Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 20.01.2013 um 20:33 Uhr

BA-Haushalt: 900 Millionen Euro bleiben ungenutzt

Aus einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ geht hervor, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2012 bereitstehende Mittel in Höhe von annähernd 900 Millionen Euro gar nicht in die Eingliederung von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt investiert hat. Die Summe wird nunmehr an das Bundesfinanzministerium zurückfließen.

„Der Einsatz von Geld ist nicht der Kompass für die Qualität oder Quantität der Integrationsarbeit“, rechtfertigte eine BA-Sprecherin das Vorgehen. Sie bezeichnete es vielmehr als das Denken von gestern, „dass Geld, das in den Haushalt eingestellt ist, auch ausgegeben werden muss“.

Ferner sei der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr enorm aufnahmefähig gewesen. Der Behördensprecherin zufolge habe dies zur Konsequenz gehabt, „dass man ohne zusätzliches Investment Arbeitslose, und auch Langzeitarbeitslose, auf dem Arbeitsmarkt integrieren konnte“.

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bisher 23 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. anonymus am 22. Januar 2013 um 10:28 Uhr

    Ich bezweifele das die arge wirklich so gut dasteht wie sie es immer darstellen. ich bin seit 2008 in hessen gemeldet und kann von den verbesserungen nichts erkennen, da die job angebote vom amt sich nur auf unterbezahlte oder gar 400 euro jobs beziehen. im moment sitze ich meine zeit in einer massname ab die nichts anderes ist als bewerbungen schreiben wo ich dies ebensogut zu haus erledigen kann. nun gut ich will nicht nur schlechtes sagen da meine bearbeiterin recht freundlich ist und qualifiziert obendrein. aber im ganzen bin ich entteuscht da meine probleme immer grösser sind als die erfolgs meldungen. im moment ist es gar so das ich frisch verheiratet bin und meine frau auf medizinische hilfe angewiesen ist aber das amt sie seit über 8 wochen warten lässt und sie nicht krankenversichert obwohl sie den status behindert trägt!!! es ist unverantwortlich um nur mal eins der probleme anzusprechen

  2. Wolf 1504 am 22. Januar 2013 um 18:02 Uhr

    Das ist doch der Gipfel der Betrügereien. Die Summe bekommt die Behörde in diesem Jahr weniger. Es wird immer mehr bei den Armen eingespart. Das Geld hätte man gut nehmen können um die Nebenkosten an die Tatsächlichen kosten anzupassen. Denn da hinkt das Amt hinterher und zwar mehrere Jahre.

  3. Karl am 22. Januar 2013 um 18:45 Uhr

    oh man und mir haben sie einen Bildungsgutschein verwehrt. Mit den Grund das Amt verfügt derzeit nicht über genügend Mittel. ^^

  4. hansklein am 22. Januar 2013 um 19:18 Uhr

    Der Bericht ist nur eine weitere Verlade der Bundesregierung. Da immer weniger Menschen statt nach Arbeit Anspruch auf Arbeitslosengeld und Leistungen haben und stattdessen in die Zuständigkeit der Jobcenter fallen haben die Bundesagenturen für die übriggebliebenen Arbeitslosen die in ihre Zuständigkeit fallen natürlich wesentlich mehr Geld übrig als vorher.

    Eine Schande ist das diese Geldmittel nicht genutzt werden um den Umstand „FACHARBEITERMANGEL“ zu beheben. Wir haben genügend qualifizierte Deutsche Arbeitslose – wir Qalifizieren sie nicht sondern schicken sie nach Harz IV und in den Billiglohnsektor, wodurch sie selbst nach der Aufnahme von Arbeit zu Aufstockern und nach Beendigung des Arbeitsverhälltnisses bloß HartzIV Bezieher bleiben!

  5. Peterle am 22. Januar 2013 um 19:56 Uhr

    Die BA lässt sich ja „Gott sei Dank“ immer wieder und für alles gute Ausreden einfallen … oder musste dafür extra eine Untersuchungskommission gebildet werden um eine „schlaue“ Antwort zu finden ? Garnicht auszudenken was passiert wäre wenn sie es geschafft hätten mit den 900 Millionen Euro Menschen soweit einzugliedern das sie Arbeit bekommen ;-) würde vielleicht dann einige BA – Mitarbeiter den „Kopf“ kosten denn : weniger Arbeitslose = weniger Arbeit = Stellenabbau in der BA … mehr muss man dazu wohl nicht sagen weil es ein Schildbürgerstreich ist und keine kalkulierte Taktik zum Wohle von Erwerbslosen …

