Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 23.04.2014 um 21:31 Uhr

Hartz IV Anspruch für Selbständige künftig nur noch 24 Monate?

Aus einem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden internen BA-Papier geht angeblich hervor, dass sich die rund 125.000 selbständigen Bezieher des ALG II auf härtere Zeiten einstellen müssen.

Nach Worten des BA-Vorstandsmitglieds Heinrich Alt sei Hartz IV schließlich nicht dafür eingeführt worden, unrentable Geschäftsmodelle dauerhaft durch die Allgemeinheit zu unterstützen. „Wer künftig Hartz IV wolle, müsse belegen, dass sich die Geschäfte auch von allein tragen“, fügte er hinzu. Wenn sich dann herausstellen würde, dass dies nicht der Fall ist, sollte man Alts Meinung nach wieder einen regulären Job wahrnehmen.

Den von BA-Mitarbeitern gemachten Vorschlägen zufolge sollte Selbständigen daher nur maximal zwei Jahre ein Anspruch auf aufstockende Leistungen im Sinne des SGB II zustehen. Insoweit danach kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann, sei die Selbstständigkeit aufzugeben.

Heinrich Alt erklärte hierzu, dass derartige Vorschläge zur Entbürokratisierung ganz im Sinne des BA-Vorstandes seien, weil sich die Jobcenter-Mitarbeiter auf diese Weise wieder mehr auf die Jobvermittlung konzentrieren könnten.

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bisher 44 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Revoluzzer2000 am 24. April 2014 um 01:27 Uhr

    Artikel 12, Grundgesetz

    (1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.

    Was glaubt dieser Typ wer er ist ?

    • woelfchen54 am 24. April 2014 um 15:48 Uhr

      Korrekt, aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit

      • pseudo am 11. Januar 2017 um 11:55 Uhr

        Auf Kosten der Allgemeinheit lebt nicht der Selbstständige, sondern das politische Klientel. Und…wir lassen uns munter wieder gegeneinander aufwiegeln. Altes Muster, wenn die
        HERRschaften ihre Felle schwimmen sehen. Ein Bespiel: Würde man den Kirchen untersagen,
        zunehmend selbst kleine Theater auf Ihrem Gelände zu führen, für die sie dann auch noch in
        die Kulturtöpfe greifen dürfen, würde dieses Geld udn auch der Platz für neue Theater gesichert
        und selbständige/freiberufliche hätten könnten ihr Brot verdienen.

    • rattiger am 24. April 2014 um 18:30 Uhr

      Aber in dem Gesetz steht nicht drin, daß die Allgemeinheit unfähige Geschäftsleute, bzw. unrentable Geschäfte finanzieren muß. Wenn es nach mir ginge, würde es nur max. 12 Monate Unterstützung geben.

    • Tobi am 3. Mai 2014 um 11:58 Uhr

      Stimmt schon, ich bin auch selbständig, jedoch muss man auch beachten, dass man ein weiteren Job annimmt wenn das Geld nicht reicht. Man kann nicht hunderte Jahre von den Bürgern Geld beziehen, nur weil man angeblich in Vollzeit für seine Firma da ist. Dann muss in der Regel auch was rausspringen, oder man hat das angebliche nie endende Projekt, womit man immer weiter fürs nichts tun Geld erhält.

      • Ghostman am 21. Oktober 2015 um 18:57 Uhr

        Und was machen die ganzen Freiberufler?
        Viele davon Künstler, die nach Aufträgen oder auf Honorar-Basis bezahlt werden?

        Viel mehr sollte man im Vorfeld darauf achten mit welchen Geschäftsideen manche aufwarten.
        Stricken für die Hausfrau ist zwar schön, aber sicherlich kein Geschäftsmodell, mit dem man sein leben finanzieren kann.

        Zudem sollte darauf geachtet werden, ob eine vernünftige Marktanalyse gemacht worden ist und diese auch wirklich auf das Umfeld zutrifft.

        Immer wieder beobachte ich Gründer, die augenscheinlich nicht richtig analysiert haben und innerhalb 1-2 Jahre wieder vom Markt verschwunden sind.

        Da sollte man, meiner Meinung nach, ansetzen!
        Das verhindert viel eher solche Schnappsideen.

