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Studie: Bewerbungstrainings bringen ALG II Beziehern nichts

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 08.11.2009 um 19:56 Uhr

Aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht hervor, dass der Nutzen von sogenannten Bewerbungstrainings für Hartz IV Empfänger als äußerst gering einzuschätzen ist.

Das berichtet der “Tagesspiegel” in seiner Samstagsausgabe. “Im Schnitt haben solche Trainings keinen vorteilhaften Effekt auf die spätere Beschäftigungsquote”, wird der IAB-Forscher Joachim Wolff zitiert. Nach Worten des Experten würden “da zum Teil Leute reingesteckt, die das gar nicht brauchen”.

Laut den aus der Studie gewonnenen Daten stieg die Beschäftigungsquote unter den Teilnehmern solcher Kurz-Seminare in den alten Bundesländern geringfügig an. Besonders kritisch ist zu sehen, dass die Jobchancen für die Kursteilnehmer in Ostdeutschland statistisch gesehen sogar schlechter wurden.

Ein weiteres erschreckendes Ergebnis der Studie ist das Sinken der Aussichten auf ein stabiles Arbeitsverhältnis für die in einem Bewerbungstraining beteiligten Personen. Eine Beschäftigung, die mindestens zwölf Monate dauert, rückte für Kursteilnehmer in den neuen Bundesländern in immer weitere Ferne. In Westdeutschland konnten die
Beteiligten auch keinen Nutzen aus iherer Anwesenheit ziehen.

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bisher 20 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Boo am 9. November 2009 um 14:46 Uhr

    NEIN, wer hätte das jemals gedacht! Ich habe gedacht das es logisch ist, je besser man seine Bewerbungsmappe präsentiert desto bessere Chancen hat man auf dem Arbeitsmarkt. Wenn eine Firma “eine” Stelle zu vergeben hat und es kommt mehr als eine Bewerbung (was ja sehr selten ist) wird natürlich sofort mehr als ein Arbeitnehmer eingestellt. Die Bewerbungsmappe macht’s, da wird jeder Einstellungsstopp aufgehoben, wer eine gute Bewerbungsmappe abgibt steigert seine Chancen ungemein da die Firmenchefs “nur” darauf achten.

    Jeder der behauptet das wäre nur eine Beschäftigungstherapie für Arbeitslose oder vielleicht sogar noch das die Arbeitsagentur (das Arbeitsamt) Arbeitslose in solche “Maßnahmen” steckt damit sie in der Statistik nicht mehr als Arbeitslos aufgeführt werden und so die Politiker besser da stehen, der ist ganz phöse und ein Lügner und ein Staatsfeind Nr. 1 und außerdem ist das verboten so was zu sagen 1!!11!1!!!11

  2. MD am 9. November 2009 um 16:43 Uhr

    ui was für “Neue” Nachrichten… Vll weckt das die Leute ja mal auf, das es Steuergeldverschwendung ist…
    Hm…

  3. Lurgi am 9. November 2009 um 19:32 Uhr

    Natürlich geht es bei diesen Trainingscentern vor allem um die Beeinflussung der Statistik. Sie wurden nicht ohne Grund unter Schröder eingeführt, weil der sein Wahlversprechen von der Halbierung der Arbeitslosenzahlen einlösen wollte.

    Aber ich konnte mit erleben, dass diese Massnahmen von den Ämtern schnell adaptiert wurden, NICHT um den Arbeitslosen die Bewerbungskenntnisse zu verbessern, sondern um jeden Einzelnen über einen Zeitraum von mehreren Monaten auf seine Einstellung zur Arbeitssuche zu überprüfen. Eine Gesinnungsüberprüfung wie in der guten alten DDR… Das hat man mir gegenüber zugegeben.

    Wahrscheinlich wurden eine ganze Menge Leute herausgefischt und einer Sonderbehandlung unterzogen. Am meisten hat mich geärgert, dass diese miesen arbeitsamtsnahen “Bildungsinstitute”, mit ihrer Konzentrationslagermentalität sich damit die Taschen vollgestopft haben – und es noch tun.

