Hartz IV ist einer der Gründe für die zunehmende Kinderarmut

Kinderarmut in Deutschland – ein Thema, dem in der Vergangenheit offensichtlich zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Um durchschnittlich zehn Prozent auf rund 1,9 Millionen ist die Zahl der Kinder bis 15 Jahren gestiegen, die von Sozialgeld abhängig sind. Laut Kinderschutzbund dürften es – nimmt man auch die bis 18jährigen – rund 2,5 Millionen sein.

Das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) legte diese alarmierenden Zahlen am Montag vor. Demnach sind in den alten Bundesländern elf Prozent und in den neuen sieben Prozent mehr Kinder auf Geld vom Staat angewiesen. Betroffen sind vor allem Kinder von Alleinerziehenden, bei denen die Armutsquote 30 Prozent beträgt. Generell heißt es vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, dass vor allem Familien ein höheres Armutsrisiko tragen.
Ursache für den rapiden Anstieg der Kinderarmut sind laut Expertenmeinung zum Teil die Hartz IV Gesetze, die gerade bei Kindern eine Vielzahl von Änderungen mit sich gebracht haben. Bis zum sechsten Lebensjahr sind sie derzeit zwar besser gestellt als vor der Reform. Doch für die sieben- bis 17jährigen liegt der Leistungssatz nach Hartz IV fünf bis zehn Prozent unter dem alten Niveau.

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