  6. dittmar am 22. Januar 2013 um 21:04 Uhr

    Die Einsparung ist immer auf Kosten der Arbeitslosen.
    Ich bin 60 Jahre und das Arbeitsamt hat keine Arbeit für mich. Ich frage mich eigentlich was die Aufgabe eines Arbeitsamtes ist ????
    Privat sollt ich mir Arbeit suchen , die Arbeitgeber schauen mich an. Fragen nach meinem Alter .
    Und sagen dann Sie stellen keinen ein. Aber 12 Bewerbungen soll ich vorweisen pro halbes Jahr. Die meiste Arbeitsangebot geht über private Arbeitsvermittlungen . Dafür hat aber das Arbeitsamt kein Geld. Und lehnt es ab.
    Ich denke mir immer irgend was ist hier faul im Arbeitsamt.

  7. Firefox am 22. Januar 2013 um 21:22 Uhr

    Diesen Kompass sollten die Politiker mal bei allen anderen staatlichen Investitionen einsetzen, wo es noch nötiger ist, denn dadurch wird bei denen gespart, die eh weniger in der Tasche haben und die gut Betuchten werden subventioniert!
    So hätten wir weniger Arbeitslose und auch weniger Staatsschulden.

  8. Jürgen am 23. Januar 2013 um 05:33 Uhr

    Das ist mal wieder Typisch Arbeitsamt,nie um eine Ausrede verlegen.
    Wäre der Sandal nicht Aufgeflogen wär weiss in welche Taschen das Geld wieder versickert wäre.
    Es wird mal Zeit, das die Bundesregierung dem Arbeitsämtern mal genauer auf die Finger klopft, die machen ja schon was Sie wollen mit den Arbeitslosen, denen ist es doch Latte ob einer eine Arbeitsstätte bekommt von dem man eine Familie ernähren kann oder nicht ! die drehen leuten doch nur Arbeiten über Zeitarbeiter Firmen mit, weil Sie daran erhebliche Einnahmen haben die meist das Doppelte von dem betrift waas die arme Sau von Arbeiter erhält….der Hammer ist dann
    noch, das man behandelt wird wie ein Sklave.
    Ob Arbeitsamt oder ARGE die haben doch schon eigene Gestze, Schickanieren und beschimpfen leute und Wundern sich dann wenn einer Ausrastet und einen von diesen auf,s Maul haut……Aber unsere Regierung Unterstüzt sowas ja noch in dem Sie durch setzen will das Gering Verdiener und Hartz 4 er nicht mehr gegen solche erniedriegungen Klagen dürfen !
    daran sieht man doch das die alle nur lügen und zum Eigenschutz betrügen und machen können was Sie wollen….sehe in unsere Zukunft kein Fortschritt sondern zurück in die Zeit als man sich noch Slaven bediente.

  9. Jens Lepak am 23. Januar 2013 um 07:08 Uhr

    Das kann man nicht mehr verstehen, bei aller Notwendugkeit zum Sparen, werden bei der Bundesagentur für Arbeit 900 Millionen € zurückgegeben und auf der anderen Seite geben Bund und Länder die Rasiermesserpolitik raus bei allen Leistungen der Sozialhaushalte 15 % zu kürzen (wohlgemerkt zu kürzen nicht zu sparen), dabei ist der Mensch völlig egal geworden, ja mittlerweile ist MENSCH nur noch Ballast in den Haushalten. Wo bleibt das grundgesetzgarantierte Sozialstaatsgebot. Für jeden militärische Konfliktherd auf der Welt hat die BRD Geld, die Diskussionen im Bundestag haben nur noch Alibicharakter gegenüber dem Volk, beim Konfliktherd „eigenes Volk“ wird mit dem Rasiermesser Politik gemacht, … und wer dabei aubegehrt bekommt auf die Finger, wird öffentlich verunglimpft und politisch totgeredet. Wohin geht die Reise der Deutschen Länder, in eine totalitäre Finanzdiktatur?

  10. loslegen am 23. Januar 2013 um 10:41 Uhr

    ”… Der Behördensprecherin zufolge habe dies zur Konsequenz gehabt, “dass man ohne zusätzliches Investment Arbeitslose, und auch Langzeitarbeitslose, auf dem Arbeitsmarkt integrieren konnte”. …“

    Vermutlich als Billiglöhner in Leiharbeitsfirmen!