  2. kfm am 24. April 2014 um 03:23 Uhr

    der (reguläre job) auch mit hartz IV gestützt wird….was bedeutet regulär für hrn. alt….selbst-ständige leisten ihre arbeitsstunden und das nicht zu knapp….angestellte mit einem sv einkommen, leisten auch ihre arbeitsstunden und beziehen zusätzl. hartz IV….manchmal frage ich- was das soll- dieses geistige erbrechen….aber so ist das, wenn man sich nicht im regulären arbeits markt geschehen auskennt….

  3. za am 24. April 2014 um 06:06 Uhr

    Ich finde das richtig. Denn selbständig sein um jeden Preis kann es doch auch nicht sein. Warum sollen wir das unterstützen, wenn jemand sich was Unrentables ausgedacht hat. Dann hat es eben nicht funktioniert und man muss es aufgeben. Ist doch nur eine logische Konsequenz. Ich weiß nicht warum ihr euch über so eine ökonomische Selbstverständlichkeit aufregt.

    • Neuhier am 25. April 2014 um 10:14 Uhr

      …schon mal darüber nachgedacht, dass das Einkommen aus der Selbständigkeit die Leistungen zum Lebensunterhalt senkt?! Wohlgemerkt, ein Selbständiger wird auch verpflichtet, wie jeder andere Bezieher auch, sich zu bewerben und Eingliederungsvereinbarungen zu unterschreiben. Also man sollte es schon mal richtig betrachten. Ein Arbeitssuchender, der alles dafür tut, aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen und seine Bezüge zu minimieren. Genau das ist ein Minijober, ein Dumpinglohnarbeiter UND ein leistungsbeziehender Selbständiger! Erst denken, statt sich aufhetzen zu lassen auf irgendwelche Minderheiten, die nicht die Ursachen der Problematiken sind!

    • loslegen am 30. April 2014 um 08:59 Uhr

      Ja ….
      So haben die Firmen / Arbeitgeber auch gedacht, als erst 1.000, dann 5.000, weiter 10.0000 usw. Arbeitsplätze in unserem Land vernichtet wurden!!
      Warum auch diese versicherungspflichtigen Arbeitsplätze erhalten!
      Billig muß es doch sein!!

  4. krmpf am 24. April 2014 um 13:34 Uhr

    was ist denn mit denen, die ohnehin kein Beschäftigungsverhältnis mehr bekommen, die sich aber via „selbständiger Tätigkeit“ wenigstens noch ein kleines Zubrot verdienen können? Auch wenn die Beträge klein sind MUSS doch hier ein Gewerbe angemeldet werden, um alles LEGAL abzurechnen – bei einem ZWANG zur Abmeldung der Selbständigkeit fällt selbst diese kleine Möglichkeit weg… … … ansonsten schliesse ich mich meinem Vorredner (der vom geistigen Erbrechen sprach) vorbehaltlos an…

  5. M.J. am 24. April 2014 um 14:43 Uhr

    Das ist wieder typisch damit wird wiedermal unterstellt das alle Leistungsempfänger betrügen wollen. Es ist aber nun mal nicht immer so.
    Ich habe mich selbständig gemacht weil ich aus gesundheitlichen am regulären Arbeitsmarkt keine Arbeit mehr bekomme und um so wenigstens etwas Einkommen zu haben aber so wie es aussieht wird man für eine solche Eigeninitative wiedermal bestraft.Und im übrigen Leute die Teilzeit Arbeiten sind dann ja auch Aufstocker

    • Besserverdiener am 25. April 2014 um 17:44 Uhr

      Wenn Ihre Eigeninitiative insgsamt nicht erfolgreich ist, gibt es auch keinen Grund von der Allgemeinheit auf diese Weise dauerhaft alimentiert zu werden.

      • loslegen am 30. April 2014 um 09:01 Uhr

        Wenn die Allgemeinheit für die Vernichtung der Arbeitsplätze war,
        sollte die Allgemeinheit auch diese Tätigkeiten unterstützen.

