Wohlfahrtsverband: „Wer in Hartz IV ist, der ist in der Perspektivlosigkeit“

Durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe in Form der Hartz IV-Gesetzgebung ist es nicht gelungen, Langzeitarbeitslose häufiger in Arbeit zu vermitteln. Das ist das schonungslose Fazit des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV).

DPWV-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider erklärte im Gespräch mit der „Thüringer Allgemeinen“ laut Vorabmeldung: „Hartz IV ist in jeder Hinsicht gescheitert.“ Die Zahl der erwerbsfähigen ALG II Bezieher sei im Vergleich zum Jahr 2005 konstant geblieben.

Nach Worten Schneiders seien die Vermittlungsbemühungen der Behörden nach wie vor als unabgestimmt und chaotisch zu bezeichnen. „Wer in Hartz IV ist, der ist in der Perspektivlosigkeit“, kritisiert der Verbandschef. Fast jeder Zweite Hilfebedürftige erhalte die Leistung drei Jahre und länger.

„Es wurde eine Brücke aufgebaut, die ins Nichts führte“, meint Ulrich Schneider. Der erste Arbeitsmarkt habe einfach nicht genügend Jobs angeboten.

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