Wahlkampf mit Radikalreform bei Hartz 4

Derzeit befinden wir uns inmitten des Wahlkampfes, welcher in der Tat sehr umkämpft erscheint. Aus diesem Grund überbieten sich viele Parteien in puncto Rente und Hartz 4, da diese in einem Sozialstaat elementare Faktoren zum Wohlergehen des Volkes darstellen. Ohnehin ist die weitverbreitete Meinung der Deutschen, dass Rentner sowie sozial Schwächere zu wenig Geld am Ende des Tages im Portmonee haben.

In einem Sozialstaat sollte es jedem Menschen, ob arbeitslos oder Rentner, den Umständen entsprechend gut gehen. So die Theorie. Leider zeigt das Bild in Deutschland derzeit etwas Anderes. So scheint die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander zu gehen. Einige Probleme bezüglich Hartz 4 und anderen Sozialleistungen sind indes aufgrund der Pandemie ans Licht gekommen. Ebenso hangeln viele Hartz 4 Empfänger trotz Nebentätigkeiten am Existenzminimum. Auch Rentner kommen oftmals mit ihren Zahlungen nicht aus und müssen jeden Cent zweimal umdrehen. Zustände, die für viele nicht hinnehmbar sind. Dies hat jüngst auch die Politik bemerkt.

Politik will große Reformen bei Hartz 4

Dass die Stimmung im Land zu Kippen droht, ist kein Geheimnis mehr. Umso aktiver will man nun in der Politik gegen diese Missstände vorgehen. Da wir uns aktuell im Wahlkampf befinden, äußern sich auch mehr und mehr Politiker zu diesen Thematiken. Einige der Vorschläge sind sogar ziemlich radikal, könnten aber gerade für solche Familien und Sozialhilfeempfänger interessant sein. Die Grünen wollen mitunter eine Erhöhung der Leistungen. Ferner soll Hartz 4 durch eine bestimmte Garantiesicherung ersetzt werden. Der Hartz 4 Satz wie wir ihn bis dato kennen soll also angehoben werden.  Ebenso will man, dass Empfänger von Sozialleistungen mehr Hartz 4 Zuverdienst generieren dürfen, ohne, dass es ihnen auf den Regelsatz angerechnet wird.

SPD will das Bürgergeld

Auch die SPD hofft wieder auf Zuwachs. Gilt sie derzeit als kleinere Regierungspartei, will man mit den neuen Ansätzen und Reformen wieder die alte Wählerschaft zurückgewinnen. So hat die SPD wieder sozialere Themen auf der Agenda. So will man die Grundsicherung zu einem Bürgergeld umwandeln. Ebenso will man die Bagatellgrenzen erhöhen, damit die Bürokratie rund um Kleinstbeträge abnimmt. Gerade die enorme Bürokratie bei Hartz 4 und Co ist vielen ein Dorn im Auge. Zudem legt die SPD einen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Weiterbildung. So möchte man die Perspektivlosigkeit vieler Arbeitslosen bekämpfen. Arbeitslosen soll somit die Chance gegeben werden, schneller wieder an Arbeit zu kommen.

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