      • else am 30. April 2014 um 12:55 Uhr

        aber das wir arbeitnehmer mit billiglöhnen zu gunsten der industrie fördern – ist wohl nicht so schlimm

  6. adele am 24. April 2014 um 15:19 Uhr

    @kfm
    Recht hast du, denn solche überbezahlten Funktionäre wie Herr Alt &Co. haben es nicht nötig, sich in die Niederungen des normalen Arbeitslebens einzuklinken. Sie bekommen ihre Gehälter pünktlich ,ob sie nun großartige Leistung erbringen, oder nur (Dienst nach Vorschrift) machen.
    Und wenn sie als Funktionäre sich ingendwelche Ungereimtheiten leisten, die ein normales Finanzrisiko übersteigen, dann treten sie einfach zurück — bekommen noch eine 2stellige Millionenabfindung + Anspruch auf ihre bis dahin angehäuften Pensionen.
    Wie man an diesem Fall ersehen kann, wird das Anspruchsdenken eines Funktionärs und das eines Angestellten in eklatanter Weise auf den Kopf gestellt.
    Einerseits haben wir Facharbeitermangel, auf der anderen Seite hat die BA/Jobcenter oft keine geeigneten Arbeitsplätze anzubieten. (als Arbeitsplätze zählen nicht nur IT- und Ingineurberufe)!!

  7. Neuhier am 24. April 2014 um 19:28 Uhr

    (Zitat: …sei Hartz IV schließlich nicht dafür eingeführt worden, unrentable Geschäftsmodelle dauerhaft durch die Allgemeinheit zu unterstützen. ….)

    Es gibt Lohndumping, dass viel zu oft mit Hartz IV aufgestockt werden muss. DIESE Geschäft(smodell)e werden von der Allgemeinheit vor allem dauerhaft unterstützt, durch falsche Politik. Die wenigen aufstockenden Selbstständigen sind dagegen Penauts, lächerlich. Nur ein Töricht erkennt darin keine Hetze!

    Meiner Meinung nach führt die Politik Zuhälterei durch.
    Industrie (Freier) – Politik (Zuhälter) – Menschen (Versklavung/Zwangs-Huren)

    Die Industrie braucht Nachschub an Frischfleisch, welches aber vorher gefügig für sie gemacht werden muss. Und dafür sorgt die Poloitik!

    Ich denke, ein Selbstständiger der HartzIV bezieht, würde gerne einen für ihn geeigneten Job nehmen wollen, wenn dieser nicht auch mit Hartz IV aufgestockt werden müsste.

    Also Alt sollte bessere Argumente bringen, wenn er in meinen Augen nicht alt aussehen will.

    • Besserverdiener am 25. April 2014 um 17:50 Uhr

      Es gibt zu viele Menschen, die den Anforderungen an die heuten Tätigkeiten überwiegt nicht genügen. Diese Personen wird niemand einstellen, weil sie im Ergebnis viel zu unproduktiv sind. Um dieses Vermittlungshemmnis zu überwinden zahlt die Allgemeinheit etwas dazu, weil es besser ist dauerhaft beschäftigt zu sein als ohne Tätigkeit und Verpflichtung zu Hause zu bleiben.
      Das hat mit gescheiteren Geschäftsmodellen überhaupt nichts zu tun.

      • Neuhier am 30. April 2014 um 11:06 Uhr

        @Besserverdiener, die Rede ist doch nicht von Kümmern über eingeschränkt arbeitsfähigen Menschen. Fang nicht an, hier alles zu vernebeln. Die Rede ist von Arbeit, die von der Industrie erledigt werden möchte/muss, und dafür nichts oder so wenig zahlt, dass unter Vollzeitbeschäftigung dieser Mensch davon nicht leben kann.

        !!!Die Allgemeinheit unterstützt keineswegs den jeweiligen Aufstocker, sondern die Industrie!!!

        Und das funktioniert nur, weil die Politik sie darin unterstützt.

        • Besserverdiener am 30. April 2014 um 20:58 Uhr

          „…..dieser Mensch davon nicht leben kann. “
          Doch – er kann schon davon leben. Diese Beschreibung ist doch rein subjektiv. Unter dem Begriff „…davon leben können“ verstehen alle etwas anderes.

          Zudem muss man sich auch ganz ehrlich und sachlich eingestehen, dass die menschliche Arbeit in einigen Bereichen nicht mehr Wert ist. Das führt im Ergebnis zu einem vergleichsweise geringen Lohn. Das mag man nicht schön finden, es ist aber nicht veränderbar.

          Ich bleibe daher bei meiner Auffassung, dass nicht der Arbeitgeber direkt subventioniert wird sondern vielmehr überhaupt die Möglichkeit geschaffen wird Personen mit Vermittlungshemmnissen eine auf Dauer angelegte Tätigkeit zu verschaffen. Die Arbeitgeber würden diese Jobs sonst auch gar nicht anbieten, da sie rein von der Kostenseite zu Verlusten führen bzw. unwirtschaftlich sind.