  11. lissy am 23. Januar 2013 um 15:26 Uhr

    Tja, warum sollte man auch Geld für Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose schaffen bzw. finanzieren?? Die meisten Jobs sind unterbezahlt oder 1,- Euro Jobs. Das nennt man Aufschwung in die Armut. Noch mehr Geld könnten sie sparen, wenn sie die schwachsinnigen „Weiterbildungsmaßnahmen“ streichen würden. Ich meine die, wo die über 50jährigen das Kochen, Backen und Putzen beigebracht kriegen, weil das vorher bei diesen Langzeitarbeitslosen wahrscheinlich die Heinzelmännchen und ihre Kumpels gemacht haben, Statt in richtiger Ausbildung zu investieren wird Beschäftigungstherapie auf höchster staatlicher Stufe durchgeführt. Die einzigsten die daran verdienen sind die Ausbildungseinrichtungen und ihre Chefs. Ich nehme an, das ist im Harz nicht anders als an der Küste. MfG lissy

  12. Diddi am 23. Januar 2013 um 16:53 Uhr

    Was für eine Scheinheiligkeit. Das Geld wird dringend für die Weiterbildung von einheimischen Fachkräften gebraucht. Da ja Mangel besteht werden lieber kostengünstigere „Fachkräfte“ aus Billiglohnländer beschäftigt.

  13. lindsay am 23. Januar 2013 um 16:53 Uhr

    Danke….
    und ich hätte so gern gearbeitet, oder in der Arbeit weitergemacht auch wenn ich nur eine Aufwandsentschädigung dafür erhielt….
    So werden Langzeitarbeitslose, die durch Krankheit keinen Job mehr auf dem 1. Arbeitsmarkt erhalten können oder einfach nicht mehr vermittelt werden, an der Leine gehalten…
    gerne würde ich heute noch Arbeiten gehen, wir haben zu Ost – Zeiten immer gearbeitet und es hat uns Spaß gemacht…heute ist es wie ein 6-er im Lotto, keine Chance…

  14. chevy57 am 23. Januar 2013 um 20:21 Uhr

    warum wurde das geld dann zur verfügung gestellt? mein sohn,24, arbeitslos seit 1.1.13, brauchte einen lehrgang,dauer 2wo, für einen unbefristeten arbeitsvertrag als klemptner. bezieht alg1. kommentar der arge: gibts nicht,warte bis das wetter offen ist, dann findest du schon was,bist eben länger arbeitslos…kommentar ende.solange jeder arbeitsamtangestellter gottgleich selbst entscheidet was machbar ist kommt nur scheisse dabei raus, statt ermessen müssen klare regeln für leistungen und dergl.aufgestellt werden. übrigens hat mein sohn zum 1.2. nen neuen job,ohne arge… wofür braucht man die eigentlich? achja, ohne arge und jobcenter wären ja zigtausend leute arbeitslos,menschen wie du und ich. wie war das noch mit schlecker??….

  15. uvo am 24. Januar 2013 um 06:37 Uhr

    Die MitarbeiterInnen der JCs und ARGEs versprechen viel und halten wenig. In einem Fall wurden Fahrgelder und Förderscheck mündlich versprochen. Als der Arbeitsvertrag geschlossen war, wurden die Versprechungen nicht eingehalten. Gut, die ARGE konnte damit für den Staat sparen, aber es bleibt ein fader Nachgeschmack. Warum werden Menschen falsche Versprechungen gemacht? Ist alles nur auf Außenwirkung angelegt? Wir sollen denken, dass der Staat viel für seine Arbeitslosen macht? Die Realität sieht es anders aus. Er lässt sich das Geld wieder zurückgeben.

  16. Naturverbunden am 24. Januar 2013 um 08:28 Uhr

    ///rechtfertigte eine BA-Sprecherin das Vorgehen. Sie bezeichnete es vielmehr als das Denken von gestern, “dass Geld, das in den Haushalt eingestellt ist, auch ausgegeben werden muss”<<

    !!!!!!!!Das es in den Leitungsebenen der BA, für eingesparte Mittel ein Boni-System mit unverschämt hohen Sonderzahlungen für Führungskräfte gibt, wird den Bürgern gern vorenthalten!!!!!!!!!

    Arbeitslose oder Langzeitarbeitslose zu integrieren, sinnhafte+anerkannte Weiterbildungen oder Einzelumschulungen zu fördern, wie es das sog. "Lebenslange Lernen" oder der rasante Zuwachs von Wissen erfordern, steht schon seit einiger Zeit nicht mehr im Focus der BA und der Bundesregierung.

