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SPD-Chef: “Hartz IV Reformen waren richtig”

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 13.06.2009 um 13:00 Uhr

Franz Müntefering hat ein erneutes Mal die von der SPD im Jahr 2003 angeschobenen Arbeitsmarktreformen verteidigt. Im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) sagte der Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten: “Es war richtig, was wir da gemacht haben”.

“Es ist uns immerhin dank der Hartz-Reformen gelungen, die Zahl der Arbeitslosen von 5 Millionen auf 3,2 Millionen zu reduzieren”, führte Müntefering als Argument an. An diese positive Tendenz würde nach Meinung des SPD-Chefs wieder angeknüpft werden, sobald die Finanzkrise überwunden sei.

Eine Umkehr vom eingeschlagenen Weg auf dem Gebiet der Sozialgesetzgebung wäre für Franz Müntefering ein großer Fehler. “Die Reform hat dazu geführt, dass 700.000 Menschen zum 1. Januar 2005 eben nicht mehr Sozialhilfeempfänger waren, sondern Arbeitslose. Wenn wir das wieder ändern würden, dann wären das alles Leute, um die sich keiner mehr kümmert, die sozusagen stillgelegt wären: Stütze und Schluss”, erklärte der Bundesvorsitzende. Dies dürfe nicht zurückkehren.

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bisher 21 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Boo am 13. Juni 2009 um 15:07 Uhr

    Da kann ich nur sagen: Unglaublich, unfassbar, ungeheuerlich, unbelehrbar, unwählbar. Das die SPD-Spitze nach der WASG (Linkspartei) Gründung immer noch nicht erkennt das Hartz4 ein Fehler war und ist, ist nicht zu fassen. Von Politikern egal welcher Partei ob es die CDU/CSU, die FDP oder die SPD ist hört man immer wieder das diese oder jene Entscheidung die Arbeitslosenzahlen positiv verändert hätte, nur das stimmt nicht. Die Politik schafft nicht neue Jobs sondern die Unternehmen und die wollen vor allen dingen billig, billig und noch mal billig und den Gewinn kurzfristig maximieren. Deshalb wird alles was nur möglich ist in den Ländern (China usw.) hergestellt/ausgelagert wo die Lohnkosten sehr niedrig sind und Arbeitnehmerrechte und Gewerkschaften fast nicht existieren. Das was die Politiker entscheiden beschönigt oft nur die Statistik. Da werden Fortbildungsmaßnahmen, Ein-Euro-Jobs, Umschulungen und sonstiges benutzt um angeblich Menschen wieder in Arbeit zu bringen aber in Wahrheit geht es erst mal darum das Arbeitslose die in einer “Maßnahme” sind nicht mehr offiziell arbeitslos sind. Das da oft am Arbeitsmarkt vorbei Qualifiziert wird und viele Teilnehmer an solchen Maßnahmen danach nicht viel bessere Chancen auf dem Arbeitmarkt haben ist anscheinend nicht so wichtig. Die großen “Volksparteien” wollen alle die “Mitte” sein nur sind sie in Wirklichkeit immer weiter nach “rechts” gerückt. Das S bei der SPD hat mit Sozial genau so wenig zu tun wie das C bei der CDU und CSU mit Christlich zu tun hat und bei der FDP bezieht sich das F für freie/freiheitliche wohl darauf das die Wirtschaft das tun und lassen kann was sie will ohne auf Arbeitnehmer/Verbraucher Rücksicht nehmen zu müssen. Ich frage mich immer wieder aus welchen Grunden die Wähler “ihre” Partei wählen. Warscheinlich würde der eine oder andere Wähler anders wählen wenn er sich mehr mit den Inhalten der Parteien beschäftigen würde.