  8. Uschi am 25. April 2014 um 09:07 Uhr

    Aber dicke Subventionen an Großunternehmer springen lassen, die ihre Mit-(Leih-)arbeiter
    unter Lohn-Minimum beschäftigen!!!!
    DAS ist die wirkliche Sauerei!!!
    Hat sich seit Daimler Benz, Zalando oder Amazon irgendwas geändert???
    Und glaubt mal, mit dem Mindestlohn wird es richtig „lustig“ für die BA!!!!
    Nämlich dann, wenn nach 6 Monaten die Leute WIEDER vor der Türe stehen,
    weil sie (Probezetimäßig) entlassen werden können, da die Arbetigeber sich
    um den Mindestlohn drücken wollen!
    Und wenn jemand selbständig ist, aufstocken muss, dann ist dies ebenso sein
    Recht, wie das eines Arbeiters, der unterbezahlt ist, und dies den Chef nicht die Bohne interessiert!!!
    WER sind denn all die Steuerzahler????
    Genau!!! -> AUCH die, die mit ihrer Sozialhilfe, etc… bei Aldi, Lidl und Co. einkaufen,
    ihren Strom genauso bezahlen wie DIE, die sich solche Armuts-Förder-Gesetze aus dem Ärmel ziehen!!!!

    • AuchHartz4 am 1. Mai 2014 um 17:06 Uhr

      Hallo alle zusammen und einen schönen ersten Mai.
      @Uschi: Endlich spricht (schreibt) das endlich mal jemand.

      Weiß jemand, wer uns regiert????

      Nicht „Mutti“ und ihre Vasallen. Das sind nur vom Kapital geduldte
      Marionetten, die ihre feisten Fratzen lachend in die Kameras halten
      und den „Staat“ (das sind WIR ALLE“) gnadenlos abzocken.

      Das Kapital regiert uns durch die Lobbyisten, jedes neue Gesetz zielt nur auf zwei Zwecke:
      Wie machen wir die Reichen reicher und die Armen ärmer. (Siehe EU)

      In diesem Sinne
      Peter

      p.s. Noch einen gaanz innigen Gruß an @Besserverdiener

      • Besserverdiener am 7. Mai 2014 um 20:33 Uhr

        Wenn Sie sich die letzten 30 jahre ansehen, dann sind die Armen in Deutschland aber deutlich reicher geworden. Sie haben Ihren Wohlstand absolut und im Vergleich massiv gesteigert.

  9. shopping - queen am 27. April 2014 um 10:34 Uhr

    Mist, wenn das durchkommt ist noch mehr Leerstand in den Innenstädten zu beklagen.

  10. bla am 27. April 2014 um 10:40 Uhr

    Ich emfehle jedem Selbstständigen von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, freiwillig Beiträge in die Arbeitslosenversicherung einzuzahlen.

    • eischebine am 30. April 2014 um 03:58 Uhr

      das ist für HartzV-Empfänger leider nicht erlaubt. Ich hab es versucht. Durfte ich nicht.

      • loslegen am 30. April 2014 um 14:59 Uhr

        Das ist auch eine Ungerechtigkeit.

      • quinky am 28. Juni 2014 um 17:18 Uhr

        Das es für HartzIV-Empfänger nicht erlaubt ist, ist wohl ein Scherz!
        AV anmelden, als Kosten am Gewinn abziehen /Laut § 11 SGBII) und fertig.
        Es gibt KEIN Verbot in Deutschland, in die Sozialversicherungssysteme einzuzahlen.
        Hier hat wohl ein SB eingemächtig etwas festgelegt, das rechtlich NICHT gedeckt ist!

  11. xxlteddy am 30. April 2014 um 01:15 Uhr

    Das Problem ist, das viele Unternehmen eine lange Aufbauphase haben. Man muss erst den nötigen Bekanntheitsgrad erlangen und sich dann am Markt etablieren. 3-5 Jahre für den Aufbau sind völlig normal. Dafür braucht man ganz schön Puste. Einfach selbständig machen und dann kommt sofort das große Geld? Das ist sehr selten. Man braucht entweder einen Lebenspartner mit genügend Einkommen der einen mit Durchschleppen kann oder eben ergänzendes H4.

