht, habe vorher nur 8,50 Euro brutto verdient und dementsprechend wenig Geld bekomme ich jetzt), wenn ich nach einem Jahr NICHTS mehr bekomme, außer Kindergeld? Das heißt, ich bekomme ein Jahr soooo viel Elterngeld, aber meine Tochter wird noch ca. 17 weitere Jahre bei mir leben.

    Dennoch: Lieber bin ich halbtags für meine Tochter da und habe wenig Geld, als dass ich es ganztags in eine Betreuung geben möchte. Schließlich bin ich die Mutter und nicht der Staat.

  5. Claudia1 am 14. April 2009 um 16:42 Uhr

    Hallo,
    Elterngeld, wenn ich das Wort höre, könnte ich Frau von der Leyen erwürgen!
    Den Leuten wäre es am liebsten, wenn Frauen schon am Tage der Entbindung wieder Arbeiten gehen würden!!
    Es schafft sich doch nicht allen ernstes jemand ein Kind an um ” Elterngeld” zu bekommen!!
    Welche Familie kann es sich denn noch ” leisten” ein Kind zu haben ??
    Schließlich SOLL Frau ja neben dem Kind auch noch VOLLZEIT Arbeiten gehen, Kochen, Waschen, Putzen und und und….
    Ticken die Menschen nicht mehr richtig ??
    WAS soll eine Frau heut zu Tage denn noch alles leisten???
    Ich will mein Kind aufwachsen sehen und nicht schnellstmöglich in eine Krippe oder Hort stecken müssen, weil Arbeiten ja wichtiger ist!!!
    Wer so denkt, dem sei´es angeraten keine Kinder zu bekommen….
    Wer sich aber bewußt dazu entschließt ein Kind zu bekommen, der sollte sich auch das ” Recht” nehmen, dieses Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und es zu genießen!
    Und nicht schnellstmöglich ” Wegzurationalisieren”..
    Von wegen ” Elterngeld”, das ich nicht Lache!!!

  6. Rose am 15. April 2009 um 11:44 Uhr

    Ich muss ganz ehrlich sagen in diese Welt möche ich keine Kinder setzen und es wundert mich nicht das viele Leute keine Kinder mehr haben wollen.

    Gruss
    Rose

  7. Sale47 am 21. April 2009 um 22:43 Uhr

    Bravo Kurt Gluth,
    hoffentlich lesen die Leute Ihren Bericht sorgfälltig.

    Die Frage ob man Kinder zu welcher Zeit auch immer in die Welt setzt existiert nicht erst seit gestern. Einerseits waren immer schon die meisten Kinder ein Zufallstreffer und die wenigsten geplant. Ob in Kriegszeiten oder danach, man hat sich als pflichtbewußter Mensch immer diese Frage gestellt, soll man in so einer Zeit Kinder in die Welt setzen?
    Wenn es aus wirklicher LIEBE passiert, dann kommt man und auch die Kinder in jeder Zeitepoche damit klar. Passiert es aber ungewollt und ohne LIEBE, dann wird es meistens zu einem Problem. Dies liegt aber leider wiederrum nicht am Kind, sondern an seinen Eltern.
    Nach den bewußten Folgeerscheinungen (wie Herr Gluth in seinem Bericht schon erwähnt hat) sind dann diese Kinder unnormal (Konsumgesellschaft).
    Warum haben wir heute soviele Jugendliche mit Drogen und Alkoholproblemen? Warum ist es Ihnen heute schon egal ob Sie im Bau gewesen sind oder nicht? Es gehört ja leider schon zum Normalfall. Warum geht es den besagten Herren eigentlich nicht um das wirkliche Problem, sondern nur um eine finanzielle Bestrafung statt einer wirklichen Hilfe ihres Problems? Und dann deckelt man bei jedem neuen Vorfall noch eins auf das alte drauf, bravo!
    Aus diesem Grund geht es den Jugendlichen auch irgendwann am A….. vorbei und sie halten mit Recht nicht mehr ihren Mund, weil´s dann schon egal ist. Wenn Recht nicht mehr Recht bleibt an was soll man sich den dann noch gehalten fühlen. Da wundern sich viele weshalb bei uns in Deutschland NPD Anhänger mehr werden und Ausländerhass entsteht. Macht sich den vorher keiner darüber Gedanken.
    Mit Geld ist nicht alles getan, sofern man es überhaupt beanspruchen kann.
    Hartz IVler haben sowieso n i c h t s davon, denn sie sehen die Beträge (Verschiebungen innerhalb der Töpfe) eh nur auf den Papier, also was solls?

    Kinder sind eine Gabe GOTTES und so sollten sie auch von uns gesehen und behandelt werden.

  8. Ossi am 23. April 2009 um 21:18 Uhr

    wenn nur noch die kinder bekommen, die sich kinder auch leisten können, wird bald niemand mehr da sein um die steuern zu bezahlen, die wir brauchen, um die schulden + zinsen+zinseszins zu bezahlen, die wir dank der von bänkern und spekulanten eingebrockten und von unseren politikern durch ihre egoistische gesetzgebung mitverursachten finanz- und wirschaftskriese haben.

    beukottiert nicht das elterngeld, was eh nur ein versteckte kürzung des erzihungsgeldes war.
    rettet eure kinder davor die sklaven der verursacher der krise zu werden.

  9. Jack am 12. August 2009 um 16:45 Uhr

    Auch ich würde mir keine Kinder mehr anschaffen. Meine Ehe ging nach acht Jahren in die Brüche und wir haben uns getrennt. Mein Sohn ist inzwischen 5 Jahre alt, meine Ex- Frau arbeitet nicht und die Zahlungsdauer des Betreuungsunterhalts Frau von mehr als 1000 Euro monatlich ist trotz neuer Gesetzeslage nicht begrenzt worden. Die Gerichte entscheiden weiterhin nach altem Recht und Niemand kümmert sich wirklich darum. Meine Frau stellt zwar keine Forderungen allerdings das Job-Center, welches offensichtlich mehr damit beschäftigt ist Gelder beizutreiben als wirklich einen passenden Job für meine geschieden Frau zu beschaffen, setzt diese sehr konsequent durch.
    Wer die Statistik der Scheidungsqoute in Deutschland kennt sollte sich hüten zu heiraten und auch noch Kinder zu haben.
    Ich meinesteils werde es mir nie wieder leisten können ein neue Familie zu gründen.

eigenen Kommentar hinterlassen


» eigene Webseite angeben?

» eigenes Facebook-Profil angeben? (Vanity-Name oder Profil-ID)

VGW 795
meistgelesene News
meistkommentierte News
Interesse an...
jetzt eigenen Kommentar abgeben