Arbeitsvermittler flüchten vor bevorstehender Jobcenter-Reform

Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD) suchen sich derzeit viele Arbeitsvermittler der Jobcenter neue Arbeitsstellen.

Grund hierfür ist die im Dezember 2007 durch das Bundesverfassungsgericht festgestellte Verfassungswidrigkeit der derzeitigen Mischverwaltung aus Kommunen und Arbeitsagenturen in Form der sogenannten Jobcenter.

Bis Ende 2010 muss nach Vorgabe der Verfassungsrichter eine Reform der Jobcenter durchgeführt werden. Erfolgt dies nicht, werden Kommunen und Arbeitsagenturen zwangsläufig wieder getrennt und bis auf weiteres in Sozial- und Arbeitsämter zurückverwandelt.

Da sich die Politik immer noch nicht auf ein neues Modell einigen konnte, machen sich unter den Jobcenter-Mitarbeitern Zukunftssorgen breit. Viele suchen sich daher einen neuen, ihrer Meinung nach sichereren Arbeitsplatz.

„Verunsicherte Mitarbeiter verlassen derzeit die Jobcenter“, erklärte ein Experte des Städte- und Gemeindebundes (DStGB) gegenüber der FTD. Er hoffe, dass die Bedeutung und Eilbedürftigkeit erkannt werde. Grund zur Panik bestünde jedoch noch nicht.

„In der Regel sind es die qualifizierten Mitarbeiter, die sich was Neues suchen. Wir haben Schwierigkeiten, entsprechenden Ersatz zu finden“, äußerte der Kasseler Stadtkämmerer Jürgen Barthel in diesem Zusammenhang.

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