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Berliner LINKE will mehr Hartz IV Kinder an Gymnasien

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 29.12.2008 um 13:27 Uhr

Die Berliner Linkspartei will Kindern mit ALG II Hintergrund bessere Chancen eröffnen, den Weg auf ein Gymnasium zu finden.

Als Mittel hierfür zieht die Linke eine Quotenregelung in Erwägung, mit der den von Hartz IV betroffenen Kindern der Zugang zu stark nachgefragten Gymnasien und Regionalschulen erleichtert werden soll.

“Man kann nicht hinnehmen, dass die Schulen die soziale Schichtung widerspiegeln”, erläutert der bildungspolitischer Sprecher der Linken, Steffen Zillich.

Es ist jedoch fraglich, welche Kriterien festzulegen sind, damit die soziale Mischung erreicht wird. “Ein Indikator könnte die Lernmittelbefreiung sein”, äußert sich diesbezüglich Carola Bluhm, Berliner Fraktionsvorsitzende der Linkspartei. Ihrer Meinung nach würden auf diese Weise nicht nur Kinder von ALG II Empfängern erreicht, sondern ebenfalls diejenigen Kinder, deren Eltern andere staatliche Transferleistungen wie etwa Wohngeld erhalten.

In Berlin gehören zur Zeit über 30 Prozent der Schüler zu der Gruppe der Lernmittelbefreiten. Während aber in den Hauptschulen über 60 Prozent der Kinder lernmittelbefreit sind, liegt der Anteil an den Gymnasien bei lediglich zwölf Prozent.

Das der Vorschlag von Carola Bluhm nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt das Ergebnis der jüngsten Iglu-Grundschulstudie, wonach in keinem anderen Bundesland die Verbindung von Schülerleistung und familiärem Hintergrund so entscheidend ist wie in Berlin.

Aufgrund einer möglichen Quotendiskussion mahnt Bluhm jedoch zur Vorsicht. So würden Geringverdiener nicht von der Quote profitieren, solange sie mangels Transferleistungen nicht in den Genuss der Lernmittelbefreiung kämen.

Auch der Berliner SPD-Vorsitzende Michael Müller warnt, dass die Quoten unter Umständen willkürlich seien. Müller verweist auf die geplante Schulform, die 2010 aus der Fusion von Haupt-, Real- und Gesamtschulen entstehen soll. Diese werde die soziale Mischung ohnehin verbessern. Folglich sei eine Diskussion über Quoten verfrüht.

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bisher 2 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Sieglinde am 13. Januar 2010 um 13:07 Uhr

    Das ist ja eine schlaue Idee von den Ex-Kommis…ich bin auch Diplom-HartzIVer. Wie wäre es mit mehr Arbeitsplätzen, damit jeder gemäß seinen Begabungen etwas finden kann? Oder brauchen wir deshalb mehr gebildete HartzIVer, damit sie sich besser gegen den Staat wehren können? Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es komisch.

  2. Bärbel am 26. Januar 2010 um 22:01 Uhr

    Das ist für mich schon mobbing.
    Die Zeugnisse vorlegen.
    Was soll damit erreicht werden?Das ist allerhöchste Kontrolle eines einzelnen und kann durch nichts mehr getoppt werden.Mensch, die sollen wenigstens die Kinder in Ruhe lernen lassen.Man sollte mal bedenken das immerhin die große Wahrscheinlich besteht, das diese Kids das ABI machen,was schönes studieren und eines Tages der Jobcenter Mitarbeiter gerade an diese Tür klopft und nach Hilfe fragt.Sei es als Anwalt ,Arzt oder was auch immer.Ich hoffe der überhebliche Jobcenter Angestellte ist bis in höchste peinlich berührt und auf einmal ganz mickrig.
    Allen fleißigen Kids viel Glück.
    In irgendeiner Form wird seit Beginn von ALG2 jeden Tag auf diese Leute herumgehackt.Das gab es zu Sozialhilfezeiten nicht.Wo ist hier das Problem?Von was wird abgelenkt?

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