Südwest-FDP hält nichts vom Elterngeld

Für die Generalsekretärin der baden-württembergischen FDP, Gabriele Heise, hat sich die Einführung des Elterngeldes nicht ausgezahlt.

So sei etwa das politische Ziel, mit Hilfe des Elterngeldes vor allem Akademiker zu überzeugen, mehr Kinder zu kriegen, verfehlt worden. Ihrer Meinung nach müsse man sich in Deutschland sowieso an niedrige Geburtenraten gewöhnen. „Ich glaube nicht, dass es staatliche Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass mehr Kinder geboren werden“ fügte sie im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa hinzu.

Ihren Worten nach wäre jedoch eine Rückkehr zum einkommensabhängigen Erziehungsgeld durchaus vernünftig. „Die, die es finanziell wirklich nötig haben, sollten Unterstützung bekommen“, findet Heise. Sie teilt damit die Ansicht, die bereits der Generalsekretär der Bundes-FDP Christian Lindner im Mai auf dem Parteitag der FDP vorgetragen hatte.

Der einzige positive Effekt des Elterngeldes sei laut Heise, dass mehr Väter für ein bis zwei Monate in Elternzeit gingen. Ansonsten habe das Elterngeld die Anreizfunktion, die es eigentlich setzen sollte, eben nicht erfüllt.

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