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Kinderreport 2007: Kinderarmut steigt dramatisch

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II 16.11.2007 um 22:46 Uhr
Autor: cme

Laut dem Kinderreport Deutschland 2007 des Kinderhilfswerk, welcher nun vorgestellt wurde, ist die Kinderarmut in Deutschland dramatisch angestiegen. Das Kinderhilfswerk untersucht mit dem Kinderreport seit 1965 die Kinderarmut.

Vergleicht man die Zahlen, welche vor 42 Jahren erhoben wurden, mit denen, welche aktuell für das Jahr 2006 vorliegen, wird der dramatische Anstieg bei der Kinderarmut erst richtig deutlich. War vor 42 Jahren nur etwa jedes 75. Kind unter sieben Jahren zeitweise oder dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen, war es 2006 schon jedes sechste Kind. Besonders betroffen von der Armut sind dem Report nach Kinder aus Einwandererfamilien.

Der Report macht hauptsächlich die Einführung der Hartz-IV-Gesetze vor knapp drei Jahren für die immer größere Kinderarmut verantwortlich. Die Einführung habe sich besonders dramatisch auf die Situation der Kinder ausgewirkt, so der Präsident des Kinderhilfswerks, Thomas Krüger. Allein dadurch habe sich die Zahl der Kinder, welche auf Sozialhilfe angewiesen sind, auf mehr als 2,5 Millionen verdoppelt. Damit seien inzwischen dem Report nach offiziell 14 Prozent aller Kinder in Deutschland von Armut betroffen. Man schätzt, dass etwa 5,9 Millionen Kinder in Deutschland in Haushalten leben, wo das Jahreseinkommen der Eltern gerade mal bis zu 15.300 Euro beträgt.

Krüger machte laut einem Bericht von “Spiegel Online“ die “kurzsichtige Politik“ für die steigende Armut verantwortlich. Er forderte daher eine rasche und radikale Änderung der Familien- und Kinderpolitik. Es sei nun dringend notwendig, dass die Bundesregierung ein Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut erarbeitet und ein umfassendes Maßnahmepaket mit konkreten Zielen vorlegt, so Krüger weiter. Daneben forderte er weitere Maßnahmen, wie die Aufhebung der im Steuersystem verankerten Benachteiligung von Familienhaushalten mit Kindern, sowie die Ausbauung des Kindergelds zu einer eigenständigen Kindergrundsicherung.

Die große Armut hat laut dem Report gravierende Auswirkungen für die Kinder. Nicht nur, dass sich die sozial benachteiligten Kinder ungesünder ernähren und sich weniger bewegen. Auch die Ausbildungschancen seien aufgrund der sozialen Benachteilung sehr schlecht. Damit seien regelrechte “Armutskarrieren“ vorprogrammiert, so Krüger und dies habe letztlich auch für die gesamte Volkswirtschaft gravierende Folgen.


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7 Kommentare zu 'Kinderreport 2007: Kinderarmut steigt dramatisch'

Kommentare als RSS oder TrackBack von 'Kinderreport 2007: Kinderarmut steigt dramatisch'.

  1. Franz Josef von Baltensack

    am 17.11.2007 um 11:57 Uhr

    Alle Jahre wieder,wird über das o.g. thema geredet.
    Aber:Alle armen Familien haben eine Playstation,DVD,Video,Premiere,Alkohol,Zigaretten zur Verfügung.Die Transferleistungen sind in der BRD sehr gut,niemnad braucht verhungern,erfrieren in der BRD.
    Also,die bildungsschwachen Familein bleiben bildungsschwach,weil das schon generatinsübergreifend ist.Warum soll der Sohn aufstehen und zur Schule gehen,wenn der Vater,Muter keinen job haben und im Bett liegen bleiben.
    Fazit:
    die Armen bleiben arm die reichen bleiben reich weil der Aufstieg in den klassen vorprogrammiert ist, nur inder Politik kann der Sohn einer Putzfrau Kanzler werden ,nur in der Politik kann ein Taxifahrer ohn e Schuklausbildung Außen minister werden usw.
    Gruß
    kaputnik-autor

  2. am 17.11.2007 um 12:44 Uhr

    […] Moral und den Anstand, auf welchen sie, wenn es um die Erhöhung der Diäten und der gleichzeitigen Verarmung großer Breiten der Bevölkerung geht, gelinde gesagt, einen großen Haufen scheißen. Und da wir […]

  3. J.H

    am 19.11.2007 um 16:26 Uhr

    @Franz Josef :
    So eine Verallgemeinerung kann ich nicht hinnehmen. Ich und viele andere Mütter,Väter und auch Familien kämpfen jeden Tag auf ein neues,das es unseren Kinder gut geht und das heisst nicht in materiellen Dingen.Sondern auch in schulischen und sozialen Bereichen. Wenn ich lese: Aber:Alle armen Familien haben eine Playstation,DVD,Video,Premiere,Alkohol,Zigaretten zur Verfügung. Und mich dann hier daheim umschaue.. kann ich nur den Kopf schütteln. Wie kann man nur solche Rückschlüsse ziehen ??? Ich sag hier nur eins dazu: Weniger Talkshows anschauen und mehr in der Realität sich umsehen…. Ich kann mit stolz sagen,das meine Kinder keine Konsumsüchtigen sind und viele andere Mütter und Väter auch… ABER : Es fehlt dank stetiger Erhöhung von Gas/Strom und Lebensmittelpreisen immer mehr die Grundlagen das Kinder leben können und ich meine damit das richtige Leben.. wo für mich gesunde Ernährung,einbinden ins soziale Umfeld ( sprich Sportvereine,Musikförderung oder auch mal mit Freunden ins Kino gehen) genauso gehört, wie auch z.b vernünftige Bekleidung … meine schlichte Aussage ist einfach : Scheuklappen weg ! Und nicht alle in eine Schubladen stecken …. Danke