  4. André am 9. November 2009 um 20:38 Uhr

    Richtig, so habe ich es auch erlebt, eine sogenannte “Motivationsüberprüfung” um eine Begründung zu haben dem Arbeitslosen den Regelsatz zu kürzen.

  5. krummersocken am 10. November 2009 um 09:41 Uhr

    Leider werden zu solchen Bewerbuungstraingskursen auch Leute von der Arbeitsargentur geschickt, die kein Interesse haben. Die machen auf solchen Kursen das Klima mehr wie schlecht.

    Zu mit hat ein Mitarbeiter von dem veranstaltenen Institut gesagt, “Sind sie nun alle Anbieter in Ihrer Stadt durch, die Bewerbungstrainig machen”.

    Solche Aussagen motivieren nicht sehr . Sicher eine gute Bewerbungsmappe macht was aus. Aber es ist für eine Frau mit zwei Kindern schwerer einen Job zu finden wie für einen Mann. Noch dazu wenn diese eine Familienpause eingelegt hat. Oder ein Kind Schwierigkeiten in der Schule oder gesundheitliche Probleme hat.

    Ich bewerbe mich auf viele Stellen und bin bis heute über die Jahre motiviert geblieben , dass auch ich mal das Glück habe, eine Stelle zu ergattern.

    Aber teilweise sollte sich die Arbeitsargentur auch überlegen welche Bewerber sie zu den Trainings schickt.

    Auch wäre es zu überlegen ob die Argentur für Arbeit danach nicht an den Teilnehmer für den sie die Kosten getragen hat, einen Fragebogen zu schickt um zu wissen wie dem Kurs vom Inhalt und auch vom mitmenschenlichen gefallen und ob er was gebracht hat.
    Teilweise werden schon Steuergelder verschwendet und das in Millionenhöhe.

  6. Aemmie am 10. November 2009 um 13:25 Uhr

    Und wieder hat eine Studie bewiesen, was die ALG I und II Bezieher schon längst wußten.

    Diese Maßnahmen haben nur einen Zweck, seinen eigenen Arbeitsplatz als sogenannter Trainer bis zur Geschäftsleitung einer Bildungseinrichtung zu erhalten. Bemühungen zusammen einen Job zu finden steht leider nach wie vor nur auf einem Stück Papier um Statistiken in ihrer falschen Aussage zu begründen.

    Fakt ist, Jobs bekommen nur noch Abiturienten, Studiumabrecher oder die es sogar weiter geschafft haben. Der normale Facharbeiter … ist leider nicht mehr geistig auf die Höhe um einen Job auszuüben. Hinzu wer ALG II hört oder liest… bedeutet Pak, Mob Abfall der Gesellschaft, billige Arbeitskräfte für die selbst Hundfutter noch Luxus ist.
    Liebe Regierung HartzIV bedeutet Du taugst als Mensch nichts mehr und hast auch keine Rechte, ENTMÜNDIGT

  7. Trainer am 10. November 2009 um 13:26 Uhr

    Hallo,

    ich bin Trainer und habe schon oft solche Maßnahmen geleitet. Was mir da schon an Bewerbungen über den Weg lief, ist einfach nur grausam. Von einer schlechten Formatierung der erstellten Unterlagen will ich hier nicht erst anfangen, aber wenn in einem Satz nichts als Rechtschreibfehler enthalten sind, dann hat der Bewerber keine Chance. Das gleiche gilt für unvollständige Lebensläufe, fehlende Arbeitszeugnisse, schlechte Kleidung oder auch eine Einstellung zum Arbeitsmarkt, die fernab jeglicher Realität ist.

    Des Weiteren ist persönliche Einstellung eines jeden Teilnehmers. Auch hier sind die Unterschiede sehr groß. Ich kenne viele Tln, die waren sehr motiviert und hatten klare Ziele für Ihr Leben. Die hatten jedoch nur die richtige Tür übersehen, durch die sie gehen mussten. Bei denen genügen einige Hinweise, Tipps & Tricks und sie sind auf dem Arbeitsmarkt. Wenn ich mir jedoch die völlig demotivierten Tln. ansehe, die nur Sprüche klopfen, dann muss ich mich nicht wundern.

