Weder Kasernierung noch Hofapell für Hartz IV Empfänger
Peter Hahn, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn, nimmt Stellung zu den ab Ende Mai publizierten Online-Berichten, bezüglich des Projekts „JUWEL“, dass Hilfestellungen für arbeitslose Jugendliche geben soll.
Den Berichten zufolge plane die „Arge Rhein-Lahn-Kreis die Kasernierung von Hartz IV-Betroffenen unter 25 Jahren.“ Weiterhin wurde berichtet, „die Jugendlichen müssen von in der Früh bis spätnachmittags in einem von der ArGe gemieteten Haus verbleiben“ und „zum Appell auf dem Hofgelände des Anwesens erscheinen“. Darüber hinaus wäre eine “ Bestrafung per Pranger vorgesehen“.
Hahn äußert sich zu den Berichten wie folgt
[…] Soweit in einer Internetveröffentlichung vom 27.05.2007 dargestellt wird, es sei im Rahmen dieses Projekts geplant, Jugendliche im Alter unter 25 Jahren „täglich per Zwang zu kasernieren“, „sie pünktlich zum Appell im Hof antreten zu lassen“ und bei Fehlverhalten „eine Bestrafung per Pranger“ durchzuführen, entbehrt dies offensichtlich jeglicher Grundlage und würde auch den oben dargestellten Zielen der Maßnahme völlig zuwider laufen.
Eine weitergehende Kommentierung dieses Vorbringens erübrigt sich daher. […]
und wirft den Berichterstattern darüber hinaus vor fahrlässig auf falsche Informationen vertraut zu haben.
Einige Medien publizieren den im Internet heiß diskutierten Bericht weiterhin. Andere Medien, wie linkezeitung.de, haben die Meldung inzwischen gelöscht. Inwzischen gibt es auch erste Berichte, die auf die Falschmeldung hinweisen.
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am 08.06.2007 um 13:43 Uhr
Ein Körnchen Wahrheit ist bestimmt auch an dieser Geschichte. Wer soll sich denn sowas aus den Fingern saugen?
am 09.06.2007 um 12:54 Uhr
Na klar, es gibt genug rechte Strammsteher, die aufgrund der boot-camps in den USA, jetzt hier ähnliches einführen wollen.
Außerdem hatten wir das alles doch schon bei Adolf, die anderen haben sich doch von ihm so einiges abgeschaut, nur ist es bei denen natürlich modernisierter und nach außen erscheint es nicht ganz so grausam, ist es aber.
Die bisher europäische vom 2.WK gezeichnete Welt, vergißt wieder, was mal war, und MasoSado schwappt vom privaten auf den gesellschaftlichen Bereich über.
am 09.06.2007 um 23:41 Uhr
[...] Nachtrag 09.06.2007: sozialleistungen.info: Weder Kasernierung noch Hofapell für Hartz IV Empfänger [...]
am 10.06.2007 um 22:13 Uhr
hartzgeschädigter schrieb:
>Außerdem hatten wir das alles doch schon bei Adolf.
Immer wieder finden Vergleiche zur Historie statt.
Dies ist nicht unbedingt verwerflich, denn nach den Erkenntnissen der Sozialpsychologie ist jede Nicht-konzeptualisierte Erfahrung sprachlos. Sie kann nicht kommuniziert werden. Wahrnehmungs-Leistung und Verhalten (“response”, ” judgment) im Sinne einer Identifikation und Diskrimination sind unmöglich ohne ein Ordnungs- und Vergleichsschema als Bezugssystem.
Aber im gegenwärtigen Sozialdarwinismus geht es sich nicht um die Zielsetzung “Volk braucht Raum” sondern
“Wirtschaft braucht Kapital”. Deshalb würden mich die Programme zur Kasernierung von jugendlichen Hartz IV
Empfängern redlich interessieren. Allein um festzustellen
in wie weit Administrativen die sogenannten Kontigenzprobleme im Sinne der wirtschaftlichen Zielsetzung lösen.
Ideen gibt es genug, von Wirtschaftsführern in den Medien, publiziert. Vom verbrennen der Tarifverträge und dem Betriebsverfassungsgesetz, bis hin zu der Aufforderung von Hipp ” Man müsse überlegen Menschen eher sterben zu lassen, weil ihre Existenz der Wirtschaft
schadet.
