Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 02.11.2009 um 16:02 Uhr

„Quelle-Arbeitsamt“ soll bundesweit als Vorbild dienen

Angesichts der Quelle-Pleite wurde eine mit 120 Arbeitsvermittlern besetzte Arge-Außenstelle im Nürnberger Quelle-Versandzentrum eingerichtet.

Das zeitlich befristete „Quelle-Arbeitsamt“ wird nunmehr als künftiges Vorbild für vergleichbare Situationen gehandelt. „Das ist ein gutes Modell, um den Menschen unbürokratisch vor Ort zu helfen“, ist BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker überzeugt.

Nach Worten Beckers wurden mit mehr als 700 Quelle-Mitarbeitern Vermittlungsgespräche geführt, von denen erfreulicherweise rund 600 Jobangebote erhalten hätten. Insgesamt seien ca. 2.000 Personen in der Außenstelle betreut worden.

Darüber hinaus würden von den 130 Quelle-Auszubildenden definitiv 40 von anderen Arbeitgebern übernommen. Die übrigen 90 Azubis hätten allerdings auch schon konkrete Vorschläge. „Das ist eine sehr gute Bilanz“, findet Raimund Becker.

Die BA werde die Erfahrungen nunmehr genau auswerten. Ein derartiges Modell wie das „Quelle-Arbeitsamt“ würde dann gegebenenfalls den übrigen Arbeitsagenturen weiterempfohlen. Zu beachten sei jedoch, dass ein solcher Aufwand erst ab einer Größenordnung von mindestens 800 bis 1000 Betroffenen in Betracht käme.

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bisher 5 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. marina am 3. November 2009 um 14:35 Uhr

    Ich verstehe nicht dass so ein Wirbel um die armen Quelle Mitarbeiter gemacht wird. Das ist halt Pech wenn sie arbeitslos werden. Mit diesem unbürokratischen Aufwand sollte mal lieber den Langzeitarbeitslosen geholfen werden. Was wird für uns getan? Wird da so ein Tamtam veranstaltet? Es ist traurig das so viele Jobs gestrichen werden aber wir sind auch arbeitslos. Wo bleiben unsere Arbeitsplätze? Das ist ein Affentheater was veranstaltet wird für die, die jetzt arbeitslos werden. Frau Merkel, ich möchte auch eine Vollzeitstelle wo ich so viel verdiene, das ich davon leben kann. Verdienen Sie sich ne goldene Nase oder wie?

  2. Katja am 3. November 2009 um 16:23 Uhr

    …..ich würde gern wissen was für Jobs sind die da angeblich vermittelt wurden…sehr fragwürdig

  3. marina am 4. November 2009 um 14:08 Uhr

    egal was für Jobs, denen wird Puderzucker in den Hintern geblasen. Ich habe eher das Gefühl, dass jene, die jetzt arbeitslos werden sofort irgendwo untergebracht werden. Nur nicht ins Hartz IV fallen lassen.
    Was wird für uns getan? Wenn nicht ein Arbeitgeber das Potenzial von Hartz IV Empfängern entdeckt hat man schlechte Karten.
    Man kann sich ein Bein ausreißen oder den Hintern einrennen. Es ist so selten dass ein Hartzi aus seiner Miesere raus findet. Von der Bundesregierung kommt nichts. Es geht nicht um höhere finanzielle Unterstützung sondern um Arbeitsplätze. Ich will einen gerecht bezahlten Arbeitsplatz.
    Laßt die Quelleleute doch auch mal das schöne Leben als Hartz IV Empfänger genießen! Mir tun die keinesfalls leid. Ich bin auch unfreiwillig arbeitslos geworden.

  4. Steve am 21. November 2009 um 19:29 Uhr

    was muss ein Mensch wie „marina“ erlebt haben, dass sie jeden anderen das gleiche Schicksal wünscht!
    es ist einfach nur traurig was in unserer Gesellschaft vorgeht. Wenn sie schon solche mit Hass erfüllten Aussprüche bringt, dann sollten diese zumindest an die Verantwortlichen gerichtet sein, wie z.B. die unfähigen Manager!

  5. marina am 23. November 2009 um 20:39 Uhr

    Hi Steve, so redet eine Hartz IV Empfängerin die sich jahrelang im 1 Euro Job den Hintern eingerannt ist und hinterher wieder gehen durfte. Ohne Krankschreibung und ohne Urlaub und das vier Jahre lang. Das hat mit Haß nichts zu tun sondern mit Gleichgültigkeit den Anderen gegenüber. Wo bleiben unsere Arbeitsplätze? Die wurde uns doch versprochen wenn wir im 1 Euro Job beweisen dass wir arbeiten können. Damit haben die Manager nichts zu tun. Dafür sind unsere Politiker verantwortlich und die liebe Mitbevölkerung die zu Allem Ja und Amen schreit wenn es darum geht, den Arbeitslosen das Leben noch schwerer zu machen.

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