Porsche-Betriebsratschef: „Hartz IV beruht auf einer Fehleinschätzung“

Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ hat sich der Betriebsratsvorsitzende von Porsche, Uwe Hück, mit deutlichen Worten zu der von der SPD umgesetzten Hartz IV Gesetzgebung geäußert.

Hück ist SPD-Mitglied und hatte einstmals die „Reformpolitik“ Gerhard Schröders unterstützt. „Hartz IV beruht auf einer Fehleinschätzung“, kritisierte der Arbeitnehmervertreter. Menschen, welche 30 Jahre berufstätig gewesen seien, würden nunmehr bereits nach einem Jahr der Erwerbslosigkeit auf dasselbe Niveau fallen wie jene, die lediglich ein Jahr gearbeitet hätten. Dies sei nach Worten Hücks unfair.

Die Menschen hätten schließlich einen Gerechtigkeitssinn, was die Politiker allerdings manchmal vergessen würden. „Wir sind mitten in einer Weltwirtschaftskrise, in der Menschen unverschuldet arbeitslos werden – die werden nicht im nächsten Jahr Arbeit finden, auch nicht im übernächsten“, so der Porsche-Betriebsrat. Deswegen müsste das ALG I seiner Meinung nach mindestens auf 24 oder 30 Monate verlängert werden.

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