Jobcenter-Reform: Die Jobcenter-Chefs sind skeptisch
Die schwarz-gelben Pläne zur Neuorganisation der Jobcenter lösen nach einem Bericht der Tageszeitung “Die Welt” zumindest bei deren Geschäftsführern keine Begeisterungsstürme aus.
Die Fehlerwahrscheinlichkeit werde laut den Jobcenter-Chefs wegen der komplexer werdenden Verwaltungsprozesse steigen. “Die Bürgerfreundlichkeit nimmt ab”, erklärten Matthias Schulze-Böing, Sprecher des Bundesnetzwerkes Arge SGB II. “Die ohnehin schon überlasteten Sozialgerichte werden mit einer Flut neuer, nur durch die neue Organisationsform bedingter Klagen konfrontiert werden”, befürchten die Jobcenter-Chefs in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Für die Betreuung der Kunden bleibe darüber hinaus weniger Kraft und Zeit, weil sich die Jobcenter-Mitarbeiter vielmehr um die Duplizierung von Aktenführung und eine weitreichende Organisationsumstellung kümmern müssten.
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am 03.12.2009 um 20:15 Uhr
“Die Bürgerfreundlichkeit nimmt ab”, erklärten Matthias Schulze-Böing, Sprecher des Bundesnetzwerkes Arge SGB II.”
*schenkel klopf*
haha…
*räusper*
sorry…
bürgerfreundlichkeit?
wo?!
brüller des tages …*freu*
aber mal zu den ernsten dingen des lebens:
was genau wird denn verändert?
am 03.12.2009 um 22:47 Uhr
gute Frage weiss einer Fakten? Die im Jobcenter wissen doch jetzt schon nicht mehr was sie tun sollen um den ALG II ern Herr zu werden. Es ist einfach zu viel Bürokratie und freundlichkeit ist bei Ämtern leider sehr selten. Die leute sind überlastet und/oder haben kein interesse daran den “Schmarotzern ” zu helfen… leider
am 08.12.2009 um 10:16 Uhr
Ossi, du sprichst aus, was ich gerade dachte. Statt “Bürgerfreundlichkeit” habe ich beim Jobcenter nur Menschenverachtung, Drohung, Demütigungen, Lügen, Betrug und Verarsche erlebt.
am 08.12.2009 um 10:17 Uhr
MD, du hast vergessen, die schreiende Inkompetenz der oft branchenfremden Sachbearbeiter und Fallmanager zu erwähnen.
am 08.12.2009 um 14:58 Uhr
Was denn für eine “Bürgerfreundlichkeit”??
Die SB’s auf den ARGEn kommen teilweise von der Telekom und anderen Firmen, teils auch aus anderen Behörden. Sie sind oft schlecht ausgebildet, können mit Menschen gar nicht umgehen und psychologisch haben sie nichts drauf.
Jeder H4 Empfänger, der aus der Arbeit ! dort gelandet ist, hat ein Schicksal. Diejenigen, die 30 Jahre nichts getan haben- denen ist das alles sowieso egal.
Es sind ja nicht alle Mitarbeiter der ARGEn Beamte, die also immerhin mit den Gesetzen besser zurecht kommen.
Tatsache ist, dass die neue Regelung ein Chaos gibt.
Und das schlimme ist, dass die Politiker lange genug Zeit hatten- sich vorzubereiten und Vorschläge zu machen. Es wird wieder ein Hauruck-Verfahren sein, wie damals- als der fertige Mist von H4 eingefürht wurde.
Das einfachste wäre, die alte Regelung ad hock wieder herzustellen und alle sind zufrieden.
Die Kosten- die durch H4 entstanden sind, sind höher als das ausgezahlte Geld an die Arbeitslosen.
Zig Millionen vom Staat verballert mit dem Ergebnis der Hilflosigkeit.
am 08.12.2009 um 15:17 Uhr
Ob nun Bürokratie in einer Mischbehörde, oder in zwei Behörden, ist doch einerlei.
Wir müssen dann evtl. halt mehr Termine wahrnehmen bei den Ämtern,wg Hartz IV zum einen, und Wohnungsgeld zum zweiten. Die Sachbearbeiter sind so oder so nicht unbedingt in der Realität,wie ich aus eigener Erfahrung weiß
am 08.12.2009 um 17:03 Uhr
“Die Bürgerfreundlichkeit nimmt ab” , damit will der Herr Schulze-Böing nur sagen, schaut euch an wie Ihr heute behandelt werdet (MartinaBC hat es treffend beschrieben) und seid euch sicher wir können noch schlimmer.
Zuviel Macht in den falschen Händen, kann eine schreckliche Waffe sein.
Aber wem erzähl ich das? Mindestens 4 Millionen kennen die vorgehensweise der Jobcenter- Mitarbeiter.
Ich persönlich wünsche mir eine funktionierende Umsetzung des Bürgergeld- Gedankens. Dann bräuchte man all die Mitarbeiter in den Ämtern plötzlich nicht mehr. Ihre Macht wäre dahin.
Das wär mein schönstes Weihnachtsgeschenk.
am 09.12.2009 um 09:15 Uhr
Für dieses Problem gibt`s nur eine Lösung:Arbeitsämter abschaffen. In der freien Wirtschaft hätten solche Figuren schon lange keine Chance mehr gehabt.Dieses Amt wurde von unfähigen Politiker für unfähige Beamten und Mitarbeiter gemacht.
Übrigens ich bin nicht arbeitslos, sondern beobachte nur interssiert an deren (Un-)Tätigkeit.
am 09.12.2009 um 14:37 Uhr
Bürgerfreundlichkeit wo ??????
Man kommt sich vor wie ein Bettler und ist auf das wohlwollen der kompetenten??? Mitarbeiter angewiesen!!!!
Man ist halt nur ein Mensch zweiter Klasse !!!
am 07.01.2010 um 09:57 Uhr
Leider ist man der ARGE als Mensch völlig unwichtig,und das bekommt man bei jedem Besuch deutlich zu spüren.Bemühungen werden nicht anerkannt,aber die unfähigsten Mitarbeiter des Amtes verlangen Respekt und Demut vom Bezieher.Hilfe und Beratung werden gar nicht gegeben,erwirkt nur noch längere Wartezeiten oder gar Rausschmiss.Menschlichkeit ist nicht drin.Wenn alle Menschen auf der Straße so arg miteinander umgehen würden,traut sich kein Mensch mehr raus!Und da wundern sich die Ämter,wenn alles schief läuft???Für mich ist das kein Wunder!Die Einrichtung der ARGE ist ein Unsinn,welchen die Bürger ausbaden müssen,ohne Hoffnung auf Änderung!?!