    Nur das ist auch nicht so einfach. Als Selbständiger muss man z.B. bei Einzelausgaben von mehr als 150 Euro erst das Jobcenter fragen….. Ich bin als Trockenbauer selbständig. Als ich mir am Anfang vom Verdienst neues Profiwerkzeug kaufen wollte statt mit billigen Discounterzeugs weiter zu machen, gab es mächtig Aufregung…..

    Ich bin im 4. Jahr, so wie es aussieht komme ich dieses Jahr los von dem Verein…..

    Der Preiskampf am Markt ist gnadenlos, gerade weil sich so viele Handwerksgesellen selbständig machen. Jeder Steuerberater rechnet einem vor, dass man für weniger als 25 Euro/Std gar nicht erst anfangen braucht. Um in den Markt hinein zu kommen musste ich anfangs aber mit 12 bis maximal 14 Euro rechnen. Davon bin ich weg, ich konnte die 25 Euro Schwelle überschreiten…..

    Also ich kann mich über die wenig geistreichen Ergüsse von Herrn Alt nur wundern.

  12. Si isses am 30. April 2014 um 06:37 Uhr

    Wird ja auch Zeit.
    Hartz 4 kassieren, Gewerbe anmelden und nebenbei offiziell „schwarz Arbeiten“ gehen. Ab und zu ne kleine Rechnung unter der Hinzuverdienstgrenze schreiben. Das ist doch die Realitat.

  13. Tom Samuel am 30. April 2014 um 10:35 Uhr

    Das Verarmungskonzept gem. AGENDA 2010 geht in die nächste Runde im Besatzungskonstrukt BRD! Eine subtilere Art u. Weise sich Arbeitsvieh zu halten wie einst in NAZI-Deutschland durch die Arbeitslager (…)! Es werden Kosten seitens den Jobcenter reduziert, da offenkundig die Bearbeitung von sog. Selbständigen im Vergleich überproportionale Kosten erzeugen. Eine Genugtuung ist, daß selbst die Handlanger in den Jobcentern evtl. jetzt bald selbst Leistungen beziehen müssen. Und die plappern einfältig alles nach was ihnen eingetrichtert wird, ohne zu hinterfragen welche Konsequenzen es den selbst für sie hat – zeigt sehr deutlich welcher Natur sie Entsprechen: Ich kann schon behaupten, daß es sich hier um eine Verarmungsreligion handelt…. Es stand auch noch im Raum, soweit ich mich erinnere, daß die Betriebskosten nur noch max. 30% vom Umsatz ausmachen dürften…
    Aus der Betrachtungsweise des Gleichheitsgrundsatzes müßte ja dann auch jeder Aufstocker-Job von den Leistungen n. d. SGB -II eingestellt werden, der sich nicht innerhalb von max. 24 Monate selbst trägt? –ist ja nicht so Verwaltungsintensiv, wie heißt es so im Volksmund: Zeit ist Geld ;-)
    Ich gehe davon aus, insbesondere wenn ich mir die Rechtsbrüche der Judikative und Legislative in dieser Sache betrachte, daß sie es umsetzen werden ; daß Geld wird ja gebraucht um die Banken und den EURO zu stützen, da sonst das ganze Lügengebäude zusammenbricht….

  14. Sieglinde am 30. April 2014 um 10:45 Uhr

    Nach zwei Jahren rentieren sich die meisten selbst aufgebauten Betriebe noch nicht, der Zeitraum ist zu kurz. Außerdem ist es doch besser, wenn nur Aufstockung gezahlt werden muß und der Aufstocker etwas Sinnvolles und Nützliches tut, als wenn er gar keine Arbeit hat. Besser nachdenken, bevor Vorschläge dieser Art gemacht werden!