Mit Adolf haben solche Vorgänge überhaupt nichts zu tun. Die Vergleiche enstehen deshalb, weil alle Verhaltens- und Argumentationsmuster, im Sozialdarwinismus, gleich sind egal auf welche
Ideologie sie sich beziehen.
Gruß Peter
am 11.06.2007 um 14:51 Uhr
Es kann aber nicht geleugnet werden, das wir in Deutschland bereits eine ähnliche Situation hatten.
Von 1927 bis 1933 ständig Sozialabbau, und als man sich nicht weiter gegen das Kapital wehren konnte, überließ man das Feld jemandem, der sich als der starke Mann präsentierte. Zur Zeit fehlt nur noch die letzte Phase,
der Starke Mann! Geht die entwicklung aber so weiter wie bisher, wird ein solcher früher oder später das Ruder an sich reißen.
am 13.06.2007 um 17:10 Uhr
Ich sage immer das kommt wenn sich Menschen nicht
zusammenschließen und Erfahrungen austauschen.
Dann kann der Staat machen was er will.
Ich sage immer tut euch zusammen zeigt das ihr euch nicht scheut ,sonderen das ihr Menschen seit.
Das müßen die bei der ARG begreifen.
Gruß aus Sarstedt Fred Siegert
Erwerbslosenselbst Hilfe Gruppe Sarstedt
am 31.07.2007 um 11:25 Uhr
Das Wesen des Kapitals ist und bleibt: Ein aus Blut und Dreck Hervorgeganges.
Die spezifische deutsche Problemlage ist wesentlich für den Kapitalistischen Weg. Nur Deutschland als Späteinsteiger der Weltgeschichte der Moderne hatte modernere Organisationsformen und Möglichkeiten als die zwei oder drei Jahrhunderte früher eingestiegene Bürgerlichkeit des Westens. Die Brutalitäten dieser ist allerdings relativiert. Wenn moderne Staaten sich heute mit Mitteln durch die Weltgeschichte bomben, so fällt dies in diesem Sinne nicht
auf, weil die Menschen bereits so auf Gewalt dressiert sind das es ihnen nicht auffällt und Unterwerfung, also Frieden, ihr zweiter Vornamen ist.
Die Verbrechen Stalins und der Seinen sind eben auch diesem Späteinsteigertum zu verdanken. Die geringeren Möglichkeiten dieser Kapitalwerdung im Expresstempo sind dem mördrischen Systeme eben auch dort anzumenken. Der Gulag mag also so eine Art “steinzeitliches” KZ gewesen sein.
Hier soll auf keinen Fall, die im Namen des deutschen bürgerlichen Wirtschaftsraumens (Nation), begangenen Verbrechen verdniedlicht oder verleugnet werden, sonder sie in Bezug auf die brutale Wirklichkeit der Epoche des Kapitalismus und der Metaepoche der Klassengesellschaften überhaupt, hingewiesen sein.
Wenn heute in der ersten WELT das Wesen des Kapitals, als gesellschaftliche Organisationsform damit Produktionsweise der Mensch-Maschinenproduktion und der ihr entsprechenden Produktionsverhältnissen als Lebender und Toter Arbeit,wieder stärker an die Oberfläche tritt, so tritt damit auch das innere Wesen dieser ungesellschaftlichen Subjektform ans Tageslicht und erweist sich als Gesellschaftsform der Dinge.
Wenn also wieder die Kasanierung, unter welchem Vorwand auch immer, notwendig erscheint dann deswegen, um dem dinglich-sachlichen Charakter des Gegebenen zu Unterstreichen. Die Menschen sollen der Weltproduktionsmaschine des Kapitals mit direkter physischen Gewalt untergeordnet werden. Was die Vertreter dieser Richtung nicht wissen: Das ist der pure Faschismus= die Bündelung von Menschen ausser einem ihren Interessen liegenden, fremden Zweck- Hier der Wertverwertung.
Die selbstzweckhafte Bewegung des Kapitals ist in sich logisch und damit a priori Menschenverachterd. Hier also die Verachtung von Menschen durch Menschen die buchstäblich sachlich handeln und in sich jedwede Form von menschlicher Handlungsfreiheit abgestreift haben
guenter und cornelia die chefs der Götter