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Stundenlohn von 1,32 Euro: Arge Stralsund verklagt Arbeitgeber

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 26.01.2010 um 21:45 Uhr

Die Bundesagentur für Arbeit “genießt” unter vielen Erwerbslosen einen schlechten Ruf. Dies liegt leider daran, dass die “Kunden” zu häufig eben nicht als solche behandelt werden.

Das es auch anders geht, zeigt die Arge Stralsund. Einem Spiegel-Bericht zufolge kam es auf ihr Bestreben hin zur Verurteilung eines Pizzeria-Besitzers, welcher Bezieher von aufstockendem ALG II mit einem Stundenlohn von 1,32 Euro abspeiste. Der in Mecklenburg-Vorpommern geltende Tariflohn einer Kellnerin liegt eigentlich bei 7 Euro pro Stunde und der einer Küchenhilfe bei rund fünf Euro.

Das Arbeitsgericht Stralsund verurteilte den Mann nunmehr zur Zahlung von 6.600 Euro. Diese müssten der Behörde erstattet werden, weil wegen der niedrigen Löhne zu Unrecht Aufstockleistungen erbracht werden mussten. Bei der Stralsunder Arge handelt es sich bundesweit um die erste Behörde, die wegen sittenwidriger Löhne vor Gericht zog.

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bisher 13 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. MD am 27. Januar 2010 um 03:36 Uhr

    Gute sache, aber……..
    Die Beweggründe sind weniger die Sklavenhafte ausbeutung der arbeitnehmer, als vielmehr der Verlust von Geldern der Arge. Denn die Person(en) haben für so eine Sklavenarbeit nix nachträglich bekommen, nur die Arge bekommt das “zu unrecht” bezogene Geld vom AG zurück.

    Ich hoffe die haben den Kerl ausm verkehr gezogen. Die Bundesregierung MUSS endlich Strafen gegen solche zustände schaffen. Aber die fördern lieber Zeitarbeitsfirmen und sinnlose Bildungsträger anstatt Lohndumping Gesetzlich zu untersagen…

  2. fischer uwe  (Website)  am 27. Januar 2010 um 11:54 Uhr

    ich finde es scheiße was das arbeitsamt mit einem abzieht sie haben uns eine woche vor weihnachten das komplette geld gespeert ,weil meine frau eine lohnabrechnung nicht abgab obwohl das arbeitsamt es wußte das das schreiben nachgereicht wird weil es beim anwalt wahr,und dann stecken sie leute in kurse wie denn ib in kirchheimbolanden wo der kurs pro monat 100 0 euro kostet pro teilnehmer da der kurs eh nichts bringt und mann danach immer noch arbeitslos ist das ist nur rausgeschmissenes geld naja ausländer müsste mann sein die bekommen alles scheiß staat

  3. Pjatrus' am 27. Januar 2010 um 19:34 Uhr

    3.fischer uwe

    die Ausländer bekommen dasselbe was Sie, und noch weniger, z.B. kein Elterngeld. Muss aber anders sein, oder?

  4. Julchen am 28. Januar 2010 um 21:20 Uhr

    @ Uwe Fischer

    auch “Ausländer” kriegen nicht mehr- das ist eine Pauschalierung, die nicht stimmt.

    Dass sie verbittert sind- ok- aber hier mit der Keule reinhauen, das finde ich nicht gut- und es muss auch nicht sein.

  5. PetrasBester am 29. Januar 2010 um 17:13 Uhr

    OOOPPPPSSS..Das Ausländerproblem???
    Ich habe mich die letzten ca. 20 Jahre auf Baustellen im gesamten deutschen Sprachraum bewegt und ich kann behaupten, dass es durchaus Regionen gibt, wo Migranten gern gesehen sind. Sie sind mitunter billige Arbeitskräfte und man kann mit ihnen machen, was man will, weil die ja kaum die deutsche Sprache beherrschen.
    Ob nun der eine oder andere seinen polnischen oder türkischen Kollegen gerne sieht sei dahin gestellt. Fakt ist jedenfalls, daß für viele dieser Migranten der Gang zum Amt eher ein Kampf ist, als alles andere.
    Sicherlich werden auch Gelder ausgegeben zum Beispiel für Sprachkurse, die nicht wenig verschlingen, aber daß ein Ausländer mehr bekommt als ein Deutscher halte ich für ein untragbares Gerücht.