    • Nick am 16. März 2011 um 21:38 Uhr

      Da meine Frau zur Zeit in einer solchen “Maßnahme” ist kann ich Sie nur teils bestätigen. Die Leiterin des Kurses ist nicht fähig Informationen die laut Arbeitsplan gelehrt werden sollen zu vermitteln. Die derzeitige Lage ist das Sie sagte, das Pausen selbst einteilbar seien, wann und wielange die Teilnehmer wollen. Das schlimmste allerdings ist das sie Immigranten persöhnlich angreife Zitat: “können sie deutsch quatschen” und “wozu sind sie nach Deutschland gekommen, Sie hätten doch viel bessere Chancen dort wo Sie herkommen” das ist nicht tollerierbar. Diese und andere tolle Dinge werden vor der versammelten Gruppe lautstark von Ihr gegeben.
      p.s.: Sie ist Doktor und kritisiert Vormulierungen ohne den kompletten Satz gelesen zu haben, wobei sich auch schon herausstellte das der Satz ja doch gut war.

  8. Sieglinde am 10. November 2009 um 13:29 Uhr

    Dafür wird ein Institut gebraucht, um herauszufinden, daß durch Bewerbertraining auch keine zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen werden? Demnächst finden sie noch heraus, daß es gar nicht die Schuld der faulen HartzIVer, sondern des internationalen Finanzkapitals ist? Ich weiß es jetzt schon, kriege ich auch eine Studie finanziert?

  9. Dozent am 10. November 2009 um 14:54 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich war bis 06.09 selbständig. Am 1.7.zur Agentur, dort wurden gleich Sofortmaßnahmen ergriffen. Ein Bewerbertraining. Auf meine Frage wem ich mit was unterrrichten soll, wurde ich ausgelacht.

    2 Monate später hatte ich den ersten Job als Dozent in einem Bildungsinstitut, seither auch das Thema Hartz IV und Bewerbertraining.

    Den Ausführungen des Kollegen “Trainer” kann ich nur zustimmen.

    Übrigens: Soweit ich informiert bin, werden die Trainings aus EU Geldern bezahlt. Das könnte der Grund sein warum Diplom Kaufleute in den Kurz gezwungen werden. Geldkürzungen spielen auch eine Rolle, das stimmt.

    Demotivation der Teilnehmer treffe ich nur sehr selten an. Vielleicht hat es regionale Gründe. In BW ist die AL Quote eben sehr niedig und die Motivation sehr hoch. Das gilt für Dozenten und für Hartzler.

  10. Aemmie am 10. November 2009 um 16:39 Uhr

    Dozent und Trainer,

    möchte dem nicht wiedersprechen, jedoch schaut Euch doch mal an wieviele darunter sind, die zwar das Wissen haben und auch das Können, denn noch durch den gesellschaftlichen Stellenwert HartzIV gleich in den Papiekorb wandern. Dozenten und Trainer gibt es sehr viele und auch sehr gute unter ihnen, jedoch bestimmen sie nicht das Auswahlverfahren, wer weiter kommt und wer nicht. Hier ins Sachsen-Anhalt speziell Salzlandkreis ist es so, dass engagierte Dozenten, gehen dürfen, weil sie zu sozial und hilfbereit eingestellt sind. Schaut man sich den Lehrstellenmarkt an, wird einem noch übler, soviele Lehrstellen sind frei, aber für wen? Auf keinen Fall für Jugendliche die nur einen Realschulabschluß haben oder einen Hauptschulabschluss. Dabei wissen die Alten aus Erfahrung, dass gerade nach der Schulzeit bei den Meisten ein Wendepunkt eintritt.

    Die Türen sind für HartzIV verschlossen, hängst Du einmal drin, kommst du nur noch mit Beziehungen wieder raus. Aber um das zu verstehen, sollte man selber über einige Zeit darin gefangen sein.

  11. Wolfgang Bever am 10. November 2009 um 16:48 Uhr

    Wenn ich hier auch etwas abschweife, so möchte ich dennoch meine Meinung dazu kundtun.

    2005 war ich ALG II Empfänger und wurde von der ARGE gefragt, ob ich an einer “Intergrationsmaßnahme für Rehabilitanden” beim VSB teilnehmen möchte. Diese Maßnahme würde über 6 Monate laufen.

