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Mehr Sozialhilfeempfänger trotz Hartz-IV

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 24.09.2007 um 19:49 Uhr (Autor: pr)

In Deutschland sind auch nach wie vor, und trotz der Hartz-IV-Reformen, viele Menschen auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Der überwiegende Teil der 306.000 Menschen, die 2006 auf die Leistungen angewiesen waren, lebten laut Angaben des Statistischen Bundesamt in Wiesbaden in Wohn- und Pflegeeinrichtungen.

Weiterhin teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit, dass die Anzahl der Menschen die außerhalb von solchen Wohn- und Pflegeeinrichtungen leben, 2006 ebenfalls gestiegen sei. Insgesamt wäre die Zahl auf 82.000 Empfänger bzw. um 1,2 Prozent angestiegen.
Dabei fällt die Verteilung auf die verschiedenen Bundesländer sehr unterschiedlich aus. So lebten in dem Zeitraum der Berechnung zum Beispiel in Bremen von 1000 Einwohnern 2,3 Einwohner von den Hilfeleistungen. In etwa das gleiche Verhältnis fand man in Berlin vor, wo insgesamt etwa 2,1 Einwohner von 1000 Einwohnern auf die Leistungen angewiesen waren.
Einen drastischen Kontrast zu diesen vergleichsweise hohen Zahlen stellte dagegen zum Beispiel Baden-Württemberg dar, wo lediglich nur jeder 2000. Einwohner laufende Hilfe zum Lebensunterhalt erhielt. In Bayern und Thüringen waren ebenfalls nur etwa 0,6 Einwohner von 1000 Einwohnern von den Leistungen abhängig.
Mit der Anzahl der Leistungsempfänger stiegen auch die Kosten für die Kommunen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge lagen diese bei 682 Millionen Euro, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent bedeutet.

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4 Antworten zu “Mehr Sozialhilfeempfänger trotz Hartz-IV”
  1. Sale47

    am 26.09.2007 um 21:59 Uhr

    warum reden so viele Betroffene immer nur über die schlechte Situation, aber unternehmen nichts dagegen? Nur Gemeinsam sind wir stark! Jeder schimpft nur vor sich hin und keiner unternimmt etwas.
    Es könnten viel weniger Betroffene sein, wenn sich die Herren Politiker vorher entsprechende Gedanken zu Hartz IV gemacht hätten.
    Der einzige der sich darüber freuen kann ist Herr Hartz.

  2. Robert

    am 28.09.2007 um 07:38 Uhr

    Ich finde, wenn die Politiker es besser wissen würde, ihre Politik so zu strukturieren, das alles in allen funktionieren könnte und auch harmonisieren würde, wie ein Uhrwerk, wo jedes Zahnrad seine richtige Stelle und ihre richtige Geschwindigkeit besitzen würde, dann könnte man auch von korekter Politik reden.

    Dazu sollten Politiker einmal Wissenschaftler sich zusammensetzen lassen, die so etwas ausklügeln, so das kein Mensch zu kurz kommen würde.

    Und zu Zeiten der Globalisierung wäre das doch Perfekt, weltweit für Lösungen zu suchen, die funktionieren könnten, aber nicht solche Reformen, wie wir sie in letzter Zeit hatten und die an den falschen Stellen gesetzt wurden, wo manche zu kurz kamen und manche wiederrum zu viel bekamen kurz gesagt eine faire Gerechte globale Politik.

    Im Grunde genommen haben wir alle Möglichen vorraussetzungen für so etwas, weil wir vieles haben.

  3. Thomas

    am 23.10.2007 um 10:51 Uhr

    Ich selbst bin auch von Hartz IV betroffen und fühle mich durch diese Gesetze doppelt und dreifach bestraft. Ich fühle mich im Grunde genommen bestraft, obwohl ich überhaupt nichts Schlimmes getan habe. Es ist so, als ob ich unschuldig verurteilt wäre, denn ich habe mich wirklich immer sehr um Arbeit bemüht, aber nichts bekommen. Es hiess immer, wir brauchen niemanden. Zum einen sind die Hartz-IV-Leistungen ja nicht gerade üppig, zum anderen fühle ich mich wie ein Geächteter, fühle mich sozial isoliert. Ausserdem muss ich tagtäglich erreichbar sein, obwohl ich genau weiss, dass die nichts für mich haben. Dann muss ich alles, was ich habe, offenlegen. Ich bin wie ein gläserner Mensch. Ich habe das Gefühl, die können mit mir machen, was sie wollen. Ich muss jede Arbeit annehmen. Dabei habe ich meine erworbenen Qualifikationen verloren. Ich fühle mich so schlecht durch dieses Hartz-IV. Bitte gebt mir doch mal wieder ein gutes Gefühl. Hartz-IV macht mich so unglücklich. Thomas

  4. am 30.10.2007 um 02:48 Uhr

    Irgend etwas stimmt doch nicht, oder?
    Menschen die einer Arbeit nachgehen und dabei nicht mehr das verdienen, um ihr normales Leben bestreiten zu können und von staatlichen Zuschüssen des Staates abhängig werden. Desgleichen Menschen die >unverschuldetdie Arbeitsassgeier< die diese Notsituation der ALGII Bezieher versuchen gleich für sich auszunutzen. Verweigert man ( meist unseriöse Angebote ), wird man gleich als “Arbeitsfaul” eingestuft und hingestellt. Die Leute die dann der Meinung sind, dass sei ja auch richtig, sollten erst mal selbst in die gleiche Situation gelangen, um dann darüber sachlich Urteilen zu können. Bei dieser riesen Auswahl von Arbeitssuchenden ist es eben doppelt so schwer gerade als ältere Person wieder Fuß zu fassen. Was von Arbeitgeber- seite auch verständlich ist, dass diese möglichst jemanden jüngeren nehmen die entsprechende Erfahrung aus diesem Arbeitsgebiet mitbringt u. deshalb auch den Vorrang erhalten. Je länger man dann aus dem Berufsleben herausfällt, um so schwieriger wird es nicht zu resignieren, wenn man dann immer eine Absage erhält. Man versucht sich schon in Nachbarschafthilfe oder sonstigem ehrenamtlichen Tätigkeiten, damit man nicht total absackt und durchdreht. Hat man dann all seine eisernen Reserven, wie Lebensversicherungen und sonstiges aufbrauchen müssen und alles verloren, weiß man sicher, dass man auf normalen Weg das entstandene Loch nie mehr auffangen kann und in ein düsteres Loch fällt.
    Man wird nur sauer, wenn man immer hört man soll für die Aufstockung seiner späteren Rente selbst mit vorsorgen.
    Die Frage ist nur von was und wie!
    Gern würde ich einer sinnvollen Tätigkeit nachkommen,
    doch die Chancen werden immer geringer. Trotzdem stecke ich meinen Kopf nicht in den Sand und werde alles meinerseits möglich versuchen.
    Sieht man sich dann noch solche Fernsehsendungen wie den “Schuldenberater”an, bekommt man die Krätze. Hier stellt man doch alle arbeitenden Menschen und die die sich normal verhalten ( keine Schulden machen ) als Idioten hin. Sie gehen in Urlaub ( kenne ich seit 27 Jahren nicht mehr ) kaufen ein und genießen einfach ihr Leben nach ihrem gut Dünken und machen dann einfach auf Privatinsolvenz, toll!
    Nach 6 Jahren ist alles vorbei und lachen uns alle aus.
    Wer sich anständig verhält, wird noch dafür bestraft. Danke

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