  15. maikatze am 30. April 2014 um 10:57 Uhr

    Für meine Begriffe ist das gesamte soziale Netz nicht vernünftig durchdacht. Ständig wird was verändert oder „nachgebessert“. Würden wir als selbständige Unternehmer so arbeiten, kämen wir nie auf einen grünen Zweig und fänden uns ganz schnell in diesem Netz wieder.
    Ich habe vor 15 Monaten, aus dem Bezug von Harz IV kommend (aufstockend) mit 60! Lebensjahren, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Habe mich im Vorfeld 9 Monate lang bestens informiert und vorbereitet. Die größte Hürde war dabei die Tragfähigkeitsbescheinigung. Es lag dabei nicht am Konzept, sondern daran, dass ich Frau bin und an meinem Alter! Durch meine Beharrlichkeit und Argumentationen habe ich es dann endlich nach 2 Monaten geschafft das OK zu bekommen. Mit einer Starthilfe von 5000,00 Euro vom Amt, konnte ich dann mein Unternehmen im Bereich Gebäudedienstleistungen starten. Mit dem Geld habe ich Equipment und Fahrzeug angeschafft und fleißig Aufträge gesammelt. Heute bin ich in NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen mit 10 Mitarbeitern für Vertragskunden aktiv, die mir jeden Monat einen festen Umsatz sichern. Allerdings ist der Gewinn noch nicht so, dass ich ohne Aufstockung auskommen würde (Sozialversicherungsbeiträge). Bis Ende des Jahres werde ich es aber wohl geschafft haben.
    Weshalb ich das so ausführlich schildere: Ich habe 10 Kunden des Jobcenters einen Minijob verschafft und somit die Ausgaben für die öffentliche Hand geschmälert. Zudem zahle ich für 10 Mitarbeiter Beiträge für die Sozialversicherungskasse. Dagegen macht sich die Aufstockung für mich als Selbstständige lächerlich aus. Sollte ich es nun doch nicht schaffen bis zum Bezugsablauf in 9 Monaten vom Amt los zu kommen und gezwungen wäre den Betrieb zuschließen, wären weitere 10 Menschen davon betroffen.
    Ist das nicht krank?
    Es soll doch nur keiner glauben, dass uns auch nur eine Bank, trotz steigender Umsätze einen Cent Darlehen geben würde. Selbst an die hochgepriesenen ERP-Darlehen kommt man nicht heran, weil die Hausbank wegen fehlender Sicherheiten vorher abwiegelt. So lang das nicht von Seiten des Gesetzgebers geregelt ist, sind wir leider auf Staatshilfe angewiesen.
    Alles nur paradox.

  16. quinky am 30. April 2014 um 13:11 Uhr

    WENN alle Selbständigkeiten unterhalb HartzIV gestrichen werden sollen, müssen ZWANGSLÄUFIG auch ALLE abhängigen Jobs unterhalb HartzIV gestrichen werden. NIEMAND darf dann bei einer Vollzeittätigkeit auf HartzIV angewiesen sein, solche Jobs wären dann laut Gesetz unzumutbar. Was für Selbständige gilt, muß dann auch für abhängig Beschäftigte gelten (Grundgesetz: Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich).
    Das bedeutet:
    Der KOMPLETTE Niedriglohnsektor wird durch ein solchen Gesetz für RECHTSWIDRIG erklärt!
    Mehrere Millionen Arbeitplätze MÜSSEN automatisch erlöschen, der Gesetzgeber verlangt das ja.
    Herr Alt sagt selber: unrentable Geschäftsmodelle dürfen nicht durch die Allgemeinheit gefürdert werden = also: ALLE NIedriglohnjobs müssen gestrichen werden, weil laut Herrn Alt ALLE unrentablen Geschäftsmodelle (was beim Niedriglohn bewiesen ist!!!) gestrichen werden MÜSSEN.

    Gruß
    Ernie

  17. sandra am 1. Mai 2014 um 17:15 Uhr

    es ist eine Frechheit von einigen Leuten sämtliche Selbständige Aufstocker als Schmarotzer, Lügner und Betrüger hinzustellen, ich kenne genug Leute die sagen ich verstehe nicht warum du das machst ich bleib einfach zu Hause kassiere meine Leistung und wenn ich mal zum Bewerbungsgespräch muss dann stell ich mich halt so blöd an das die mich ebend nicht nehmen. soviel zum Thema Lügner und Betrüger. Außerdem gibt es bestimmt Selbständige die keine Aufstockung benötigten wenn die hohen freiwilligen Krankenversicherungbeiträge nicht wären. was ist mit allen anderen die hartz Aufstockung bekommen sind die etwas besseres wie wir komischerweise ist das alles in Ordnung und es regt sich auch keiner auf. in meinem Alter kriege ich keine Arbeit mehr ohne Aufstockung die sich bei mir im übrigen auf nicht mal 100 € beläuft na gut dann bleib ich ebend zu Hause und kassiere wieder die volle Summe

