Sprachwissenschaftler: Der Begriff Hartz IV lässt sich nicht mehr verdrängen

Der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser vertritt die Ansicht, dass sich der Begriff „Hartz IV“ nicht mehr verdrängen lässt.

„Es ist äußerst schwierig, gegen eingebürgerte Sprachgewohnheiten anzugehen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile gehöre das Wort „Hartz IV“ zur Alltagssprache in Deutschland.

Für Horst Dieter Schlosser, dem Initiator der „Unwort des Jahres“-Aktion, steht der Begriff in diesem Zusammenhang nicht zur Wahl, weil das Verhältnis zwischen Wort und Sache hierfür entscheidend sei. „Falls das nicht missverständlich ist, dann ist es kein Unwort“, sagte der Forscher.

So werde bei Hartz IV nichts verschleiert. „Es ist inzwischen so negativ besetzt bei den meisten Betroffenen, dass man nicht mehr dazu sagen muss“, erklärte Schlosser.

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