  6. PetrasBester am 29. Januar 2010 um 22:41 Uhr

    Warum regt man sich denn hier so auf? Ausbeutung ist doch völlig normal und mittlerweile sogar legal mt staatlicher Förderung sogar.
    Meine Recherchen haben z.B. ergeben, dassein Arbeitnehmer, der in einer Zeitarbeitsfirma 8 Euro brutto pro Stunde verdient, beim Kunden mit fast dem dreifachen,d.h. 24 Euro stündlich abgerechnet wird.
    Meines Erachtens Ausbeutung pur. Also die Hälfte sollte für den, der buckelt schon drin sein. Aber jetzt mal ehrlich.
    Warum sollte man denn arbeiten, wenns doch viel einfacher ist, andere für sich arbeiten zu lassen.
    Und noch was. Ich weiß sehr wohl, was diesen oder jenen Arbeitslosen bewegt. Ich hatte vor paar Jahren selbst welche in unserer Firma sitzen.
    Sicherlich sollte man bestrebt sein, den Aufstockungsbetrag zu verlieren, indem man genug verdient, um selbst den Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber solche Schlagwörter wie “Lohndumping” oder “Niedriglohnsektor” machen dieses Konzept zunichte.
    Und obwohl ich diese Meinung nicht teile, kann ich verstehen, das der eine oder andere der Meinung ist, er habe mehr Hartz IV, als wenn er arbeiten würde.
    Und genau das ist der Knackpunkt. Der Hartz IV-Empfänger ist arbeitsfaul, weil eine verschwindend geringe Menge derer nicht arbeiten will !!!
    Wie so oft, werden alle in einen Topf geworfen. Das ganze wird dann noch durch aufstachelnde Politiker zu einem explodierenden Cocktail verrührt und fertig ist die Hetze gegen alle Hartz IV-Empfänger.
    Was nur viel zu oft vergessen wird, daß unter diesen Leuten auch Hartz IV-Empfänger sind, die 20.30 oder 40 Arbeitsjahre gebuckelt haben und mittlerweile vielleicht erkrankt sind, oder man höre und staune zu alt für den Arbeitsmarkt sind (verbraucht, abgenutzt, wegwerfbedürftig). Genau das steigert doch jegliches Selbstwertgefühl ..oder? Du hast 30 Jahre gearbeitet, plötzlich bist du zu alt für deinen Job, bist noch dazu öfters krank, fast jedes Jahr. Nur der, der dein Nachfolger werden soll, der ist zu faul zum Arbeiten, der pennt lieber bis um 10 Uhr morgens…is doch bequem und die Kohle vom Amt gibts jeden Monat regelmäßig und vorallem pünktlich.
    Ich bilde mir sicher kein negatives Urteil über meine Mitmenschen, aber genau solche wie beschrieben soll es durchaus auch geben.
    Heutzutage ist es keine Schande mehr arbeitslos zu sein. Es kann mittlerweile fast jeden betreffen. Nur sollte man sich damit nicht abfinden.

  7. uwe hardt am 30. Januar 2010 um 20:26 Uhr

    tja die arge ist das schlimmste was es gibt
    bin 42 jahre alt war nie länger arbeitslos als hier und da im winter (wegen meiner tätigkeit im winter arbeitslos)
    jetzt wurde ich letztes jahr im juni entlassen keine arbeit mehr firma am ende bin jetzt mit meiner frau und zwei kinder in hartz4
    boah nur stress mit der alten auf dem amt bei der arge
    meine frau hat einen mini-job 194 euro und mus 3 mal die woche 6,5 stunden arbeiten 1 euro job
    obwohl sie die hausfrau und immer die erziehung der kinder übernahm und ich arbeiten ging
    hätten die mir doch den 1 euro job gegeben wäre besser gewesen
    sie musste 14 tage bewerbungstraining machen jetzt 1 euro job und im märz wieder bewerbungstraining und dann weiter mit ein euro job
    ich könnte das alles verstehen wenn wir schon ewig arge bekämen aber wir aber jetzt erst das zweite mal geld von denen bekommen
    scheiss staat und man kann nichts dagegen machen

  8. hajo am 2. Februar 2010 um 14:12 Uhr

    @ uwe hardt

    Na was Du uns hier Erzählen willst
    stimmt ja wohl so nicht.

    1. Wenn man mal einen 1,-€ Job gemacht hat muss man den nicht ein zweites mal machen.
    2. Wenn Deine Frau einen MiniJob hat kann sie den 1,-€ Job Ablehnen
    und so weiter und so fort.

    Schieb mal keinen Stress geh zum Amt und sag das du einen 1,-€ Job machen möchtest dann bekommst auch einen.

    Aber ich gebe den meisten hier Recht. Es Stinkt in diesem Land gewaltig.

    • Jessy am 17. Januar 2011 um 11:47 Uhr

      Hallo hajo
      also da muss ich dir aber leider was anderes sagen
      denn mein mann musste auch eine schulung mit machen und dann wieder 1 euro job
      und dann wieder schule (diese dann für ein halbes Jahr) und danach auch wieder 1 Euro Job

      Aber gott sei dank hat er jetzt arbeit und wir kommen so vom amt los
      Mit seinem Lohn und Wohngeld brauchen wir das amt nicht mehr

      Ich bin froh wieder leben zu können denn wir haben mit unseren 3 kindern mal gerade 382Euro vom amt bekommen
      zum Leben…Also wer mir erzählen will ich will Hartz 4 haben da habe ich es besser der sollte unbedingt mal zum doc gehen

      sorry ist aber so…
      Und das mit dem ausländern ist auch so die bekommen alles was sie wollen
      ich kenne genug bin sogar mit welchen sehr gut befreundet
      Der hat einen Antrag gestellt das er ne neue Küche , neue Möbel und so weiter braucht der hat vom amt 5000euro bekommen für seine wohnung.

