Telefonseelsorge: Mehr Arbeit dank Hartz IV

Die vor einiger Zeit veröffentlichten Studie der Universität Leipzig, wonach Empfänger von Arbeitslosengeld II eher krank werden und an Depressionen leiden, erhält jetzt eine Bestätigung aus Augsburg. Die Ökumenische Telefonseelsorge hat in ihrem Jahresbericht deutliche Bezüge zu Hartz IV herstellen können.

Die Menschen leiden psychisch. Auf diesen Nenner lässt sich die Erfahrungen der 77 Ehrenamtlichen bringen, die sich Tag für die Tag die Sorgen und Nöte der Menschen in Augsburg anhören. 28.300 Anrufe waren es im Jahr 2006. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der „Hilfeschreie“ um 3.600. Diakon Franz Schütz, Leiter der Telefonseelsorge, macht die Hartz IV Gesetze für den Anstieg verantwortlich. Seit Einführung seien immer mehr Anrufe eingegangen.
Das belegen auch die Details. Von 7,5 auf 13,3 Prozent ist die Zahl der Anrufe gestiegen, bei denen es um finanzielle Probleme und deren Bewältigung im Alltag ging. Viele Empfänger von Arbeitslosengeld II, so Schütz, litten unter Isolation und suchten deshalb Hilfe bei der Telefonseelsorge.

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