  18. benno78 am 9. Juni 2014 um 21:08 Uhr

    bin auch ein fauler selbstständiger der in einer bedarfsgemeinschaft lebt.muss mit meinen erträgen die nicht nur meine Betriebsausgaben finanzieren sondern auch nach Möglichkeit die hilfebedürftigkeit meiner BG veringern bzw.zubeenden.ich kein leider nur 18 stunden am tag arbeiten,den helfer darf ich leider nicht beschäftigen aussage Mitarbeiter des jobcenters wie soll ich dann mein einkommen erhöhen. solche vorschläge von der BA finde ich gelinde gesagt einfach eine bodenlose frechheit

  19. Helor am 17. Juli 2014 um 13:30 Uhr

    Als Erwerbstätiger/Kleinunternehmer kann man sich nur von GEZ betreien lassen, wenn man Hartz IV Empfänger ist: Härtefallregelung.
    Man kann also davon leben, aber an der Armutsgrenze, arbeitet Vollzeit und kann nicht anderweitig befreit werden: asozial.
    Jeder der dann verlangt, man solle doch etwas anderes machen, Augen auf, man kann heute gar nichts anderes machen. Die Billigjobs boomen und man ist froh, wenn man überhaupt arbeiten KANN.
    Diese Sicht, dass man keine nicht tragfähigen Unternemer finanzieren kann, ist unverschämt.
    Man erwirtschaftet ja sehr wohl Geld und trägt sich, man kann lediglich aufstocken, muss aber nicht.
    Bei der GEZ Befreiung wird man jedoch regelrecht zum Amt getrieben.
    Man ist also gezwungen als Berufstätiger mit wenig Einkommen, ALG2 zu beantragen oder man spart sich GEZ vom Munde ab.
    Die Frage ist also, wie die Schlauköpfe mit den zu befreienden nach 2 Jahren verfahren wollen.
    Ausserdem ist es so, dass sehr viele vom Jobcenter in eine Kleinselbständigkeit getrieben wurden, diese wurde subventioniert: Einstiegsgeld und und und.
    Es gab und gibt ja keien anderen Jobmöglichkeiten.
    Die Armut kann man so also nicht wegdiskutieren!
    Ein Kleinunternehmer ist das Gegenteil von faul, er arbeitet quasi rund um die Uhr, um überhaupt zu Geld zu kommen, auch am WE und verzichtet auf Privatleben.
    ALG 2 macht einen kaputt genug. Da muss man auf keinem herumhacken, der alles versucht.
    Freiwillig gehen da nur selten Menschen „betteln“. Sondern aus purer Not.

  20. Mony am 11. November 2014 um 17:48 Uhr

    Ich möchte auch aus Harz IV raus.War Jahrelang selbständig in der Gastronomie habe 15 Stunden am Tag gearbeitet.Zum Schluss ging einiges schief.Ich habe mal gut mal wenige gut gelebt aber immer viel gearbeitet. Jetzt lebe ich vom Harza IV, werde behandelt und angeschaut in der Gegend von manchen wie Verbrecher,mochte in meinem Beruf als Kosmetikerin anfangen, Wax, Kosmetik, Massage, Naildesign.Man hält mich einer für blöd, einer fur faul, helfen um zu starten tut aber keiner, Job Center auch nicht,alles abgelennt. Würde lieber 15 Stunden in meinem Beruf arbeiten als 1€Job, oder irgendwelche Praktikum.Bin nicht mehr die jüngste.Drehe mich seit Jahren im Krise wie Hamster. Die kleine Wohnung voll von immer wieder gekauften für Studio die stehen konnen. Mache drei Kreuzte wenn ich es Geschäft habe.