    Es wird immer von Fachkräftemangel geredet?!
    Wieso gibt es den keine vernünftigen Bildungsangebote??? Und ich meine nicht diesen Bildungsgutschein-Müll, bei dem bereits die max. Förderzeit von 24 Mon., vernünftige Bildung in anerkannten Berufsschulen fast zur Gänze ausschließt da deren Lehrpläne damit kollidieren.

    Von Bildungsträgern die Klassenweise selbstgedruckte Zertifikate ausgeben die das Papier nicht Wert, möchte ich garnicht reden. Diese Einrichtungen dienen nur deren Geschäftsführern und durch "diskrete Aufmerksamkeiten" auch so mancher BA-Führungskraft….

  17. Streetfigther  (Website)  am 24. Januar 2013 um 13:06 Uhr

    http://zoom.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/befc0476-9f54-36cb-bcb9-43012ec8ac62/20114562?doDispatch=1

    Die Auswirkungen von Hartz IV,wer seine Rechte nicht verteidigt verliert sie wie in fast jedem Job.
    Deshalb können gar nicht genug Klagen die Gerichte überschwemmen!

  18. Gratistipp  (Website)  am 24. Januar 2013 um 16:35 Uhr

    Bei solch einer“ Blender“ Argumentation fehlen einem tatsächlich alle Worte
    Da wird Arbeitslosen zur Verfügung stehendes Kapital vorenthalten, und durch sinnfreie Argumentation gerechtfertigt.
    Tatsächlich wird nicht einmal ansatzweise versucht, Arbeitslose individuell zu fördern, weil gerade auch Weiterbildungen nicht ermöglicht werden, nur weil die engstirnige, wenig professionelle Sichtweise eines Sachbearbeiters tragend wird
    Mir selbst sind zahlreiche Arbeitslose bekannt, von denen keiner die gewünschte Weiterbildung gefördert bekam, obwohl die weitsichtigen Aussichten hervorragend waren.
    Es ist eben nicht jeder zum Altenpfleger befähigt…
    Tatsächlich erscheint dieser Umstand umso skandalöser, wenn man dann lesen muss, dass durch diese Ignoranz, Unsummen an Geld-welches eben gerade zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt wurde-nun als Überschuss verzeichnet wird.
    Solange es jedoch KEINEN Rechtsanspruch auf individuelle Förderung gibt, und Arbeitslose der stumpfsinnigen und unflexiblen Sichtweise eines Sachbearbeiters ausgeliefert sind, wird wohl weiterhin auf Kosten der Arbeitslosen derartiges Schindluder getrieben…
    Es ist schlichtwegs eine „Sauerei“, dass man lieber Geld zurück gibt, als es dafür zu nutzen, wofür es gedacht war.
    Unfähigkeit -Dreistheit und Ignoranz auf ganzer Ebene!

  19. Alias am 26. Januar 2013 um 13:45 Uhr

    Hammer – ich wollte Weiterbildung im sozialen Bereich, da ich – seit 3 Jahren arbeitslos – in meinem kaufmännischen Bereich keine Chance mehr hatte. Wurde abgelehnt mit der Begründung, man wolle mich im kaufmännsichen unterbringen. Habe dann Business-Englisch-Kurs-Weiterbildung beantragt – Absage mit der Begründung: hierfür sind keine Mittel mehr da. Wie das, wenn ich jetzt lese, dass 900 MIO. Euro für die Eingliederung von Erwerbslosen nicht verwendet wurden? Ich verstehe dieses System nicht mehr.

  20. adele am 27. Januar 2013 um 15:44 Uhr

    es scheint tatsächlich so zu sein, dass viele Jobcentermitarbeiter nicht über das notwendige Wissen verfügen, wie sie die große Geldmenge abrufen können, um Jobsuchende schnell und nachhaltig in den Arbeitsmarkt wieder zurückzuführen.

  21. Streetfigther  (Website)  am 29. Januar 2013 um 16:34 Uhr

    Und dann müssen sich Betroffene noch von so etwas wie Besserverdienender zulabern lassen der vor Dummheit nicht weiß was er mit sich anfangen soll!!

    Hier noch ein Beispiel, falls das hier in 3 Wochen oder irgendwann veröffentlicht wird.
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-betroffenen-absichtlich-fuer-tot-erklaert-9001304.php

    Aktualität fehlt hier auf jeden Fall!!

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