Handwerk kontra Ein-Euro-Jobs

Die Kritik an den Ein-Euro-Jobs reißt nicht ab. Nachdem eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung unlängst bestätigt hat, dass sich durch Annahme einer solchen Tätigkeit die Chance auf ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungverhältnis eben nicht erhöht, lässt auch der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) kein gutes Haar an der „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung.“

Im Gespräch mit dem „Hamburger Abendblatt“ erklärte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: „Die ganze Maßnahme war und ist ein Fehlgriff, sie stiftet mehr Schaden als Nutzen und muss Schritt für Schritt ganz verschwinden“. Vorrang müsse immer die Integration in den ersten Arbeitsmarkt haben. Es sei aber belegt, dass die Chancen auf reguläre Arbeit infolge eines Ein-Euro-Jobs nicht verbessert würden. Folglich handele es sich bei dieser Beschäftigungsform um eine „Sackgasse für die Betroffenen“.

Nach Worten Schwanneckes gebe zu viele Instrumente, „die weder wirksam hinsichtlich der Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt noch wirtschaftlich mit Blick auf Kosten und Nutzen sind“. Die Politik sollte daher ihren arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkasten entrümpeln.

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