  2. Ludwig A. am 13. Juni 2009 um 21:39 Uhr

    Ich kann Boo nur beipflichten dieser Müntefering , alt verknöchert unbelehrbar und außerdem als SPD-Boss nicht wählbar zumal die SPD sowieso nicht wählbar ist.Es ist einfach unfassbar wie unbelahrbar einige Betonköpfe sind.
    Willy Brandt würde sich im Grabe umdrehen wenn er sehen würde was einige Idioten mit der SPD gemacht haben.
    Ich hoffe im September bekommen alle Parteien einen Dämpfer denn es gibt auch noch kleinere Alternativen die man wählen kann.Uns das nennt sich immer noch Volkspartei, einfach lachhaft.

  3. Ossi am 13. Juni 2009 um 22:15 Uhr

    europawahl….war da nicht irgendetwas mir rekord tief der SPD?

    wie kam das bloß zustande?

    sagte der Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten: “Es war richtig, was wir da gemacht haben”.

    *räusper*

    wie bitte?

    sagte der Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten: “Es war richtig, was wir da gemacht haben”.

    achso!

  4. DietmarBrach  (Website)  am 14. Juni 2009 um 09:48 Uhr

    Steigende Kinderarmut, Vernichtung von Arbeitsplätzen durch 1 Euro Jobs, eine Klageflut bei den Sozialgerichten, eine gerichtlich festgestellte Verfassungswidrigkeit bei dem Konstrukt der Argen, immer mehr Beschäftigungsverhältnisse die so ausbeuterisch sind, dass ergänzende Sozialhilfe notwendig ist – und dann stellt sich Müntefering hin und sagt Hartz IV war richtig.
    Eigentlich kann man dies nur mit einer gestörten Wahrnehmung der Realität erklären. Offensichtlich begreifen die Genossen ihre Fehler erst dann wenn ihre Wahlergebnisse einstellig sind.
    Müntefering ist für die SPD so wertvoll wie ein Organspendeausweis von Johannes Heesters für Eurotransplant. Die SPD muss sich dringend erneuern. Dies geht aber nur, wenn man die Fehler der Vergangenheit eingesteht. Mit dem “verharzten” Trio Müntefering, Steinmeier und Steinbrück dürfte dies kaum gelingen. Aber auch Andrea Nahles ist alles andere als ein Sympathieträger. Und Persönlichkeiten, die das Potential für einen Neuanfang hätten, werden in der SPD von drittklassigen Politclowns aus der eigenen Partei gestürzt. TOLL

  5. Franky am 15. Juni 2009 um 03:49 Uhr

    Zitat Müntefertig: Wenn wir das wieder ändern würden, dann wären das alles Leute, um die sich keiner mehr kümmert, die sozusagen stillgelegt wären.
    Zitat Ende:

    Ja, und Hitler hat sich mit dem Reichsarbeitsdienst auch
    sehr um die Arbeitslosen gekümmert.

    So langsam kann ich mir Hartz V ausmalen.

  6. Tero am 15. Juni 2009 um 13:33 Uhr

    Also ich stimme meinen Vorschreibern mal zu… Alles was da gemauschelt und getan wird, ist das was was die Bürger ausbügeln müssen und nicht die selbst… Wenn es Ihnen an den Geldbeutel geht, werden sie eventuell die Realität erkennen und ihre Fehler eventuell mal zugeben… Ich bin echt dafür, das alle aber auch ALLE Partein komplett neu einfahren und neue “junge” leute an die macht lassen, vllt sogar leute die mal im Dreck hingen und das Volk verstehen.

    Aber die die da nun alle ganz oben sitzen, hacken eh dem anderen kein Auge aus, was ich allerdings schade finde. Denn, das ist meine Meinung, in jeder Partei wird es garantiert 3 Leute geben, die kotzen könnten wenn sie deren Chef reden hören und eine ganz andere Meinung haben, jedoch haben diese wenigen Personen zu wenig Schneid in der Buchse um gegen diese Obrigkeiten anzugehen… Leider… Manchein Politiker der nicht mehr unter uns weilt, würde sich schämen, wie die heutige Politik mit den eigenen Leuten umgehen…

  7. Ossi am 15. Juni 2009 um 14:28 Uhr

    @ 6

    die diffamierungen gegen oskar lafontaine beruhen darauf, dass er gegen harz IV war und das auch könig schröder und seiner wirtschaftsfreundlichen partei gesagt hat.
    logische konsiquens, wenn man meint was man sagt ist der rücktritt, wie damals geschehen.

    heute ist oskar lafontain mit gysi und co quasie “die achse des bösen” und wird in polittalkshows und andererorts lächerlich gemacht.

    oskar lafontaine hat damals gesagt das harzIV falsch ist und wurde so zum buhmann der nation.