  21. Bildungsschubse am 4. Dezember 2014 um 21:23 Uhr

    Guten Tag „allesamt“,
    es macht mich mehr als sprachlos, dass hier so gegen Selbstständige gehetzt wird. Nehmen Sie doch mal die Bildungsträgerbranche. Die meisten Dozenten sind (unfreiwillig) freiberuflich) tätig. Sie arbeiten im Durchschnitt (inklusive Vor-und Nachbereitungszeit) 60 Std die Woche. Bildungsträger stellen die meist sehr GUTEN Fachkräfte NICHT fest ein weil sie dann Sozialleistungen zahlen müssten. So bleibt das am Dozenten hängen. Meist nehmen diese Dozenten im Monat 1000 Euro ein. Davon müssen (DAS IST PFLICHT) sie 19% in die RV(Rente) einzahlen(also 190 Euro) dann circa 300 Euro KV(PFLICHT) Dann Sprit zu den immer wechselnden Einsatzorten. Auto ist notwendig um alle Unterrichtsrelevanten Dinge transportieren zu können und nicht vollbepackt auf einem Bahnsteig stehend auf die NICHT erscheinende Bahn warten und somit den Auftrag wegen nicht Erscheinen verlieren. Also Sprit circa 100 Euro(klein gerechnet). Dann jeden Tag mit langen Fahrtzeiten, circa 10-12 Std vom Wohnhaus entfernt somit auswärts etwas essen(wer lebet schon 10 Jahre 5 Tage die Woche von Stulle-die auch Geld kostet) also 3 Euro am Tag für auswärts essen(klein gerechnet) macht circa 60 Euro im Monat Speisen und Getränke. Bleiben vom Geld VOR Steuer 450 Euro übrig!!! So nun Miete, Versicherung, und was man so dringend braucht um zu leben. Kleidung habe ich noch nicht gerechnet.
    Und nun zu DENEN die diese Dumpinghonorare zahlen: Das REZ!! Das Regionale Einkaufzentrum der Bundesagentur und der Senat!!!!! Dann geht man zum „Amt“ weil das Geld nicht reicht und bekommt Aufstockung UND SOLL FAUL SEIN? ODER SCHULD an der ANGEBLICHEN Unrentabilität???? Ist FAUL und liegt der Allgemeinheit auf der Tasche?
    Ich kann nur allen DRINGEND empfehlen sich weiter zu bilden!!! Zu recherchieren!!
    Schlusswort: Wer in der Bildung arbeitet wird selten in einem anderen Job produktiv arbeiten können weil er/sie eben zur Bildung ausgebildet wurde!!! Er/sie wird nie einen Tisch bauen, Kabel verlegen, Brötchen backen oder ähnliches. Ausbilder bilden aus! Zu Honoraren die nicht zum Leben reichen, bezahlt vom Staat der dann ÜBER DIE HÄLFTE WIEDER WEGNIMMT DURCH(siehe Oben)
    Die Selbstständigkeit ist zumeist Voraussetzung und von vornherein zur Unrentabilität ausgelegt.
    Ich verweise auf weiterführende Artikel. Wobei ich sagen kann das Honorar ist geringer als 18 Euro!!!
    https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/fileadmin/Redaktion/Institute/Sozialwissenschaften/BF/Lehre/SoSe2008/KK/Amerikanische_Verhltnisse_in_der_Erwachsenenbildung.pdf
    http://www.gew.de/Binaries/Binary91593/Schwarzbuch2.pdf
    http://www.netzwerk-weiterbildung.info/suche.php?si=1&aktion=suchen&suche=Honorar&debug_tagcloud=

    Die Bildungsschubse

  22. Annett Krause am 27. Februar 2015 um 10:41 Uhr

    Hallo , ich bin auch dabei mit mit ALG II selbstständig zu machen, nur leider bekommt man von Seiten des Jobcenters keine Unterstützung.
    Und wie soll ein Unternehmen laufen, wenn ich kein Geld für Investitonen habe.
    Wenn man nur noch 24 Monate Leistungen bekommt, ist doch das Unternehmen zum Scheitern verurteilet.

  23. sundancer am 29. Februar 2016 um 19:19 Uhr

    Hallo,

    so ist es, eine Selbständigkeit aufzubauen kann gut 3-5 Jahre dauern, insbesondere wenn man mit wenig oder keinem Kapital startet. Mein Jobcenter will mir nun aber bereits nach einem Jahr den Hahn zudrehen, bzw. mich zu einem Halbtagsjob zwingen. Dabei konnte ich den Umsatz aus meiner Selbständigkeit im letzten Jahr um 50% steigern, aber eben noch auf sehr kleinem Niveau.

    Gibt es für die 24 Monate Aufstockung einen Rechtsanspruch bzw. eine rechtliche Grundlage, auf die ich den JC verweisen könnte?

    Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

  24. sundancer am 2. März 2016 um 21:21 Uhr

    Es ist noch zu erwähnen, dass ich zuvor ALG I erhalten habe. Kann das vom JC zeitlich angerechnet werden?

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