Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 13.08.2013 um 14:14 Uhr

Bildungspaket: Änderungen am 1. August in Kraft getreten

Das vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) und anderer Gesetze“ ist am 01.08.2013 in Kraft getreten und soll nach Wunsch des Gesetzgebers unter anderem auch den Zugang zu den im Bildungs- und Teilhabepaket enthaltenen Leistungen verbessern.

So kann vom 1. August an mit dem sogenannten Teilhabe-Betrag von 10 Euro pro Monat nicht nur der Mitgliedsbeitrag in einem Verein gezahlt, sondern auch die notwendige Ausstattung zum Mitmachen finanziert werden. Ferner kann der monatliche Teilhabe-Betrag nunmehr vom Hilfebedürftigen angespart oder auch vom Leistungsträger im Voraus für den gesamten Bewilligungszeitraum erbracht werden. Außerdem wird von Leistungsträgern für privat nutzbare Schülerfahrkarten bundesweit einheitlich „nur“ noch ein Eigenanteil in Höhe von fünf Euro angesetzt.

Eine weitere Änderung betrifft die Klassenfahrten beziehungsweise Schulausflüge bedürftiger Kinder. Bisher rechnete der zuständige Leistungsträger die Kosten direkt mit dem Anbieter ab. Insoweit die Fahrten jedoch von den Eltern selbst organisiert wurden, es also überhaupt gar keinen Anbieter gab, gestaltete sich eine Kostenübernahme als ausgesprochen schwierig. Daher darf der Bedarf jetzt auch in Form einer Geldleistung gedeckt werden, wenngleich dies keine grundsätzliche Abkehr vom Sachleistungsprinzip darstellt.

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bisher 2 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Gerda Spaan am 14. August 2013 um 19:01 Uhr

    Hallo, die Info ist für uns al TRäger im Offenen Ganztag interessant. Ich hätte eine Frage, ob Sie die beantworten können? Ich habe gehört, daß von den Ansprüchen zum Mittagessen BuT wegen des komplizierten Antragsverfahrens nicht einmal 50 % zum Zuge kommen. Haben Sie dazu Infos? Wir haben gute Gründe, weil wir als Träger mit dem BuT-Verfahren auch riesige Schwierigkeiten und hohe Ausfälle beim Mittagessen haben. Grund unter anderem auch, weil keine rückwirkende Bewilligung erfolgen kann. Warum eigentlich nicht, wenn doch ein Anspruch auf Leistung nach Hartz IV besteht? Viele Eltern verstehen das Verfahren nicht und versäumen, ihre Ansprüche rechtzeitig geltend zu machen. Sie haben dann bei uns Schulden – wegen des komplizierten Verfahrens.

  2. bla am 18. August 2013 um 12:25 Uhr

    Ausbildungsreife und geeignete Lehrlinge werden gesucht und gebraucht. Also Leute, die mit ihren Händen mehr können als Handybedienung. Arbeitslose Akademiker gibts schon genug. Wenn jeder nur noch Abitur macht, dann arbeitet bald keiner mehr. Bildung nützt beruflich nur etwas, wenn das Wissen/Können verkauft werden kann, der Arbeitsmarkt es nachfragt.

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