Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 10.01.2009 um 13:24 Uhr

Professor fordert legalen Organhandel zur Finanzierung des Lebensminimums

Peter Oberender, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Bayreuth, zieht mit einem bemerkenswerten Vorschlag die Aufmerksamkeit auf sich.

In einem Interview mit dem Radiosender „Deutschland Radio Kultur“ erklärte Prof. Oberender allen Ernstes: „Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.“

Peter Oberender nennt zwar nicht ausdrücklich ALG II Bezieher als mögliche Spender, aber es ist wohl absehbar, welchem Teil unserer Gesellschaft der Volkswirtschaftsprofessor „helfen“ will. Schließlich ist keine andere Bevölkerungsgruppe aufgrund geringer finanzieller Mittel dermaßen existenziell bedroht wie Hartz IV Empfänger und niemand sonst hat in unserem „Sozialstaat“ derartig große Probleme, den Lebensunterhalt der Familie zu bestreiten.

Ferner führte Herr Oberender aus, dass er grundsätzlich für eine Vermarktung von Organen sei. In Indien und anderen 3. Welt-Ländern gebe es schon einen grauen Markt, doch die Organe würden zu 80 Prozent absterben.

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bisher 22 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. casba am 11. Januar 2009 um 19:24 Uhr

    Professor fordert legalen Organhandel zur Finanzierung des Lebensminimums
    Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 10.01.2009 um 13:24 Uhr (Autor: pr)

    Charakterlos!
    Für diesen Beitrag tue ich mal so, als träfe das auch auf mich zu:
    Allein für solche Äußerungen müsste man solchen Leuten die Titel entziehen, ein lebenslanges Berufsverbot verhängen und deren Vermögen enteignen und Bedürftigen zur Verfügung stellen. Zusätzlich dürften sie für die Dauer von 10 Jahren nur noch 1€-Jobs verrichten.
    Da gibt´s sicherlich noch mehr, aber ich belasse es mal dabei.

  2. Hartmut Slomski am 12. Januar 2009 um 15:30 Uhr

    Und was kommt als nächstes? Dann werden wohl HartzIV-Antragsteller, die noch zwei Nieren haben, gezwungen, erstmal eine zu verkaufen und den Erlös aufzubrauchen; können erst danach einen neuen Antrag stellen! Und Frauen, die in der Lage sind Kinder auszutragen, werden dann wohl gezwungen als Leihmütter für besserverdienende Karrierefrauen herzuhalten. Frauen bis zu einem gewissen Alter wird dann wohl in der Regel überhaupt jedliche Leistung mit der Begründung verweigert, sie könnten ja als Prostituierte ihren Lebensunterhalt verdienen oder ihre Töchter ab einem gewissen Alter auf dem Strich schicken.
    Was werden noch irgendwelche „Wissenschafrtler“ an irgendwelchen Universitäten ausarbeiten um einander in pervertierter Denkweise noch zu überbieten?
    Es ist doch höchste Zeit für einben Bprgerkrieg! HartzIV muss mit allen Mitteln bekämpft werden!

  3. Kupe am 12. Januar 2009 um 16:20 Uhr

    Hallöle miteinander und willkommen im (A)sozialstaat,

    haben wir schon den 1. April?
    Oder kann heute schon jeder Gehirnamputierte (Organspende!!!) Professor werden?
    Adolf lässt grüssen!

    Solchen „ehrenwerten“ Mitgliedern der Gesellschaft sollte man dringend mal den Hartz-IV Regelsatz für ein Jahr zumuten, natürlich mit allen Konsequenzen , die daraus entstehen.

    Laufend wird eine neue Sau durch Dorf getrieben, natürlich von solchen Leuten, die nich betroffen sind und wahrscheinlich nie betroffen sein werden.

  4. Bodo  (Website)  am 12. Januar 2009 um 23:29 Uhr

    Zum letzten Satz von „Kupe“ möchte ich nur sagen:
    „Never say never again“

    Viele derer, die die Politiker der letzten 2 Jahrzehnte wählten – zum Schutz ihrer Lebensqualität vor den „faulen nichtstuenden Arbeitslosen“ -, sitzen heute Gott sei Dank in der ARGE auf den Stühlen und warten auf ihren Fallmanager.
    Und wenn sie zu alt dafür sind, leben sie in Armut von dem bisschen Rente, was man ihnen noch gewährt.