  8. Michaela am 16. Juni 2009 um 14:20 Uhr

    Ich habe so das Gefühl,alle Harz4 Empfänger sollen auf eine einsame Insel und ganz viel Haie drum rum.So kann sich unsere Regierung sicher sein das da keiner mehr In irgend welchen Akten usw wieder auftaucht.Das ganze Gerede von wegen wenig Arbeitslose ist von vorn bis hinter gelogen. Merken die da oben eigentlich noch irgendwas???Es ist ein Trauerspiel wenn man das alles mal so verfolgt und wo das wohl noch hinführt. Es wird hier immer schlimmer statt besser und keiner tut was!!! Die lassen uns am langen Arm verhungern.Und wenn ich Frau Merkel sehe,soviel kann ich gar nicht essen wie ich ko…. möchte.Es wird Zeit das sich Politisch was ändert.Dackelchen

  9. Globetrotter am 16. Juni 2009 um 15:08 Uhr

    Mit Hartz4 sollte die Prekarität und der soziale Abstieg institutionalisiert werden. Das ist politisch gewollt. Schröder stand damals unter grossem Druck und Zugzwang, zumal er sich als grossmäuliger Macher präsentiert hatte. Die Arbeitgeberlobby hat davon profitiert, will sie doch möglichst billige und dazu willige Arbeitskräfte. Neuerdings wird die Hart4-Schlinge fester gezogen: Empfänger dieser Zuwendung müssen umziehen, wenn die Differenz zwischen Miete und von der Arge zugestadenem Limit 20 Euro beträgt. Vielleicht gibt es eines Tages mal wieder Konzentrationslager, aber diesmal für “Unproduktive”, die das System nicht will.

  10. peha  (Website)  am 16. Juni 2009 um 17:24 Uhr

    zur spd kann ich nur eines sagen, in einer diktatur ist das richtig was die partei sagt. in einer demokratie ist richtig was das volk sagt und das volk will hartz IV nicht. also ihr spd genossen. in irrtum verfallen, beschieden ist es allen. in irrtum verharren ist das vorrecht der narren. diese partei ist es nicht wert auch nur eine stimme zu bekommen. das ist nicht der einzige blödsinn. mit den gesundheitsreformen haben sie uns die gesammte versorgung genommen und alles viel teurer gemacht.

  11. tom am 16. Juni 2009 um 17:36 Uhr

    Super Aussage Herr Müntefering ,da sind Sie ja wieder ein par Milionen Wähler los, aber auf die Unterschicht sind Sie ja nicht angewiesen ,Sie haben ja genug andere Wähler ha,ha.

  12. Schatana am 16. Juni 2009 um 20:15 Uhr

    Ich muss einigen wirklich zustimmen wie z.B. Boo und einige andere die eine ähnliche Ansicht haben.

    Ich bin auch ziemlich enttäuscvht von der politik und die ganze Augenwischerei was z.B. die Statistiken angeht. Mich regt es auch auf wie diese verändert und verschönt werden. Ich musste selber einiges mitmachen. Alle (Ämter, Politiker, etc.) lügen sich selber an, bis sie es selber glauben. Doch bestimmte Dinge wirklich eine Hilfe sind und es einen weiterbringt ist wohl sehr fraglich. Man sollte mal die Augen auf machen und der Wahrheit ins Gesicht sehen. Aber davor haben sie Angst. Angst zu sehen wie schlimm es wirklich ist und das sie KEINE Kontrolle mehr haben und auch nicht wissen was sie machen sollen. Hauptsache “ihre” Zahlen stimmen, mit unter auch auf ihrem Konto! :-(