    Nach gründlicher Information und einem Gespräch beim VSB entschloss ich mich, an dieser Maßnahme teilzunehmen.

    Wirklich hochmotiviert – 50 Jahre, 70 % mit Merkzeichen G, 2 Jahre zuvor für 1 1/2 Jahre Rente, ansonsten die vergangenen etwa 4 Jahre überwiegend AU geschrieben und so manchen Klinikaufenthalt hinter mir – begann ich dann diese Maßnahme.

    Insgesamt waren wir – wenn ich mich recht erinnere – 17 Teilnehmer. Es war schnell erkennbar, das von diesen 17 Teilnehmern maximal 3 wirklich motiviert waren, ihre Chancen zumindest zu verbessern. Die restlichen 14 Teilnehmer störten den gesamten Ablauf enorm. Dennoch durften (mussten) sie bleiben.

    Ohne nun auf Details einzugehen, kann ich sagen, manches positive mitgenommen zu haben. Wie wir alle, so war auch ich schon sehr lange aus der Schule. Hier konnte ich nun vieles wieder auffrischen. Selbst der Lernprozess als solcher war für mich hilfreich.

    Innerhalb dieser Maßnahme fand auch ein Bewerbungstraining statt. Manches fand ich hier an der Realität vorbei. Doch bis dahin hatte ich 1969 zum letzten Mal eine Bewerbung geschrieben. Hier lernte ich nun, wie heute aktuell eine korrekte Bewerbungsmappe aussehen sollte. Daran kann ich nichts negatives erkennen.

    Im Anschluss an die theoretische Maßnahme fanden Praktika statt. Deren Ziel war es, möglichst in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden.

    Ich begann mein erstes Praktika in einer Spedition. Dort kam ich jedoch mit dem zuständigen Abteilungsleiter absolut nicht zurecht. So brach ich nach wenigen Tagen wieder ab und fand dann einen neuen Platz beim DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund). Dies entsprach genau meinen Vorstellungen. Wenn hier nicht leider ein Missverständnis aufgetaucht wäre, so hätte man mich fest eingestellt. Und ich hätte letztlich durch diese Maßnahme einen Arbeitsplatz gehabt.

    Meine Meinung ist, dass man im Leben alle gebotenen Möglichkeiten nutzen sollte. Wenn man immer und nur darüber nachdenkt, was möglicherweise dahinter steckt, hat man schon verloren.

    Heute bin ich Frührentner. Dennoch kann ich manches, was ich in dieser Maßnahme lernte, auch heute noch gebrauchen.

    Es ist immer leicht, nur und ausschließlich anderen die Schuld zu geben. Aber, mal ehrlich, tragen wir nicht alle zu der heutigen Situation bei? Nichts tun kann auch eine Schuld sein!

  12. Lurgi am 10. November 2009 um 19:19 Uhr

    Dass ein in diesen Trainings Unterrichtender die Sache anders sieht dürfte niemanden überraschen. Was Geld bringt sieht man immer durch eine gefärbte Brille. Und dass ein Trainer im Bildungsniveau über dem Durchschnitt der Arbeitslosen liegt ist auch nicht überraschend.

    Richtige Pädagogen entrüsten sich aber nicht über die Fehler ihrer anvertrauten Studenten, sondern fragen sich, wo das herkommt. Und dass in diesen Trainingscentern genau darüber weggebügelt wird, macht sie so uneffektiv.

    Training ist deshalb im engeren Sinne genau das treffende Wort, denn hier wird nichts gelernt, werden keine Defizite behoben, sondern es werden nur einige stereotype Regeln antrainiert, die dann auch zu einem ebenso einheitlichen Bewerbungsverhalten führen. Welcher Personalchef will schon Einheitssauce bei den Bewerbungen sehen – das macht schläfrig.

    Erst mal muss man hinschauen, WO bewirbt sich jemand und für welche Position. Wer nur beim McD jobbt braucht überhaupt keine schriftliche Bewerbung.