    Auch hier findet ein klein wenig Gerechtigkeit statt, was einen solchen Prof evtl. auch mal trifft.

  5. sofi am 13. Januar 2009 um 10:09 Uhr

    Faszinierend, wie das bösarige Herz von einigen Menschen (zu)schlägt. Könnte es sein, dass unser erhenwerte Professor narzistisches Gedankengut in sich trägt? Hat er die falsche Biografie gelesen, etwa die von Adolf Hitler? Meines Erachtens sollte er sich mit Barrak Obama beschäftigen, denn solche Menschne braucht Deutschland! Oberender sollte sein Haus, sein Boot, sein Auto verkaufen, damit wenigsten ein Kind ein Studium finanziert bekommt, welches dann nicht seine Niere verkaufen muss. Er sollte mal ein Tág mit einer Krankenschwester mitgehen, wenn sie 12 Stunden 36 Patienten versorgt und so wenig verdient, dass sie nicht mal den Kitaplatz für die beiden Kinder bezahlen und den beiden nicht mal ein Zoobesuch gewährleisten kann.
    Vielleicht sollte ich die Kinder schon mal beim Neprologen anmelden, noch haben sie gesunde Nieren:
    Schämen sollte der sich!

  6. Petra Köhler am 14. Januar 2009 um 11:14 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prof. Oberender,

    ich bin über 50 und ALG-II-Empfänger, habe Schulden und 2 gesunde Nieren. Wo kann ich eine verkaufen, um meine Schulden zu bezahlen?
    Sie gehören nicht an eine Uni sondern ins Gefängnis.

  7. Sebastian  (Website)  am 14. Januar 2009 um 12:53 Uhr

    Der Artikel von Sozialleistungen.info wurde übrings im städtischen duisburger Sozialamtsforum veröffentlicht. daraufhin haben sich Arge Mitarbeiter verächtlich über Hartz IV Betroffene geäußert. Das gab einen Wirbel! Hier nachzulesen:
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19b930973001.php

  8. Clara Fall am 14. Januar 2009 um 18:08 Uhr

    kaum zu glauben.
    nach dem deutschland zum dumpinglohnland wurde, kann man sich (theoretisch zumindest) auch vorstellen es zum organdiscounter zu machen?

  9. Martina  (Website)  am 16. Januar 2009 um 11:38 Uhr

    Hmmm.. auf der Suche nach der Quelle dieser Äußerung bin ich auf einen Hinweis aus dem Jahr 2004 gestoßen. Eine aktuelle Quelle wäre sachdienlich, zumal interessant ist, dass derzeitig das Thema „Organhandel“ ansatzweise aktiv in den Medien gehandelt wird und Herr Prof. Oberender eine Unternehmensberatung im Gesundheitswesen betreibt.

  10. pr am 16. Januar 2009 um 15:20 Uhr

    @Martina (11): Das in der oben stehenden Nachricht als Quelle genannte Radiointerview stammt aus dem Jahr 2007 und ist unter folgendem Link nachzulesen:

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/579402/

    Insofern könnte man zwar argumentieren, die Quelle sei nicht (mehr) aktuell, allerdings schien uns ein Hinweis auf die in dem genannten Interview durch Herrn Oberender vertretene Meinung aus Gründen der dauerhaften bzw. erneuten Aktualität der Sache als notwendig.

  11. Frank am 20. Januar 2009 um 14:43 Uhr

    Solche gewissenlosen Profis haben die Wirtschaft und die Banken und damit die Gesellschaft genau in den
    Abgrund geführt, den die werkelnde, um 5 Uhr aufstehende Arbeiterschaft, die Arbeitslosen und die Rentnerschaft jetzt ausbaden kann.

  12. Ich am 22. April 2009 um 23:31 Uhr

    JA prof. ich brauche noch ein paar herzklappen gieb mir mal eine von dir schonmal ….

    das ist doch ein clown ; dadurch werden wahrscheinlich sehr viele leute die wirklich wenig geld haben zum leben

    irgendwas von sich zu verkaufen

    den prof. müsste man klein machen und an die schweine VERSCHENKEN

    mein beitrag dazu

  13. Marina am 3. Mai 2009 um 15:04 Uhr

    Prima, es wir doch immer vor der NPD gewarnt. Wer sind denn nun die wirklichen Verbrecher?

