Gewerkschaftsstudie: Streichung des Elterngelds für ALG II Bezieher fördert Verarmung

Eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) kommt zu dem Schluss, dass der Wegfall des Anspruchs von Hartz IV Empfängern auf das Elterngeld fatale Folgen hat.

Wilhelm Adamy, Leiter des DGB-Bereichs Arbeitsmarktpolitik und Verwaltungsratsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), erklärte laut der Online-Ausgabe des Spiegels hierzu: „Damit wird die finanzielle Not für Familien und Alleinerziehende mit den ärmsten Kindern noch zugespitzt“.

Der DGB weist in seiner Untersuchung zutreffend darauf hin, dass es viele ALG II Bezieher gibt, die durchaus erwerbstätig sind, jedoch aufstockendes Hartz IV zur Existenzsicherung benötigen. „Wenn diese ihre Erwerbstätigkeit aufgrund eines Neugeborenen vorübergehend unterbrechen, sind sie die einzigen Berufstätigen, die kein Elterngeld bekommen“, zitiert Spiegel-Online aus der DGB-Studie.

Die Gewerkschafter stellen in diesem Zusammenhang klar: „Das heißt, es gibt zukünftig schon Säuglinge erster und zweiter Klasse.“

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