Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 25.09.2009 um 22:09 Uhr

Ernährungskurse für übergewichtige Arbeitslose

Nach Ansicht von Experten haben Erwerbslose unter Anderem wegen erheblichen Übergewichts gewisse Probleme, einen neuen Job zu finden. Ob dem wirklich so ist, sei dahingestellt.

Jedenfalls werden in Offenbach und Rüsselsheim auf freiwilliger Basis Ernährungs- und Fitnesskurse angeboten, die von Sportwissenschaftlern der Universität Frankfurt geleitet werden.

Mithilfe dieser über drei Wochen gehenden Veranstaltungen sollen zunächst einmal die gesundheitlichen Probleme der Teilnehmer gelöst werden. Infolgedessen soll das Selbstbewusstsein der Erwerbslosen erhöht und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden.

Die Kurse sind Bestandteil sogenannter „Profiling-Kurse“ für ältere Arbeitslose, welche im Rahmen der bundesweiten Initiative „Perspektive 50plus“ angeboten werden.

Die Organisatoren der Ernährungskurse verweisen auf die angeblichen Erfolge ihrer Arbeit. Nach ihren Statistiken hätten von 600 aktiven Teilnehmern ganze 14 Prozent wieder eine feste Stelle gefunden. Dies sei spürbar mehr als in der Vergleichsgruppe. Darüber hinaus würde eine hohe Anahl von Erwerbslosen durch Kursteilnahme
überhaupt erst wieder „aktiviert“.

Vertreter aus vielen anderen Regionen Deutschland haben sich beim Jahrestreffen der Initiative „Perspektive 50plus“ bereits Anregungen geholt, um zukünftig auch Ernährungs- und Fitnesskurse anbieten zu können.

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bisher 7 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Flynn  (Website)  am 26. September 2009 um 09:35 Uhr

    … und wieder ein Schritt in Richtung Entmündigung, Bevormundung und Diktat über die Arbeitslosen. Stellt sich nur die Frage, in wieweit es wirklich freiwillig ist und wann diese angeblich freiwillige Teilnahme, in einer Pflichtveranstaltung umgewandelt wird?
    Wie auch immer, statt das die Mitarbeiter der ARGE sich wirklich konsequent damit beschäftigen, bei der Industrie (Firmen, Unternehmer usw.) vorstellig zu werden, um zu versuchen, vernünftige Arbeitsplätze für die/den Arbeitslose zu suchen, steckt man lieber die ganze Aufmerksamkeit und Energie in solchen sinnlosen Maßnahmen.

    Und ob man wirklich von einem Erfolg reden kann, wenn man sich vor Augen hält, dass von 600 Teilnehmern gerade mal 14 % (84 Arbeitslose) einen Job bekommen haben, möchte ich bezweifeln. Und ich finde es unverantwortlich, ja sogar unverschämt, diese Zahlen mit der Vergleichsgruppe zu vergleichen.

    Es gibt unzählige Möglichkeiten, warum man einen Job erhält und wann nicht. Ich könnte auch mit Zahlen umherschmeißen, wenn ich behaupte, dass eine Jobvermittlung am Freitag einen größeren Erfolg verspricht als an einem Montag. Und so könnte man das Spielchen unendlich weiter machen, bis einem die Zahlen passen.

    Aber wie gesagt, bei der ARGE scheint man gerne das Pferd von hinten aufzuzäunen und am Ende, wenn kein Geld mehr da ist, sind die Arbeitslose dann die dummen.

    TOLL!

  2. Ossi am 26. September 2009 um 21:48 Uhr

    Nachdenkkurse für überengamentierte Experten

    Nach Ansicht von denkenden Bürgern haben Experten unter Anderem wegen erheblichen Überengagement gewisse Probleme, einen roten Faden bei der Eingliederung von Arbeitslosen zu finden. Das dem wirklich so ist, beweist sich immer wieder.

    Deswegen werden in Onlineforen und Blogs auf freiwilliger Basis Um- und Nachdenkkurse angeboten, die von HarzIV-Betroffenen und sozial denkenden Menschen der Nomalbevölkerung geleitet werden.

    Mithilfe dieser andauernden Verdeutlichung der wirklichen Interessen und und Lebenspläne sollen zunächst einmal die Realitätserfassung der Teilnehmer sensibilisiert werden. Infolgedessen soll das Selbstbewusstsein der Erwerbslosen von ganz allein erhöht und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden.

    Die Foren und Blogs sind Bestandteil sogenannter “sozial und menschlich denken-Kurse” für festgefahrene „Experten“, welche im Rahmen der bundesweiten Frustration „ Diskriminierung und soziale Ausgrenzung“ angeboten werden.

    Die Organisatoren der sozial und menschlich denken-Kurse verweisen auf den Zeitgeist und die Stammtischparolen über die Schuld an ihrer Situation. Nach ihren Statistiken hätten fast alle wieder eine feste Stelle gefunden, wenn man sie ernstnehmen würde und Beschäftigung nach ihren wünschen und Interessen ausrichtet. Dies sei spürbar mehr für das Selbstbewusstsein, als aufgezwungene Zwangsarbeit und Kursaneinanderreihungen ohne roten Faden .Darüber hinaus würde eine hohe Anahl von Erwerbslosen durch Perspektive, gute Bezahlung und eine Arbeit die erfüllt
    überhaupt erst wieder „motiviert“.

    Vertreter aus vielen anderen Regionen Deutschland haben sich beim Jahrestreffen der Initiative „Perspektive 50plus“ bereits Anregungen geholt, um zukünftig auch Ernährungs- und Fitnesskurse anbieten zu können.

  3. Kaleva am 28. September 2009 um 19:31 Uhr

    Na das kann mir ja nicht passieren. Ich hab jetzt wieder 2 Wochen Nudeln gefressen und bin jetzt so weichgekocht, dass ich die Tafeln in Anspruch nehmen werde.

  4. Willi Magel am 29. September 2009 um 13:42 Uhr

    Solche Kurse haben durch ihre krank machende Wirkung bei mir dafür gesorgt, dass ich jetzt Rentner wegen Erwerbsminderung bin und vor der ARGE meine Ruhe habe. Dafür bin ich mindestens alle paar Tage bei irgendeinem Arzt, der mir dann doch nicht helfen kann.

  5. Sieglinde am 30. September 2009 um 10:22 Uhr

    Haha, wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast schon komisch! Die Kurse sind wohl auch ABM-Maßnahmen?

  6. Ossi am 2. Oktober 2009 um 21:30 Uhr

    klar sind sie das sieglinde.

  7. SOLIADMIN am 13. Oktober 2009 um 09:20 Uhr

    Euer ewiges gejammer kostet uns, die arbeitende gesellschaft viel Geld !.
    Würdet Ihr einmal radikal umdenken und den Arsch raus heben, dann hättet ihr auch Arbeit. Ihr kotzt mich alle an !

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