    Wer als Akademiker in eine Führungsposition will, muss seine Persönlichkeit durch eine höchstpersönliche und auch eigenwillige Bewerbung darstellen. Die Standardbewerbung führt da direkt in den Papierkorb.

    Den Trainern sollte vielleicht auch mal eine Gehirnwäsche verpasst werden, damit sie sich überhaupt vorstellen können, wie der Wind draussen bläst.

  13. MartinaBC am 10. November 2009 um 20:22 Uhr

    Wir hatten hier 1 Woche “intensives Bewerbungstraining”: die “Dozentin” (branchenfremd) unterhielt sich hauptsächlich mit 3 Teilnehmerinnen über ihre Hunde und Hundehaltung.

    In einem anschließenden Motivationsseminar wurden wir beschimpft und indirekt zum Selbstmord aufgefordert.

    So macht man Arbeitsuchende bestimmt nicht fit.

    Ich bilde mich übrigens selber weiter, mache Sprachkurse und fernstudien, spare mir auch das noch vom Munde ab, denn vom Jobcenter kommt nur Mist in Sachen Weiterbildung:

    Trainingsmaßnahme für allein Erziehende: 10 Wochen Kindergartenspielchen und dauernde Sanktionsdrohung.

    Motivationstraining: wir wurden unter anderem als Looser beschimpft und zum Selbstmord aufgefordert.

    10 Wochen Makrameekörbchen und Ähnliches basteln, für hoch qualifizierte Arbeitsuchende

    5. 4 Wochen Vorbereitungskurs zum Müllsammeln (eine halbstündige Einweisung hätte gereicht

  14. H.J.K. am 10. November 2009 um 23:02 Uhr

    Da weis man dann wenigstens, woher das große Defizit in den Kassen der BA herkommt. Wenn sich so viele Institute mit Bewerbungskursen, zum 260`ten Mal die Firmenkassen voll stopfen, mit Hilfe der Arbeitslosen . Ohne die Garantie das die Teilnehmer anschließend einen Langzeitarbeitsplatz bekommen, ist dies wohl die teuerste Beschäftigungstherapie die in Deutschland existiert. Natürlich findet eine genaue Kontrolle dieser Institutionen mit ihren Kursen wegen des Aufwandes von der BA nicht statt. Vielmehr hat man voll damit zu tun, sich Sanktionen für sogenannte Verweigerer, die dieses Schmierentheater nicht mehr mitmachen wollen, auszudenken. Der Nachteil die Leute in der BA bekommen eingeschlafene Füße und später dicke Krampfadern, weil sie ihren Arsc…….. nicht hochbekommen .

  15. Globetrotter am 10. November 2009 um 23:04 Uhr

    Eine Masse von privaten “Berufsbildungsinstituten” profitiert von solchen Massnahmen, das ist ein saftiger Markt. Und die Argen/Arbeitsämter können ihre Statistiken schönen. Angeblich werden die Trainingsprojekte von der Arbeitslosenverwaltungsagentur (BA) ausgeschrieben, aber ich habe gehört, vieles liefe auch über Beziehungen.Daher sollte sich kein Betroffener wundern, wenn er in unsinnige “Trainingsmassnahmen” gesteckt wird.

  16. Sale47 am 11. November 2009 um 00:57 Uhr

    Unser Leben besteht eben mal aus + und -, deshalb auch die Unterschiede der Teilnehmer solcher Maßnahmen.
    Leider sind viele Menschen schon so depressiv geworden, dass Sie für solche Maßnahmen keinen Sinn mehr für sich darin erkennen (Alter, Berufserfahrungen, u.s.w.).
    Wie sicherlich von „Trainer oder Dozent“ richtig dargestellt zieht es einem schon manchmal die Schuhe aus, wenn man sieht was hier am Anfang für Bewerbungsunterlagen gezeigt wurden. Einerseits auch verständlich, denn wann hat sich mancher auch das letzte mal wirklich bewerben müssen? Hier wäre eine vorzeitige Aufsplittung der Kursteilnehmer nach Wissensstand sinnvoll gewesen. Es dürfte auch für manchen Dozenten nicht leicht sein die optimale Bewerbung zu erstellen. Meistens kennt man die entsprechende Personalchefin/chef nicht und der ihre Einstellung dazu. Hier kann man immer genau verkehrt oder auch richtig liegen. Das Ergebnis bekommen diese auch erst nach der offiziellen Einstellung der Person.
    Soweit mir bekannt ist hatte man früher die Maßnahmenteilnehmer, da diese damals in der Zeit ihrer Maßnahme mehr Geld bekamen (Überbrückungsgeld), wieder auf normales Arbeitslosengeld umgestellt und wurden dadurch wieder mitgezählt.
    Egal wie es auch ist, Wolfgang Bever hat hier schon recht, man kann trotzdem immer was positives für sich dabei mitnehmen.

