Sorgenfalten trotz Aufschwung am Arbeitsmarkt

Die am Donnerstag von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Zahlen lassen hoffen. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 114.000 auf 4,108 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 9,8 Prozent und liegt damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. 2006 waren es noch 12,0 Prozent. Insgesamt haben in den vergangenen zwölf Monaten 869.000 Menschen eine Arbeit gefunden.

„Die ungebrochene Wirkung der konjunkturellen Belebungâ€? sei für den starken Rückgang verantwortlich, so der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise. Politiker aller Parteien zeigten sich mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sehr zufrieden. Aber es reiche noch nicht, erklärte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering.
Denn in die Freude mischt sich auch ein wenig Sorge. Gerade im Bereich der Langzeitarbeitslosen gehe es nur sehr langsam voran. Von den 114.000 Menschen, die wieder in Lohn und Brot sind, seien nur 14.000 Empfänger von Arbeitslosengeld II, die übrigen bezogen ALG I. Hinzu kommt, dass immer mehr Erwerbstätige zusätzlich zum Einkommen ALG II benötigten, um überhaupt über die Runden zu kommen. Eine Millionen waren es im August 2006.

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