    • hexenfee36 am 31. Januar 2011 um 00:23 Uhr

      hallo Uwe ich selbst war schon erst in einem 1 Euro Job dann in drei Maßnahmen und jetzt schon wieder in einem 1 Euro Job
      ich möchte endlich richtig arbeiten aber die ganze Bewerberbei hat biss jetzt noch nichts richtiges gebracht leider und es waren über hundert wo ich zeit 6 Jahre weg geschickt habe immer nur absagen

  9. Abgezockter am 2. Februar 2010 um 15:37 Uhr

    Es gibt solch und andere Bezieher von Unterstützung.
    Einige (relativ) wenige schnorren Steuergelder, die Mehrzahl aber rutscht ungewollt in diese Falle.

    Es wird noch schlimmer werden in Deutschland, je mehr EU.
    Die Stigmatisierung wird noch schlimmer werden, weil Deutschland gleich Neidland.

    Habe als Selbstständiger mit meinen Abgaben und Steuern Jahrzehnte lang das Land mit durchgefüttert.
    Und wie!
    Dann gings wegen Krankheit nicht mehr, Praxis nicht verkaufen können, sofort in Sozialgeld/HartzIV gehen müssen, weil keine Rücklagen, davor selber nicht krankenversichert jahrelang, Job finden mit mittlerweile 56?
    Fehlanzeige! Seit 5 Jahren Kampf gegen den privaten Rentenversicherer, der auch noch Pflichtversicherer war. Liegt immer noch bei Gericht in 1. Inst., jetzt ist der Richter krank, deshalb ist mit einer “zeitnahen Bearbeitung” des Falls nicht zu rechnen. Falls die Sache positiv ausfällt, geht das rückwirkend gezahlte Geld wegen Verrechnung an das Amt, die eventuelle BU-Rente reicht gerade, mit 4 Kindern, um Kindergeldzuschuß zu beantragen, hoffe es, und dann ist man wenigstens auf dem Papier weg von den Arbeitslosigkeitsverwaltern und Almosenerstattern.
    Wenn ich mit der Hälfte der eingezahlten Gelder, die Pflichtabgaben und Steuren waren, eine eigene Absicherung hätte betreiben können, müßte ich dem Staat nicht “auf der Tasche” liegen.
    Solchen F…tüten wie Koch und Konsorten dürfte ich nicht gegenüber sitzen, diese Gesellschaftsparasiten hätten nicht den Mumm, in den Spiegel zu schauen, den ich ihnen vorhalten würde.
    Die Zehn Mrd. Mehrkosten einer eventuellen Erhöhung der Hartzbezüge sind nichts gegen die Gelder, die im Staate verschwendet werden, EU, Kriegseinsätze etc. …
    Aber das selbst ist Makulatur.
    Arbeitsplätze im Land, alles ohne EU, das ist die Situation, die von Nöten ist, reisen können wir trotzdem noch…, Zoll und Einschränkungen gibts sowieso….
    Eine geschätzte Million illegal lebende Ausländer?
    Wofür arbeiten die ganzen Ämter überhaupt…
    Wofür duldet das Volk solche Scheinregierungen im Lande, wenn diese solche Zustände dulden und fördern…
    Volksabstimmungen….
    Was ist das…? Ach ja, die Schweiz….

  10. MartinaBC am 2. Februar 2010 um 18:18 Uhr

    Dass ist doch noch ein üppiger Stundenlohn!

    Mir wurde in Kiel en Job in einem Second-Hand -Laden angeboten mit einem Stundenlohn von 0,98 Euro. Ich weiß, dass in dem Laden mindestens 2 Mitarbeiter unter diesen Bedingungen arbeiten. Ich selber habe abgelehnt.

  11. Sebastian Shcmidt am 12. März 2010 um 17:42 Uhr

    Ein zaghafter Anfang aber man muß endlich sehen, das die steigenden Sozialkosten in erster Lnie auf skrupellose Arbeitgeber zurückzuführen sind. Ich kenne einige, die erstmal mindestens 3-8 Wochen Praktikum auf Sozialkosten machen lassen und dann Aufstocken lassen und Fortbildung ebenfalls auf Sozialkosten machen lassen.

    Da sitzen die wahren Schmarotzer. Das was dort ausgeplündert wird, wird dann von einem Herrn Westerwelle den sozial Schwachen angelastet. Grauenhaft.

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