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Bildungs-Chipkarte: Familienministerin sieht Probleme beim Datenschutz

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 22.08.2010 um 19:46 Uhr

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) ist von der Idee einer Bildungs-Chipkarte nicht restlos überzeugt. Insbesondere mahnte sie in der “Bild am Sonntag” Probleme beim Datenschutz an.

“Die Chipkarte darf nicht dazu führen, dass wir künftig Bewegungsprofile von Kindern und Jugendlichen erstellen können oder staatliche Stellen präzise Informationen über deren Freizeitverhalten sammeln”, sagte Schröder.

Ihre Parteifreundin Ursula von der Leyen reagiert verschnupft auf derlei Bedenken. So führte sie die “Äußerungen der Ministerkollegin Schröder” auf Missverständnisse zurück, wie es sie in der Diskussion über die Bildungskarte noch viele geben würde. Allerdings habe sie mit der Familienministerin “inzwischen gesprochen”.

“Es würde doch niemand auf die abwegige Idee kommen, diese Karten zu verteufeln mit dem Argument, man könne damit herausfinden, in welchem Verein ein Kind Fußball spielt oder welches seine Lieblingsbibliothek ist”, fügte von der Leyen hinzu.

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bisher 6 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Julchen am 22. August 2010 um 20:34 Uhr

    Unsinn ! so eine lächerliche Aussage von einem jungen Ding, das sich beeinflussen lässt.

    Die wird sich schon nach dem schwarz/gelben Wind drehen. Für wie blöd werden die Bürger denn gehalten?

    Die “Familienministerin” ist darüber informiert- woher der Kartenwind kommt.

    http://www.gegen-stimmen.de/?p=7028

    also muss Frau Schröder nicht so tun- als wären die Deutschen doof- egal ob sie Arbeit haben oder nicht.

    Weg mit dieser Regierung!

    “Noch nicht “restlos” überzeugt!” Wenn ich so einen Mist schon höre.

  2. Lord am 23. August 2010 um 07:50 Uhr

    neben dem Staat würde sich nach einem jahr bestimmt jemand aus der Wirtschaft für Statistiken der Bildungskarte interessieren!
    Wer hat wo was gemacht? Usw… Da kann man ganz schnell was aufbauen als Konzern…

  3. Ossi am 23. August 2010 um 11:14 Uhr

    Ich kann mir auch vorstellen, das man die Daten für die unrühmliche Volkszählung 2011 benutzt.
    Man wollte doch eh das Vermieter und Nachbarn Information über ihre Mieter, Mitmenschen auf Zwangsbasis preisgeben.

    Das könnte durchaus ein Instrument für Stasi 2.0 sein.

    Und nun, nennt mich Verschwörungstheoretiker..
    Denkt aber dabei auch an die Datenskandale der letzten Jahre, an Elena, die Schülerdatenbank, die Steuer-Identifikationsnummer, Voratsdatenspeicherung (wurde ja erst mal in Teilen gekippt)

  4. LadyLuna am 24. August 2010 um 19:23 Uhr

    Die Chipkartenidee ist sowieso völlig sinnfrei. Wer lässt sein Kind denn bitte mit einem Aushängeschild herumrennen, das sagt: Hey, meine Eltern sind Hartz IV Empfänger? Dann werden auch noch Daten gesammelt, um es eventuellen Gewaltverbrechern zu erleichern, das Kind auf dem Weg von seinen diversen Kulturausflügen nach hause abzufangen. Weshalb gleich warnt man sein Kinder nochmal, KEINE Daten auf Facebook oder SchülerVZ preis zu geben?
    Eltern, die keine Lust auf Kultur haben, werden auch mit der Karte ihre Kids nicht zum Museum schleppen. Und wenn die Kinder das nicht von zu hause kennen, kommen sie auch von selbst nicht auf die Idee an irgendwelche Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Leute, die sich kümmern, reißen sich eher ein Bein aus, als es ihren Kindern nicht zu ermöglichen, ganz ohne Chipkarte.
    Wenn man die Kulturmuffel unter den Hartz IVern erreichen möchte, dann brauchts Ganztagsschulen, in denen auch nach der Schule noch angeleitet und Kultur erlebt wird.
    Alles andere ist nur Billigalternative, wenn man von Alternative überhaupt sprechen kann.
    … .

  5. Ossi am 24. August 2010 um 23:50 Uhr

    LadyLuna

    am 24.08.2010 um 19:23 Uhr

    Betreute Ganztagsschulen kannst du in die Tonne treten, die Sammeln auch nur Daten und mischen sich in Privatangelegenheiten ein. Besonders bei Alleinerziehenden.
    Zudem sehe ich keinen Sinn in Zwangsteilnahme an AG´s, nur weil man als Kind dachte es könnte einen Spaß machen. Meinung revidieren verboten!
    Ich weiß auch nicht warum Hausaufgaben verpflichtend dort gemacht werden müssen, wenn ich sie eh noch mal angucken muss und sie so aussehen, wie die die meine Lehrer mir berechtigterweise rot durchgestrichen haben und mir dafür eine sechs gegeben haben.
    Übrigens darf ich dafür noch gerade stehen bei der Lehrerschaft mit der beiderseits bekräftigt angeblich ein enges Bündnis mit der Betreuung bestehen soll.
    Das Mittagessen kann ich mir nicht leisten, viel zu teuer.
    Und ich habe besonders als Alleinerziehende mit zwei Kindern, für dessen gesundheitlichen belange ich verantwortlich bin, keine Lust einen gesundheitsbericht abgeben zu sollen, weil man mir nicht zutraut mich zu kümmern.
    Ich möchte mich auch nicht retfertigen müssen warum Termine genau zu der Zeit sind, wann sie sind. Ich möchte auch nicht das man mir verweigert meine Kind abzuholen, weil es noch nicht 15:00 Uhr ist.
    Es sind meine Kinder und ich bin dafür zuständig deren unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Dies bedarf besonders für mich eine straffe Planung. Da kann ich nicht noch Rücksicht nehmen , dass man sich dort versucht den Tag so bequem wie möglich zu gestalten und schwachsinnige, Familien feindliche Regeln aufstellt.

    Ich bin auch die sinnlosen Diskussionen Leid, ob ich mein Kind nun mitnehmen darf, weil es sonst zu spät abgeholt wird und dort vor der Tür steht.
    Ich finde es anmaßend, wenn eine Betreuerin mir erklären will, das sie nicht berechtigt ist mir mein eigenes Kind auszuhändigen, weil es noch nicht 15:00Uhr ist.
    Ich bin die Mutter, ich bin Sorgeberechtigte, ich bin Aufenthaltsbestimmungsberechtigte und habe mein Kind nicht verpachtet.
    Und wenn man es genauso sagt bekommst du noch das Jugendamt ins Haus geschickt, wegen Kindeswohlgefährdung!

  6. blau am 25. August 2010 um 13:04 Uhr

    Wer davor Angst hat, muss seinem Kind auch das Handy wegnehmen. Sonst weiß eh jeder mit Ortung wo das Kind gerade ist. Die Telefonnummern gibts dank Kind bei Facebook.

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