  4. am 20.11.2007 um 20:07 Uhr

    Ich denke auch, dass man eher dort ansetzen sollte den Kindern und Jugendlichen eine vernünftige Basis eines Sportvereins oder Musikunterrichtes oder ähnliches zu ermöglichen. Aber nicht auf Kosten der Kinder oder ihrer Eltern mit all seinen damit in Verbindung gebrachten Umständen (Fahrtkosten, Wäsche waschen u.s.w.). Das sind doch meistens die Gründe, die Personen mit geringem Einkommen davon abhalten sich daran zu beteiligen. Jede Frau hat nicht die Kraft und Zeit und das Verständnis für den gesamten Verein die Trikots zu waschen und zu bügeln. Ebenso keinen fahrbaren Untersatz, geschweige Führerschein. Somit entsteht das Problem, dass die Jugendlichen eben zu Hause sitzen und ihre Spiele tätigen oder draußen herum lümmeln. Sich nicht an den allgemeinen Dingen eines sozialen Umfeldes mehr beteiligen zu können führt eben zu Aggressionen, besonders wenn sie dann noch von den Anderen dafür aufgezogen und gehänselt werden.

  5. am 21.11.2007 um 03:31 Uhr

    […] Zukunft unserer Gesellschaft. Doch diese Zukunft sieht nach dem kürzlich veröffentlichten Kinderreport 2007 des Kinderhilfswerks sehr schlimm […]

  6. zueckerchen1972

    am 21.11.2007 um 13:36 Uhr

    Also ich kann mich da nur meinem Vorredner anschließen. Auch ich bin als alleinerziehende Mutter von 2 Kindern auf HarzIV angewiesen und das obwohl ich arbeiten gehe. Doch mit 2 Kindern einen Job zu finden wo man genug verdient um alle Kosten zu decken ist nahezu unmöglich. Außerdem soll ich ja irgendwann auch noch meine Kinder erziehen! Trotz der öffentlichen Mittel ist es uns jedoch nicht möglich solche Sachen wie Sportverein, Musikschule oder sonstige “Extras” zu finanzieren. Von gesundem Essen das täglich auf den Tisch soll ganz zu schweigen. Mein Schuldenberg wird immer höher weil ich sogar solche Sachen wie Stromnachzahlungen, Müllgebühren oder ähnliches nicht aus den laufenden Mitteln decken kann. Und dann erzählt mir einer “HarzIV-Empfänger haben zuviel Geld??” Wer so etwas behauptet sollte mal einige Zeit von diesem Geld leben müssen um sich überhaupt ein Bild machen zu könnnen!

  7. Frey-Ritter , Mario

    am 23.12.2007 um 19:41 Uhr

    Lieber Herr von Baltensack
    Ich wünsche Ihnen und ihrer Aristokratischen Sippe ein frohes Weihnachtsfest unter dem Weichnachtsbaum mit DVD, CD-Player, Video , Premiere , Zigaretten und Alkohol. Lassen sie mich doch noch eines sagen ,sicherlich haben sie die Zeilen hier in ihrem Chalet geschrieben und sind nun zufrieden. Auf solche Aristocats wie sie kann das Land gerne verzichten, denn ihr Hang zur Verunglimpfung und zur Verallgemeinerung ist ihres Standes nicht würdig. Aber zur Thematik haben sie sicher vergessen, dass es wirklich liebevolle Menschen gibt, die ihren Kindern ein warmes und weniger emotional kaltes Heim schenken wollen, dies aber bedingt durch Zeitarbeit und Personalleasingunternehmen
    ( Sklaventreiberfirmen ) eben erst zum status quo gekommen ist der es nicht mal mehr verlangt, Menschen ein würdiges Leben zu schenken. Ich wünschte mir Karl Marx, Liebknecht und Engels würden noch leben, denn soooo unrecht hatten sie ja nicht, als sie im vorletzten Jahrhundert die Missstände anprangerten. Bleiben sie ruhig in ihrer ” Trutzburg ” sitzen und glauben sie den Medien, die uns soweit in ihrer Manipulation im Würgegriff haben ohne einer Chance auf freie Meinung und Bildung.
    Sie sollten sich schämen solch einen Artikel hier zu schreiben, ich wette sie waren noch nie bei der Heilsarmee oder in einer Caritativen Einrichtung. Sicherlich sind sie Mitglied im Royal Club oder einer anderen Einrichtung oder gar Bundestagsabgeordneter.
    Sie sollten allerdings wissen, daß Menschen mit ihren abstoßenden Ansichten nur noch mehr zur sozialen Kälte in Deutschland beitragen und schade auch, egal wie alt sie sind, daß sie trotz schön klingendem Namen überhaupt kein Herz für Kinder besitzen.

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