    Mir graut es vor den Wahlen im Herbst. Bei der letzen Wahl war ich auch und ich habe KEINE der großen Partein gewählt. Wenn man mal ehrlich ist, hat man die Wahl zwischen Pest und Kolera – also keine so tollen Aussichten. Ich habe Angst vor der Zukunft und auch Angst vor dem was sich die Politik noch einfallen lässt. Momentan sehe ich noch kein Licht am Ende des Tunnels und ich hoffe es ändert sich.

    Seit alle lieb umarmt!

    Schatana!

  13. Sale47 am 16. Juni 2009 um 23:03 Uhr

    Bravo Herr Franz Müntefering,
    würde gerne mal so ein Rechenexempel in Ihrem Geldbeutel oder bei Ihren Einkommen durchführen.
    “Sie erhalten 5 Millionen, aber bekommen nur 3,2 Millionen!“
    Wäre das dann für Sie auch in Ordnung, wenn wir sagen:“Es war richtig, was wir da gemacht haben”?
    Nicht erst mit der Hartz Reform wurden die minder Zahlen erreicht, sonder durch den statistischen
    Beschiss und Manipulation der Arbeitsagentur und Arge.

    Zitiere:
    Wenn wir das wieder ändern würden, dann wären das alles Leute, um die sich keiner mehr kümmert, die sozusagen stillgelegt wären: Stütze und Schluss”, erklärte der Bundesvorsitzende. Dies dürfe nicht zurückkehren.

    Komisch, dass es den meisten Leuten vor Hartz IV früher noch besser ging als heute. Selbst ein Arbeitsloser hatte noch besser Lebensqualität (dazu leider noch die Euro Umstellung). Hier hat der kleine Mann auch am wenigsten davon.

    Jetzt kann ich auch die Differenz des Lebensalters mit Ihrer neuen Lebensgefährtin nachvollziehen. Der Unterschied ist ja fast ähnlich wie bei den Arbeitslosenzahlen, nur die entsprechen der Wahrheit.

  14. kleiner Mann am 17. Juni 2009 um 01:12 Uhr

    Es fällt mir schwer den Namen des SPD Parteivorsitzenden auszusprechen. Was kann man von einem Kasper erwarten? Der Mann ist krank!
    Gruftis raus aus der Politik? Jeder ist ersetzbar.
    Wie lange wollen wir uns dieses arogante, unsoziale und inkompetente Treiben unserer führenden Volksvertreter noch gefallen lassen? Wenn wir schon nicht auf die Straße gehen, worauf unsere Politiker sich immer verlassen konnten, dann zeigt es Ihnen doch bitte in der kommenden Bundestagswahl. Es gibt Alternativen, jenseits von Schwarz, Rot, Gelb oder Grün. Sicher, kein Allheilmittel aber eine Wende allemal. Eine Neustrukturierung der großen Volksparteien wäre sicher.

  15. Claudia1 am 18. Juni 2009 um 13:03 Uhr

    Hallo zusammen..
    um die Menschen in die Armut zu treiben ist die Reform des ” Hartz4″ eine klasse Sache!!!
    Dann können sich unsere sogenannten ” Volksvertreter”
    von den nichtgezahlten Geldern so richtig was gönnen..
    Sie sind ja auch sooo Arm dran!
    Die kleinen Diäten… Gratis Auto fahren und Fliegen..
    Und diese sooo kleine Pension…
    Ihr seid doch echt Arme Schweine, ihr Beamten und Politiker!!!
    Und die Blöden Hartz4 Empfänger haben ja viel zuviel zum Leben..
    Himmel!!! 345.- €!! Das ist ja unmenschlich viel..
    Ich kann gar nicht soviel Essen, wie ich Kotzen möchte!!!!

