SPD-Chef will Perspektive für Langzeitarbeitslose

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel möchte Langzeitarbeitslosen mithilfe eines speziellen Sonderprogramms helfen, wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen.

Im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ erklärte Gabriel, dass in Deutschland längst eine Unterschicht existieren würde, die von der Politik nichts mehr erwarte. „Und deshalb brauchen wir ein Programm „Zweite Chance“, mit dem wir denen helfen, die aus Hartz IV heraus wolle“, fordert der Sozialdemokrat. Schließlich müsse der Staat für solche Menschen, die sich anstrengen und etwas leisten, etwas tun.

Darüber hinaus plädierte Gabriel für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von acht bis neun Euro. Zudem müssten die Mitspracherechte der Arbeitnehmer innerhalb der Leih- und Zeitarbeitsbranche gestärkt werden. Die Leih- und Zeitarbeiter sollten ihre Rechte zur Not auch mit Streiks durchsetzen. „Wir sollten auch Geringverdienern Mut machen: tretet in eine DGB-Gewerkschaft ein und lasst Euch beraten. Und wo es geht: streitet und streikt mit den Gewerkschaften für bessere Löhne“, sagte der SPD- Chef in diesem Zusammenhang.

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