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Namensänderung für Hartz IV gefordert

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 29.01.2007 um 11:02 Uhr (Autor: am)
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Seit 2002 ist der Name Hartz fest mit allen Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik verknüpft. Das nach Peter Hartz benannte Konzept und die darauf beruhenden Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt – aktuell Hartz IV – sind seit Jahren in der Kritik. Dass der Namensgeber nun rechtskräftig wegen Untreue und Begünstigung von Betriebsräten verurteilt wurde, sorgt zusätzlich für Zündstoff.

Nach dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff von der CDU fordert nun auch SPD-Fraktionschef Peter Struck, dass für die Arbeitsmarktreformen ein neuer Begriff gewählt werden müsse. Hartz sei nicht mehr tragbar. Struck wörtlich: „Wer Wasser predigt, darf nicht Wein saufen.“ Ein konkreter Vorschlag liegt allerdings noch nicht vor.
Ob der Name nun geändert wird oder nicht. Bleibt es bei der reinen Namensänderung kommt alter Wein in neue Schläuche. Für Betroffene ändert sich nichts, solange nicht auch Änderungen an den Reformen vorgenommen werden. Peter Hartz selbst sieht sich nach wie vor als Kämpfer für den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Die Diskussion um die von Struck geforderte Namensänderung schwelt schon längere Zeit vor sich hin, wobei die vorherrrschende Meinung wohl trotz intensiver Namenssuche eher zu den Schluss kommt, dass eine Umbenennung wenig bringt und Hartz IV eben Hartz IV bleibt - egal wie es letztendlich genannt wird.

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2 Antworten zu “Namensänderung für Hartz IV gefordert”
  1. Harald Müller

    am 30.01.2007 um 20:05 Uhr

    Ich habe 25 jahre gearbeitet und immer meine Abgaben bezahlt. Zur Zeit mache ich eine Umschulung und werde bald ALG 2 beantragen müssen. Ich habe mir nie etwas zu schulden kommen lassen und deswegen empfinde ich es als Zumutung, dass man diese Gestze weiterhin nach einem Mann benennt, der ein verurteilter Krimineller ist. Man muss den Namen Hartz entfernen, alles andere wäre ein Schlag ins Gesicht von 100 000 anderen Leistungsbeziehern ,denen es so wie mir ergeht. ich hoffe ,das die Politiker dieses Landes das begreifen. Sonst kann ich nur sagen :,,Leute wehrt Euch endlich”!! Wie lange wollen wir uns diese Lügen noch ertragen. Ab wann verlieren wir unsere Würde oder haben wir das nicht schon längst ? MfG

  2. anonym

    am 02.02.2007 um 09:22 Uhr

    nachdem ich von der Lehrzeit (als 14-jähriger) angefangen nun ein paar Jahre vor meinem Ziel, meiner wohlverdienten Rente stehe, muss ich die letzten 3 Jahre Sozialhilfe beantragen. Dazu wird gesagt, dass die Rentenkassen leer sind. Unsere Generation hat man zum Sparen für schlechte Zeiten angehalten. Nachdem wir nun Jahrzehnte etwas vom Lohn abgezwackt haben, wird unser mühsam Erspartes mit der Sozialhilfe verrechnet. Ich war fleißig, habe mein Leben lang gelernt, meine Aufgabe dem Staat gegenüber voll erfüllt und möchte nun nur meine verdiente Rückzahlung (Rente). Damit die Rente auch nicht zu hoch ausfällt, habe ich noch den Arbeitsplatz verloren und keine Chance auf eine den Lebensunterhalt deckende Vollbeschäftigung bis zum 65. Lebensjahr.

    Nun werde ich also zum Ärmsten der Armen (Sozialhilfeempfänger) gemacht. Hartz ist für mich zum Synonym für Ungerechtigkeit geworden und die Tatsache, dass es das Gedankengut eines Kriminellen ist, unterstreicht noch meine Meinung.

    Der Name Hartz sollte uns als Synonym für Ungerechtigkeit erhalten bleiben.

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