  16. Erlotan am 21. Juni 2009 um 12:47 Uhr

    Nun ja Herr Müntefering, Reform hin, Reform her.
    Für einen Bordellbesuch in Rio reicht Hartz 4 so oder
    so nicht. Peter Hartz kann sich indes diese Besuche
    auch weiterhin leisten, dank seiner Arbeiter die sich
    vormals für ihm am Fließband geschunden haben.

  17. mr.bellamy am 21. Juni 2009 um 21:19 Uhr

    diese 700tausend von denen müntefering spricht wurden früher vom sozialamt direkt zum arbeitsamt geschickt, geholfen hatte es meist nicht. aber das man heute menschen mit einem langen arbeitsleben ruckzuck auf sozialhilfeniveau bringt wird man dieser bande um müntefering und fischer hoffentlich niemals verzeihen..

  18. Marx am 23. September 2009 um 01:33 Uhr

    Aus 7 Hunderttausend Menschen, die aus verschiedensten Gründen Sozialhilfe erhielten, sind fast 7 Millionen Alg2-Bezieher geworden! Es gibt nun 1 Million mehr arme Kinder als vor der Einführung dieser unsozialen Gesetzgebung. Abwählen! Alle abwählen, die daran festhalten wollen! Geht zur Wahl und wählt Die, die dieser Ungerechtigkeit ein Ende bereiten wollen, die keine Atomenergie, keine Kriege, kein Gen-Food, keine armen Kinder+Rentner und unfreie, unmündige Bürger mehr will! Neue Verkehrs-und Umweltpolitik, ein modernes Bildungssystem, einen Mindestlohn, gleiche Renten in Ost und West, gerechtere Steuerpolitik, Gesundheitssystemverbesserung, gesunde, ökologische Lebensmittel durch andere Agrar-und Subventionspolitik, Bürgerrechtebewahrung…!Deutschland würde aufblühen und sich aus seiner Verknöchertheit befreien!

  19. 77 Sunset Strip am 13. Oktober 2009 um 18:38 Uhr

    Kann meinen Vorgängern nur zustimmen.
    Habe Bekannte in der ARGE, die vorher im Sozialamt beschäftigt waren.Dort nur Frust. Wir sind ausführende eines verbrecherischen und völlig unzureuchenden Gesetztes.
    Sozialpolitik sieht anders aus.
    Schon mit Sozialhilfe war das Leben ein Kampf am Existenzminimumm, jetzt reicht es nicht zum Leben oder zum Sterben.
    Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen,ersetzen
    von defekten Möbeln oder Elektrogräten, unmöglich.
    Besonders schlimm Eltern mit schulpflichtigen Kindern.
    Die Schulen nehmen keine Rücksicht auf ALG II Empfänger. Es wird benötigt: 20,00 € morgen, bitte mitbringen. Wovon?
    Den Banken die Ihre Karre aus lauter Geldgier in den Dreck gefahren haben wird geholfen.
    Reduzierung der Politiker-Bezüge gleich null.
    In diesem Staat müssen erst wieder Steine geworfen werden bis sich etwas ändert.

