Speed-Dating: Arge München testet neues Konzept zur Jobvermittlung

Die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet in ihrer heutigen Online-Ausgabe von einem neuartigen Konzept der Jobvermittlung. Organisiert wird dieses von der Arge München und dem privaten Arbeitsmarktdienstleister Action for Employment (A4e).

Das britische Unternehmen A4e möchte mit seiner ungewöhnlichen Methode auch den deutschen Markt erobern, nachdem in Manchester bereits seit Oktober 2008 diese Arbeitsvermittlungsmaßnahme erprobt wird. „Alles, was Erfolg verspricht, probieren wir ohne Scheuklappen aus, egal ob es aus England oder Australien kommt“, erklärte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt in diesem Zusammenhang. „Wir haben die Pflicht zu experimentieren“, fügte er hinzu.

Bei dem Konzept handelt es sich um eine Art „Job-Speed-Dating“. Dafür meldeten sich annähernd 1000 Menschen im alten Münchner Rathaus an. Von Unternehmerseite nahmen rund 50 Firmen teil, darunter teilweise bekannte Namen wie Siemens, McDonald’s oder die Deutsche Bahn. Die Unternehmen hatten insgesamt 300 offene Stellen zu vergeben.

Bei der Aktion konnte sich jeder Arbeitsuchender in einem sechs-bis zehnminütigen Gespräch dem jeweiligen Unternehmensvertreter vorstellen. Nach Ablauf der Zeit wurde, wie bei einem Speed-Dating üblich, die nächste Runde eingeläutet. Auf diese Weise sollte jeder Person die Gelegenheit gegeben werden, so viele neue Kontakte wie möglich zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen.

Die Arge München will in den kommenden Wochen auswerten, wie viele Arbeitsuchende tatsächlich eine neu Arbeit gefunden haben. Bisher seien immerhin 100 Bewerber zu einem intensiveren zweiten Bewerbungsgespräch eingeladen worden.

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