Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 14.02.2010 um 15:08 Uhr

Arbeitsministerin geht von 3,7 Millonen Erwerbslosen aus

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet für das laufende Jahr 2010 eine Zunahme der Arbeitslosen um 300.000 auf 3,7 Millonen.

Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ sagte von der Leyen: „Die Arbeitslosigkeit wird in der Krise noch steigen, auch wenn die ganz große Katastrophe wohl ausbleibt.“

„Es werden aber auch schwere Monate auf uns zukommen, in denen wir an die vier Millionen herankommen werden“, gab die CDU-Politikerin zu Bedenken. Die sozialen Marktwirtschaft habe sich jedoch in Zeiten der Krise „als stark erwiesen“.

Während die Erwerbslosigkeit in anderen Ländern dramatisch steige, würde man nach Worten der Ministerin international vom deutschen Jobwunder sprechen. „Die Tradition in Deutschland, zusammenzustehen und dafür zu sorgen, dass niemand ins Bodenlose fällt, wurde früher viel bespöttelt als lähmender Faktor für unser Land“, so von der Leyen. In der jetzigen Wirtschaftskrise werde Deutschland aber gerade hiefür beneidet.

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bisher 13 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Pjatrus' am 14. Februar 2010 um 15:50 Uhr

    Unglaubwürdige Zahlen nennt sie…

  2. Streetfighter am 15. Februar 2010 um 12:16 Uhr

    Super Frau von der Leyen ,dann steht doch einer Erhöhung der Regelsätze und einem Mindestlohn nichts mehr entgegen.
    Dann kann ja die Arge Osterburg auch wieder pauschale Heizkosten zahlen und braucht keine Gutscheine auszugeben wie im Kindergarten ,aber nur falls es mal Winter werden sollte!Villeicht reagiert dann diese Arge auch auf mal wieder auf Anträge.Ich bin jetzt sehr optimistisch das ich mit 58 Jahren und einem Gesellenbrief auf dem 1.Arbeitsmarkt mindestens 10 Jobs zur auswahl haben werde.Es freut mich ganz besonders das alles so positiv ist,ich schwebe jetzt,hoffentlich komme ich wieder runter,oder war das etwa ein Rosenmontagsscherz??

  3. packen wir an  (Website)  am 15. Februar 2010 um 20:08 Uhr

    Das Problem der Arbeitslosigkeit wird uns in Zukunft immer stärker treffen. Spätestens in der nächsten Krise werden wieder Arbeitsplätze wegfallen die nicht wieder aufgebaut werden können.

    Das Problem wird nicht durch Änderungen in der Geldverteilung und Erhöhung des Drucks auf Arbeitslose gelöst (z.B. Agenda 2010, HarzIV)! Auch ist die massive Ausweitung des Billiglohnsektors und Stützung durch die Grundsicherung nicht der richtige Weg! Uns brechen die Einnahmen weg!
    Also verschuldet uns die Regierung immer weiter. Die nächste große Krise wird folgen.

    Doch die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Leider glauben die meisten Menschen das, dass so sein müsste. Da ist aber ein Trugschluss !

    Uns müsste es eigentlich immer besser gehen, da wir mit so wenig Aufwand wie noch nie immer mehr produzieren können !

    Uns geht es aber immer schlechter, statt immer besser !
    Eigentlich sollten wir immer weniger arbeiten müssen. Jede Produktivitätssteigerung sollte uns eine bessere Lebensqualität bringen.

    Gehen wir endlich die Ursachen der Arbeitslosigkeit mit dem Arbeitsguthaben System an.

    http://www.arbeitslosigkeit-besiegen.de

  4. Julchen am 16. Februar 2010 um 09:07 Uhr

    Die Frau scheint „rückwärts“ zu rechnen und zieht immer die neuen Arbeitslosenzahlen von den alten ab…
    lustig!

    Über die falschen Zahlen haben wir ja schon geschrieben, also ist dass hier hinfällig- denke ich mal.

    :-)

  5. Pjatrus' am 16. Februar 2010 um 14:29 Uhr

    3.Julchen

    ist mir immer wieder ein Rätsel. Wie kann es denn sein, wenn bei 6 Mio offizielle Hartz4-Empfänger nur 3,7 Mio erwerbslos sind. Ist klar dass sie lügt, aber auf irgendwas muss sie doch versuchen, ihre Lüge zu stützen. Und die Stütze, die finde ich schon lange nicht.