  20. O E am 13. Januar 2010 um 22:19 Uhr

    Sehr geehrter SPD-Chef:,
    Ich wende mich voller Vertrauen an Sie, da ich dies als einzige Möglichkeit sehe, die mir noch verbleibt.
    Am 15.1.2004 hatte ich einen LKW Unfall, bei dem ich beidseitige Schulterverletzung und Rückenverletzung erlitt, daraus resultiert eine Unfähigkeit für den Beruf des Berufskraftfahrers.
    Ich entschied mich daher für den Beruf der Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration, meinen Reha-Antrag habe ich daher schnellstens eingereicht.
    Nach einigen Beratungsgesprächen und meinem psychologischen Test wurde mir gesagt, dass dieser Beruf für mich nicht passend sei, da mir Englischkenntnisse fehlen. ? ? ?
    Nach weiteren Überzeugungsversuchen meinerseits und der Tatsache, dass mir sogar später ein Arbeitsplatz als Informatiker zur Verfügung stand, wurde mir diese Möglichkeit verwehrt und somit ist mein Wunsch leider keine Wirklichkeit geworden.
    Ich wurde höflich darauf hingewiesen, dass die gesamte Maßnahme gestrichen wird und dass meine finanzielle Lage auch von meiner Entscheidung abhängig ist, falls ich das Angebot vom Reha-Team nicht akzeptieren werde.
    Daraufhin wurde ich nach BFW Hamm verwiesen, wo mir verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe aufgezeigt wurden, aber nicht der Beruf, für den ich mich wirklich interessiere, nämlich Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration.
    Nach dem ich ein Jahr im Hamm verbracht habe und nach mehreren Gesprächen mit meinem Klassenlehrer Herr Scheck und dem Abteilungsleiter Herr Ziwilski, habe ich nach meinem Empfinden wenig Verständnis gefunden für meine spezielle Situation. Obwohl es von Anfang an allen klar war, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nach der Umschulung als „Elektroniker/in für Geräte und Systeme“ nicht arbeiten kann.
    Aus diesem Grund habe ich mich mit meinem Sachbearbeiter bei der Arge in Paderborn beraten um dieser Frustration entgegen zu wirken und vor allen Dingen, um ein klares Berufsziel zu definieren.
    Mein einziger Wunsch ist es, einen Beruf auszuüben, der meinen Fähigkeiten und meinem Wunsch entspricht Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration, auf eigenen Füßen zu stehen und meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
    Nach mehreren Gesprächen und meinen Aussagen, „die nichts gebracht haben“, dass ich in den kaufmännischen Bereich keine Chancen habe, musste ich trotzdem die Ausbildung anfangen. Eine einzige Vertröstung war dass der Herr Mantel Oberhaupt von FAW Paderborn versprochen hat Zitat;“Ich verspräche jedem nach dieser Ausbildung ein Arbeitsplatz.“
    Meine darauf folgende Ausbildung (2006) zum Industriekaufmann musste ich leider auch abbrechen und zur Ausbildung zum Bürokaufmann wechseln.
    Der Grund für diesen Wechsel war der Rat von der FAW Paderborn (Fortbildungsakademie der Wirtschaft), dass dieser Beruf einfacher zu erlernen sei , da mir jedoch ein Jahr fehlte und die anderen Teilnehmer einen weitaus höheren Wissensstand hatten, hatte ich so gut wie keine Chancen die Prüfung zu bestehen, erstens ich war ganz einfach völlig überfordert und zweitens dass war ganz einfach ganz unpassendes Berufsfeld.
    2004 hat Agentur für Arbeit ausdrücklich gesagt, dass ich keine Eignung im kaufmännischen Bereich habe, und BFW Hamm hatte es 2005 genau so bestätigt, dass ich bei der BFW Hamm keine Umschulung in kaufmännischem Bereich bekommen würde. Warum hat mich Reha-Team Paderborn trotzdem dahin geschickt? ? ? ? ?
    Natürlich kann ich das Konzept vom Reha-Team Paderborn für meine Bedürfnisse nicht ändern, aber meiner Meinung nach brauche ich eine schulische Ausbildung, keine duale Ausbildung. Weil ich diesen Beruf vom Grund erlernen muss. Im Ausbildungsstellenatlas 2009 auf der Seite 9 von IHK wurde “Der Weg zum Ausbildungsplatz “ beschreiben. Leider konnte ich auf meinem Weg keinen einzigen von diesen Ratschlägen in Anspruch nehmen:
