Bildungsministerin will nicht am BAföG sparen

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ dahingehenden Befürchtungen entgegengetreten, ihr Ministerium wolle das von der neuen Regierung beschlossene nationale Stipendienprogramm auf Kosten des BAföG errichten.

Laut Schavan werde das BAföG sogar weiterentwickelt. Explizit nannte sie die Erhöhung der Altersgrenze, womit zum Beispiel Frauen nach der Geburt eines Kindes finanzielle Unterstützung erfahren könnten. Ziel sei die bessere Vereinbarkeit von Studium und Familie.

Einer von mehreren Länder-Kultusministern geforderten BAföG-Erhöhung erteilte Annette Schavan allerdings eine deutliche Absage. „Die Sätze und Freibeträge haben wir erst 2008 um zehn beziehungsweise acht Prozent erhöht. Momentan gibt es keine Pläne, diese erneut anzuheben“, so die Bundesbildungsministerin.

Es bleibe nach Worten Schavans auch bei der Regelung, dass das BAföG zur Hälfte als Darlehen ausgezahlt wird. Arbeitgeber hatten sich zuvor dafür eingesetzt, das BAföG komplett als Zuschuss zu gewähren.

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