Minijobber in der Krise

Die Pandemie hat Deutschland immer noch im Griff. So wurden aktuell Zahlen erhoben, die belegen, wieviel Einbußen es gerade im Bereich der Minijobber gibt. Vor allem in der Gastro- und Unterhaltungsbranche wurde die Anzahl an Menschen mit Minijobs halbiert. Kein Wunder, sind es doch gerade diese Sektoren, die von der Pandemie arg gebeutelt sind.

Minijobber, die mit ihrer geringfügigen Beschäftigung auf Basis von 450 Euro, ihren Hauptjob bestreiten, rutschen derzeit oft in Hartz 4. In solch speziellen Fällen bekommen die Arbeitslosen keinerlei Arbeitslosengeld. Ebenso ist eine Ausschüttung von Kurzarbeitergeld nicht vorgesehen. Ergo kann man sagen, dass die Menschen nach Verlust ihres Minijobs direkt in Hartz 4 rutschen und somit mit dem derzeitigen Hartz 4 Satz auskommen müssen. Doch um wieviel Arbeitslose und Geringverdiener in Bredouille handelt es sich derzeit in Deutschland?

Minijobber in Gastro-Betrieben und der Unterhaltung halbiert

Gerade die Gastronomie-Betriebe sowie die Unterhaltungsbranche in größten Teilen sind die Leidtragenden in der Corona-Pandemie. So kommt es auch, dass nicht gebrauchte Teilzeitkräfte oder Geringverdiener sich anderweitig fortbilden oder gerade in den Impfzentren ihr täglich Brot verdienen. Aktuelle Statistiken zeigen, dass von knapp über einer Million geringfügig Beschäftigten in diesen Branchen gerade einmal ca. 550.000 noch Arbeit haben. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass zwei Drittel aller 450 Euro Jobs diese Beschäftigung ausschließlich haben. In diesem Fall hätten diese keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Betroffenen müssten in der Zwischenzeit Hartz 4 im Notfall beziehen. Das andere Drittel nutzt den Job auf 450 Euro Basis lediglich zur Aufstockung. Aber auch hier gibt es natürlich drastische Einbußen bei der Lebensbestreitung, da letztlich nicht ohne Grund aufgestockt worden ist.

Vor allem junge Minijobber betroffen

Der Anteil an jungen Minijobbern ist in Deutschland sehr hoch. Sei es um das Studium finanziell stemmen zu können oder um nach der Schule sich finanziell von den Eltern zu lösen. So stellen 20 bis 25-Jährige Personen den Hauptanteil an Minijobbern. Der Wegfall vieler Stellen sorgen dafür, dass die Betroffenen oftmals in unangenehme Situationen rutschen. Sofern man sein Bafög mit einem Minijob aufstockt hat, muss man sich für die Zwischenzeit eine Alternative suchen, die aufgrund der hohen Nachfrage natürlich rar gesät sind. So verdienen derzeit viele Studenten oder Schüler ihr Geld in Impf- oder Testzentren. Problematisch wird es hingegen aber dann, wenn die Gastronomie nach und nach wieder öffnet und die Kräfte in den Stationen theoretisch wieder abgezogen werden müssen.

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