  14. mal-was-anderes am 14. Juni 2009 um 12:25 Uhr

    Hat einer von euch WIRKLICH zugehört? Hat sich NUR EINER von euch wirklich mal mit dem beschäftigt, was Prof. Oberender sagt?!

    Ich vermute mal, wenn ich die Aussagen hier so lese, nein!
    Ansonsten müsste man hier nicht so einen haarsträubenden Gedankenmüll lesen..

    Niemand will, dass Hart IV-ler Organe verkaufen müssen oder auch nur sollen (Jedenfalls nicht Prof. Oberender)

    Es geht alleine um die Frage, ob ein derart striktes Organhandelsverbot, wie wir es haben, richtig ist, oder ob der Bürger, der das wirklich will, ein Organ verkaufen darf (wenn er es will!) Es geht also um die (zugegebenermaßen akademische) Frage: Was darf der Staat dem Bürger verbieten?! Um nicht mehr und nicht weniger.

    Mich würde wirklich interessieren, ob die Leute, die hier von „Vermögensverfall“ und „Gefängnis“ reden aus der ehemaligen DDR kommen..

    In der BRD gibt es zum Glück ein Recht auf freie Meinungsäußerung…

    • Arames am 10. März 2015 um 19:34 Uhr

      Genau der selben Meinung bin ich…
      Wenn ich mich entscheide eine Niere zu verkaufen, die mein Eigentum ist, so lege auch ich den Preis fest. Wer den nicht bezahlen kann hat Pech gehabt.
      Wenn ich ein Auto verkaufe interessiert mich auch nicht ob es eine Familie mit 5 Kindern nötiger braucht als ein Single. Hier zählt nur der Preis.

      Und nochmal ich entscheide und ich würde verkaufen wenn es einen gäbe der sie haben will !!!

  15. Krankenschwester am 17. Juni 2009 um 18:39 Uhr

    Wie bitte? Von wem werden SIE denn für diesen Vorschlag bezahlt? Das ist doch wohl die Höhe, oder?

  16. micha am 12. August 2009 um 22:58 Uhr

    hallo zusammen! menschlich ist das nicht was der prof.sagt,aberwenn ich ehrlich binich würde es machen.

  17. landbewohner am 18. August 2009 um 11:21 Uhr

    solche typen sind der absolute abschaum und 1000x gefährlicher als eine bande randalierender neonazis, denn ihr einfluss ist bei weitem grösser.

  18. Hans-H. am 5. September 2009 um 19:28 Uhr

    Die neoliberale Denkweise, alles, aber auch alles dem Markt zu überantworten, und Freiheit nur als die Freiheit des Marktteilnehmers zu begreifen, schreckt eben vor nichts zurück. Und besonders pikant ist es, wenn Forumsteilnehmer, die das empörend finden, als ehemalige DDR-ler verunglimpft werden. Aber das hatten wir auch schon …

  19. hartz 5 am 20. November 2009 um 16:23 Uhr

    Hartz 4 – Empfänger haben noch genug Geld….. so schlechts gehts denen doch gar nicht, sollten sich mal aufraffen und n Job suchen…

  20. uli am 13. Januar 2010 um 19:48 Uhr

    Bein auch ihn einer sehr schlechten Lage würde auch ein Organ verkaufen um wider ein normales leben zu führen

  21. sven am 20. März 2010 um 23:02 Uhr

    Nachdem das ganze Land von Gerhard Schröder unter den Hammer gebracht wurde,ich meine Würde verloren habe und Frau und Kind verloren habe. Soll ich denen, die sich eh alles leisten können, noch meine ORGANE abtreten zum Dank? Wahrscheinlich auch noch fürn Appel und nen Ei. Und man kann betsimmt die Uhr nachstellen, wann mir das wieder vom Alg II abgezogen wird. Steckt doch am besten alle Alg.II Empfänger ins KZ, dann müßt die nicht mehr sehen und ihr könnt dann auch nach bedarf die Leute „Schlachten“ wenn ihr Organe braucht. Ist doch viel besser ;-). Und täglich grüßt das 3.Reich. Passt lieber auf, das hier nicht bald die ganz große Bombe platzt.

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