  17. herbi am 11. November 2009 um 09:37 Uhr

    Das war jedem Arbeitslosen schon immer klar.Arge-Weiterbildungen dienen nur dazu die Arbeitslosenstatistik zu manipulieren, kosten die Steuerzahler unsummen Geld und überdecken die Unfähigkeit der Vermittler, die eigentlichen Aufgaben des Amtes nämlich:Arbeitslose zu vermitteln

  18. Lurgi am 11. November 2009 um 20:15 Uhr

    Geht man das Problem mal grundsätzlich an, dann gibt es nur 2 Methoden die Arbeitslosigkeit zu senken:
    Entweder man macht die Grenzen dicht und verhindert das Abwandern von Arbeit in Billiglohnländer, oder man macht die menschliche Arbeitskraft attraktiver für Unternehmer.

    Für das Erste ist es zu spät. Unternehmer ohne soziales Gewissen haben sich ja noch Milliarden an Subventionen geschnappt, bevor sie abgewandert sind.

    Das Zweite heisst Ein-Euro-Job für jeden unterhalb des Facharbeiters; und für die Facharbeiter 2.–. Kein Kündigungsschutz, keine Sozialversicherung, einfach jeden Morgen seine Arbeiter abholen draussen vor der Stadt auf dem Park+Ride Platz und fertig. Dann braucht man auch kein Arbeitsamt mehr und die frei werdenden Arbeitsberater und Hilfspersonal kann sich auch gleich dazu stellen auf den P+R-Platz. Dann lohnt es sich wieder statt der teuren Kehrmaschine bei der Büroreinigung auf den Knien rutschende Menschen arbeiten zu lassen. Endlich wären alle Menschen gleich!

    Ja und bewerben braucht sich auch niemand mehr unterhalb von Akademiker.
    (Achtung Satire!)

  19. Samanta am 13. September 2010 um 09:28 Uhr

    Also ich war nun 1 Woche in so einem Bewerbungstraining, und ja vieles war völlig unnötig und war reine Zeitverschwendung. Jedoch denke ich das langzeitarbeitslose wieder in einen Arbeitstrott kommen wenn sie morgends aufstehen müssen und die Verantortung bekommen rechtszeitig zu erscheinen und dort einen 8 Stündigen (Arbeitstag) verbringen.
    Ich denke man muss da einfach Spaß mitbringen dann gehts auch sehr schnell rum und man nimmt doch das eine oder andere mit.
    Leider hatte ich in der einen Woche 3 Dozenten und jeder erzählte mir was anderes.
    Ich habe einen Arbeitsplatz bekommen und trotzdem dachte ich mir ich nehm es mit, denn schaden kanns ja nicht. Und das hat es auch nicht.
    Ich hab es so erlebt das die Dozenten die Langzeitarbeitslose eher motiviert haben und das haben sie auch wirklich geschafft.
    Ich denke, das es auf die Einstellung ankommt mit der man da hingeht.
    Nimmt es doch einfach mit, denn schaden kann es nicht, jedoch nicht alles zu ernst nhemen denn man kann ja nicht wie ein Roboter in ein Bewerbungsgespräch sitzen.
    Für die Unterlagen hat es auf jeden Fall etwas gebracht.
    Vielleicht kommt es auch darauf an wo man das Training hat. Bei mir war es auf jeden Fall sehr lustig und hab mir auch manche Dinge mitgenommen, außerdem wars kostenlos :-)
    Da ich ein Schwabe bin nehm ich gern kostenlose Dinge mit ;-)

    Viele Grüße

    Samanta

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