    Kann mir jemand diese Lüge erklären, dass ich nachvollziehen kann, was sie da versucht, zu manipulieren?

  6. Mercedes W107  (Website)  am 16. Februar 2010 um 18:24 Uhr

    Irgend etwas muss sie sagen.
    Solange schwerbehinderte und gehandykapte Mitbürger die noch 3 Stunden arbeitsfähig sind auf den Markt gezwungen werden ( lt. Frau v.d.Leyen sooo gerne doch noch arbeiten) und somit auch nur Alg. II beziehen und tyranisiert werden können sich die Zahlen tatsächlich verschieben……aber anders als sie denkt.
    So viele Menschen haben doch beim besten Willen keine Chance.
    Ich selber würde mich auch nicht mehr einstellen…..

  7. Sieglinde am 16. Februar 2010 um 19:20 Uhr

    Es ist unglaublich, wie sich die Systemler alles schönreden. Diese Zahl ist doch nach unten gefälscht. Und die Krise fängt erst noch an. Da wird es wohl ein böses Erwachen geben.

  8. Julchen am 16. Februar 2010 um 19:28 Uhr

    Pjatrus, wenn die von „Arbeitslosen“ reden- meinen sie immer nur ALG 1 !!

    Wir sind doch die Nr. 2 !! Gelle !

    Lg Julchen

  9. Julchen am 17. Februar 2010 um 05:18 Uhr

    @ MercedesW107

    da sagst Du was Wahres. So viele sind dabei, die gar nicht mehr richtig können. Der Weg zur Arbeit ist oft noch weiter- in Zeit gemessen- als diese 3 Stunden oder auch 6 Stunden bei den 1 Euro-Jobs. Es ist ja aufgegliedert in 3-6 Stunden.

    Das Denkmodell von denen ist komplett verdreht.
    Aber dass ist das Zwingen- und das Kontrollieren, vielleicht ist es in den Deutschen drin? Auf keinem Amt in andern Ländern wird so mit Bürgern verfahren.

    Ich würde mich auch nicht einstellen- weil ich ein Risiko bin, was das Arbeitsrecht und Zivilrecht angeht.
    Wenn ich für eine Dumpingfirma arbeiten „müsste“ weil ich das nicht ablehnen darf- würde ich die Stück für Stück auseinandernehmen.
    Das finge bei sämtlichen Sicherheitsbestimmungen an…
    und würde bei der Steuer enden.

    Es gibt so viele Firmen, die krumme Dinge drehen, auf die Gesetze pfeifen und sie geben es auch noch offen zu, dass ich keinen Bock mehr auf solche Idioten habe.

    Nach dem Motto- wie Du mir- so ich Dir.

  10. MartinaBC am 17. Februar 2010 um 07:17 Uhr

    Pjatrus, alle, die zur Zeit in Trainingsmaßnahmen sind oder Ein-Euro-Jobs machen oder durch Dritte vermittelt wurden, werden z. B. aus der Statistik rausgerechnet, ebenso Kranke.

    „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“

  11. adele am 20. Februar 2010 um 11:15 Uhr

    Frau von der Leyen ist weit weg von der Realität, wenn sie mit Arbeitslosenzahlen aus den 80igern arbeitet. Sie scheint den „Traumtänzerball“ ungern verlassen zu wollen, denn in diesen Sphären kann man sich vertiefen ohne Gefahr zu laufen. dass die Öffentlichkeit Ihr in die Suppe spuckt.

    Ein Wunder wäre es, wenn die Schere zwischen arm und reich nicht mehr auseinandergehen würde. Aber da habe ich berechtigte Zweifel, denn Frau von der Leyen ist genauso unflexibel und einsilbig wie Herr Westerwelle. Und mit dem „zusammenzustehen“ ist es seit mehreren Jahrzehnten längst vorbei, wiel zu der Zeit, als dies noch eine Tugend des deutschen Volkes war, gab es Frau von der Leyen vermutlich noch gar nicht.
    Wenn Sie sich nicht bald einens besseren besinnt, wird sie das nächste Opfer der Schleudersitzpolitik von CDU und FDP sein.
    Also dann guten Flug ins Caos.

  12. MartinaBC am 23. Februar 2010 um 14:20 Uhr

    Ich denke , dass FDP und CDU nicht mehr lange miteinander klarkommen. Sie hatten sich ja eh nur zusammengetan, um an die Macht zu kommen. Ich rechne schon mit vorgezogenen Neuwahlen.

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