    WARUM KANN ICH SELBER NICHT ENTSCHEIDEN, WAS ICH WERDEN MÖCHTE? ? ?
    Bis dato habe ich über 1000 Bewerbungen geschrieben, davon sind ca. 600 höfliche Absagen und von dem Rest werde ich wahrscheinlich nichts hören.
    Ich habe mich auch persönlich bei einigen Firmen vorgestellt (als privat Person), um heraus zu finden, warum meine Bewerbung abgelehnt wurde, um an mir zu arbeiten.
    Aufgrund dieser Kommentare habe ich mich entschlossen einmal schriftlich an Sie zu wenden.
    Ich bin (aus unterschiedlichen Gründen) im Beruf Bürokaufmann nicht konkurrenzfähig.
    Dann habe ich mich sogar beim Reha-Team in Paderborn noch mal gemeldet und die ganze Situation geschildert. Kurz darauf wurde ich zum Psychologischen Dienst geschickt. Im Gespräch wurde mir vom Psychologen eine Umschulung als „Mediengestalter“ angeboten??? Auf die Frage, ob ich dann eine Aussicht auf bestimmten Arbeitsplatz habe, war die Antwort „Nein!!!“.
    Warum kann man nicht einmal das bekommen, was man will und tun kann???? Der psychologische Dienst von Arbeitsagentur (2007) hat gesagt, dass meine Sprache schlecht ist, dass es sogar für die Ausbildung (und ich bin Bürokaumann)??? nicht ausreicht und ich habe 2 Jahre kaufmännische Ausbildung hinter mir, die ich für Reha-Team Paderborn gemacht habe?????
    Ich habe mich mit dem Leiter des Reha-Team Paderborn Herr Rempe telefonisch unterhalten und er hat mir auch zugestimmt, dass ich in diesem Beruf schlechte Chancen habe. Stellt sich die Frage, wieso vermittelt man den Leuten wie ich Berufe ohne Zukunft?
    Ich muss abschließend sagen, dass ich das Gefühl habe, die letzten Jahre vergeudet zu haben und daher auch nicht weiterentwickelt habe. Ich habe keine Eignung im kaufmännischen Berufsfeld und keine ausreichende Kenntnisse. Ich wohne in einer Umgebung, wo viele Ausländer wohnen, die auch irgendwann wie auch ich irgendwas gelernt haben und komplett daneben gelandet sind, weil die weder Eignung noch Lust irgendwas weiter zu lernen haben. Weil das Berufsfeld für die meisten fremd ist.
    Ich bin aber zielstrebig, ich will mein Leben selber gestalten, ich muss arbeiten, weil ich 2 Kinder habe und auf keinen Fall von der Staatshilfe abhängig sein möchte. Ich will einen Beruf erlernen, in dem ich meine Fähigkeiten und meine Stärken sehe und zwar im Bereich Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration.
    Ich bin bereits 38 Jahre alt und stelle mir ernsthaft die Frage, wie es für mich weitergehen soll und meine Zukunft aussehen wird. Als Bürokaufmann finde nie eine Arbeit!!! Ich bin am 07.08.2008 an meiner rechten Schulter operiert worden und eventuell muss noch die linke Schulter operieren lassen. Ich möchte trotzdem einen Arbeitsplatz haben.
    Und jetzt denn je nach dem ich fast 2 Jahre zuhause bin und mit dem Beruf nicht zutun hatte, kann ich mir nicht vorstellen in kaufmännischem Bereich zu arbeiten.
    Es stellt sich heimlich die Frage, wie viel Geld das Reha-Team für irgendwas (nicht Realisierbares) bezahlt hat und „warum“, als Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration konnte ich schon seit 2007 arbeiten, Steuer zahlen und musste kein Geld mehr von dem Staat bekommen haben.
    Drei Jahre später bekomme immer noch HARZ 4 und mache mir Gedanken, wie ich mich als Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration ausbilden lassen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    O E

    Zitat; ich habe keine Ahnung ob die Reformen richtig waren ich will nur ein Beruf als Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration haben um mein Leben wider im Griff zu haben.

  21. liebknecht am 30. Juli 2010 um 12:25 Uhr

    Das einzig soziale in der SPD ist nur noch ihr Name,
    wer die nach HARZ4 noch wählt hat es auch nicht anders verdient.
    Da kann derjenige auch gleich die Schwarz-Gelbe Pest wählen.

    Meine Achtung gilt den Franzosen, die lassen sich wenigstens nicht alles bieten!

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